D-Griechenland, Balkanroute über Nordmazedonien

Diesmal ging aus auf unserer 5. Fernreise wieder Richtung Balkan und Griechenland. Unser eigentliches Ziel Kreta haben wir gestrichen, da Kabinen auf der Nachtfähre ausgebucht waren und wir uns unterwegs auch noch erkältet haben (trockene Luft der Klima, aber ohne ging auch nicht bei 38 Grad), so dass die Alternative mit Zwischenübernachtung bei Athen + Tagfahrt auch ausfiel.
(Aber Kreta plus Inselhopping wird nachgeholt, vielleicht sogar inklusive Türkei dann)
Route

Es ging mit 100% los von zuhause und das Navi nervte dann schon, weil es uns mit über 40% SoC an den ersten tschechischen SuC schicken wollte. Habe dann manuell im Navi einen der nachfolgenden SuC eingegeben, zumal wir ohnehin eine längere Pause (Kind wollte spielen) brauchten. In Brünn dann geladen und das Navi wollte bei Fortsetzung der Route dann mit wieder mit hohem SoC in Ungarn in Györ ran. Blödsinn, habe wieder manuell den nächsten SuC in Budapest eingegeben, ebenfalls V3 übrigens und kostenlos ja sowieso in HU.
Von da ging es weiter bis Belgrad and die kostenlosen V3, Wlan hatten wir dort auch und konnten unsere Zielführung aktualisieren, da wir ansonsten ja kein Roaming hatten.
In Aleksinac nochmal laden und dann ging es zum ersten Zwischenziel nach Nordmazedonien. Dort haben wir dann kostenlos AC geladen (DC hätten wir bei Porsche in Skopje machen können, wenn man direkt weiter will, die haben 350kW Lader).

Sind einige Tage in Nordmazedonien geblieben, extrem preiswert. Nach Griechenland haben wir uns für den kleineren Übergang in Star Dojran entschieden (15min), statt Autobahn wo die ganzen Serben anstanden. Der Norden Griechenlands ist zur Hochsaison ohnehin gut besucht von Serben, Rumänen und Bulgaren.
In Thessaloniki haben wir dann DC (50kW Lader) nachgeladen, der Lader war direkt an einer Tankstelle unmittelbar am Meer und wir wollten ohnehin in diesen Stadtteil zum Essen. Dank PlugShare App wussten wir wie die Freischaltung erfolgte, also die passende App zuvor geladen und Zahlungsmethode eingegeben. Bei Ankunft dann nur noch den Code der Säule mit der App gescannt und los ging das Laden.

Wir blieben dann diesmal nur im Norden und sind nach Griechenland wieder nach Nordmazedonien und von dort über Kosovo, Albanien nach Montenegro. Die Autobahn von der Grenze bis nach Pristina ist der Hammer, ganze 7km auf einer Autobahn, die wie eine Brücke sich durch die Talsohle schlängelt. In Kosovo hätten wir auch kostenlos AC laden können, entschieden uns aber für DC um schnell weiterzufahren. Also stoppten wir in Pristina bei Shell und mit unserer Shell Recharge Karte ging das auch sofort los. Wir hatten Glück früh dran zu sein, denn es kamen immer mehr zum Laden, insbesondere die Tesla M3-Taxi Flotte aus Pristina lädt da wohl auch gern obwohl sie auch eigene Charger haben.

Bei Prizren hätte es auch nochmal DC gegeben, aber der LR hatte genug Saft bis Kotor. Entlang ging es der top ausgebauten Autobahn bis runter nach Albanien, fast bis zur Küste, um dann abzudrehen und die Straße nach Montenegro zu nehmen. Bei der Grenze KS/AL wollte man nicht mal unsere Pässe sehen, sondern hat uns gleich durchgewunken. Nach Montenegro ging es ebenso zügig.
In Dobrota/Kotor hatten wir unsere Unterkunft und meine PlugShare App zeigte mir einen (mal wieder kostenlosen) Charger in der Nähe an. Den besuchte ich dann auch am nächsten Morgen. Es stand ein PlugIn Hybrid dort und ich besetzte dann den zweiten Stellplatz. Kabel ran und los ging das AC Laden. Ab zum Bäcker und zuhause gefrühstückt mit Blick auf die Bay.


Wir blieben einige Tage dort und mit SoC von 67% ging es weiter nach Kroatien. Nachladen brauchte ich nicht, da es laut Navi bis nach Split reichte. Jepp, so ein LR ist schon praktisch, über „Reichweitenangst“ der Verbrenner-Fahrer kann ich nur noch schmunzeln.
Wir nahmen den kleiner Übergang an der Südspitze der Bucht und das ging fix und ohne Zoll, nur durchgewunken und rein in die EU :slight_smile: (kein Vergleich zu den Übergängen nach HU).

Wir wollten dann durch Ston und die neue Brücke nehmen um die Durchfahrt durch Bosnien zu vermeiden, da kam das Navi aber mächtig ins Schwitzen. Trotz Roaming und demzufolge mit Online Navigation, war das Navi nicht dazu zu bewegen, diese Strecke zu nehmen, offenbar war in den Maps alles noch als Baustelle „vermerkt“. Erst hinter der Brücke „erholte“ sich das Navi wieder.

In Split am SuC kam dann der erste Schock, nicht nur sind es in HR nach wie vor V2 Lader, sondern die in Split liegen auch gefühlt in der Pampa, da gibt es nichts drumherum, kein Klo oder sonstwas um Pause zu machen.
Der Hammer kam dann in Otocac, ich kannte ja schon das Video aus dem Netz, aber diesmal waren wir die Betroffenen! Anstehen am SuC! Dabei zeigte das Navi die ganze Zeit über 5 verfügbare Ladeplätze! Erst als ich bei der SuC-Suche im Navi auf das Symbol für diesen SuC tippte, wurde die Anzeige korrigiert/aktualisiert und auf Wartezeit verwiesen! Da es V2 Lader sind, teilt man sich die Ladeleistung dann auch noch. Ich war schon drauf und dran wieder auf die Autobahn zu fahren und einige Kilometer weiter dann auf einem Rastplatz einen kroatischen ELEN-DC Lader zu nehmen, als dann doch ein SuC frei wurde und da die Frauen auf den Topf mussten, blieben wir dann dort. In Zukunft werde ich die SuC zusehends auslassen und auf DC entlang der Autobahnen zugreifen. Preislich sind die SuC (außer die kostenlosen in einigen Ländern) ja ohnehin nicht mehr interessant. Und an der Autobahn hat man dann wenigsten „Tankstelle“ mit WC und Shop, meist auch Bistro etc. anstatt vieler SuC in der Pampa.

Wir machten einen Zwischenstopp in Zagreb. Da wir Spontan-/Spätbucher sind, mussten wir das nehmen was noch im Angebot ist, dabei ist LastMinute aber oft ganz gut. Es wurde das Mövenpick in Zagreb (115€). Bei Einfahrt in die Tiefgarage stellte ich fest, dass es dort Wallboxen gab. Kurze Nachfrage an der Rezeption, ja kann kostenfrei genutzt werden. Nun gut, dann machten wir das halt.


In Ungarn sind wir dann an den ersten SuC, brauchten zwar keinen Strom, aber das dort befindliche Restaurant wird vielgelobt und wir haben dort gefrühstückt. Überhaupt sehr schön, neben Tesla auch andere Charger. Tolles Restaurant, Hotel nebenan und eine Ziegenfarm, schöne Lage für einen Zwischenstopp egal ob Richtung Zagreb, Maribor oder Budapest (oder wie wir Richtung Norden).

In Györ haben wir dann nochmal SuC genutzt (kostenlos) und die Kiste voll gemacht, das reichte dann fast bis nach Hause (einmal kurzer Stopp in Tschechien).

Erfahrung diesmal wieder wie toll das Model 3 zum Reisen ist. Ich bin nach wie vor begeistert vom Serienfahrwerk und kann das teilweise Gemeckere hier im Forum nicht nachvollziehen. Gerade auf schlechte Straßen macht es eine gute Figur, keinerlei durchschlagen, es wird über alles hinweggebügelt. Dazu ausreichender Komfort, zumindest bei unseren 18 Zoll genug Gummi vorhanden. Da wir mit GJR unterwegs sind, nochmal etwas Plus an Komfort. Aber auch voll beladen auf der Autobahn liegt das Auto satt wie ein Brett, gleichzeitig aber jederzeit genügend Feedback gebend und reagiert zudem sehr direkt. Es macht so viel Spaß, dass ich weder Autopilot (mag ich überhaupt nicht), noch den Abstandstempomaten nutze, sondern die knapp 5000km Urlaubstour selbst den Tesla bediente :slight_smile:

… ich hätte Lust sofort wieder auf Tour zu gehen, man wird nicht müde vom Teslafahren. Unser 1.5 Jahre alter M3 LR hat jetzt fast 44.000km weg. Nichts klappert oder poltert, es ist ein MiA mit dem für mich bombastischen 82er Pana Akku aus Q2/21.
Meckern kann man immer, man findet was wenn man will. Es beschränkt sich bei uns aber eher auf Software Fehler, was dann schon erstaunlich ist bei der Menge an Updates.
Als da wären der Überhitzungsschutz, welcher ein (jedes Mal manuelles) Deaktivieren des Kippsensors erfordert. In dem Zusammenhang funktioniert der Überhitzungsschutz übrigens auch nur bei zuvor „eingeschalteter“ Klima. Wir hatten sie oftmals auf Kurzstrecke innerhalb der Stadt deaktiviert und sind dafür mit Fenster offen gefahren und haben den Fahrtwind genutzt. Da das Ausschalten ja softwarebasiert geschieht, sollte es eigentlich nur eine Programmierfrage sein, beim Überhitzungsschutz die Lüftung/Klima wieder einzuschalten, so wie es bei den Benutzerprofilen ja auch softwareseitig geregelt ist.
Tja und das Navi, gefällt uns nicht wirklich. Gerade beim Non-Roaming vermisst man die Offline Navigation. Und das (obwohl Roaming Gebiet) nicht aktualisiert wird (Belegung der SuC) fanden wir auch auch nicht so toll.

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Nordmazedonien

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Thessaloniki und Umgebung

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Kotor/Dobrota, Montenegro

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Wunderschön. Ich bin auch gerade in Nordgriechenland und kann Deine Begeisterung verstehen. Bin aber leider mit meinem Diesel auf Reisen, da das MY noch auf sich warten lässt. Meine Familie meint, dass wir mit einem MY niemals in GR ankommen werden, ich bin da anderer Meinung und freue mich auf 2023 mit dem MY. VG

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absolut geil !
Ich bin zutiefst beeindruckt dass ihr das mit Kind gemacht habt, ich scheue mich immer vor Roadtrips mit den Kindern. Aber mit genug Pausentagen scheint das echt kein Thema zu sein, wobei meine noch etwas jünger sind.
Habt ihr die Route vorher bestimmt und dann unterwegs die Hotels spontan mit irgend einer App gebucht? Oder wie entsteht so eine Reise?

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Also wir fahren ja schon ein paar Jahre die Route nach Nordmazedonien, über Ungarn und Serbien. Mit dem Verbrenner war es anstrengender! Wieso auch immer, vermutlich weil man anfangs solange fährt bis der Tank das erste Mal leer ist. Nur ist man dann schon recht steif und erholt sich offenbar nicht mehr so gut davon für den Rest der Reise.
Mit Kind war es bisher nie ein Problem, als Baby fast nur geschlafen, jetzt mit 7 Jahren wird auf dem Tablett gespielt oder was gemalt oder eben geschlafen. Ein Großteil der Fahrt geht ja über Nacht. Vorher machen wir dann eine Spielpause zur körperlichen Betätigung :slight_smile:
Die meisten Pausen verursacht eher die Frau mit ihrer Blase :wink:
Wir haben immer kurzfristig die Unterkünfte gebucht (booking.com), dies Jahr war die Auswahl etwas beschränkter, da Hochsaison. Wir sind in der Vergangenheit immer Nebensaison gereist (Mai/Juni oder September/Oktober), aber mit Schulkind ist man nun an die Ferienzeit gebunden.
Dennoch kann man relativ flexibel mit dem Auto reisen und manchmal haben wir erst am gleichen Tag entschieden, wo wir die Nacht verbringen wollen und gebucht.

@frudl
Du wirst dich freuen wenn du die Reise mit dem MY endlich machen kannst. Laden ist absolut kein Problem und das entspannte Dahingleiten mit einem BEV ist sowas von angenehm. Ich würde am liebsten sofort wieder losfahren.
Wie gesagt, ich nutze gern die plugshare App und dann muss man nicht zwanghaft nach SuC Verfügbarkeit planen.
Letztes Jahr sind wir nach Lefkada und hatten von Nordmazedonien entlang der Autobahn in Griechenland DC geladen (Freischaltung erfolgte durch Tankstelle und Bezahlung ebenso dort). Auf Lefkada dann eine prepaid Chargecard geholt und dort auf der Insel geladen.

… Ich glaube, ich sollte mal langsam Georgien angehen. Sieht doch schon ganz gut aus. Will ohnehin wieder mal nach Batumi und Tbilisi und die türkische Schwarzmeerküste ist auch richtig schön :slight_smile:

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Halb-Topic: würde man die Strecke auch mit Familie an einem Stück mit einem LEAF 59kWh und Chademo schaffen? ABRP sagt mühelos.

Aber wie stehts um den Zustand der Säulen, den Apps und Bezahlung wo man kein Roaming hat? Die Griechen kaufen sich für 5€ eine 20GB SIM-Karte…