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Defektes Display - gelber Rand

Hallo

Wir fahren ein MX, ein Jahr alt, mit ~40,000 km.

Wir haben bislang 4x Mal das SeC besucht wegen folgender Probleme: 2 x Antriebswellen, Chromeleiste Fenster, 12v Batterie. Uns wurde jedes Mal professionell geholfen (obwohl die Kommunikation/Erreichbarkeit mit dem SeC Munchen schwierig war). Alles lief unter Garantie und es gab keine Diskussionen.

Seit letzter Woche haben wir den gelben Rand - ich habe ueber die App einen Termin vereinbart. Der wurde abgesagt mit folgender Mitteilung vom SeC Winterthur:

„Die Verfärbung ist kein technischer Defekt. Weder Leistung, Funktionalität, und Zuverlässigkeit sind beeinträchtigt und somit nicht von der Garantie gedeckt. Trotz alledem behandelt Tesla den Vergilbungsansatz einmalig mit ultraviolettem Licht auf Kulanz. Leider fehlt uns noch das Werkzeug wir hoffen bis Ende Jahr werden wir eins zur Verfügung haben.“

Ich bin sehr enttauscht. Wie kann man behaupten, dass das nicht unter die Garantie faellt, bei einem neuen Auto!?

Dass es lange dauert, kann ich verstehen. Aber dass es EINMALIG repariert wird, und dannach mein Problem ist, kann ich nicht akzeptieren.

Hat sich schon jemand mit der Rechtslage beschaeftigt? Hat Tesla da recht?

Konnte sich jemand erfolgreich (evtl. auch juristisch) wehren und hat Recht bekommen?

Hi !
Bin am Mittwoch im SeC und berichte dann mal - habe aber bis jetzt dieselbe Aussage.

Ich denke, das ist so nicht haltbar. Wenn dir 0,5 qm Lack am Kotflügel abplatzen, dann ist das:

"…

kein technischer Defekt. Weder Leistung, Funktionalität, und Zuverlässigkeit sind beeinträchtigt und somit nicht von der Garantie gedeckt.

…"

oder was ???

Was soll das denn ? Das Problem ist doch, dass die INNOLUX offensichtlich im Innenverhältnis nicht in die Haftung nehmen können, weil es kein automotive grade display ist. Ergo setzt Tesla die Dinger auf eigene Gefahr im Innenraum ein und hat natürlich keine Böcke, die Displays zu tauschen.

Ich bin mir recht sicher, dass mit Anwalt & co. in DE ein Austausch erzwungen werden kann. Ich habe kein Display mit gelben Rändern gekauft und erstinstanzlich wird der oder die Vorsitzende sicher eher dem Verbraucher folgen, denn Tesla. Mein Wagen steht im Carport, hat 9.000km auf der Uhr und ist 6 Monate als. Was hat das mit Verschleiß zu tun ? NULL !

Ich überlege mir mal, was ich so mache - nach Mittwoch…

;(

@superfly
Bisher hier noch niemand. Die Schweiz ist ja leider was Konsumentenschutz angeht im Mittelalter stehen geblieben (sie schützt den Händler vor dem Kunden…) und ich stelle es mir sehr schwer vor da was zu erreichen. Als einzelner biste da wohl chancenlos. Wenn aber mehrere sich aufstellen und das durch die Presse geht bringt es eventuell mehr als drauf zu hoffen dass Tesla so lieb ist und alles zum Wohle der Kunden tut.

Danke @Cupra -

Ja @past_petrol es waere toll von dir zu hoeren am Mittwoch - vielleicht koennen wir die Sache gemeinsam in DE angehen.

Mir wurde der Termin leiglich mit dem Kommentar abgesagt, dass das erforderliche Werkzeug nich nicht verfügbar wäre.
SeC Schlieren

Hi !

Habe mal hier:

ne Umfrage angelegt, um Daten zu erheben. Es geht auch darum, mglw. sachlicher gegenüber Tesla auftreten zu können.

Nehmt gern Teil.

Bei mir wurde das 1. Display nach 14 Monaten noch problemlos ersetzt. Als dieses ein paar Monate später wieder defekt war, hätte ich es zwar erneut getauscht bekommen, mir wurde aber gesagt, ich solle besser warten bis ein verbessertes Display vorhanden ist. Dies macht ja auch Sinn. Nur stellt man sich jetzt auf den Standpunkt, dass Tesla halt eben die Richtlinien geändert hat und ich kein neues Display mehr bekomme. Heisst für mich: ab sofort für jede Kleinigkeit ab ins SeC und sofortigen Austausch verlangen, bevor wieder eine Richtlinie geändert wird.

Rechnung vom ersten Austausch siehe Anhang… das ist nämlich ganz interessant: dort wird ganz klar gesagt „defekt“.

Perfekt zusammengefasst. Genau darum geht es, ansonsten hätte Tesla LÄNGST gewechselt.
Ich frage mich halt, warum die alten Bildschirme NICHT gelb werden, bzw. warum Tesla nun derart „klemmt“ in der Verteilung der UV Bestrahlungsgeräte. Das kann doch nicht so teuer sein.
Der Imageverlust wiegt TAUSENDFACH höher als die Investition.
Tesla ist seltsam.

Hallo Trayloader,
ja, Tesla ist seltsam - und weil man ach so innovativ ist, hält man wohl nichts oder nicht so viel von der guten alten Qualifikation von Produkten, die genau solche Themen ausschließen soll.
Bestrahlungsgeräte werden irgendwelche Veränderungen im Kleber hervorrufen - sonst würde er nicht wieder transparent werden - aber wie lange hält das? Und was macht das mit dem Kleber bzw. dem Display?
In Deutschland gibt es eine Regel, die im BGB 439 definiert ist. Während zweier Jahre (mit Beweislastumkehr nach 6 Monaten) hat der Käufer Anspruch auf

  • Nacherfüllung
  • Minderung
  • Rücktritt

Die Art der Nacherfüllung wählt der Käufer (Tausch oder Reparatur). Selbstverständlich wählt man Tausch. Das Thema Beweislastumkehr ist in unserem Falle keines, da es sich um einen systematischen Fehler handelt - mehr als einfach nachzuweisen. Also: Tesla Frist setzen zum Austausch. Wenn nicht eingehalten, dann Rechtsanwalt, Tausch, Minderung oder Rücktritt.

Die Frist beginnt mit dem Einbau des neuen Displays neu zu laufen. Also wieder 2 Jahre.
Das mit dem „Nach Tesla internen Vorgaben tauschen wir nicht“ ist zwischen lächerlich und frech anzusiedeln.

Mal nach BGB 439 googeln, ist wirklich aufschlussreich.

Grüße

Dieter

Kenne mich jetzt nicht genau mit dem deutschen Recht aus, aber im TMC Forum wurde davor gewarnt, dass ganze als Kulanz Leistung zu akzeptieren, da man somit wohl anerkennt, dass es keine Garantiefall ist und das für spätere Garantieforderungen ein Problem darstellen könnte, wenn der Bildschirm doch wieder gelb wird. Vielleicht spielt da hierzulande ja keine Rolle, aber die meisten sind sich ja einig, dass es eine Garantiefall ist und dann sollte es auch als ein solcher abgewickelt werden.

Das ist eine sehr spannende Frage, im PV Bereich sind Verfärbungen der Panele auch keine Garantie, solange das Modul noch funktioniert. Auf der anderen Seite gehört das ja auch nicht zum Kern der Module. Bei einem Fernsehr zuhause würde ich doch schon meinen dass das ein Fehler ist und somit ein Garantiefall… Bleibst spannend. Für mich ist das aber schon ein Thema das Tesla angehen muss.

Das ist absolut so die richtige Vorgehensweise in Deutschland.

Zitat:

Also: Tesla Frist setzen zum Austausch. Wenn nicht eingehalten, dann Rechtsanwalt, Tausch, Minderung oder Rücktritt.

Meine momentane Erfahrung: Tesla antwortet nicht auf ein postalische Einschreiben „Mängelrüge“ mit Fristsetzung.

Ja - das ist schon ein Problem. Man benötigt dann doch schon das „große Besteck“ um sich da durchzusetzen. Ich denke, man hat Recht, aber man bekommt es schwer und muß zunächst sehr in Vorleistung gehen. Das ist IMHO sehr kräftezehrend und aufwendig. Die Leute im SeC können gleich mal gar nichts dafür, denen wird verboten, die Displays zu tauschen - ggf. unter Androhung disziplinarischer Maßnahmen. Und so stehen wir da, hoffend auf das UV-Tool. Wenn Tesla wenigstens das procedere mal veröffentlichen würde. Welche Einstrahldauer bei welcher Wellenlänge und Abstand zum Display - müssen Abdeckungen vorgenommen werden …bla…dann kann man sich den Kram ja auch selber „zusammenklöppeln“. Wenn es pro Fahrzeug 3h+ dauert, dann wissen wir ja, wie lange es dauert, bis die Flotte clean ist bei sehr wenigen bis keinem Gerät in der EU aktuell ;(.

Ich war gestern im ServiceCenter, wegen was anderem und habe auch den verfärbten Rand am Display angesprochen.

Sie werden dies mit einer UV Lampe behandeln, sobal sie diese aus den USA bekommen haben. Die verfärbung ist auf dem Glas, nicht auf dem Display meinte der gute Herr.

Termin gibt es zur Zeit aber keinen…

Natürlich nicht. Sie machen einfach gar nichts. Selbst wenn ein paar einzelne das durch alle Instanzen ziehen und am Schluss recht bekommen ist es immer noch viel billiger als tausende von Displays zu tauschen. Das selbe Spiel ja bei den 85er Akkus.

Ich verstehe ja, dass Tesla nicht weltweit zehntausende Displays tauschen kann. Das können sie sich schlicht nicht leisten. Was ich nicht verstehe, ist die absolut fehlende Transparenz. Was ich zumindest erwarte:

  • klare Kommunikation wann das UV-Gerät verfügbar ist
  • klare Kommunikation was passiert, wenn die UV-Behandlung nicht erfolgreich war oder der Fehler wieder auftritt
  • keine Limitierung auf eine einmalige Behandlung
  • klare Aussage ob das Problem mit der neuen Displayrevision behoben ist (mit bedingungsloser 4 Jahre Garantie, falls man das Ding kauft)
  • Option Wechsel auf MCU2 (dann hat man wenigstens was davon, wenn man schon für eine Garantieleistung bezahlen muss).

DAS ist natürlich rein technisch nicht wirklich zutreffend. Ist aber auch egal…

Jupp - so kann’s aussehen !

Verwechselt aber bitte nicht die MCU mit dem Display. Das Display sitzt auf der MCU. MCU2 hat Displays drauf, die dasslebe Problem haben - habe ich ja. Das Display kostet ca. 1.300 $ - MCU kostet glaube ich mehr als 3.000 $. Man kann dir auf die MCU2 auch wieder dein Gelbrändchen setzen. Aber Du hast Recht - die MCU muss raus, um das Display zu demontieren - bei diesem Schritt sollte man ownern die Möglichkeit einräumen, gegen Zahlung die MCU2 einzubauen. Wenn man ehrlich ist, gibt es die vormontiert im Stück. Raus rein fertig. Tesla kann dann offline das defekte Teil bestrahlen und in den repair cycle geben - so würde ich es machen…macht auch jeder andere Hardwarehersteller so. Naja…

Hallo zusammen,
je mehr Personen Tesla auf die Füße treten um klar zu machen, dass „Lex Tesla“ zumindest in Deutschland nicht gilt, desto besser. Österreich müsste wegen EU im wesentlichen identisch sein, zur Schweiz kann ich keine Aussagen machen.
Darum: Einschreiben mit Rückschein und bei fortgesetzter Ignoranz ab zum Anwalt.
Gruß

Dieter

Display- und Akkuprobleme sind nicht in einen Topf zu werfen.
Ärgerlich sind die Probleme allemal, gerade wenn sie so offensichtlich sind wie beim Display. Haben die Raven denn jetzt andere Displays? Hat schon jemand erfolgreich Lasern lassen?