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BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)

Bis das erste Wasserstoffauto in der Innenstadt explodiert…
Ich würde ungern mit einer rollenden Bombe durch die Gegend fahren…
ODER was ist mit den Tank-LKW…die Möglichkeiten sind endlos…

Wasserstoff ist eine Totgeburt…
Man kann es drehen und wenden wie man will.

Wenn ich schon höre…aber man kann ein Wasserstoffauto in minutenschnelle aufladen…
Das Problem ist nur, es gilt nur für die ersten 50%, danach muss man entsprechend mehr Druck geben und es geht extrem langsam vorran.
Der der Rekordfahrt des Wasserstoffautos hatte man es extrem festgestellt, die hatten den Tank deswegen auch nur mit max 50% betrieben…

Jo…aber ich war zeitlich früher, siehe Uhrzeit. :wink: Vielleicht kann’s ein Mod zusammenlegen. :slight_smile:

Edit: Hab’s mal zum Zusammenlegen gemeldet.

Allerdings frage ich mich, wie sich das dann (das würde ja bedeuten, ab 6er Reihe, vermutlich sogar eher ab 7er Reihe und große SUV ab X5) überhaupt rechnen sollte? Nur für die automobile Oberklasse einen kostenmäßig konkurrenzfähigen Wasserstoffantrieb + Infrastruktur aufbauen? Kann ich mir kaum vorstellen.

Zum H2-Antrieb gab es bis jetzt so viele Anläufe, so viele offensichtlich verschwendete Forschungsgelder ohne Ergebnis, dass ich nicht mehr daran glaube…abgesehen davon, dass mir die Technik zu kompliziert ist (ja, das gefällt den Werkstätten natürlich) und mir so ein enormer Druck im Tank (700bar) tatsächlich Angst macht. Das ist fast 4x so hoch wie bei Erdgas-Fahrzeugen. Mich wundert, dass das bisher kaum bis nicht in den Medien thematisiert wird…aber die sehr gut geschützten Akkus immer wieder für Horror Stories herhalten müssen.

Wenn da im Artikel allerdings wiederum von 2021 und „Kleinserie“ und „nicht vor 2025 grundsätzlich anbieten“ die Rede ist…komme ich wieder zum Anfang und den verschwendeten Forschungsgeldern zurück. Ohweh…BMW…(und die anderen Beteiligten).

+1

Man sieht einfach dass die da nicht zu Ende denken…

Momentan haben wir nicht wirklich einen Überschuss von Sonnen- und Windstrom der gespeichert werden müsste. Im Winter gibt es viel Wind. Die Probleme im Übertragungsnetz treten vorzugsweise im Winter bei viel Wind und wenig Verbrauch in D auf.

Dann gibt es die negativen Preise an der Strombörse und Österreich, Schweiz und
Frankreich kaufen den Billigstrom auf, der dann durch halb Deutschland dorthin
geleitet werden muss. Würde der Windstrom im Osten in irgendeiner Form
gespeichert, dann

  • würde der Strompreis eben nicht in den Keller fallen,
  • würde nicht im Ausland gekauft,
  • die Leitungen wären nicht überlastet,
  • die Windkraftwerke müssten nicht abgeregelt werden,
  • es müssten keine Reservekraftwerke nach dem Leitungsengpass laufen,
  • es müssten keine zusätzlichen Leitungen gebaut werden,
  • die Netzkosten müssten nicht ständig erhöht werden,
  • die Strompreise würden wegen Netzkosten und EEG-Umlage nicht steigen,

Bevor man den mit regenerativen Energieerzeugern erzeugten Strom mit sehr hohen Verlusten in Wasserstoff verwandelt gibt es eine Vielzahl von weniger verlustreichen und auch günstigeren Speichermöglichkeiten. Solange wir nicht zeitweise annähernd 100 % des Leistungsbedarfs des gesamten Verbundnetzes in Europa direkt mit regenerativer Erzeugung decken können, besteht höchstens Bedarf für eine kurzzeitige Speicherung, um den Netzbetrieb zu optimieren. Dazu ist Wasserstoff überhaupt nicht geeignet.

Die Speicherung von Wasserstoff oder auch dann CNG steht ganz am Ende der Kette aller Maßnahmen zur Energiespeicherung und auch der Lastregulierung. Da sind wir aber erst in 50-100 Jahren an gekommen.

IN die Brennstoffzellen Technologie sind viele Milliarden geflossen. Ich habe mal mit dem Entwicklungsleiter eines mittelständischen Unternehmens gesprochen, das Brennstoffzellen für LKWs entwickelt. Der meinte dass die Brennstoffzelle momentan mehr oder weniger auf dem Abstellgleis ist und sie die Priorität reduziert haben, weil derzeit die Entwicklung der Batteriespeicher so schnell voran schreitet, dass man mit der Brennstoffzelle weder hinsichtlich Lebensdauer noch den Kosten mithalten kann.

Natürlich wird weiter geforscht und es werden auch immer wieder Neuigkeiten vorgestellt. Dies dient aber meiner Meinung nach nur dazu weitere staatliche Fördergelder abzugreifen, und nicht dazu irgendein Produkt in den Markt zu bringen. Das gleiche Spiel sieht man ja auch bei den Elektroautos, wobei diese mindestens 10 Jahre Vorsprung hinsichtlich der Marktreife haben.

+1

Es zeigt einfach klar welches Geistes Kind diese Menschen sind. H2 liefert vor allem das Erzeugungs- und Verteilungsmonopol an das sich eine ganze Industrie gewöhnt hat. Das treibt auf viele unserer Politiker, die Hoffnung zumindest noch für eine Zeit nicht zugeben zu müssen das diese nicht mehr benötigt wird. Damit es ein anderer tut, irgendwann später. Ziemlich ähnlich wie bei Verboten von Diesel Fahrzeugen, etc.

Sich dem unausweichlichen Ende der fossilen Brennstoffe nicht zu stellen und es nicht als Chance zum Umbau zu sehen und vielleicht so noch etwas länger den riesigen Abstand in der Wohlstandsverteilung zu rechtfertigen ist für mich wirklich unerträglich und Teil des Belügens der Wähler das alles so wie es ist mt leichten Korrekturen noch lange bleiben wird. Das böse Erwachen wenn EVs, Energiewende, Industrie 4.0, AI/Robotics Automatisierung, etc. die Landschaft in wenigen Jahren so umbauen das es sehr schnell von der Spitze in den Keller der Wohlstandsverteilung gehen kann soll jemand anderes haben.

Naja, die Linke erhöht den Spitzensteuersatz auf 75% und dann ist alles in Butter. Dann machen wir mal die Grenzen in die andere Richtung dicht damit kein Leistungsträger entkommt und als nächstes Zwangsarbeit gegen Motivationslücken.

Na das Argument wird sein, dass es ja nicht nur BMW gibt und freilich auch die LKWs H2 nutzen werden.
Firmenpolitisch kann ich diesen Zickzackkurs schon nachvollziehen: Förderungen abgreifen, mehrere Eisen im Feuer haben, in den Medien bleiben.
Ich würde mir mehr Fokusierung erwarten. Gerade bei BMW. Nicht i-Sparte und eine H2 Sparte. Hat zwar etwas von „auf eine Karte setzen“, aber es wäre für Politik, Lieferanten und Kunden klar, wo ein Schwergewicht wie BMW steht.

Erledigt.

Ich habe den Titel von „BMW hat fällt in alte Muster zurück“ in „BMW fällt in alte Muster zurück (Hydrogen Council)“ geändert"

Ich möchte erstmal eine H2 Anlage sehen die AUSSCHLIESSLICH auf die Überschussproduktion regelt. Solche Industrieanlagen müssen 24/7 laufen sonst wird das nichts mit billig. Betriebsstunden machen eben die Preise. :slight_smile:

Wie bei fast allen Investitionen.

Die Anlagen können schon mehr oder weniger kontinuierlich laufen, da man bei entsprechendem Ausbau von Wind und Solar ja ganzjährig Überschüsse hat. Die Spitzen werden über andere Speicher im Tages- und Wochenbereich verschoben, deren Verluste den Wasserstoff noch weiter verteuern.

In den 80er und 90er Jahren war ich mal begeisteter Anhänger der H2-Technologie. Wer sich dafür interessiert sollte mal die Bücher von Bockris und Winter dazu lesen. Das las sich alles sehr plausibel. Aber mittlerweile ist das meiner Meinung alles überholt weil sich andere Technologien rasant weiter entwickelt haben, während die H2-Technologie trotz Milliarden an Forschungsgeldern kaum weiter entwickelt haben. Die Effizienz ist nur geringfügig gestiegen, der Preis nicht gesunken und die Lebensdauer von Brennstoffzellen ist bei weitem nicht ausreichend.

@Yellow: Danke für’s Zusammenlegen!

Ich sehe für H2 gerade für den LKW-Verkehr (+Schiff/Flugzeug) noch Chancen, da hier gewaltige Energiemengen benötigt werden. In diesem Bereichen bietet es auch einen nachvollziehbaren Vorteil. Beim PKW sehe ich diesen Vorteil überhaupt nicht. Von daher wäre es schon falsch, die Forschung ganz einzustellen.

Allerdings passt das bei BMW ja irgendwie so gar nicht. BMW stellt keine LKWs her und hat mit den Rolls-Royce Triebwerken für Flugzeuge auch nichts zu tun, beides Bereiche, die eine Forschungstätigkeit hier noch rechtfertigen würden. Wie hier schon erwähnt wurde…BMW täte gut daran, sich auf seine „i“-Reihe zu konzentrieren und schnellstmöglich einen i5 oder ähnliches herauszubringen. Stattdessen gründet man das „Hydrogen Council“… :confused:

@ teslacharger

Schau dir die Absatzzahlen über die Jahre an und du wirst es verstehen. Fast jeder deutsche Automobilhersteller schreibt mit seinem Brot- und Buttergeschäft wie z.B. 3er und 5er nurnoch stagnierende bis negative Wachstumsraten. Hingegen boomt die komplette SUV-Sparte (ich finds ja auch dämlich , aber so traurig is die Entwicklung nunmal ^^)

eine etwas ältere Darstellung aber die neuen sehen nicht wirklich anders aus:
cdn.bimmertoday.de/wp-content/up … ltweit.jpg

etwas aktueller:

Quelle : bimmertoday.de/2016/11/11/ok … tz-rekord/

spiegel.de/auto/aktuell/suv- … 25883.html

Wieso bringt gerade Daimler nun ein Brennstoffzellenfahrzeug auf Basis des GLC’s ? Hyundai setzt mit dem ix35 auch auf einen SUV. ALs ich bei Porsche mal in die Absatzzahlen geguckt habe…junge junge…wenn das so weiter geht können die die Cayman/Boxter und 911er Modelle bald vollständig abschreiben und nurnoch Cayenne’s und Macan’s bauen.

und genau hier wird bald nach Ende des Diesels eine Alternative benötigt und Batterie ist halt nur semigeil bei solchen Kolossen.

im übrigen hat man die zweite Generation des Brennstoffzellenfahrzeugs von Hyundai schon bei Erprobungsfahrten im Death Valley erwischt:
motor1.com/news/93950/hyunda … e-testing/
(als Brennstoffzellenfreak freu ich mich schon auf das Fahrzeug, allerdings hab ich das Gefühl das der nochmal größer geworden ist…ein richtiger Panzerkampfspähwagen :mrgreen: )

Der GLC PlugIn-H2-Hybrid ist ja nicht mal besonders groß und basiert auf der C-Klasse. Wenn BMW davon spricht, dass Modelle über dem 5er nur mit Wasserstoff betrieben werden sollen, passt das auch nicht in die Argumentation mMn…zumal der angesprochene GLC wohl in minimaler Stückzahl geplant ist und selbst der Daimler Entwicklungsvorstand bereits gesagt hat, dass er die Zukunft des Wasserstoffantriebs nicht im PKW sieht:

Nicht mal die Reichweite ist besonders toll…nach NEFZ also 500km, das bedeutet real nicht mehr als 400. Da ist man mit einem Tesla mittlerweile auch. :wink:

Den besten Verriss zum GLC hat mal wieder unser Horst Lüning aufgenommen:
youtube.com/watch?v=dGFrqyIX7EU

H2 im PKW…ich glaub nicht dran, nicht die nächsten 20 Jahre ohne Energie im Überfluss. :wink:

Um seine Abneigung gegenüber der Brennstoffzelle Ausdruck zu verleihen und sich seine eigene Meinung von anderen Gleichgesinnten abzusichern und zu bekräftigen lassen, ist wie wenn ich mir nachdem Mastubieren selber auf die Schulter klopfe.

Herr Lüning klingt bei seinem Gemeckere über die Brennstoffzelle wie die ganzen Verbrennungsmotorenentwickler die über das Batterie Auto schimpfen:

Viele der angesprochenen Punkte von Herr Lüning basieren auf gefährlichem Halbwissen und Abneigung gegenüber dieser Technologie:

1.) Das mit dem Membrantausch kann garnicht stimmen. Membrane einzeln zu tauschen ist bei über 300 Zellen die reinste Fummelarbeit und das weis jeder der die Dinger von Hand schonmal zusammengebaut hat. Wenn dann wird der Stack samt Bipolarplatten/GDL und Membran getauscht. Da wird sich niemand die Mühe machen einzeln die Membrane zu wechseln.

2.) Generell, woher kommt das mit den Intervallen und dem Tausch ? In nem Interview mit einer Ingenieurin bei Autoline Network sagt diese , dass lediglich die Ionische Flüssigkeit alle 3 Jahre getauscht werden sollte…und wer zu Hölle baut ein Auto bei dem nach 3 Jahren das teuerste an der gesamten Technik erneuert werden sollte ? Das macht ja noch nichtmal VW oder braucht nen Golf mittlerweile nach 3 Jahren ne Generalüberholung ?
youtube.com/watch?v=gSflD2ByJA8

3.) Über teures Platin und die Lebensdauer hat er keine belastbaren Zahlen vorzuweisen. Wie denn auch, der Mirai muss erstmal über ein paar Jahre im realen Fahrbetrieb gefahren werden. Was haben sich beim Tesla alle Sorgen gemacht um den Kapazitätsverlust durch vieles Superchargen…und was ist draus geworden ? Richtig, völlig unbegründet !

Generell hier mal was zum Platin Thema:
presseportal.de/pm/65341/2647127
Der GLC-Fuel Cell benötigt lediglich 20 Gramm, Tendenz sinkend…
drive.com.au/motor-news/merc … pefwr.html
Beim Prius hat am Anfang auch jeder gedacht…oh 2 Antriebstränge in einem…wartungsanfällig blabla…und was ist draus geworden ? Richtig auch wieder ne unbegründete Nullnumer. Jede Taxibude hat auf die Dinger gesetzt weil diese wartungsärmer und weniger anfälliger waren als alles was Mercedes zu diesem Zeitpunkt gebaut hat.

4.) Vertrieb und Transport in Zukunft per LKW und Druckgasflaschen ? Die LOHC Entwicklung (übrigens ne Deutsche) ist an dem guten Mann auch völlig vorbeigegangen. Von den Berichten vom Forschungszentrum Jülich oder die Beiträge von Fraunhofer bezüglich dem Erdgasnetz oder die generelle Machbarkeit fang ich jetzt garnet erst an…weil das ganze Konsortium ist ja das pure Böse und alles ist total ineffizent und doof.

Hat sich das Ding hier überhaupt schonmal jmd. durchgelesen ? Vermutlich nicht…
hydrogeneurope.eu/wp-content/upl … NAL-HR.pdf

Das sind einzelne Punkte, die man entweder nachprüfen müsste oder mal nachfragen, was genau damit gemeint war. Horst Lüning ist ja auch hier im Forum aktiv, du kannst ihn ja mal um eine Stellungnahme zu deinen Punkten bitten. :wink: Im Grundsatz ändert das aber alles nichts daran, dass die Brennstoffzelle im PKW bzw. die Wasserstoff-Herstellung mMn zu kompliziert, zu platzintensiv und vor allem viel zu energieintensiv ist (letzteres gilt so lange, bis wir massiv erneuerbare Energien im Überfluss hätten - dann wäre das kein Argument mehr).

Ich war 2006 in einem Projekt der involviert wo es um die Stationären F-Cell Anwendungen geht. Selbst hier hat sich bis heute gar nichts getan. Und gerade im stationären Bereich wäre ja mit einem Reformer jeder Gasanschluss dafür geschaffen. Dafür wäre nichtmal eine H2 Infrastruktur notwendig.

Diese Technologie hat für mich ihren Zenit bereits überschritten. Die Batterien geben wirklich „gas“.

Also 8,5% mehr Energieverbrauch für die Kompression als ich an Ladeverlust mit 22kW Ladung habe. Und dann diffundiert das Zeug auch noch aus dem Tank raus.

7,5% ?
Aber ich halte diese Meldung ohnehin für falsch. Der Kompressor wird doch sicher von einem Elektromotor angetrieben? Was hat alleine der für einen Wirkungsgrad? Der Rest ist dann „umsonst“?
Es wird ein Rechentrick sein indem man zum Beispiel davon ausgeht, dass die Abwärme voll genutzt werden kann. Realitätsfremd.
Wer so einen Zahl in den Raum stellt ist per se unglaubwürdig. Weiterlesen sinnlos.