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Das Märchen vom Recycling der Batterien

An verschiedenen Stellen wird ja immer wieder auf das Recycling der Batterien verwiesen mit dem Hinweis, dass es dazu noch keine Lösungen gibt. Mit diesem Trend möchte ich dem Thema mal ein Zuhause geben.

Hintergrund ist ein Tagesschau Artikel in dem einige Thesen aufgestellt werden: Elektromobilität: Wohin mit ausgepowerten E-Auto-Batterien? | tagesschau.de

Die wesentliche Frage wird beleuchtet: „Welchen Rohstoff kann ich mit welchem Aufwand (Kosten) zurückgewinnen?“

Allerdings werden auch einige Steile Thesen aufgestellt:

  • Die Autohersteller empfehlen ein Auswechseln der Batterie nach acht bis zehn Jahren oder einer Laufleistung von 150.000 Kilometern
  • mittlerweile werden die Entsorger der Batterien vom Rücklauf überrollt
  • Autobatterien in Verbrennerfahrzeugen sind standardisiert, in E-Autos nicht.

Da habe ich meine Zweifel ob diese drei Punkte tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Kennt d jemand Belege dazu?

Überraschend entgegen:

  • will die Firma Roth International im nächsten Jahr eine Anlage eröffnen, die 1,5 Tonnen Kobalt und Nickel in der Stunde verarbeiten soll (Das ist eine Menge die sich für den Start sehr Leistungsfähig anhört)
  • Investition von rund zehn Millionen Euro, um eine Recycling-Anlage hochzuziehen (Das wirkt sehr billig, da muss man sich echt überlegen einzusteigen)
  • 99 Prozent der Batterien wiederzuverwerten. (Das wäre eine Größenordnung, die auch Kritiker überzeugen sollte)

Das zweite Leben, das macht doch Sinn, bevor die Batterien in das Recycling gegeben werden:

  • Die ausgemusterten E-Auto-Batterien haben in der Regel noch einen Energieinhalt von 70 bis 80 Prozent und kommen deshalb auch als Stromspeicher für private Haushalte in Frage
  • Statt für den Netzausbau plädiert er deshalb dafür, schnell den Ausbau solcher Speicherkapazitäten durch „Second-Life-Batterien“ voranzutreiben
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Zumindest Tesla’s 18650 Zellen gab es lange, bevor es Elektroautos gab.

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Kennt die Tagesschau die Firma Düsenfeld nicht?

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Puh, diese 3 Punkte alleine zeugen ja nicht gerade von Recherche zu diesem Thema; das ist ja immer noch Level „Stammtisch bzw. facebook“.

Dennoch wird der Artikel im zweiten Teil sehr offen gegenüber den Chancen von Batterie-Verwendungsmöglichkeiten, insb. bzgl. dem „zweiten Leben“ von Akkus.

madmax

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Die Fa. 4,8 t CO2-Einsparung pro Tonne recycelter Batterien - Duesenfeld ist da auch schon recht weit. Ihr findet ein paar Videos auf Youtube

Artikel gelesen?

Nein, was steht drin?

Die Firma Düsenfeld… :slight_smile:

Dann muss ich den doch mal lesen… :face_with_monocle:

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Habe den Artikel jetzt gelesen. Ist doch gar nicht schlecht, für uns natürlich nichts Neues und die Geschichte von 150.000 km und dann Batterietausch ist natürlich Humbug. Wahrscheinlich wurde die Garantie für eine bestimmte Kapazität, wie es diese bei manchen Herstellern gibt, mit einer Empfehlung, die Batterie zu tauschen gleichgesetzt. Mein Twizy hat z.B. nach 9 Jahren und 69.000 km nur noch eine Kapazität von 76 % der Ursprungskapazität. Das entspricht bei dem Miniakku aber auch schon mehr als 1000 Vollzyklen. Da ich den aber sowieso nur im Umkreis von 20 km bewege juckt mich das nicht. Deswegen lass ich den Akku nicht tauschen worauf ich ja gemäß Batteriemietvertrag unter 75 % ein Recht hätte. Er ist aber nicht defekt und muss ins Recycling. Mein erster Tesla hatte nach 4,5 Jahren 150.000 km und ich soll noch einen mittleren fünfstelligen Betrag für einen zu tauschenden Akku mit dem dazugehörigen Fahrzeug bekommen haben?
Die Firma Düsenfeld kennen sie offensichtlich doch… :flushed: