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Blockiergebühren

Hallo zusammen,

ich hole am Mittwoch mein Model 3 Longrange ab und wohne derzeit in einem kleinem Dorf. Da ich Laternenparker bin werde ich in Zukunft an der ENTEGA Ladesäule im Dorf laden an der so gut wie ein Auto läd.

Diese Parksäule befindet sich gegenüber von meiner Wohnung und ich plane das Auto dort regelmäßig länger laden zu lassen.

Mir ist eben in den Gebühren aufgefallen das fast jeder Anbieter eine Blockiergebühr verlangt ab 240 Minuten.

Wie funktioniert das mit Blockiergebühren genau? Könnte man sein Auto 239 Minuten laden lassen, den Ladevorgang stoppen und den Ladevorgang wieder neustarten oder wie habe ich die Möglichkeit die Ladesäule mit 11kw effektiv zu nutzen? Wie lange ist in der Regel die Wartezeit zwischen Ladevorgängen?

Habe die Suche zwar bemüht, aber nicht direkt eine Antwort gefunden, daher dieses Thema.

Gruß aus dem Odenwald :slight_smile:

Nein, stoppen reicht nicht. Wahrscheinlich funktioniert abstöpseln und anschließend die Säule neu freizuschalten.

Das würde meines Erachtens funktionieren (abstecken+neu anstecken), aber zunächst ein anderer Gedanke. Die 11 KW entsprechen bei meinem LR rund 14% pro Stunde SoC nach Anzeige im Display bzw. in der App. D. h. dass du von beispielsweise 20% auf 76% kommst in 4h. Wenn dir das genügt, fährst du den Wagen vielleicht sowieso weg.
Grüße aus dem Rhein-Neckar-Kreis.
Edit: Da du einen größeren Akku hast, sind es bei dir vielleicht 12 oder 13 % pro Stunde.

Ja, ich plane sowieso nicht auf 100% zu laden jeden Tag. Mir geht es eher darum das wenn ich das Auto mal relativ leer gefahren habe und am nächsten Tag eine Dienstreise hätte oder ähnliches. Irgendwie muss ich das Auto ja wieder auf ~100% bekommen. Daher überlege ich gerade wie ich diese Blockiergebühren als einziges Elektroauto im Dorf vermeiden kann :slight_smile:

Es kann ja nicht schaden 1 volle Minute zu warten vor dem 2. Ladevorgang. Wenn in den AGBs deines Anbieters nichts dazu steht, sollte das passen meines Erachtens

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ich würde vorschlagen, mal den sinn einer blockiergebühr zu verstehen und zu akzeptieren, anstelle zu versuchen diese regelung bewusst zu umgehen.

weisst du, das ist nicht deine private ladestation. das ist eine öffentliche lademöglichkeit, an der auch andere jetzt und in der zukunft ihren akku wieder laden wollen. mit den gleichen nöten wie du.

falls mal (wahrscheinlich sehr selten, oder nicht?) die von dir beschriebene konstellation mit fast leeren akku am abend und dienstreise am folgetag auftritt, empfehle ich 30 min. an einem schnelllader auf der strecke deiner letzten fahrt des abends vor der dienstreise zu laden. oder 30 min. früher mit der dienstreise zu starten und die fehlende ladung am schnelllader nachholen.

ich bitte dich als e-mobilist nicht nur an dich zu denken.

tut mir leid, wenn ich dir jetzt zu nahe trete, aber du würdest dich auch ärgern, wenn du laden musst und jemand anderes blockiert unangemessen eine lademöglichkeit.

madmax

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Wer lädt blockiert nicht! Die Blockiergebühr soll verhindern, dass z.B. PHEV den ganzen Tag eine Säule blockieren obwohl der kleine Akku bereits nach 3-4 Stunden wieder voll ist.

BEV mit großem Akku sind die Leidtragenden davon.

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aber bev mit großen akku bekommen doch in 4h auch 44 kwh geladen. das sind ca. 250 km. und das reicht nicht?
bitte nicht argumentieren mit tante liegt im sterben im ausland oder jeden tag lange dienstreise oder ich mach des eh nur 1x im jahr. :sunglasses:

ich sehe jetzt substantiell und im ergebnis keinen unterschied darin, ob ein phev nach 1 h oder ein bev nach 1, 4 oder 8 h eine säule blockiert.

ja, man könnte schon sagen, dass der der lädt nicht blockiert. aber wie groß ist die wahrscheinlichkeit, dass der ladende dann beim ende des ladevorgangs die säule auch WIRKLICH wieder freimacht?
ohne blockiergebühr wäre diese wahrscheinlichkeit exakt NULL.
was für einen grund gäbe es denn dann wegzufahren? keinen.

laden ist nicht wie tanken. beim laden bietet es sich an, im kollektiv zu denken und seine sorglosigkeit und das alles-allzeit-verfügbar-denken etwas einzuschränken, sonst klappt das nicht mit der ladeinfrastruktur…

madmax

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Ich persönlich bin Teil der Fraktion wer lädt blockiert nicht. Es ist ein Problem der Infrastruktur, der gemachten Vorgaben und der Fahrzeughersteller, dass nicht alle Autos mit 22kW an solch einer Säule laden können. Es ist keine Schuld bei den Kunden.
Ich denke, dass Elektroautos an solchen Säulen immer mit ihren Maximum laden sollten. Nicht über eine Drosselung auf 5A die Ladezeiten künstlich erhöhen.
Ich denke, dass die Blockiergebühr ein unfaire Ansatz ist, da es nur eingesteckte Fahrzeuge betrifft. Die könnte man mit Blockiergebühr belegen, sobald der Ladevorgang 5 Minuten beendet ist.

Ich denke, so wie inzwischen auf manchen Supermarkt Parkplätzen wäre ein guter Ansatz: Sensor im Boden verankert. Nutzen hier: Wer parkt und nicht nur hält aktiviert eine Dashcam zur Erfassung des Kennzeichen im Zeitpunkt der Abfahrt. Anschließend Belastung einer Parkgebühr und Verwaltungsgebühr durch den Betreiber, sowie ein Knöllchen durch das Ordnungsamt für eine belegbare Verweildauer. Nach X Minuten könnte theoretisch auch ein Abschleppdienst helfen.

Blockiergebühr für ein ladendes Auto finde ich wirklich nicht richtig. Jemand der dringend eine Säule sucht, der hat im Vorfeld in einer App nach einer freien Säule gesucht. Man plant ja doch etwas voraus. Sollte er ankommen und die Säule ist belegt, so heißt es mit etwas Pech 3,5h warten, bis der Ladende wieder zurück ist. Hilft also eher nicht.

Hilft außerdem auch nicht, wenn ein car2go Flitzer die Säule blockiert. War sehr oft der Fall im Raum Stuttgart.

@ thread Ersteller: ich würde nach Möglichkeit am Supercharger nachladen. Geht schneller und ist günstiger als zum Beispiel die EnBW aktuell am AC. Wenn kein Supercharger an deinen Langstrecken liegt, dann mach es wie von dir beschrieben. Ausstecken, je nach erlaubter Parkdauer für die Ladesäule am Straßenverkehr teilnehmen und dann den Rest aufladen.

Guten morgen @madmax und danke für den Denkhinweis.

Natürlich hast du Recht und ich möchte die Ladesäule ja nicht 24h / 7 Tage die Woche belegen.

Mir geht es eher um den Anwendungsfall wenn ich mal wenig Akku habe und viel Akku benötige am nächsten Tag. Ich „blockiere“ ja in dem Sinne die Ladesäule auch nicht, sondern brauch halt einfach länger zum vollladen als die angegeben 240 Minuten. Würde ich jetzt aus Faulheit einfach stehenbleiben wäre ich voll und ganz bei dir. Aber ich sehe das dann teilweise auch wie die 2 anderen im Thread, denn schließlich beziehe ich ja die Dienstleistung und bezahle dafür.

Ich kann an der Säule für 28 cent / kWh laden und müsste an einer Random DC Säule fast 40% mehr bezahlen zum volladen, daher „könnte“ ich natürlich jederzeit den Rest mit DC unterwegs vollladen bzw am Tesla Supercharger auf der Route vollladen, aber dann hätte ich a) größere Kosten, die sich natürlich im Rahmen halten und b) einen längeren Arbeitstag, was für mich total unnötig wäre, da ich ja eine Säule direkt an der Tür hab die nach Feierabend verwenden könnte.

Ich werde wohl einen gesunden Weg wählen, denn ich möchte mich natürlich als sozialer Mensch zeigen und werde meine Ladevorgänge dann so timen das ich einfach etwas häufiger lade und dafür in dem 4-Stunden Fenster bleibe. So werde ich hoffentlich recht wenig Leuten auf den Schlips treten, auch wenn die Ladesäule, die ich seit 15 Monaten Homeoffice aus dem Fenster quasi direkt im Blick habe, 90% vom Tag sowieso leer steht.

Danke für euer Feedback und die Denkansätze :slight_smile: Kann es kaum erwarten morgen meinen M3 LR abzuholen.

Die Säule ist jetzt zwar noch meistens frei, aber du bist bestimmt nicht der letzte in deinem Dorf, der auf ein E-Auto umsteigt :slight_smile:
Aber die Lademöglichkeiten werden ja ebenfalls mehr und ich bin mir sicher, daran wirds nicht scheitern und du wirst viel Freude mit deinem Model 3 haben!

Prinzipiell finde ich die Blockiergebühr in der Stadt auch eine gute Sache. Andererseits war ich am Wochenende etwas genervt davon:
Ich war in Nauders am Reschenpass zum Radeln und kam mit wenig Restakku mitten in der Nacht an der Liftstation an, wo ich die Nacht im Auto verbrachte. Direkt an der Station gab es 6 AC Lader. Weit und breit kein anderes E-Auto. Trotzdem konnte ich wegen der Blockiergebühr nicht einfach über Nacht laden. Am Morgen wollte ich los zum Radeln und wäre auch nicht innerhalb 4h wieder zurück gewesen - konnte also auch nicht laden. Abends wollte ich natürlich zeitnah wieder los.
Infrastruktur war da, Ladeplätze waren frei, eigentlich perfekt. Letztendlich habe ich dann 3x in Etappen kurz angesteckt, bis es zum Weiterkommen gereicht hat. Alternative wäre gewesen, die 12€ Blockiergebühr einzuwerfen.
Vielleicht wäre die Lösung, nur stark frequentierte Ladesäulen mit einer Blockiergebühr zu belegen. Die entsprechenden Daten müssten ja vorliegen.

nauders

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Ja, natürlich hast du recht, aber der Ausdruck Säule ist auch etwas falsch gewählt von mir. Es gibt 4x11kw Lademöglichkeiten und nicht nur eine, daher bin ich da die nächsten Monate noch entspannt :wink:

Mir ist das Thema deshalb so wichtig, weil ich zu 100% von öffentlichen Lademöglichkeiten abhängig bin. Dabei versuche ich jedes Parken auch als Lademöglichkeit zu nutzen. Ich erlebe es also mehrfach in der Woche, wie die Disziplin des durchschnittlichen BEV- bzw. PHEV-Fahrers so ist.
Ja, noch geht es und noch stehen die meisten Säulen die meiste Zeit unbenutzt rum. Aber mit der dynamisch steigenden Verbreitung der E-Mobilität (das Forum ist ja das beste Beispiel dafür…) wird sich das ändern, weil m.M.n. das Verhältnis an E-Fahrzeugen zu öffentlichen Ladesäulen weder organisatorisch noch kostenseitig zu realisieren ist, 10-Punkte-Programm der Bundesregierung hin oder her.

Daher wird es mit jedem weiteren E-Fahrzeug mehr auf den Straßen umso wichtiger, effizient mit der Ressource „Ladesäulen“ umzugehen. Und da finde ich die Lösung „4h, dann teurer, aber nicht unmöglich und dann auch noch gedeckelt“ als gangbaren Kompromiss, mit dem man wahrscheinlich 95 % der Ladebedarfe abdecken kann. Für die gefühlt 5 %, wo dieser Kompromiss eher unpraktikabel wäre, müssten halt dann im Einzelfall situative Lösungen gesucht und gefunden werden.

Wie dem auch sei:
Ich wünsche dir auf alle Fälle ein tolles Abholerlebnis für dein Model 3 und ab dann ein Dauergrinsen im Gesicht.
Du wirst sehen, es ist eine ganz andere Welt bei Tesla. Aber super spannend!

madmax

Und was hat das jetzt explizit mit einem PHEV zu tun? Er lädt halt langsamer, fährt dafür dann aber auch elektrisch.

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Verstehe ich auch nicht. Ich hatte vor dem Model 3 einen BMW 330e und der hat wenn er leer war gerne mal 6 Stunden geladen. Genau drauf geachtet habe ich aber nicht da ich meist zu Hause geladen habe über Nacht und öffentlich eher nur selten wenn es sich ergeben hat. Dann aber auch eher maximal so 2-3 Stunden. Also hätte ich nach der Definition auch da 6 Stunden stehen können habe ja geladen.

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Eben. Mein XCeed PHEV hatte etwas über 9kWh Batterie und eine maximale Ladeleistung von 3,8kW. Macht halt um die 2,5h Ladedauer auf Maximum.

Ich finde die Blockiergebühren auch absolut legitim bei 4 Stunden kannst die 44KW nachladen gut sagen wir mal eher 38 Ladeverluste usw. das ist ja wohl mehr als genug. Nachts sehe ich das allerdings anders zumindest man möchte eigentlich nicht Nachts sein Auto abstecken müssen.

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Wenn du den XCeed nach der Ladezeit umparkst, ist doch alles ok. Ich kenne aber auch Personen deren PHEV nach 8 Stunden immer noch an der Ladesäule steht. Und da kann ich die Blockiergebühren verstehen.

Wenn ich aber 6-7 Stunden brauche für eine vollständige Ladung, und muss dafür Strafgebühren zahlen, kann ich dafür kein Verständnis aufbringen.

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Moin,
zur Zeit bin ich auch noch Laternenlader. Ich lade da mit der EWE Go Karte für 39 Pfennige, aber ohne Blockiergebühr. Allerdings schaltet die Ladesäule nach 5h automatisch ab. Wenn der Wagen wirklich leer ist, ist also nichts mit vollladen. Aber da ich den Wagen sowieso nicht auf 0% runterfahre, reicht es im Allgemeinen auch so wieder auf 80%.
Für lange Strecken geht es eben dann an den SC.
Lieben Gruß von einem Nichtblockierer😉

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