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Designanalyse des Cybertruck

Da die Diskussion sich im allgemeinen Thema der Präsentation verlieren würde, möchte ich ein neues Öffnen, in dem man etwas genauer und konzentrierter auf die Designsprache des Cybertrucks eingehen kann. Es geht nicht stumpf darum, ob es gefällt oder nicht, sondern darum, seine Ansichten zu begründen und die Intention dahinter zu verstehen.

Design verfolgt immer einem Zweck und soll Sinn machen, es gibt einen Grund - Geschmack ist individuell.


Quelle: yankodesign.com/2019/11/21/ … e-history/

Ursprungsbeitrag: Nützliche Apps für Smartphones

Antwort von jsm13: Vorträge an der Uni Stuttgart

Aus: Vorträge an der Uni Stuttgart

Ansich bin ich bei dir, dass das Raubtier-Design zum Teil absurde Züge annimmt - also im Hinblick auf die obtische Wahrnehmung empfinden wir beide es gleich.

Warum hab ich das über den Cybertruck geschrieben?

Ich fange anders an: technisches, neutrales, klares Design kann sehr harmonisch sein. Es kann Eleganz und Ruhe ausstrahlen, ohne sich dabei an irgendwelchen organsichen Formen zu orientieren. Die skandinavische Designsprache (gerade in der Architektur) ist dafür ein gutes Beispiel oder auch der japanische, reduzierte Stil.

Ein Leitsatz kann da sein „Form follows function“.

Aerodynamisch betrachtet bieten die scharfen Kanten auch keinen Vorteil, da bei jeder Kante sich Wirbel bilden und damit Energie verloren geht. Ich würde sogar annehmen, dass der Semi einen weit bessern cW-Wert erreicht, als der Cybertruck.

Warum aber wirkt der Cybertruck sehr düster?

Es sind vorallen die spitz zulaufenden Winkel, schmalen Schlitze und die scharfen Kanten des Cybertrucks, die ihn bedrohlich wirken lassen.
Man reduziert die Öffnungen „zur Außenwelt“ auf ein Minimum und obwohl die Frontscheibe ein wirklich gigantisches Ausmaß hat, ist die Sicht recht schmal nach vorne und zu den Seiten. Die äußeren Flächen sind sehr betont und markant am Fahrzeug und haben eine praktisch pflugartig-abweisende Ausrichtung.

Nochmals ein Gedankenexperiment. Wir stellen uns zwei Situationen vor, in welchen wir den Cybertruck in Szene setzen und fragen uns danach, welche dem Fahrzeug eher entspricht:

  1. Die Sonne scheint, es ziehen kleine, weiße Wolken gemächlich durch den Himmel - wir befinden uns im Grünen, im Wind wiegenden sich Kornfelder und man hört die Natur um sich herum.
  2. Wir haben Winter, es beginnt schon früh dunkel zu werden und es regnet. Das Wasser rinnt an den Betonflächen der Umgebung herunter, die Kälte des Windes ist durchdringend.

Also auf den ersten Blick dachte ich auch, OMG was ist dass denn?
Aber je länger man sich das Fahrzeug anschaut umso schöner wird es.

Die Deutschen zeigen jedes Jahr futuristische Designstudien die noch nie wirklich gebaut wurden,
Tesla macht es einfach.

Ist es möglich, dass auch die Art der Präsentation auf den Bildern (Beton, Stahl, Nebel, grau, kalt) die Wahrnehmung beeinflusst? Auf dem „Camper“-Bild der Homepage reflektiert der Wagen die Brauntöne der Umgebung - und wirkt damit auf mich gleich viel positiver.


Quelle: motor1.com/news/383788/tesl … t-kitchen/

Du meinst diese Aufnahme.

Tendenziell ändert sich die Formensprache durch die Darstellung nicht aber das Bild entschärft es.

Anderes Bild, jedoch gleiche Wirkung. Die Fenterflächen sind recht klein, gegenüber den Seiten, was eine Schießscharten-artige Erscheinung verleiht. Wie man es drehen will, ein freundlich oder neutral wirkendes Fahrzeug wird es leider nicht.

Die martialische Keil- und Klingen-Form ist sehr scharf gezeichnet.

Man zeigt auf der IAA und anderen Ausstellungen gerne was man nicht bauen kann und was nicht möglich ist. Das begrenzt sich nicht auf deutsch Hersteller.

Man stellt ein cooles und praktisches Design vor. Darüber freut man sich und 2 Jahre später steht eine langweilige Kartoffel im Laden wo man von der Designsprache den Hersteller kaum erraten kann. Ausser Grill und Logo sind die Fahrzeuge sämtlich als optisch unerheblich zu bezeichnen.

Damit mann man leben.

Muss man aber nicht.

Erfrischend anders präsentiert Tesla seine Studien. Oder besser die Präsentation ist identisch, aber die Fahrzeuge fahren und kommen so mit nur sehr wenigen Änderungen in Serie.

Meiner Meinung nach ist das die Message: Wir machen was wir versprechen … Allerdings nicht in der Zeit die wir uns vorstellen. :laughing:

Interessant finde ich das das Fahrzeug keine Logos hat und eine total andere Designsprache. Ich war angenehm überrascht.

Dies ist kein Design Konzept, es soll dem Serienfahrzeug nah sein. Somit ist der Rechenschieber im Design enthalten.
Der VK von $40k erfordert diverse Sparmaßnahmen, denn ein 100kWh Akku kostet immer noch eine beträchtliche Summe.
Das schlichte Design ist also auch dem Preis geschuldet.

Die anderen „Fotos“ mit Wohnkabine im Wald sind gerendert, das ist nicht echt, da reflektiert kein Baum eine angenehme Farbe, das ist künstlich.

Wie wird das Design in der Praxis aussehen, also mit Schmutz und im Licht der wirklichen Welt, der Verarbeitung und Anmutung der Teile. Das muss da auch klappen. Dies ist kein Hypercar das im Showroom steht, das Ding soll in der Praxis genutzt werden.
Edelstahl ohne Lack dürfte in simpler Verarbeitung auch einen gewissen rauhen ungehobelten Effekt haben, denn die Verarbeitung kennen wir, wellige Kanten. Hoffentlich erlaubt die Designsprache solche Fehler in der Ausführung ohne den Gesamteindruck zu mindern.

Vom Design her die Renovatio (Wally) Yacht für die Straße… - und bei der hat noch keiner über die Optik gemeckert…

Aus firmenpolitischer Sicht eine Abgrenzung zum Konkurrenten Bollinger inklusive Designflucht nach vorne.

Insgesamt ein sehr guter Design-Meilenstein, der einen Wendepunkt im künftigen mobilen Design einläuten kann.

Aktuelles könnte dann sehr schnell, sehr alt aussehen - was die Hersteller freuen sollte…

Naja, ein relativ unbekanntes Gefährt hier zu erwähnen, über das bislang nicht gesprochen wurde, ist jetzt nicht unbedingt der Maßstab.

Aber auch die Wally 118 Yacht ist von seiner Formensprache sehr nahe am Cybertruck, aber auch hier zeigt sich, dass es sehr scharf gezeichnet ist.

wally.com/static/upload/wal … 118-07.jpg

Analogien mit der Fregatte Visby-Klasse kommen mir da in den Sinn oder dem Patruoillenboot-Typ CB90 H.

Doch, da haben viele gemeckert: welt.de/motor/article214533 … sehen.html.

Aber der Vergleich mit Passani ist wirklich weiterführend. Zum Vergleich mit Tesla auch den Artikel von Erdmann Braschos: brandeins.de/corporate-publ … e/das-boot

Ich habe jetzt noch mal länger über diese Kiste nachgedacht. Fazit inzwischen, meiner Meinung nach ist das Ding genial.
Der Preis hat mich stutzig gemacht, irgendwie macht das keinen richtigen Sinn. Denn was haben wir hier eigentlich?
Ein universelles Fahrzeug, welches je nach Akku aufgrund der Auslegung, gekauft 2025, noch gute Chancen hat, im Jahr 2100 noch zu fahren. Da ist nichts, was rostet, die Motoren halten 1,5 - 2 Mio. km, der große Akku ziemlich sicher auch. Und nach einer derartigen Lebensdauer sollte ein Tausch der Motoren und des Akkus auch nicht das große Ding mehr sein. Um die Karosserie mache ich mir nicht so viel Sorgen.

Eigentlich ist so ein Auto ein Todesurteil für eine Autofirma. Da gibt es 2 Möglichkeiten für ein so langes Autoleben. 1. das Auto wird auf die Kinder, Enkel und Urenkel weiter vererbt. Oder man möchte mal ein anderes Auto und verkauft den Wagen. Der Zweitbesitzer fährt ihn 10 Jahre und verkauft ihn weiter, und so weiter und so fort. Sofern das Auto bezüglich der Elektronik entsprechend modular aufgebaut ist, und davon gehe ich aus, lohnt sich hier auch von Zeit zu Zeit ein Upgrade. So gesehen wird der Wertverlust hier unglaublich gering sein. Gut möglich, dass nach 10 Jahren der Wiederverkaufswert immer noch 70% vom Neupreis ist.

Aber ich denke, da sind andere Gedanken dahinter. Elon will auf dem Mars. Dieses Auto ist für den Mars prädestiniert und kann wohl mit wenig Aufwand, andere Reifen, bessere Innenraumabdichtung, dort leicht eingesetzt werden. Und es ist ein preisgünstiges Serienauto. Wir erinnern uns, das Lunar Roving Vehicle hat 1971 38 Millionen $ gekostet. Heute, 50 Jahre später, wäre es wohl 10x so teuer. Und hier lässt EM diese Kosten einfach durch Massenproduktion finanzieren. Das Auto ist so billig, weil es dadurch Entwicklungskosten für den Mars-Rover spart. Sagen wir mal, die Entwicklungskosten wären „nur“ 100.000.000. Selbst, wenn das Fahrzeug sich nur 100.000 x verkauft und bei jeden Fahrzeug nur 1.000 € Gewinn bringt, hätte er die Entwicklungskosten für das Marsauto bei 0. Finanziert von uns. Der Transport zum Mars…das ist wohl noch ein Thema. Andererseits, wir wissen, dass die Karosserie aus dem gleichen Material besteht wie das Raumschiff, welches vermutlich voll zum Mars fliegt und leer wieder zurück. Vielleicht ist es ja aber auch billiger, die Teile von dem Raumschiff für ein paar CT zu verwenden, statt es leer zurück fliegen zu lassen. Vielleicht sind da schon von Anfang an viele Teile für beides, Raumschiff und CT, identisch. Würde zu EM passen.

Dann weiter, dieses Fahrzeug ist eine eierlegende Wollmilchsau. Kaum ein Käufer wird hier alle Möglichkeiten ausnutzen. Zählen wir mal auf:

  1. Transportfahrzeug, geeignet auch für sehr große Anhänger. Alles, was nicht auf einen LKW transportiert werden braucht, kann hier transportiert werden.
  2. Werkstattwagen. Wir haben elektrischen Strom für allerlei Geräte, Druckluft, Platz für Werkzeug und Waren.
  3. Campingreisen. Hier gibt es ja schon Bilder. Man kann mit dem Fahrzeug überall hin, abgesehen vielleicht vom Gipfel des Mount Everest, und vor Ort Campen, Leben und Schlafen.
  4. Hausmeister und vielleicht Räumdienst. Ist zwar noch nicht erwähnt worden, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es wohl ein Schneeschild für dieses Fahrzeug geben wird.
  5. Spaßfahrzeug, Wahnsinns-Beschleunigung und unglaubliche Geländegängigkeit. Für die Jungen ein Liebesnest vor der Disse oder wo auch immer.
  6. Urlaubsfahrzeug: Wenn die Kiste irgendwann Autonomiestufe 5 erreicht, kann man sich nachts hinten reinlegen und schlafen, während der Wagen mal 700 km weiter fährt, und man steht früh am Supercharger um wieder aufzuladen. Freitag um 11 Uhr fährt das Auto in Bamberg los, Samstag früh verbringt man den Tag in Frankreich, legt sich abends wieder schlafen und der Wagen fährt weiter nach Barcelona. Dort verbringt man ein paar Tage, Zelt und für Camping ist ja alles da, legt sich abends wieder in die Kiste, der Wagen fährt dann nach Genf, wo man dann den Tag verbringen kann, Abends wieder ins Nest und früh zuhause aufgewacht. Wie geil ist dass denn??? Und solange man die Stufe 5 noch nicht hat, wechselt man sich halt beim Fahren ab, während der oder die andere/n hinten schläft/schlafen.
  7. Fahrzeug für Mars, vielleicht auch für den Mond oder anderen Planeten. Man hätte ein ausgereiftes Fahrzeug, welches für diese Zwecke ohne immensen Kosten modifiziert werden kann. Innenraum abdichten, Sauerstoffvorrat auf der Ladefläche und gut ist. Gut, die „Bereitstellungskosten“ für den Mars werden marginal :laughing: höher ausfallen als auf der Erde, aber da das Fahrzeug wohl auch auf dem Mars für viele Jahrzehnte gut ist, relativiert sich das. Und dass das Bedienkonzept dieses Fahrzeuges wohlbekannt ist, ist dies auch keine Umstellung für den Fahrer. EM will ja 1 Millionen Menschen auf den Mars bringen, und das werden sicherlich nicht alles Ingenieure und Nerds sein, sondern auch viele Durchschnittsmenschen, die mit der Bedienung des CT nicht überfordert währen.
  8. Generationenfahrzeug. Design ist hier beim CT sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber es ist auf jeden Fall eines: Zeitlos. Der Bond-Tauchlotus, der Delorian, und jetzt der CT, die Form ist auch in 50 Jahren nicht altbacken. Nun ist der jetzige Käufer, wir nennen ihn mal Meister Röhrich, Gas- Wasser Installateur, und baut sich seinen CT entsprechend um. Nun ist der Junior, der das Auto erbt, Programmierer und begeisterter Camper. Er baut sich das Auto entsprechend um. Der Enkel später wird Spielothekenbetreiber, und baut sich das Auto um…

Noch ein Gedanke zum Thema Fußgängerschutz: Wir wissen ja noch gar nicht, ob die Frontkante auch aus Edelstahl besteht. Vielleicht ist die Frontkante einfach ein leicht verformbarer Kunststoff. Damit wäre dieses Thema auch durch.

Da braucht man wirklich Eier, um so ein Ding auf die Gesellschaft loszulassen. Zuerst hab ich den Mund nicht mehr zugebracht. Mittlerweile hat sich das etwas gebessert. Je länger man sich dieses Gefährt ansieht, desto besser wird es. Glücklicherweise hat man ja nun etwa 2 Jahre Zeit um sich an das Design zu gewöhnen.
Im ersten Moment ist mir erstaunlicherweise die Formsprache ziemlich vertraut vorgekommen. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich im Alter von etwa 9 Jahren genau diese Auto gezeichnet habe. Die Frage zu meinem Copyright stellt sich allerdings nicht, da ich die damaligen „Konstruktionspläne“ leider nicht aufbewahrt hatte. :frowning:
Vermutlich geht das Vielen so, womit schon sichergestellt wäre, dass das Design eigentlich massentauglich sein müsste, da fast alle Jungs sowas schonmal gezeichnet haben und damit völlig vertraut sind.

Es erinnert mich etwas an das erste Bild des Model 3 als ich mich an die Front gewöhnen musste. Natürlich war das optisch jetzt nicht sooo ein Riesenhammer aber dennoch konnte man sich eigentlich schnell damit arrangieren.

Egal wie, ich würde mich riesig freuen, wenn Tesla die hier komplett versteckten Cybertruck -Scheibenwischer auch als Nachrsütsatz für das Model3 anbieten würde… Nehm ich sofort… :laughing:

Ganz genau! Die Frage nach dem Design ist eng verbunden mit der Funktionalität. Die wichtigsten Einsatzbereiche hast du genannt. Ich habe mir einige Threads zum CT durchgelesen und glaube, hier mit meinem Kommentar richtig zu sein.

Der CT wird in Einsatzbereichen ein voller Erfolg werden, die bislang noch nicht erwähnt wurden und diese Einsatzbereiche können insgesamt eine wesentlich höhere Nachfrage auslösen als vom „gewöhnlichen“ Privatmann oder Gewerbetreibenden.

Rettungsdienste – angefangen von der Feuerwehr, über das THW, Bergungsspezialisten, das Rettungswesen allgemein. Bitte mal eine Bildersuche machen, es ist erstaunlich, wie häufig alleine im Raum DACH Pickups fester Bestandteil dieser Dienste geworden sind.

Spezialanwendungen im Bereich Katastrophenschutz, bei denen ein Verbrenner – etwa bei Detonationsgefahr nach einem Gasleck – nicht eingesetzt werden kann. Oder im Bergbau Untertage. Speziell hierfür gibt es nur eine Handvoll spezialisierter Unternehmen, die für überraschend großes Geld Fahrzeuge umrüsten, damit die gefahrlos im Salzbergwerk gefahren werden können.

Der CT ist eine vollkommen neue Fahrzeugklasse im Nutzfahrzeugsegment, nach der sich spezialisierte Dienste alle fünf Finger lecken werden. Keine Explosionsgefahr, Multifunktionalität dank integrierter Stromversorgung und Pressluft (Hydraulik wäre problemlos zusätzlich möglich) – und das alles zum „Schlagerpreis“. Ich habe von Leuten bei der Feuerwehr gehört, was dort für die nachträglichen Umbauten bezahlt wird. In diesem Segment werden hohe Umsätze gemacht.

Wenn der CT erst mal da ist, geht der Run darauf los. Der wird zur tragenden Säule bei den vorgenannten Aufgabenstellungen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Da es auf dem Mars die nächsten 100 Jahre ganz sicher nicht regnen wird, sind Scheibenwischer auch nicht nötig :wink:

Ich bin heute hinter einem BMW X-irgendwas gefahren. Das ist ein maximal langweilig aussehender Kasten, der mit elegantem Autodesign so gar nichts gemeinsam hat. Beim Cybertruck begeistert das Material, die Reduziertheit und die Wertigkeit. Er passt optimal neben die Villa im Bauhaus-Stil :slight_smile:
Ökologisch ist wohl etwas anderes, aber wenn man es durch das Design schafft auf Lacke und Kunststoffe weitgehend zu verzichten und das Ganze sich gut wiederverwerten lässt, dann hat Tesla vieles richtig gemacht. Auf jeden Fall sehe ich hier sehr viel eher die Zukunft, als in den albernen SUV aus der Verbrenner-Vergangenheit.

Das gab es schon mal, wurde aber nicht gebaut

Design from Guigetto Giugiaro in 1979

Das würde ich gerne von vorne sehen, da sieht es aus der Perspektive völlig anders aus. Und wo waren da die Türen?

Die glatten Flächen ohne eine einzige Krümmung sind kein Design-Entscheid.Sie rühren aus einer technischen Vorgabe an das Design.
Hintergrund dazu ist die dramatische Kostenreduktion bei der Herstellung des Fahrzeugs als Unibody.
Dieses Patent wird dabei eine Schlüsselrolle spielen:
patentscope.wipo.int/search/en/ … ONALBIBLIO

So, wie er gerade da steht, hat er für den Mars zwei große Defizite:

  • wo soll die Luftschleuse hin?
  • wie will man da mit Raumanzügen reinpassen?

Bei Verzicht auf die rückwärtigen Sitzgelegenheiten könnte es mit den Raumanzügen schon klappen

auch vom Design her passend :smiley:

Diese werden gerade in Österreich für eine Marssimulation in der Negevwüste entwickelt.

Ich denke nicht, dass der Cybertruck besondere Ex-Schutz-Anforderungen erfüllt oder wurde in der Präsentation irgendwas derartiges erwähnt?

Wenn man Schütze bei 400V öffnet und schließt, funkt es ohne besondere Schutzmaßnahmen normalerweise ganz ordentlich.

Aber zurück zum allgemeinen Design. Ich vermute, dass der Cybertruck ein ziemlicher Erfolg werden kann, martialisches Design ist ja bei den aktuellen Pickups jetzt schon sehr verbreitet. Fertigungstechnisch vermute ich, dass die Verwendung von planen Blechen die Herstellung vereinfacht.

Deshalb halte ich das Design rational durchaus für gelungen, die Anklänge an einen F-117 oder eine Zumwalt-Zerstörer, stoßen mich persönlich emotional jedoch ab. Aber ich mag auch das Design der Ford F-Serie oder des Dodge Ram oder den Chevy Silverado/GMC Sierra nicht. Ist also nix Tesla-spezifisches sondern mich spricht das martialische Design der erfolgreichen Pickup-Modelle einfach emotional nicht positiv an.

Gruß Mathie