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Bruttolistenpreis

Ach ja - ich hätte die ganzen Geschenke doch ohnehin nicht verdient, hätte ich ohne Diese doch auch gekauft.

Ich habe gelesen, dass Elektroautos mit bis zu 9000€ (6000€ vom Bund, 3000€ vom Hersteller) gefördert werden sollen, sofern der Nettolistenpreis 40.000€ nicht übersteigt. Dies würde jedoch nur auf ein Tesla Model 3 Standard Plus in weiß ohne jegliche Extras/Konfiguration zutreffen, richtig ? Bei Bestellung inkl. 19" Sport-Felgen für 1600€ würde demnach die Grenze überschritten werden und es gäbe nur noch 6000€ Förderung (3000€+3000€). Oder habe ich einen Denkfehler ? :smiley:

Ich habe den entscheidenden Teil in Fett und Unterstrichen hinzugefügt. Gilt also für alle Model 3.

Nur um sicher zu gehen.

wenn ich aktuell ein Model 3 AWD bestelle mit weißen Innenraum und Midnight Silver Grey Lack sowie den 19" Felgen.

wie hoch ist mein BRUTTOListenpreis ?

ich komme da auf:
model 3 2020: 43990
premium innenraum schwarz / weiß: 1050
midnight silver metallic: 1050
19" sport felgen: 1600
Longrange: 9800
umweltbonus +3000
somit käme ich auf:

60490,-

liege ich da richtig?

Grüße

Der Umweltbonus liegt bei 3.000€ +MwSt. - Du kommst also eher auf 61.000€

Ich habe letzte Woche ein Model 3 für einen Mitarbeiter bestellt, bei dem das Fahrzeug auch auf keinen Fall über 60.000,- Euro BLP liegen darf und erst ab dem 01.07.2020 geliefert werden darf.
Hier meine Berechnung. Vielleicht hilft sie euch.

Das hier ist die Bestellbestätigung:

M3 orderagreement.JPG

Daraus habe ich durch folgende Berechnung den BLP zum Zeitpunkt der Erstzulassung ermittelt:

M3 BLP ab 01-07-2020.JPG

Müsste so richtig sein.
Der Preis auf der Tesla Website ist schon MIT 3.000 € Umweltbonus. Beim Bruttolistenpreis muss also +3.000€ + MwSt gerechnet werden.

Wenn das so passt dann Käme ich auch wieder auf einen Bruttolistenpreis unter 60.000€. Habe exakt die gleiche Konfiguration.

Ist es denn sicher, dass Ausliefeung zählt? Ist Auslieferdatum gleich Rechnungsdatum?

Das wäre für mich dann perfekt. Dann komme ich bei Auslieferung nach Juni nämlich hin.

So, hier mal was amtliches:
bundesfinanzministerium.de/ … onFile&v=3

Für den BLP wichtig sind die Änderungen im Einkommensteuergesetz, dort Nr. 2 (Änderung von § 6, Ersetzung von den 40.000 durch 60.000) und die Nummer 8, die besagt, dass das Ganze bereits ab 01.01.2020 anwendbar ist.

Deswegen hier nun eine Aussage aufgrund des offiziellen Gesetzesentwurfs:

Für die Anwendung der sog. 0,25%-Regel wird als Datum der Anschaffung (= Übernahme des Wagens) der 01.01.20 ausreichend sein, ergo werden ALLE in 2020 angeschafften BEV, die einen Bruttolistenpreis von unter 60.000 € aufweisen in diesen Genuss kommen.

Nochmal zur Klarstellung: Das hat mit der BAFA und der Umweltprämie NICHTS ZU TUN.

Jetzt käme mir noch sehr entgegen, könnte ich den Brutto-Listenpreis vom 01.07.2020 ansetzen, dann wäre ich nämlich unter 60.000 :wink:

Kannst du - wenn du am 01.07. oder später kaufst :wink:

Kaufst, zahlst, abholst?

Verzeih meine unklare Formulierung.

Wenn deine Frage war, ob Tesla dir die 16% in Rechnung stellt, dann kann ich es dir nicht genau beantworten. Was hier richtig ist, steht weiter unten. Für das EStG (und damit die „1%-Regelung“ bzw. die Berechnung des BLP) gilt der Zeitpunkt der Anschaffung, also nach herrschender Meinung der Zeitpunkt der Abholung.

Ob das das Finanzamt aber genauso sieht, darauf würde ich mich nicht verlassen. Frag deinen Steuerberater, was er dir für einen Tipp geben kann. Ich persönlich handhabe es so, dass ich meine Mandanten auf das mögliche Risiko hinweise aber klar mache, dass ich meine Rechtsauffassung für die richtige halte. :wink: Der Mandant muss dann entscheiden, ob er den Streit lieber von vornherein ausschließt (= Bestellung nach dem 01.07.), einen Mittelweg geht (= Zahlung nach dem 01.07.) oder sich auf das Risiko einlässt.

Die Umsatzsteuer hängt bei Tesla übrigens am Zeitpunkt der Zahlung, sodass du in die komische Situation kommen kannst, zwar noch 19% bezahlt zu haben (weil vor dem 01.07. bezahlt), aber für die Berechnung des BLP mit 16% rechnen kannst (weil Übernahme ab dem 01.07.)

Aber nochmal: Das ist das, was aus meiner Sicht richtig ist. Das bedeutet noch lange nicht, dass Tesla dir deswegen zwingend eine Rechnung mit 16% ausstellt, wenn du die Zahlung bis 01.07. verzögerst oder dass das Finanzamt bei der nächsten Betriebsprüfung nicht den Zeitpunkt der Zulassung heranzieht anstatt dem Tag der Abholung… Und dann ist halt die Frage, ob du das dann auf deine Kosten durchstreiten willst oder ob du von vornherein auf „Nummer sicher“ gehst…

Aha, ein Steuerberater :slight_smile:

Ich habe mir bereits 2018/2019 die Rechnung aus 12/2018 für unsere Zoe extra auf Januar 2019 umschreiben lassen, weil mein Steuerberater das für die 0.5% für wichtig hielt, obschon ich sie erst im Januar zugelassen und abgeholt habe.

Nun wieder dieses Stichtagsgewurschtel.

Tatsächlich aber habe ich bereits im Mai bezahlt, die erste Rechnung von Tesla ist auch aus Mai 2020. Inzwischen habe ich 9 Rechnungen (weil die Übergabe immer wieder verschoben wurde). Abholung ist am 30.06., also wird mein Teslachen mit 60.010€ BLP bei 19% MwSt. wohl ein 0.5%-Auto bleiben - schade.

Na immerhin ist die Zoe seit dem 01.01. auf 0.25% gefallen.

Da wird sich Tesla aber dann irgendwann mal entscheiden müssen.
Entweder mit Zahlung ist die Leistung erbracht, dann ist es aber Diebstahl, wenn das Auto dann an jemand anderen vergeben wird wenn ich es nicht abhole.

Oder die Leistung ist erst bei Abholung erbracht, dann hat ein (Geschäfts-)Kunde Anspruch auf korrekte Ausweisung der MwSt.

Wobei es dem (Geschäfts-)kunden Schnuppe ist, ob 16, oder 19%

Hier muss man differenzieren:

  1. Zivilrecht, wenn Tesla die VIN bei Nichtabholung an jemanden anderen vergibt. Hier habe ich bisher nur Gerüchte gehört, keine Ahnung, ob da was dran ist…
  2. Umsatzsteuer: Wie geschrieben hängt das an der Zahlung, siehe § 13 UStG
  3. Einkommensteuer (= 1%-Berechnung, Abschreibung, …): Das hängt an der Übergabe, also an der Frage, wann das Fahrzeug betriebsbereit zur Verfügung stand.

Bei 2+3 gibt es nichts zu „entscheiden“, 1 ist bisher nur ein Gerücht… Also ganz ruhig :wink:

Ob das Diebstahl ist, weiß ich nicht, aber es ist in jedem Fall nicht korrekt, ungeachtet der Steuer.

Diesen Anspruch hat jeder und immer. Auch Tesla hat da ein Eigeninteresse.

Nein, denn der Geschäftskunde kann nur die korrekte Steuer abziehen, auch wenn Tesla die (falsch zu hohe) abführen muss.

Nö…Verbraucher haben kein (staatliches) Recht auf eine Rechnung mit ausgewiesener MwSt.
Wenn ein Verbraucher darauf ein Anrecht hat, dann allerhöchstens auf vertraglicher Ebene oder aus „Treu und Glauben“ weil Tesla das Auto als förderfähig bewirbt und das BAFA Nettopreise sehen will.

Hmm, also ich verstehe den Gesetzesentwurf bzgl. der Termine anders:

Ich lese daraus: Die Regelung gilt für alle ab dem 1.1.2019 angeschafften Fahrzeuge, und zwar rückwirkend zum 1.1.2020, also zu dem Zeitpunkt, als die 0,25%-Regelung eingeführt wurde (zu dem Zeitpunkt noch mit Grenze 40k).
Das würde auch besser zu dem Gesetz vom 1.1.2020 passen, wo explizit auch alle Fahrzeuge aus 2019 eingeschlossen wurden. Es ist nun lediglich nachträglich die Grenze von 40k auf 60k angehoben worden.

Andere Meinungen?

So auch nicht richtig, das Recht des Verbrauchers ist zwar gesetzlich nicht festgeschrieben, aber das Gesetz schreibt dem Verkäufer ganz klar vor, daß eine Rechnung über (ich glaube) 200,-- Euro zwingend mit ausgewiesener MwSt. erfolgen muß, also kommt das Recht des Verbrauchers hintenrum zum tragen.