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Daimler gibt auf

Also 25% sind doch recht ambitioniert. Hier von AUFGABE zu sprechen halte ich für völlig weltfremd. Ich fahre jetzt seit ziemlich genau 6 Jahren Elektrisch und es hat sich sehr sehr wenig getan. Auch das Video von Lars hat anfänglich Euphorie ausgelöst.

youtube.com/watch?v=JHUzfw24oCk

So ab 25 Minuten wird es spannend!

Ich hätte es mir auch komplett anders gewünscht. Die Infrastruktur wächst halt nicht mit und das Laden ist weiterhin eine Katastrophe. Nicht jeder Mensch hat eine Garge mit Steckdose!

Bei rollenden Verzichtserklärungen ist die Marktsättigung schon erreicht.

Der Spezialist für Kostensenkung von Renault, der bei Dacia das Preiswunder vollbracht hat, ich fahre ja selbst so einen Minivan zum halben Preis, wurde von Renault jetzt auf das Thema Elektroauto angesetzt.

Ich machte ja schon 2015 Studien zu, der Dacia Lodgy könnte um 6000 EUR zum Plug-in Hybrid mit 60 km elektrischer Reichweite hochgerüstet werden.
Das wäre dann ein Minivan als Plug-in Hybrid um 20.000 EUR. VW hätte dann kein vergleichbares Produkt, auch nicht um 150% mehr Preis.

Wie geht es aus, wenn ein Dacia Logan Plug-in Hybrid um 16.000 EUR einen Passat Plug-in Hybrid um deutlich über 40.000 EUR gegenüber steht?

Man nehme den 0,9 Liter 3 Zylinder Benziner mit 90 PS, 12 kWh Akku für 60 km rein elektrisch und 2 Stück 30 kW Elektromotore für jeweils ein Hinterrad.
Beim Dacia Logan sollte dann so ab 16.000 EUR raus kommen.

Der Verkäufer dann beim Dacia Händler „Der Passat GTE hat ja nicht einmal Allradantrieb“.

Zum Abschluß ein Zitat vom berühmtesten Kolummnisten Österreichs, der als „Staberl“ jahrzehntelang für die Kronen Zeitung schrieb:

„Der Kapitalismus ist gut für den Konsumenten, weil so viele geldgierige Kapitalisten versuchen mit billigeren besseren Produkten Marktanteile zu erobern“

Betriebe, die wie Staatsbetriebe in der Planwirtschaft geführt werden, können da sehr schnell unter die Räder kommen.

Habe jetzt mal nach geschlagen, wie dieser nur heißt

Hier zum Artikel im Manager Magazin

Vielleicht müssen dann bald BMW, Mercedes, Audi und VW von Tesla, BYD und Renault Quotenzertifikate für den Mindestprozentsatz an Elektroautos am chinesischen Markt einkaufen.

Also wenn der OM654 eigentlich für die C-Klasse entwickelt wurde und nur zusätzlich in E und S kommt, dann pack doch die 2,6 Milliarden auf die C-Klasse und behaupte einfach, die Mittelklassemodelle würden sich nicht lohnen. Das dicke Geld werde mit E- und S-Klasse verdient. Ist genauso logisch wie deine umgedrehte Argumentation. Dass der Vierzylinder auch in der S-Klasse kommt, liegt sicher nicht daran, dass der typische S-Klasse Kunde so gern Vierzylinder fährt und sich der Motor dort verkauft wie geschnitten Brot, sondern daran, dass man für manche Flottenkunden ein Modell mit niedrigem CO2-Wert braucht.

Im Übrigen werden solche Entwicklungsprojekte auch gern teuer gerechnet, damit jeder erkennt, wie wichtig es ist, dem Diesel nicht gerade jetzt das Leben schwer zu machen. Damit jeder sieht, wie enorm wichtig die politische Unterstützung ist und damit jeder sieht, wie enorm umweltfreundlich Daimler ist. Einfach so 2,6 Milliarden in den Motor gesteckt, damit der nochmal 50ml weniger verbraucht. Tesla hat für 700 Millionen das Model S entwickelt und Daimler will das Vierfache davon in eine popelige Weiterentwicklung eines Motors stecken? Das Märchen erzählt Onkel Zetsche sicher gern im Kindergarten.

+1

Genau das habe ich meinen Freunden aus der Automobilwelt auch erzählt. Wie soll man bitte MRD in die Entwicklung eines dummen Motors stecken wollen welcher NUR eine leichte Weiterentwicklung bestehender Modelle ist?

Absoluter Quatsch!

Natürlich geht es bei einer solchen Motorengeneration derzeit primär um einen verbesserten CO2 Ausstoß. Schließlich ist diese Architektur modular aufgebaut und macht auch 6-Zylindervarianten möglich ,ebenso wie kleinere Aggregate mit weniger PS (mit einer der Gründe warum diese Motorengeneration später auch in kleineren Fahrzeugen zum Einsatz kommen wird)

Übrigens lag der Startschuss dieses Motors lange vor der Abgasaffäre und die Markteinführung hätte nicht ungünstiger kommen können. Das dann die Kritiker schreien „rausgeschmissenenes Geld“ war ja wohl zu erwarten. Nichtsdestotrotz musste man die Technikpannen des OM651 irgendwie ausbügeln und kommende CO2 Grenzen erfüllen und das macht dieser Motor im übrigen nicht nur auf dem Prüfstand , sondern auch auf der Straße unter realen Testbedingungen.

Wie teuer, aufwändig, revolutionär und gewinnbringend manche Technolgien und Konstruktionen sind, kann hier im Forum niemand so richtig ernsthaft beantworten, da die meißten sowieso der Meinung sind, sie besitzen schon das ingenieurtechnische Meisterstück und die Konkurrenz fährt hinterher. Da stößt man mit einer gegenteiligen Argumentation natürlich auf Granit…das wird mir mittlerweile deutlich bewusst. Allerdings schenken sich da beide Parteien nicht sonderlich viel…

Rechnen wir mal alles in Strom um. Wenn man aus Luft (CO2) und Wasser mit Strom jeden beliebigen Kohlenwasserstoff herstellen kann,
dann sind dies etwa 16 kWh pro Liter Benzin und 17 kWh pro Liter Diesel.

Sehe ich mir da unmittelbare Konkurrenten zum Tesla S auf Spritmonitor.de an,
so sind beim Dieselmotor 153 kWh / 100 km üblich,
beim Benzinmotor sogar 200 kWh / 100 km.

Das sind Verbrauchswerte oberhalb eines rein elektrischen 12 m Busses im ÖPNV.
Der BYD K9 braucht 90 bis 140 kWh pro 100 km im ÖPNV Einsatz.

Wenn dann eine Firma 2,5 Milliarden einsetzt um vielleicht von 153 auf 140 kWh / 100 km runter zu kommen, ist dies einfach lächerlich.

Das Segment das Tesla aktuell bedient ist doch praktisch belanglos für die Umwelt - ob nun im 100.000+ Segment ein paar hundertausend oder 3-5 Millionen Elektroautos oder 12 Zylinder rumfahren das hat keinen messbaren Einfluss.

Mercedes hat seinen Motor für die Massenautos entwickelt, dort wo die Menschen mit < 180 PS zufrieden sind.

Und die Masse spart halt massig auch mit für den einzelnen kleinen Anteilen.

hier behauptet ja auch keiner, dass Tesla die elt rettet. sie zeigen lediglich dass es noch deutlicH Potential zu Verbesserung abseits augetretener Pfade gibt.

Wenn das überall so passiertvund in Folge ein Umdenken stattfindet, dann können wir vielleich doch noch die Welt retten :wink:

@Bananenbrot, bist Du wirklich so unwissend oder tust Du absichtlich so?
Tesla ist mit der Mission angetreten, die unausweichliche Umstellung auf nachhaltigen Verkehr stark zu beschleunigen.
Ich finde es gigantisch, was sie in dieser Richtung schon geschafft haben.

Nun aber Potential ohne dass es tatsächliche Auswirkungen hat bringt halt der Umwelt auch nichts.

Der Ölverbrauch stieg auch in 2014 15 16 genauso wie er es in jedem Jahr in den letzten 30 Jahren gemacht hat - da ist nicht mal eine Verlangsamung des Zuwachses beim Ölverbrauch erkennbar eher das Gegenteil der Ölverbrauch wächst aktuell sogar etwas stärker als bisher(bedingt natürlich durch die Preise)

Klar kann man Daimler kritisieren dass das nicht viel ist aber dann kann man auch kritisieren dass die Elektromobilität trotz der vielen Milliarden Investition + die vielen Milliarden an Subventionen es bisher nicht mal ansatzweise geschafft den Zuwachs beim Ölverbauch irgendwie erkennbar zu beeinflussen - an einem stagnierenden Ölverbrauch oder gar sinkenden braucht man gar nicht denken.

Elektroautos verkaufen sich halt noch nicht wirklich nennenswert - daher ist der tatsächliche Umwelteffekt entsprechend klein auch wenn das einzelne E-Auto gut ist. Wenn ein Verbrenerhersteller eines seiner Fahrzeuge verbessert die in zigfach höheren Stückzahlen gekauft werden dürfte der reale Effekt auch nicht schlechter sein.

Aber die schaffen es ja nicht da was zu verbessern das in der Realität an kommt. Betrugssoftware macht nichts besser.

Und hätten sie das Geld das dafür nötig war in Elektroautos gesteckt und in Infrastruktur und in Werbung (statt Anti-Werbung) wäre der Effekt weitaus größer.

Aha! Der Ölverbrauch steigt weil BEV erfolglos sind trotz Milliarden Investionenen und Milliarden Subventionen weil die Käufer einfach keine BEV kaufen wollen. Aber die Investitionen in die Optimierung der Verbrennertechnologie bringt die Umwelt voran. So in etwa @Bananenbrot?

Wie wäre es damit?
Die Milliarden Investionenen der klassischen Automobilhersteller haben in den letzten Jahren zu dem sagenhaft umweltpolitischen Fortschritt geführt, dass der Norm-/Prospektverbrauch der Verbrenner von den realen Verbräuchen um mehr als 40% abweicht. Vor ein paar Jahren waren es nur 12% … Hat natürlich einen echt positiven Effekt auf den weltweiten Ölverbrauch!

Die Milliarden Subventionen in die Elektromibilität würde ich ja gern mal belegt sehen… Da wo wirklich subventioniert wird (z.B. Norwegen) ist der Anteil der BEV mittlererweile bei über 20% der Neuzulassungen. Hat natürlich auch keinen Effekt auf den Ölverbrauch…

Kopfschüttel

manager-magazin.de/unternehm … 33115.html

Wie gesagt es hat keinen sichtbaren Effekt der Anstieg beim Mehrverbrauch von Öl ist genauso stark wie in den letzten 30 Jahren auch - für jedes Elektroauto das verkauft wird werden zusätzlich halt ca 400 neue Verbrenner verkauft.
Eine 1% Einsparung von X bei 400 Einheiten ist absolut gesehen mehr als eine einmal 90% Einsparung von X

manager-magazin.de/unternehm … 12106.html

Bereits nach 1-2 Sekunde kann ich meine Behauptung von der Multimilliardensubvention belegen - denn allein China - ein einziges Land hat in einem einzigen Jahr 2015 bereits 4,5 Mrd Subventionen für die Elektoautoundustrie gezahlt und erfpllt das - und wer ohne an die Hand genommen alleine eine Schmaschine bedienen kann landet problemlos im 2-stelligen Milliardenbereich.

Hui klar für so eine einfache Internetsuche um die Grössenordnung abzuschätzen muss man natürlich an die Hand genommen werden - Kopfschüttel :smiley:

Na ja - verglichen mit den 8Mrd Steuerprivilig Subvention für den Diesel allein in Deutschland(!) vielleicht nur ein Tropfen auf den lauwarmen Stein… Aber wenn du gerne Chinas Industrie- und Mobilitätspolitik diskutieren willst und dies als Beleg dafür verwenden willst, dass eMobilität mittel- und langfristig den Ölverbrauch im Verkehrssektor nicht senken wird - nur zu.

Das ist falsch. In 2016 lag das Verhältnis eher bei 1 zu 100. Knapp unter 800.000 EVs zu einem Gesamtmarkt von ca. 80 Mio.
insideevs.com/monthly-plug-in-sales-scorecard/

Gruß

Bernhard

Und die 8 Mrd sind jährlich, oder?

Cheers Frank

Yep