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Der Lack treibt mich noch in den Wahnsinn ;-)

Manchmal hab ich das Gefühl, mein Model S (90D, FL, 9 Monate, schwarz) kriegt schon Kratzer im Lack nur vom Augenkontakt. Gerade eben hab ich wieder ein Konglomerat an kleinen Kratzern an der Fahrertür entdeckt - für die ich überhaupt keine Erklärung habe. Kleinere Steinschläge auf der Frunkhaube werden auch immer mehr. Fahrseitig hab ich auf der hinteren Tür einen Stecknadelkopf großen Einschlag, keine Ahnung woher. Von den feinen Kratzern die man im Sonnenlicht so runderhum sieht, red ich schon gar nicht mehr, die muss man wohl bis zu einem gewissen Grad bei einem schwarzen Auto ohnehin akzeptieren. Dennoch find ich dass sie sich sehr häufen im Vergleich zu anderen Autos.

Der Tesla ist natürlich unter all meinen bisherigen Autos eine Herzensangelegenheit. Darum kann ich es nicht sagen, ob der Lack hier empfindlicher ist als bei meinen vorherigen Autos, oder ob ich einfach mehr darauf achte. Langsam denke ich, es ist eine Kombination aus beidem.

Vor zwei Monaten hab ich ihn mal zu einer Lackaufbereitung gebracht. Das Ergebnis war recht gut, jene Steinschläge und Kratzer die aber zu tief waren, half es natürlich nicht. Die muss ich seperat mal ausbessern lassen. Am meisten wurmt mich aber, dass ich nicht weiß wo die alle her kommen. Das Fahrzeug wird nur von mir gefahren und ich hab akustisch nie einen Steinschlag oder so wahrgenommen. Auch bin ich nie wo gestreift oder so.

Wie erlebt Ihr das so?
Es fällt mir schwer mir vorzestellen, dass das nur mich betrifft. Hab hier in diesem Forum auch ein wenig gesucht nach Maßnahmen wie Keramikversiegelung, Nanoversiegelung oder gar Folierung. Waren einige interessante Postings dabei, aber ich wurde nicht schlau daraus ob mir das wirklich etwas bringen würde.

Hast du das standard schwarz (da sind kleinste Kratzer schnell sichtbar) oder das obsidian black?

Ich kann dir die Keramikversiegelung empfehlen bezüglich Optik. Habe aber keine Langzeiterfahrung (>1 Jahr)

Habe das Standard Schwarz. War eine Budgetfrage.

Da auf Uni Schwarz keine KLarlackschicht ist ist das die empfindlichste Farbe.
Ich würde dir eine gute Lackversiegelung empfehlen… sowie keine Waschstrassen und nicht zu oft Handwäsche.

Kommt vielleicht tatsächlich von einer Waschstraße - Hatte das bei meinem Benz auch. Der hatte so nen exotischen Lack (amethyst violett) - Als der neu war ein Traum, aber nach 1-2 Jahren auch lauter Mikrokratzer. Da ich zu faul für Handwäsche bin, war immer Waschstraße angesagt und das war bei zu 100% die Ursache…

Schau dir bei Möglichkeit mal in echt ein paar Fahrzeuge an welche die Keramikversieglung gemacht haben. Muss nicht unbedingt ein Tesla sein.
Falls es dich überzeugt ist es das richtige für dich.
Preislich gibt es allerdings auch Unterschiede unter den Anbietern

Zur Erklärung:
Die Versiegelung erzeugt eine gefühlte um Faktoren feinere Oberfläche inklusive einer härteren Schicht.

Das hat nichts mit exotisch zu tun. Jede Wäsche verursacht Mikrokratzer, und in der Waschstraße sind sie nicht mehr wirklich Mikro. Du bekommst (auch in der textilen Waschstraße) den Staub und Dreck deiner Vorgänger in den Lack einmassiert, fettlösende Waschmittel zerstören jede Versiegelung und das Heißwachs macht vor allem die Fenster speckig, landet aber niemals dort, wo es wirklich gebraucht wird (Front, unterer Türbereich etc.).
Mehrschichtlacke mit Klarlack sind da etwas widerstandsfähiger, aber wenn Tesla beim Standardschwarz tatsächlich noch einen Einschichtlack verwendet haben sollte, ist das alles überhaupt kein Wunder.

Ich bin vor einigen Jahren zum Handwäscher konvertiert worden, und sage dir: Wenn dich sowas (wie beschrieben) stört, darfst du nie mehr auch nur in die Nähe einer Waschanlage kommen. Das ist nämlich für maschinengewaschene Autos völlig normal.

Was tun?

  1. ein gründliche Reinigung
  2. eine gründliche, mehrgängige Maschinenpolitur (Vorsicht, das ist nur was für Lernbegierige, Erfahrene oder Profis!)
  3. ein Detailling mit Knete und teerlösenden Reinigern
    4a. eine Versiegelung mit gutem Wachs (Preisklasse über 25,00 € /Dose), wenn du tollen, tiefen Ganz willst und gern alle 4 Monate dein Auto ausführlich streichelst
    oder
    4b. eine Keramikversiegelung, wenn es länger halten soll, dafür aber etwas „gläsern“ glänzen darf
  4. regelmäßige Handwäsche mit ein oder zwei weichen Waschhandschuhen und einem wachshaltigen aber milden Waschmittel

Mehr zum Thema, inkl. Produktempfehlungen und Vorgangsbeschreibung gibt es hier:
a2-freun.de/forum/forums/topic/ … sstattung/
Detaillierteres zum Thema Fahrzeugaufbereitung, bis hinein in Tiefen, in die dein Tesla hoffentlich niemals kommen wird:
a2-freun.de/forum/forums/topic/ … ng/?page=2

Danke für eure Antworten!
In meinem Fall geht es mir weniger darum ob er mehr oder weniger glänzt. Ich will einfach das Gefühl loswerden dass es schon zu Kratzern führt wenn nur jemand mit einer etwas rauhen Jacke in ein Meter Entfernung am Auto vorbei geht. Mir kommt das einfach so filigran vor wie ich es noch bei keinem Auto erlebt habe.

Keine Sorge wegen des Lackes! Da kann man nichts machen. Das ist gebaut für alle Länder, außer Deutschland, wo schnelles Fahren und dreckige Straßen den Alltag begleiten. Ein Ami, der aus der Stadt rauströdelt, traut sich dies nur mit einem folierten Fahrzeug und fährt öfters zum Aufbereiter als zum Friseur :laughing:

Die Steinschläge an beschriebenen Stellen haben alle, es sei denn, sie fahren nicht, fahren keine Autobahn, halten riesigen Abstand oder fahren Schrittgeschwindigkeit. Das gilt auch für andere Automarken, insbesondere die gut Aussehenden. Die nicht gut aussehen haben weit innen liegende Räder, keine abgerundeten Kotflügel, cw-Wert von einer Schrankwand und regeln bei 95 ab.

Den Aufwand an Luxusfahrzeugen für besten Lack halte ich für erheblich. Selbstheilende Lacke wie bei Lexus, härtere Lacke wie beim Phaeton sind Beispiele. Über Frontscheiben gäbe es auch viel zu sagen…

Ich bin gespannt, wie das Model 3 mit der neuen deutschen Lackieranlage gespritzt wird. Hoffentlich mit etwas dickerem Lack, damit wenigstens die Orangenhaut auspoliert werden kann. Bei < 90 Müh ist alle Müh umsonst und das heilig Blechle wird sichtbar.

Lackschäden sehen nur die, die auch Schäden sehen wollen. 99,9% aller Auto(bei)fahrer wissen noch nicht einmal, dass Türen am Griff angefasst werden. Nicht am Lack und nicht an der Scheibe. Nach einem Parkplatzrempler ist ohnehin alles Perfekte versaut.

Das ist ein Punkt, den ich nicht bedacht habe. Da der A2 auf derselben Lackierstraße wie der A8 lackiert wurde, haben wir hier eine sehr gute Lackqualität und dicke Schichten. Insofern möchte ich meine Ratschläge relativieren, bis eine Dickenmessung am Tesla Melanippons Verdacht bestätigt oder widerlegt hat.

Glänzender /polierter, geschützter Lack ist weniger kratzempfindlich, weil sich Staub und Dreck darauf weniger gut halten.

ja, ich habe auch aufgrund des budget´s das standart-schwarz und sehe da auch das ein oder andere.
dann gibts ja hier krasse tipps.

meinen gabs noch nicht: umsteigen auf schwarz-matt. mit einem metallschwämmchen per hand das auto mal bearbeiten… :laughing:

ist natürlich quatsch und doch: das schwarz matt… ist vlt. in zukunft mal dran.
geht das überhaupt: aus dem jetzigen ein matt zu machen?

und noch diese fragen: geht eine versiegelung auch später (lackschäden werden dann wahrscheinlich versiegelt?) und bringt das was?

ich glabe - aufgrund der budget-frage - werde ich es einfach so lassen und damit leben müssen :smiley:

ps: im GE-Froum bin ich damals auf dieses thema gestoßen und finde es auch nicht uninteressant:
goingelectric.de/forum/renau … 23559.html

Ich habe gemessen: von ca 70 bis 120 μm. Dummerweise haben die weniger guten Stellen erwartungsgemäß die kleinere Schichtstärke. Das Model X scheint schnell aus der Lackiererei herauszufahren wenn ich die Heckklappe mir ansehe :imp:

Bei 250km/h gehen alle Steine durch bis in den Frunk. :smiley:

Habe genau diese Problematik eben mit meinem Aufbereiter besprochen.

Nanoversiegelung (half bei mir nicht wirklich gegen Insekten)

Keramikversiegelung (testet er derzeit im Vergleich - optisch kein Unterschied - aber Langzeitwirkung muss er erst schauen)

Wachsversiegelung (habe ich derzeit und hilft gut gegen Insekten)

Folierung (schützt am ehesten gegen Steinschläge - ist aber Geschmacksache)

Ich möchte da noch das eine oder andere ergänzen…

Vor der Bearbeitung die Lackdichte messen, damit man einen Anhaltspunkt hat

Zu 1.

  • Die Gründliche Reinigung beinhaltet eine Lanzenwäsche, um die gröbsten Schmutzpartikel runter zu waschen
  • Anschliessend wird der Wagen mit Snow Foam z.B. Gloria Schaumsprüher bearbeitet
  • Dann wird der Wagen mit der 2 resp. 3 Eimer Technik von Hand gewaschen mit entsprechenden Waschhandschuhen (Microfaser, etc.), den alt bekannten Naturschwamm bitte nicht verwenden, der reibt höchstens die Schmutzpartikel in den Lack. Den 3. Eimer verwende ich ausschliesslich für die Schwellerbereiche und Felgen, inkl. natürlich den 3. meist alten Waschhandschuh
  • Bei den Waschmitteln ein PH Neutrales verwenden und das Pril in der Küche lassen, ausser man will die normalen Versiegelungen komplett runterholen

Zu 2. und 3.

  • Die Knete mit einer/m z.B. Gleitsubstanz, Detailer, verdünnte IPA, etc. kommt vor der maschinellen Bearbeitung, bei Teerflecken, Baumharz, etc. verwende ich eine alte, stark gebrauchte Knete
  • Beim Arbeiten mit der Maschine stimme ich @ Cer vollumfänglich zu, nur in geübte Hände

3A. Nach der maschinellen Bearbeitung mit den ganzen Poliermitteln den kompletten Wagen entfetten mit IPA, damit die Oberdläche optimal vorbereitet ist für die Versiegelung.

Zu 4.

  • Nachdem der Lack gereinigt (poliert, hochglanzpoliert) ist, muss die Lackoberfläche verschlossen, sprich Versiegelt werden.
  • Es gibt verschiedene Wachse, Nanoversiegelungen, Keramik, etc. Auch hier gilt die Devise, wer billig kauft, kauft zweimal.
  • Die Standzeit egal welches Produkt kann nicht pauschalisiert werden, da etliche Einflüsse wie Wetter, Aussen/Garageparker, Handwäsche, Gleisparker, etc. eine Rolle spielen. Auch die „Härte“ und Qualität des Wachses z.B. kann Auswirkungen auf die Standzeit haben.
  • Tendenziell sind Wachse mehr hydrophobisch als Keramik Versiegelungen, es gibt jedoch die eine oder andere Keramik Versiegelung, die hervorragend ist z.B. Crystal Serum Black

Zu 5.

  • Repeat 1. und ergänze mit einem Wax Detailer oder Speedetailer für Zwischendurch

Die Liste ist natürlich nicht abschliessend… :wink:

Mit 1 Meter Abstand vielleicht nicht, aber mit der Jacke entlangstreifen und schon hat man neue Microkratzer…das ist wirklich kein Tesla-Problem sondern ein Problem aller modernen Lacke…im Speziellen bei Schwarz natürlich besonders ausgeprägt. Dabei ist das Uni-Schwarz noch etwas anfälliger als das Obsidianschwarz (meines Wissens eine Mercedes-Farbe).
Tesla hat ja an sich neueste Lackieranlagen, verwendet also auch keine anderen Lacke als andere Hersteller…

Langfristig hilft da nur Vorsicht, möglichst Handwäsche oder zumindest gute Waschanlagen oder eine gute Versiegelung…ich bilde mir ein, dass unser deutsches Vorgängerfahrzeug früher ein flächiges Microkratzer-Bild zeigte als nun das Model S…zumindest bis jetzt. Poliere aber regelmäßige auch leichte Kratzer hinten an der Stoßstange zur Heckklappe.

Hallo Jaundna, was hältst du von tenzi q7 als keramikversiegelung?
lg Franz

Persönlich kann ich nichts genaues sagen, ausser das was man im Netz findet
Vorbereitung, Anwendung ähnlich wie die anderen bekannten Versiegelungen.
Hydrophobisch im Mittelfeld bis oberes Level, was ich aus der Ferne beurteilen kann

youtu.be/_Fg1K_DXhgg

Wir haben unser X direkt in Düsseldorf mit Keramik versiegeln lassen, bevor wir es nach Hause geholt haben, die Frontscheibe habe ich bisher einmal nanoversiegelt - müsste schon wieder (34000 km) und dann war ich einmal in Wiesbaden bei Mr.Wash, Innen- und Aussenreinigung - danach ist das Auto wie neu, wüsste nicht, was am Lack schlecht oder schwierig sein sollte. Ist allerdings auch ein wunderschönes ROT :smiley:

Rot und Weiß sind Multicoat. Zusätzliche Schicht ist natürlich was anderes.

betatester, dieser Thread koennte dich interessieren: Wie schuetze ich am besten meine Fronthaube?

Zusammenfassung: Versiegelung etc. bringt alles nichts, Steinschlagschutzfolie oder Folierung muss her.