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Das Ende der E-Mobilität, der VC Motor

Nur mal so als Erinnerung: der praktisch direkt bevorstehende Umstieg wurde hier und in anderen Foren auch schon vor drei Jahren vorher gesagt. Die Fahrzeuge sind alle besser geworden, neue Ladetechnologien sind entstanden, die Laderdichte hat sich dramatisch verbessert, die Kosten sind gefallen… aber so wirklich passiert ist immer noch nicht viel.

Der Umstieg Kutsche auf Auto hatte fast nur Vorteile. Beim Verbrenner auf BEV ist das nicht der Fall. Klar, Emissionen. Aber alle anderen Vorteile sind eher subjektiv (Leistung, Kraftenfalltung). Und das BEV hat sonst objektiv nur Nachteile (Preis, Ladeorte, Reichweite, Fahrzeug-Auswahl, Anhängerkupplungen…).

Das wird noch länger dauern. :frowning:

Also mein Tag heute zeigt genau dass es nicht lange dauern wird. Sowas macht kein normaler Mensch mit.

Die moderne Generation der E-Autos gibt es ja seit > 6 Jahren (Nissan Leaf mit LiIonen,davor gab es glaub das Miev Trio)

Und trotzdem haben BEVs lediglich dort wo massiv gefördert wird einen minimalen Anteil - mit massiver Förderung meine ich dass der Staat jedem den Gegenwert eines halben normalen Autos dazuschenkt - also Förderung ab 7.000 - fällt die Förderung dann weg sind auch die Verkaufszahlen meist wieder nahe 0.

Das ist der Unterschied zu damals - die ersten Autos musste man den Leuten nicht mit Zuckerbrot und Peitsche „aufzwängen“ sondern die hatten so viele Vorteile gegenüber Pferdekutschen für die Mehrheit, dass es ein „Haben-Will“ Gefühl in der breiten Bevölkerung gab - und deshalb haben die sich so extrem schnell verbreitet.

Menschen denen die Umwelt nicht das allerwichtigste ist - und davon gibt es weltweit sehr viele, das legt numal der Umgang mit der Natur nahe - haben mit E-Autos mehr Nachteile als Vorteile und dementsprechend sehen die Zahlen auch im Jahr 6 der modernen E-Autos noch aus.

Aktuell ist es so für einen kleinen Marktanteil BEVs muss man fast überall schon sehr viel peitschen und Leckerlis verteilen - selbst in Ländern in denen der Umweltschutz einen recht hohen Stellenwert hat. Wenn man der Umwelt helfen will nützt es halt nicht nur zu träumen man muss auch pragmatisch mit tatsächlichen Realitäten umgehen. Und die Realität ist nach über 6 Jahren moderner E-Autos ist der Marktanteil weltweit eigentlich noch immer praktisch 0.

Ja klar. Du bist auch ein kompletter Durchschnittsverdiener und -Bürger. :laughing: :wink:

Sobald die E-Autos günstiger sind, sieht das anders aus. Und vor allem hier in D wird das E-Auto zerredet (von unseren Medien). Das hat nichts mit Umwelt oder Förderung zu tun, sondern mit der Schläfrigkeit unserer Automobilindustrie, die nun geschützt werden muss.

Eine kWh eines Akkus kostet aktuell ~ 90 USD rein an Materialkosten das ist nunmal die Untergrenze für die Zellprodukltion der variable Kostenanteil wie Fertigung etc an Akkus ist recht gering (< ~35%)

Die Idee dass BEVs mit „brauchbar“ grossen Akkus durch Massenfertigung extrem günstig werden ist eben ein wenig so wie wenn jemand sagt so ich giesse ab jetzt 999,99 Goldbarren und wenn ich davon nur genug herstelle dann kann ich die irgendwann für 100 Euro das kg verkaufen, weil die Massenfertigung doch die Preise senkt…

Und da Musk das weiss baut er auch nichts unterhalb des MIIIs und hat für seine Gigafactory auch keine so ganz utopischen Kostensenkungen eingeplant.

Das kann sich mit anderen Akkus natürlich ändern - aber aktuell bei LiIonen ist das halt so - der Preis eines Akkus wird durch die Rohstoff- und Vorproduktskosten wie Separatorenmaterial definiert und die eigentlichen Produktions und Fertigungskosten von Akkus sind dagegen fast (also in Relation) vernachlässigbar.

Da hast du leider Recht. Viele EVs haben heute ggü. Verbrennern immernoch grosse Nachteile und sind nicht als Erstfahrzeuge einsetzbar. Wer nur einen Parkplatz oder kein Geld für zwei Autos hat, ist mehr oder weniger an einen Verbrenner gebunden. Dies kann nur mit Mietwagen umgangen werden, die längere Fahrten ermöglichen. Dazu sind unglücklicherweise viele nicht bereit und kaufen deshalb ein Auto, das alle ihre Fahrten abdeckt und trotzdem in ihrem Budget liegt. Wirklich alltagstauglich, bzw. alle-Fahrten-tauglich, sind nur MS und MX. Diese konkurrieren aber nicht nur mit Fahrzeugen in ihrer Klasse, sondern auch mit einem Dacia Logan. Ein Familienvater braucht ein Auto mit Platz für die Kinder für die Urlaubsfahrten. Da kommt unter den BEVs nur ein Tesla in Frage, bei den Verbrennern fängts aber schon beim Dacia an. Eine Zoe würde vielleicht preislich drinliegen, ist aber zu klein.
Der Grund, warum bei den Verkaufszahlen immer noch nicht viel passiert ist, ist ganz einfach. Es haben sich zwar alle Negativpunkte von BEVs verbessert, aber noch nicht genug. Solange ein BEV über alle Parameter gesehen „schlechter“ ist als ein Verbrenner, wird es nur von Idealisten gekauft. Da BEVs aber schneller besser werden als Verbrenner, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein BEV zum gleichen Preis das bessere Auto ist. Ab da interesssiert der alte Kram wieder nur die Fans. Dann gehts schnell.

Klingt nach Bullshit. Quelle?

Ja, reniswiss, ganz Deiner Meinung. Es wird sich alles verändern, aber eben viel langsamer als angenommen (und wünschenswert).

Ja, es scheint etwas länger zu dauern als wir gehofft haben.
Die nächsten Jahre mit den ganzen neuen EV-Modellen (neue Zoe, neuer i3, etc.) werden sicher etwas Schwung bringen, aber richtig kippen wirds erst in einem Jahr mit einer 2 an vorletzter Stelle.

onestepoffthegrid.com.au/can-ba … ow-100kwh/
qnovo.com/82-the-cost-components-of-a-battery/
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ese3.47/full

Unten sind es % Angaben,da muss man also dann noch Prozentrechnen.

Dass die Zellfertigung von der Kostenseite hauptsächlich (60-75%) Rohstoffkostendominiert ist, das sollte doch jeder wissen, der sich mit dem Thema EV beschäftigt?

Dann solltest Du die Texte und Darstellungen Deiner Links noch mal genau ansehen. ich erkenne dort, dass es ZUR ZEIT etwa 172 USD kostet (Material), und man davon ausgeht dass es mal etwa 83 USD sein können (in 2020). das wäre dann weniger als die Hälfte. Uns somit stimmt meine Aussage wieder, dass dann auch die Fahrzeuge günstiger sind.

Ich habe doch nicht verneint dass die billiger werden sondern nur dass die weltweit kostenmässig konkurrenzfähig werden.

Es ist numal etwas unsinnig zu hoffen dass die mit aktueller Akkutechnologie ausreichend billig werden, weil eben die Rohstoffkosten bei der Zellfertigung dominieren und damt eine Untergrenze setzen.

Ein 50 kWh Akku kostet an Rohstoffen zukünftig soviel bereits wie das gesamte! neue sehr erfolgreiche Renault SUV in Indien.

Derzeit sind doch erst 2 Modelle am Markt: das TMS läuft in seinem Segment ganz gut und die 40kWh-Zoe ist erst seit kurzem verfügbar. Der Rest ist zum Vergessen. Jahr 0 ist daher 2016.

Besser wäre es das Jahr 0 auf das erste Regelbetriebsjahr des BER ohne Grossstörung zu legen… :smiley:

Natürlich geht das in die richtige Richtung aber dass Musk sinnvollerweise gesagt hat MIII ist auf absehbare Zeit die Untergrenze zeigt auch dass das noch ein weiter Weg ist zum weltweiten Massenfahrzeug.

Das passiert rasend schnell sobald die ersten Verbrenner nicht mehr in die Städte dürfen - dann kauft keiner mehr einen Verbrenner weil er später quasi 0 EUR Wiederverkaufswert hat.

Aber in D wird das leider auch mindestens bis 2025 dauern…

Frank

Wenn man Diesel und vor allem Benziner rausnimmt gehen alle - mir bekannten - bisherigen Städte gleich den ganzen Schritt und sagen die paar emissionsfreien Autos fliegen gleich mitraus (u.a. Oslo, Kopenhagen, Büssel, Madrid, Athen…) und wir machen komplett autofreie Zonen, weil da dann die Vorteile komplett autofreier Zonen einfach überwiegen.

Oder gibt es eine Stadt/Region die sagt Benziner werden ausgeschlossen aber alternative PKW dürfen weiter fahren?

gestern Paris
https://www.heise.de/autos/artikel/Fahrverbote-und-Gratis-OePNV-wegen-Smog-in-Paris-3560807.html

Das sind doch nur situationsbedingte Fahrverbote und kein generelles ausschliessen? Zumal doch Benziner und Diesel mit Einschränkungen weiterfahren?

Klar, von hundert auf null ist auch schwer durchsetzbar.
Es geht darum, die Grenzwerte einzuhalten und nicht darum, das öffentliche Leben lahm zu legen.
Dieses Mal durften alle Benzin- und Dieselautos mit ungerader Nummer und weniger als drei Insaßen nicht fahren.
Da durften, von mir vorsichtig geschätzt, ca 30% der Autos nicht fahren.
Das ist ein Anfang.
Wenn die Grenzwerte weiterhin nicht erreicht werden, wird es an mehr Tagen Verbote geben.
Und es müssen mindestens 4 Personen drin sitzen.
Oder mindestens 3 Personen, allerdings alle, egal ob gerade oder ungerade Nummer.
Und das wird den einen oder anderen dazu bringen,
ganz auf Autos zu verzichten oder ein Modell zu kaufen, das von den Fahrverboten nicht betroffen ist.

Übrigens: Unser Haushalt wäre komplett mobil geblieben, nicht weil wir nur gerade Autonummern haben,
sondern weil wir ausschließlich Elektro- oder Gasautos besitzen.

Das muss heissen oder - wer mehr als 2 Insassen hat darf fahren egal welche Nummer, genauso wenn man Journalist ist, einen Lieferwagen hat, im öffentlichen Auftrag unterwegs ist, Händler in der Stadt ist, Ausländer, …

Das Fahrverbot in Paris ist auch deshalb in der Öffentlichkeit recht unproblematisch weil sich laut Airparif - der zuständigen Behörde für die Luftmessung - kaum ein Pariser daran hält. Laut deren Aussagen irgnorieren ~ 85% der Pariser das Fahrbverbot einfach - auch die Polizei schreitet da wohl nicht ein und verteilt weder Verwarnungen noch Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Dass wenn aktuell ca. 80%-90% der Bevölkerung bereits gegen ein Gesetz oder Verordnung verstösst man mit einer noch strengeren Variante was erreicht ist wohl eher unwahscheinlich? Natürlich kann man das machen, weil man sicherlich irgendwas machen muss, aber wie gross sind denn die Erfolgsaussichten?