Biomasseheizkraftwerk und Ladestation für Mitarbeiter

Nach heutigen Gespräch mit meinem GF eines BMHK um Aufstellung einer Ladestation für Mitarbeiter, bekam ich als Antwort, das der Strom nicht an Dritter (in dem Fall an die Mitarbeiter des Kraftwerks) verkauft werden darf, wegen der EEG. Kann ich nicht nachvollziehen. Gibt es hier jemand der auch in so einem Kraftwerk arbeitet und Ladestationen für Mitarbeiter hat. Möchte gern meinem Chef den Wind aus dem Segel nehmen und brauche Fakten zur Arkumentation.

Versteh den GF nicht.
Ladesäule aufbauen und vom Elektriker ans Stromnetz anschließen lassen. Ob es sich um ein BMHK handelt, oder eine Bäckerei, ist der Ladesäule egal. Desweiteren darf der Strom verschenkt werden.

Das ist anscheinend zumindest teilweise leider korrekt.
Ich habe die Aussage meines Arbeitgebers (große Behörde, Eigner ist der Staat), dass es große steuerrechtliche Hürden gibt sobald man selbst Strom produziert (in unserem Falle ein Blockheizkraftwerk).
Sie versuchen das irgendwie zu umgehen, da als Behörde natürlich das Interesse besteht Elektromobilität zu fördern, aber sie haben mir keine Hoffnung gemacht, dass da in absehbarer Zeit eine Lösung da wäre.
Und es ist unabhängig davon ob der Strom verkauft oder verschenkt werden würde.

Kann man nicht einfach nen zweiten Zähler anmelden und dann den Strom aus dem Netz beziehen? So schwer kann das nicht sein. Die wollen nur nicht.

Wenn der Strom nicht verschenkt werden soll, dann ist das notwendige Konstrukt etwas komplizierter. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Das Thema ist die Stromweiterleitung an Dritte. Ihr benötigt in der Stromzuleitung einen geeichten Zähler. Ab 2021 muss dieser in der Lage die verbrauchte Leistung alle 15 Minuten zu messen und die Verbrauchswerte für 2 Jahre zu speichern. Die Werte müssen bilanziert werden, da dafür die volle EEG Umlage gezahlt werden muss. Euer Wirtschaftsprüfer kontrolliert ggf. die Werte! Für den Stromverkauf müssen die Ladestationen und das Abrechnungssystem dem Eichrecht entsprechen.

Hier wird das wahrscheinlich gleiche Problem diskutiert:

Das klingt schon Mal gut, wie kann das im Real erfolgen? Ich muss das ja meinem GF erklären, wie das ablaufen kann!

Am besten Ihr wendet euch an eine Firma die Ladeinfrastruktur im B2B Bereich aufbaut, nicht den örtlichen Elektriker. Ich arbeite für so eine Firma. Du kannst mich bei Interesse gerne PN anschreiben.

Ich habe meinem GF vorgeschlagen die Montage der Wallbox und die Abrechnung über „has to be“ zu regeln, dann ist doch sicherlich alles im grünen Bereich. Oder was meinst Du mit B2B Ladeinfrastruktur?