Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Das Ende der E-Mobilität, der VC Motor

Infinity „erfindet“ die variable Verdichtung, Opel eröffnet das neue Motorenwerk, Mercedes investiert Milliarden in einen neuen Dieselmotor…

Es scheint ja noch viel Hoffnung für die Nutzung von fossilen Brennstoffen zum Antrieb von Fahrzeugen zu geben. Wenn nur der Sprit teuerer wäre. Am besten ins Energie-Gehalt-verhältnis zum Strom setzen, dann kostet ein Liter Benzin 2,70 Euro.

Das ist im Prinzip nur ein geänderter Atkinson Motor…
Damit wird erreicht das der Motor für hohe Leistung weniger verdichtet (verdichten kostet Leistung) und dafür mit viel höheren Ladedruck fahren kann.
Im Teillastbereich wird hoch verdichtet zwecks Abgas und Effizienz.
Da freu ich mich schon auf die Motorschäden… enormer Aufwand der hier getrieben wurde.

Bis sich das Ding eingestellt hat, bin ich mit meinem async-E-Motor bereits über alle Berge >.<

Über 99% der weltweit verkauften PKWs sind auch Ende 2016 noch welche mit Verbrennungsmotor. Jeder Fortschritt bei den Verbrennern heisst eben etwas weniger Umweltbelastung.

Natürlich kann man sich mehr E-Autos wünschen und die werden auch irgendwann die Mehrheit der Neuwagen stellen - aber halt nicht morgen und auch nicht übermorgen.

Solange Verbrenner > 75% der weltweiten Neuwagen ausmachen lohnt es sich die weniger giftig zu machen, das muss man einfach ganz pragmatisch sehen und weniger religiös.

Man könnte das Geld für die Entwicklung solchen Unfugs auch in richtige EVs investieren.
Für diese alten Explosionstrieblinge werden Unsummen aufgeworfen. Daimlers OM654 hat irgendwas in der Gegend um 2.5 Milliarden Euro gekostet. Damit hätte auch ein vollwertiges E-Auto oder eine ziemlich grosse Zellenfertigung aufgebaut werden können.

Ich habe es nicht überprüft, aber laut einer Aussage von Horst Lüning hat der Umstieg von Kutschen auf Autos etwa 3 Jahre gedauert. Nehmen wir mal an der Umstieg dauert doppelt so lange, dann sehe ich für alle Neuentwicklungen mit viel Kapital einfach keine grünen Zahlen mehr. Und wer die Videos von Lars Thomsen von vor 3 oder 4 Jahren gesehen hat erkennt, dass es quasi genau so eintritt. Ich würde keinen Pfifferling mehr auf irgendwelche Neuentwicklungen geben. Klar ist das ein wenig durch die rosa Brille gesehen, ich glaube trotzdem dass der massive Umstieg viel früher kommt als viele es sich vorstellen können.

+1

Ganz genau

Dieses statische Denken wird für die Verbrennerindustrie ins Verderben führen… :astonished:

Dann sollte man doch besser serielle Plugin-Hybride mit 100 km E-Reichweite und einem „normalen“ Benziner drin bauen, z.B. für Kastenwagen. Das Ding von der RWTH Aachen (max. 30kW Fahrstrom) mal 2 in den VW T7 rein (60 kW) und ab geht die Post:
youtube.com/watch?v=xtzqI1ouxi8
youtube.com/watch?v=-Hn43WGe4ws

Da begreife ich nicht ganz, weshalb sowas nicht mal in Serie gefertigt wird…? :bulb:

Das verstehe ich auch nicht. Das ist doch die zuverlässigste Art, wie Verbrenner die Grenzwerte problemlos einhalten können. Trotzdem kann man weiterhin einen der gelobten Knatterantriebe verbauen und braucht keine grossen Mengen Akkuzellen. Vermutlich würde das alles sogar in die alten Karosserien passen, ohne dass alles speziell dafür neu entwickelt werden muss.

Da hat er sich versprochen. Es waren 13 Jahre (steht auch rechts oben in seinem Video). Aber die Zeit hat auch seit dem vorvorigen Jahrhundert von Pferd auf Ludicrous geschaltet.

Nur mal so als Erinnerung: der praktisch direkt bevorstehende Umstieg wurde hier und in anderen Foren auch schon vor drei Jahren vorher gesagt. Die Fahrzeuge sind alle besser geworden, neue Ladetechnologien sind entstanden, die Laderdichte hat sich dramatisch verbessert, die Kosten sind gefallen… aber so wirklich passiert ist immer noch nicht viel.

Der Umstieg Kutsche auf Auto hatte fast nur Vorteile. Beim Verbrenner auf BEV ist das nicht der Fall. Klar, Emissionen. Aber alle anderen Vorteile sind eher subjektiv (Leistung, Kraftenfalltung). Und das BEV hat sonst objektiv nur Nachteile (Preis, Ladeorte, Reichweite, Fahrzeug-Auswahl, Anhängerkupplungen…).

Das wird noch länger dauern. :frowning:

Also mein Tag heute zeigt genau dass es nicht lange dauern wird. Sowas macht kein normaler Mensch mit.

Die moderne Generation der E-Autos gibt es ja seit > 6 Jahren (Nissan Leaf mit LiIonen,davor gab es glaub das Miev Trio)

Und trotzdem haben BEVs lediglich dort wo massiv gefördert wird einen minimalen Anteil - mit massiver Förderung meine ich dass der Staat jedem den Gegenwert eines halben normalen Autos dazuschenkt - also Förderung ab 7.000 - fällt die Förderung dann weg sind auch die Verkaufszahlen meist wieder nahe 0.

Das ist der Unterschied zu damals - die ersten Autos musste man den Leuten nicht mit Zuckerbrot und Peitsche „aufzwängen“ sondern die hatten so viele Vorteile gegenüber Pferdekutschen für die Mehrheit, dass es ein „Haben-Will“ Gefühl in der breiten Bevölkerung gab - und deshalb haben die sich so extrem schnell verbreitet.

Menschen denen die Umwelt nicht das allerwichtigste ist - und davon gibt es weltweit sehr viele, das legt numal der Umgang mit der Natur nahe - haben mit E-Autos mehr Nachteile als Vorteile und dementsprechend sehen die Zahlen auch im Jahr 6 der modernen E-Autos noch aus.

Aktuell ist es so für einen kleinen Marktanteil BEVs muss man fast überall schon sehr viel peitschen und Leckerlis verteilen - selbst in Ländern in denen der Umweltschutz einen recht hohen Stellenwert hat. Wenn man der Umwelt helfen will nützt es halt nicht nur zu träumen man muss auch pragmatisch mit tatsächlichen Realitäten umgehen. Und die Realität ist nach über 6 Jahren moderner E-Autos ist der Marktanteil weltweit eigentlich noch immer praktisch 0.

Ja klar. Du bist auch ein kompletter Durchschnittsverdiener und -Bürger. :laughing: :wink:

Sobald die E-Autos günstiger sind, sieht das anders aus. Und vor allem hier in D wird das E-Auto zerredet (von unseren Medien). Das hat nichts mit Umwelt oder Förderung zu tun, sondern mit der Schläfrigkeit unserer Automobilindustrie, die nun geschützt werden muss.

Eine kWh eines Akkus kostet aktuell ~ 90 USD rein an Materialkosten das ist nunmal die Untergrenze für die Zellprodukltion der variable Kostenanteil wie Fertigung etc an Akkus ist recht gering (< ~35%)

Die Idee dass BEVs mit „brauchbar“ grossen Akkus durch Massenfertigung extrem günstig werden ist eben ein wenig so wie wenn jemand sagt so ich giesse ab jetzt 999,99 Goldbarren und wenn ich davon nur genug herstelle dann kann ich die irgendwann für 100 Euro das kg verkaufen, weil die Massenfertigung doch die Preise senkt…

Und da Musk das weiss baut er auch nichts unterhalb des MIIIs und hat für seine Gigafactory auch keine so ganz utopischen Kostensenkungen eingeplant.

Das kann sich mit anderen Akkus natürlich ändern - aber aktuell bei LiIonen ist das halt so - der Preis eines Akkus wird durch die Rohstoff- und Vorproduktskosten wie Separatorenmaterial definiert und die eigentlichen Produktions und Fertigungskosten von Akkus sind dagegen fast (also in Relation) vernachlässigbar.

Da hast du leider Recht. Viele EVs haben heute ggü. Verbrennern immernoch grosse Nachteile und sind nicht als Erstfahrzeuge einsetzbar. Wer nur einen Parkplatz oder kein Geld für zwei Autos hat, ist mehr oder weniger an einen Verbrenner gebunden. Dies kann nur mit Mietwagen umgangen werden, die längere Fahrten ermöglichen. Dazu sind unglücklicherweise viele nicht bereit und kaufen deshalb ein Auto, das alle ihre Fahrten abdeckt und trotzdem in ihrem Budget liegt. Wirklich alltagstauglich, bzw. alle-Fahrten-tauglich, sind nur MS und MX. Diese konkurrieren aber nicht nur mit Fahrzeugen in ihrer Klasse, sondern auch mit einem Dacia Logan. Ein Familienvater braucht ein Auto mit Platz für die Kinder für die Urlaubsfahrten. Da kommt unter den BEVs nur ein Tesla in Frage, bei den Verbrennern fängts aber schon beim Dacia an. Eine Zoe würde vielleicht preislich drinliegen, ist aber zu klein.
Der Grund, warum bei den Verkaufszahlen immer noch nicht viel passiert ist, ist ganz einfach. Es haben sich zwar alle Negativpunkte von BEVs verbessert, aber noch nicht genug. Solange ein BEV über alle Parameter gesehen „schlechter“ ist als ein Verbrenner, wird es nur von Idealisten gekauft. Da BEVs aber schneller besser werden als Verbrenner, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein BEV zum gleichen Preis das bessere Auto ist. Ab da interesssiert der alte Kram wieder nur die Fans. Dann gehts schnell.

Klingt nach Bullshit. Quelle?

Ja, reniswiss, ganz Deiner Meinung. Es wird sich alles verändern, aber eben viel langsamer als angenommen (und wünschenswert).

Ja, es scheint etwas länger zu dauern als wir gehofft haben.
Die nächsten Jahre mit den ganzen neuen EV-Modellen (neue Zoe, neuer i3, etc.) werden sicher etwas Schwung bringen, aber richtig kippen wirds erst in einem Jahr mit einer 2 an vorletzter Stelle.

onestepoffthegrid.com.au/can-ba … ow-100kwh/
qnovo.com/82-the-cost-components-of-a-battery/
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ese3.47/full

Unten sind es % Angaben,da muss man also dann noch Prozentrechnen.

Dass die Zellfertigung von der Kostenseite hauptsächlich (60-75%) Rohstoffkostendominiert ist, das sollte doch jeder wissen, der sich mit dem Thema EV beschäftigt?