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CO2-Bedarf für Herstellung von Model S?

Hallo zusammen

Hat jemand eine seriöse Quelle, wieviel CO2 verbraucht wird, um ein Model S herzustellen? (abzüglich der Stoffe, die heute recyclingfähig sind, z.B. Alu-Karrosserie).

Ich überlege mir, den Herstellungsprozess zu kompeniseren, um ein noch besseres Gewissen zu haben :wink:

Diese Organisation kenne ich näher, sie finanziert ein sinnvolles Projekt (Recycling von Kühlschränken in Brasilien - insbesondere Zerstörung der Kältemittel):
fair-recycling.com. Falls Interesse besteht, könnte ich allenfalls dort einbringen, ein entsprechendes „Tesla-Produkt“ anzubieten. Dann müsste aber eben der wissenschaftliche Hintergrund seriös sein.

Gruss
Peter
@Administrator: Falls das hier falsch plaziert ist, bitte ich um Nachsehen und um entsprechende Umplatzierung.

Gibt Tesla nicht bekannt.

ucsusa.org/sites/default/fil … report.pdf

Damit ist ganz klar ein Tesla gemeint. Also 6 Tonnen CO2 mehr als ein vergleichbarer Verbrenner.

Dann müssten wir Tesla als mal sensibilisieren, dass toll rumquatschen heutzutage nicht mehr reicht, sondern sie bitte mit einem Social & Environmental Responsibility Report belegen sollen, dass sie wirklich so nachhaltig, ökologisch und sozial korrekt produzieren, wie sie behaupten.

Das fänd ich auch gut.
Eigentlich sogar notwendig.

Tesla will das ja selbst kompensieren durch die Solarzellen auf der Gigafactory …

Bei der Herstellung muss man beachten zu wieviel Prozent der Akku - besser das enthaltene Lithium wiederverrwendet wird & wurde (etwa 90 %).
Die Herstellung der Karosserie ist sicher vergleichbar mit Verbrenner Modellen gleicher Größe.

Einen Unterschied muss man bei dem Motor (Verbrenner hat da eine schlechtere Blianz) und Akku (s. oben) beim E-Mobil machen.

Nimmt man an, dass der Akku 5 Jahre im Fahrzeug bleibt und anschließend zu 90 % wiederverwendet wird liegt das E-Mobil in diesem Kontext klar vorne.

Siehe Auch Thema

Ich hab mal bei Tesla Investor Relation Team angefragt (kein Kommentar zum englisch…):

Hi
I can’t find your CSR report. Please provide the newest version for my planned article about the often mentioned game-changing Tesla salary and ecological production approach.

Vermutlich wird speziell die Herstellung der Akkus für den höheren Co2 Verbrauch sorgen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass diese nach ihrer Verwendung im Auto anderweitig genutzt oder wieder aufbereitet werden. Dadurch lässt sich der höhere Co2 Ausstoß bei der Produktion recht gut kompensieren. Die Möglichkeit zum Recycling von Verbrennern sehe ich da deutlich niedriger hier werden vermutlich ausschließlich ein Teil der Rohstoffe wieder verwendet.

Das ist jetzt aber speziell meine Einschätzung. Mit Zahlen kann ich das nicht belegen.

Desweiteren wird ja die Gigafactory, wenn sie fertig ist, ca. 20% mehr Energie erzeugen als sie verbraucht.

2015 hat sich Tesla selbst angezeigt wegen zu hohen NOx in Fremont. Schuld war die Lackierkabine und danach gab’s die neue!

Nächstes Mal lassen sie einfach von der Regierung das Konfidenzintervall anpassen - kommt billiger.

@Snooper

Danke für den Link. Weiter hinten im Dokument wurde definiert, dass es sich um ein 2015 Model S mit 85kWh handelt.

Wenn also 6 t = 68% mehr als ein Benziner ist, und der Benziner 100%, dann müsste die Herstellung des Model S also rund 15 Tonnen CO2 verursacht haben. Dabei wurde mit den Recyclingraten der USA gerechnet. Da ist man sicher in DACH noch weit besser, die Rechnung ist also auf der sicheren Seite.

Bei Fairrecycling kann man sich diese 15 Tonnen für CHF 300 gutschreiben lassen (Kompensation). Mit erneuerbarem Strom wäre man dann wirklich und ehrlich zu 100% klimaneutral unterwegs! Mit dem Geld wird das saubere Recycling von 15 alten Kühlschränken in Brasilien ermöglicht (eben insbesondere das Fluorhaltige Kältemittel, das sonst einfach rausgelassen würde).

Gibt es weitere Interessenten für so was?
Dann würde ich dort einbringen, einen speziellen Sticker zu gestalten im Sinne von „Tesla - zu 100% klimaneutral“!

Gruss
Peter
PS: es ist wirklich eine Schande, wenn man von Tesla selbst keine solchen Infos offiziell publiziert. Dann könnte man auch schön die weiteren Verbesserungen aufzeigen.

Hast du schon mal bei Tesla nachgefragt?

Um so mehr fragen um so deutlicher wird das Interesse. Einfach mal an die Presseabteilung wenden.
Das kann gute Werbung sein. Vermutlich wartet Tesla noch auf eine bessere Ökobilanz mit Hilfe der gigafactory und gibt maximal dann zahlen raus.

Ja, da hätte ich Interesse dran.

Danke für die Rückmeldungen. Ich werde am Thema noch etwas dran bleiben.

Die Schweizer Forschungsanstalt EMPA beschäftigt sich auch mit dem Thema Elektromobilität. Ich werde dort mal Abklärungen machen. Ich vermute , dass man in CH ehrlichere Ergebnisse in solchen Fragestellungen erhält als in USA und EU. Wer zahlt befielt gilt halt auch in der Wissenschaft - und die Schweiz hat keine Automobilindustrie zu unterstützen, weil es die nicht gibt (ausser Zulieferer, die aber auch für E-Autos liefern können, z.B. Airbag-Sprengkapseln).

Gruss
Peter

Richtig, aber die Schweiz hat eine völlig bornierte ETH-Professoren- und Lehrstuhl-Fraktion, die noch immer ganz fest davon überzeugt ist, dass der ach-so-tolle Verbrennungsmotor noch effizienter und sauberer werden wird, entgegen der Realität stetig steigender Realverbräuche und Dieselskandale, und entgegen aller aktueller, seriöser Lifecycle-Studien, die E-Auto und Verbrenner vergleichen.

Diese Dinosaurier haben traurigerweise in Politik und Presse noch relativ viel zu sagen. Hoffen wir, dass sie bald aussterben.

Die Dinosaurier arbeiten v.a. in Dübendorf. In St. Gallen geht man die Sache objektiv an.

Sorry, ich verstehe nicht…?

Nichts zum Englisch - aber im Englischen ist man gemeinhin deutlich höflicher und daher kommt so ein normaler deutscher Satz ziemlich ‚rude‘ rüber.

Cheers Frank

Die bornierte ETH-Lehrstuhl-Fraktion hat ihr Nest in Dübendorf und brütet dort die letzten Eier der aussterbenden Verbrenner-Spezies aus. :wink: Die EMPA hat jedoch auch noch weitere Standorte und in St. Gallen weiss ich, begegnet man dem Thema Elektromobilität unvoreingenommen und dennoch kritisch.