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Bremssystem Model S arbeitet nicht richtig

Hallo zusammen,
seit etwa 6 Monaten fahre ich ein gebrauchtes Model S BJ 2015, gekauft bei 120T km, Bremsen waren neu gemacht. Bislang habe ich 20T km draufgefahren und seit 3 Tagen stelle ich Probleme mit der Bremse fest (nicht mit Rekuperation): Sporadisch greift die Bremse (Pedal) nicht richtig, der Bremsweg verlängert sich erheblich, es kommt einem so vor als arbeitet der Bremskraftverstärker nicht. Ein Reset über die Tesla Hotline hat nichts gebracht, die haben von einem solchen Problem auch noch nie gehört. Verschlissen können die Bremsen eigentlich nicht sein, da ich eher defensiv fahre und kaum Bremse brauche dank Rekuperation, außerdem wie gesagt erst 20T km gefahren. Auch die Tatsache, dass es nur sporadisch auftritt, spricht dagegen. Allerdings ist das ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Auch bei 10 kmh kommt das Fahrzeug durch eine Vollbremsung nicht sofort zu stehen, wenn das Problem auftritt. Bei einem radikalen Vollbremsungstest bei etwa 20 kmh kam nach einigen Sekunden Bremspedal durchdrücken ein Hinweis, dass ein Assistent für schwache Bremsleistung aktiviert wurde. Hat jemand eine Idee oder ein ähnliches Problem mal gehabt? Ich habe bereits einen Termin im Service Center gemacht.

Viele Grüße, Julian

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Bei der aktuellen Witterung gibt es für E-Autos mit guter Rekuperation einen großen Nachteil gegenüber Verbrennern:
Die Bremsscheiben werden so selten gebraucht, dass sie nicht warm/heiß werden und sich somit viel Feuchtigkeit und Dreck darauf sammeln kann.
Ein Verbrenner nutzt quasi an jeder Kreuzung und schärferen Kurve die Bremse, wodurch die Scheiben freigerieben und erhitzt werden.

Fährt man nun bei diesem Wetter eine längere Zeit ohne die Bremsen zu benutzen, dann greift die Bremse im ersten Moment „ins Leere“, bis die Scheiben wieder sauber und trocken sind.
Im Falle einer Gefahrenbremsung kostet das unter Umständen wertvollen Bremsweg!

Daher der Tipp, bei so einem Wetter zwischendurch immer mal wieder die Rekuperation mit einem leichten Druck auf das Bremspedal unterstützen, so dass die Bremsbeläge und -scheiben sauber und trocken werden.
Dann klappt es auch mit der Gefahrenbremsung.

Positiver Nebeneffekt:
Wenn man kurz vor Zielerreichung (z. B. an der letzten Abbiegung) bremst statt zu rekuperieren, knackt die Parkbremse am nächsten Tag nicht beim losfahren.

tritt das gehäuft bei Feuchtigkeit/Regen auf?

Bernhard

Danke für Eure Antworten. Ich beobachte es erst seit 3 Tagen, da war es durchgehend feucht :wink: Allerdings war das Wetter vorher auch schon öfter mal bescheiden. Möglich dass es nie aufgefallen ist weil man so wenig bremst. Ich werde es unter dem Aspekt von Kellergeist2 mal genauer beobachten. Aufgefallen ist es erstmalig beim langsamen Einfahren in eine Parkbucht (Schrittgeschwindigkeit!), der sonst sanfte Druck auf die Bremse um zum stehen zu kommen hat quasi überhaupt nichts bewirkt und ich bin letzlich leicht auf dem Bordstein aufgesessen. Glücklicherweise war kein Wand / Stein oder Schild o.ä. dort, sonst wäre die Front demoliert gewesen.

Generell gilt bei allen Autos: wenn solche Probleme nach einer Arbeit an den Bremsen auftreten, könnte zB Luft in den Leitungen sein. Wurde entlüftet, bzw. wurde ein Bremsschlauch entfernt ?
Beim Tesla ist die Entlüftungsprozedur aufwändiger, weil doppelt. Habe ich selber am Model S schon mal gemacht. Erst innerer Kolben, dann äußerer Kolben, lästig.
Luft in den Bremsleitungen = schwaches oder spät einsetzende Bremse, oder auch weiches Bremspedal das man zu weit durchtreten kann.

Ansonsten ein Tesla Problem: Bremse zu wenig benutzt und naß. Auf der AB hatte ich das auch beim S85, trete bei feuchter Fahrbahn bei 120 auf die Bremse und nichts passiert. Nach knapp 2sek kam die Bremse auf 2 von 4 Rädern. Habe die Bremse auch bis dahin (damals bei 160tkm) nie wirklich benutzt.
Alles eingebremst, danach war alles wieder gut. Also Bremse kräftig betätigen von 100km/h auf 20, mehrfach mit Pausen nacheinander, trockene Fahrbahn, kein ABS Einsatz.
Die Bremsklötze sollen sich und die Bremsscheibe von Schmutz und Rost befreien und das Tragbild verbessern. Aber man muß das geübt machen. Am besten von jemandem der selber erfolgreich an Bremsen schraubt und weiß worum es geht.

@elbaero
Würde das Thema gerne aus der „Notfallhilfe“ nach „Model S Fehler/Probleme“ schieben.
Erstens sehen es da mehr und können vielleicht helfen und zweitens ist es ja eigentlich kein wirkliches Notfallthema.

Ok?

Klaro, danke.

Verschoben

Ich würde mal die Bremsflüssigkeit wechseln lassen.
Tesla denkt ja, dass diese Wechsel unnötig sind weil die Bremse dank der Rekuperation weniger beansprucht wird.
Bremsflüssigkeit verschleißt aber nicht sondern altert einfach auch so alleine vor sich hin - nimmt Wasser auf.
Und ein Test der Bremsflüssigkeit auf den Wassergehalt/Siedepunkt als Alternative zum Wechsel taugt eigentlich nichts. Es wird da ja

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FTR, ich hatte heute nachmittag beim Wegfahren aus der Garage das gleiche Gefühl. Auto vielleicht 1,5h abgestellt gewesen. Hatte ich in 3 Wintern und 100k km noch nie. Bremsflüssigkeit ist quasi neu, wurde im Sommer gewechelt. Nach 2km war’s weg. Strange.

das ist die info darüber, dass das ABS aktiv war. vergleichbar mit der kontrollleuchte, wenn das ESP eingreifen muss.
ist also normal, dass die meldung kommt, wenn du voll in die eisen gehst.

madmax

Im Augenblick ist so viel Wasser auf der Straße, dass ich auch darauf tippen würde. War heute 300km auf der Autobahn und habe den Effekt auch mehrfach gehabt. Kenne ich auch von anderen Autos, aber heute war es schon krass.

Danke für alle Antworten und Hinweise. Im Moment arbeiten die Bremsen wieder normal. An den Bremsschläuchen ist nichts gemacht worden (Generell ist nichts am Fahrzeug im letzten halben Jahr nichts gemacht worden). Problematisch ist v.a. das sporadische Auftreten, wenn es passiert und man mal nicht damit rechnet kann das u.U. ja schwerwiegende Folgen haben… An meinen vorherigen Autos kannte ich das nach langen Standzeiten, dass die Bremsen etwas „Anlauf“ gebraucht haben um Flugrost und Schmutz zu entfernen, nach 2-3 mal etwas bremsen war es dann aber gut. Ich fahre täglich 120 km. Bei Wasser alleine hatte ich bislang nie derartige Probleme mit der Bremswirkung. Werde jetzt mal bewusst regelmäßig die Bremsen benutzen und schauen ob es sich damit kontrollieren lässt. Ins Service Center muss ich ohnehin demnächst, da spreche ich das Problem nochmal an, sofern es fortbesteht.

ja, das freibremsen ist sicherlich nie verkehrt: bei der ersten fahrt des tages an der ampel in den rückspiegel schauen und wenn frei ist, mal so richtig fest in die eisen steigen.
nutzt mehr als es schadet und sichert dauerhafte stabile bremsperformance,

madmax

Hi.
Das habe ich auch wenn es nass ist, kenne ich aber auch von mehreren Herstellern.
Bei verschiedenen BMW Modellen ist das richtig extrem.

Wenn du beim Bremsen ins „Leere“ trittst, dann ist Luft drin.
Auf keinen Fall weiter fahren!

Ansonsten könnte auch Wasser ins System gekommen sein.
Oder es fehlt Bremsflüssigkeit.
Das kann man im Ausgleichs/Nachfüllbehälter sehen, sofern du daran gehst.

Ansonsten lieber den Profi checken lassen, da die Bremsleistung bestimmt nicht besser wird.

Du solltest besser 1 Mal die Woche richtig Bremsen ansonsten vergammeln dir diese…

12 Like

Speziell bei feuchtem Wetter.
Im Sommer reicht es ab und an, im Winter oder bei feuchtem Wetter besser einmal pro Woche…

3 Like

Ganz „neues“ Thema, nicht Akku sondern Bremsen Pflege :wink:
Aber stimmt, ab und zu und gerade im Winter müssen die mal benutzt werden. Kein schöner Tesla-Moment wenn man aufs Pedal steigt und es tut sich nix … oder sehr wenig … erst einmal. Bin im Winter teilweise nur auf die leere Autobahn um die Bremsen mal zu säubern weil wegen Corona nur Kurzstrecke angesagt war.

Kein Tesla, aber E-Auto-Moment:
Schwiegersohn bekommt in 2-3 Wochen seinen Firmenwagen, ID.3. Dann kann ich mir den VW-Wunderling mal selbst ansehen und testen. Bin schon sehr gespannt. Davon dann aber mehr im ID.3-Faden.

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Braucht es nicht. Er hält von sich aus die Bremsscheiben schön glänzend sauber.