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Bietet Ihr Mitfahrgelegenheiten an?

Ich habe auch früher versucht Mitfahrer mitzunehmen. Geklappt hat das vor allem vor langen Wochenenden und Feiertagen. Aber ansonsten war es der Mühe nicht Wert, obwohl ich die meisten Leute für 10€ Pauschal (egal wie weit die Strecke auch war) mitgenommen habe. Die meisten Mitfahrer, die ich erlebt habe, wollten dass ich meine Fahrzeug an ihre Bedürfnisse anpassen. Zumindest waren das die meisten Absagegründe für mich (eine Stunde zu früh, eine zu spät usw.).

Am besten fand ich übrigens immer Mitfahrer aus anderen Ländern, vor allem Studenten. Das waren immer sehr interessante Gespräche über deren Heimatländer, und absolut zuverlässige Personen obendrein.

Inzwischen habe ich es aber aufgegeben.

Da ich seit gut 2 Jahren die Strecke Rheine - Schwetzingen (404 km) nahezu jedes Wochenende pendel, stelle ich meistens die Fahrten bei BlaBlaCar ein, und habe fast immer Mitfahrer auf dem Teilstück Münster - Mannheim oder Münster - Hiedelberg.
Meine Motivation ist dabei weniger die Fahrtkostenbeteiligung (die ist ohnehin nicht kostendeckend) sondern eher die bessere Nutzung von Ressourcen, die Möglichkeit anderen (in der Regel Studenden) eine günstige Transportmöglichkeit zu geben und vor allem das Kennenlernen anderer Menschen. Ich habe schon viele interessante Gespräche auf den Strecken geführt.

Im Tesla (time sharing Projekt) habe ich letztes Jahr auch oft Mitfahrer gehabt, der grösste „Gag“ für mich waren 2 Damen in der Altersgruppe 30 bis 40, die erst bei Halt am SuC Wilnsdorf gemerkt haben, dass mit dem Auto „irgendwas anders ist“. :smiley:

Die Vermittlung bei BlaBlaCar funktioniert hervorragend und ist für Fahrer und Mitfahrer kostenlos. Dadurch das die Mitgleider der Community dort registriert sind und sich auch gegenseitig Bewertungen schreiben ist das Sicherheitsgefühl vor allem für Mitfahrerinnen viel größer als z.B. beim konventionellen Trampen (gibts das überhaupt noch in nennenswettem Umfang ??). Ausser mit sehr wenigen (in 2 Jahren 2 mal bei ca. 120 Fahrten) kurzfristigen Absagen habe ich bislang keine negativen Erfahrungen gemacht. Über die notwendigen Pausen am SuC informiere ich mittlerweile in der Fahrtbeschreibung.

Ich freue mich auf die nächste Tesla-time im Oktober und möchte alle Alleinfahrer motivieren, es doch einfach mal auszuprobieren.

Ich nehme ab und zu jemanden von München nach Berlin und zurück mit. War immer gut und den SuC Aufenthalt habe ich vorher angekündigt. Das war kein Problem. Das war über Mitfahrgelegenheit.de, die jetzt zu BlaBlaCar gehören. Preislich habe ich immer das reingeschrieben was alle anderen auch angegeben haben. Ich habe aber dann deutlich weniger genommen, weil ich ja nichts für den SuC-Strom zahle.

Hab ich zwischen Zürich und München ein paar Mal gemacht. Nach dem dritten Freak (ungeduscht, dreckige Kleider) hatte ich die Nase gestrichen voll.

Es waren nicht nur Freaks dabei, aber jede® zweite möchte ich nicht mehr in meinem Auto haben. Schade.

Ich habe noch nie über so ein Portal Mitfahrgelegenheit geboten. Als es noch Anhalter gab habe ich die oft mitgenommen.
Kann man denn „gebuchte Mitfahrer“ vor Ort ablehnen wenn sie allzu ungepflegt sind?
Für mich wäre auch schon ein Raucher dessen Kleidung entsprechen riecht äußerst unangenehm (Auf rauchen im Auto steht bei mir sowieso die Todesstrafe :smiling_imp: ).

Ich nutze spontan mal die Gelegenheit: Besteht vielleicht die Chance, hier eine Mitfahrgelegenheit vom Raum Mönchengladbach/Düsseldorf nach Frankfurt anlässlich der IAA in Frankfurt an einem Tag zwischen Mo. 21.09. bis Do. 24.09.15 zu finden (hin und zurück am selben Tag)? Ich fahre derzeit noch Verbrenner, bin aber seit einigen Monaten interessierter Mitleser und warte aufs Model 3… Ich würde mich freuen.

LG Diana

Gerade habe ich direkt mal eine Absage gekriegt als unmittelbare Antwort auf meine Ankündigung, dass wir am Supercharger eine Pause einlegen. Nun denn, ich bin dankbar, dass sie gleich jetzt abgesagt hat, anstatt dann auf der Fahrt rumzujammern… Wer nicht will der hat schon! :wink:

Mein flinc Erfahrung ist noch recht übersichtlich. Viele Fahrten habe ich abgelehnt, da die Umwege zu lang waren oder die Fahrtanteile zu kurz,

Ich hatte zwei sehr unterhaltsame Fahrten. SUC waren angekündigt und kein Problem. Wenn die richtigen Leute mitfahren, können beide etwas von der Konversation haben. Nebenher haben die Leute einen guten Einblick in die Elektromobilität. Der eine der beiden war Berater für Daimler und sieht die Elektromobilität jetzt noch etwas anders :wink:.

Ich werde es auf meinen langen Strecken von Zeit zu Zeit wieder versuchen.

Ralf

Ja, Pausen sind furchtbar. Gemeckert wird auch, wenn die vorher angekündigt waren.

Bin bei Flinc und biete seit Monaten meine tägliche Pendelstrecke zur Mitfahrt an aber es hat sich noch nie jemand gemeldet. :confused:

Hallo,
ich habe da auch immer wieder mal drüber nachgedacht. Fahre aber meist eher kurzfristig weg und da fehlt mir dann die Geduld noch auf jemanden zu warten.
Andere Frage dazu: was kostet die Mitfahrer das denn? Komme ich am SUC an und berichtete stolz den hab ich schon bezahlt? Und was berechne ich dann den Verschleiß mit und ohne Erwerb eines neuen Wagens? Etwas ratlos.

Gruss SIggy

Da Du nochmal dieselbe Frage gestellt hast, wie auf GoingElectric, gebe ich auch nochmal dieselbe Antwort! :slight_smile:

Das ist das kleinste Problem. Die Plattformen schlagen Preise vor (Größenordnung 5 €/100 km pro Person). Wenn man die nimmt, sollte es keine Diskussionen geben. Man kann natürlich auch weniger verlangen, aber es sollte ja auch jedem einleuchten, dass man sich die günstigen “Spritkosten“ durch einen hohen Anschaffungspreis erkauft hat…

Ich persönlich sehe die Unkostenbeteiligung sowieso nicht als Benzingeld, sondern eher als Schmerzensgeld für die zusätzlichen Umstände und das Risiko, nervige Mitfahrer an Bord zu haben! :wink:

Asche auf mein Haupt. Ich habe gedacht Tapatalk hätte die Frage geschluckt und deine Antwort im anderen Forum noch nicht bemerkt.
Ist mir sympathisch wenn es da Vorgaben gibt.
Schmerzensgeld, das hat was. Ich hoffe nicht zu oft :wink:
Danke an Volker.

Gruss Siggy

Volker sieht das ganz richtig. Eine Mitfahrt online anzubieten, ständig mit Interessenten zu telefonieren, die dann doch nicht wollen, an den Treffpunkt fahren, dort warten, Zuspätkommern hinterhertelefonieren, die dann auch nach 20min ohne Absage doch nicht kommen, am Ziel zum Abladepunkt statt nach Hause fahren, Gefahr von Beschädigungen im Innenraum, Ausraubung, Tötung (auch das gabs schon), Nachverhandlung (in aufsteigender Reihenfolge nach Grad der Lästigkeit sortiert), Ärger über ungerechtfertigte Bewertungen („Der fuhr nur 130km/h, so wie es in der Beschreibung stand.“). Und dafür hast du dann ein paar Euro in der Hand. Das ist Schmerzensgeld. Auf kurzen Strecken lohnt das gar nicht. Auf Berlin-Frankfurt mit 3 oder 4 Mitfahrern a 30 Euro lohnt es sich eher.

Aber du konkurrierst eben mit anderen, die nur 18 Euro nehmen. Und viele Mitfahrer sichern sich erstmal den 30 Euro Platz, suchen aber weiter aktiv nach billigeren Angeboten. Denn wie gesagt: Die meisten entscheiden rein nach Preis, nicht nach Qualität von Fahrzeug und Fahrer. Und sagen dann nach dem Finden billigerer Angebote auch noch in letzter Minute ab oder kommen unangekündigt gar nicht, wenn es was billigeres gibt. Mitfahrgelegenheit.de wollte diesen Missstand mit dem verbindlichen Buchungssystem umgehen. Wer buchte, musste auch bezahlen, wenn er nicht kommt. Dafür hatte er die Garantie, dass er auch gefahren wird. Denn wenn der Fahrer nicht fährt oder überbucht, wird er bestraft. Das ganze lief rein online ab ohne die zeitaufwendigen Telefonate. Für die Zahlgarantie und die gesparte Telefonierzeit musste der Fahrer 10% Provision zahlen. Ich fand das perfekt.

Das System wurde von den Mitfahrern aber gar nicht akzeptiert. Über das System kamen praktisch keine Buchungen. Die Fahrten, die ich mit dem Buchungssystem machte, waren entweder allein oder mit einer einzigen Frau, die die zusätzliche Sicherheit zu schätzen wusste. Also wurde es aufgeweicht - als Mitfahrer konnte man dann doch wieder stornieren, der Fahrer zahlte aber trotzdem weiter eine üppige Provision, sollte der Mitfahrer nicht stornieren. Also keinerlei Vorteil gegenüber Barzahlung, dafür 10% Provision. Da hab ich dann aufgehört, überhaupt noch Mitfahrten anzubieten.

Jetzt gibts wieder nur Barzahlung und für den Mitfahrer völlig unverbindliche Buchung.

In der Navigon Software ist Flinc integriert. Das habe ich ein paar Wochen ausprobiert. Es kam aber nie etwas zu stande. Das war mir dann zu lästig und ich habe es wieder angeschaltet. Die Routen waren allesamt Schweiz - Pfalz und zurück.

Seit ich diesen Thread eröffnet habe, habe ich systematisch Erfahrungen mit Mitfahrgelegenheiten gesammelt. Im Sommer hatte ich einige längere Fahrten, in denen ich sonst entweder allein oder zu zweit im Auto gewesen werde. Nun werden die Fahrten jahreszeitlich bedingt wieder weniger und kürzer, und außerdem ist dann meist die Familie mit an Bord, so dass das Experiment als vorläufig abgeschlossen betrachtet werden kann.

Erste Erkenntnis: flinc kann man vergessen, BlaBlaCar funktioniert trotz (oder wegen?) des albernen Namens super! Über flinc kam kein einziger brauchbarer Kontakt zustande, obwohl ich die ersten paar Fahren auf beiden Plattformen eingetragen hatte, um genau das zu testen. Über BlaBlaCar habe ich fast immer gut passende Mitfahrer gefunden, teilweise auch innerhalb von Stunden ganz spontan.

Auf insgesamt 10 längeren Fahrten (Hin- und Rückfahrt jeweils einzeln gezählt) habe ich mehr als 20 verschiedene Mitfahrer mitgenommen. Meine Erfahrungen waren ausnahmslos positiv! :slight_smile: Natürlich versteht man sich mit dem einen mehr und liegt mit dem anderen vielleicht nicht so auf einer Wellenlänge. Das ist normal und gehört dazu, wenn man fremde Menschen trifft, das macht es ja auch gerade interessant. Aller Mitfahrer waren freundlich, aufgeschlossen und pünktlich, kein einziger ungepflegt, unverschämt oder sonst wie in unangenehmer Weise auffällig. Bei einem gab es eine größere sprachliche Barriere, die das Treffen leider sehr verkomplizierte und einiges an Zeit gekostet hat – nachdem er aber erst mal bei mir im Auto saß, verlief der Rest der Reise angenehm und reibungslos. Über den Fahrpreis gab es nie Diskussionen, die Bezahlung hat immer problemlos geklappt. Einmal hatte einer kein Bargeld dabei und musste sich am Ziel von seinem Kumpel was leihen… Naja, verpeilt. Naturgemäß waren viele Studenten oder junge Leute in ihrem ersten Job dabei, aber durchaus auch einige ältere Semester um 50 oder 60 Jahre, ob nun alleinstehend und reiselustig, oder in Wochenendbeziehung mit ihrem Lebenspartner fern-pendelnd, oder um das neue Auto (sic!) von einem Händler am anderen Ende der Republik abzuholen.

Einige haben gezielt den Tesla gebucht, weil sie das Auto spannend fanden – aber das war insgesamt eine kleine Minderheit. Die meisten hatten keine rechte Ahnung und es war ihnen wohl auch erst mal ziemlich egal. Während der Fahrt stieg dann in allen Fällen das Interesse, und naturgemäß drehte sich auf jeder Fahrt das Gespräch zumindest vorübergehend um Elektroautos im Allgemeinen und Tesla im Besonderen. In den Gesprächen und in den Bewertungen auf der Plattform gab es einen einzigen Kommentar der Art: „Etwas zeitaufwendig war das Auftanken an der Steckdose. Dafür hat er mich direkt zu meiner Zieladresse gefahren. Würde jederzeit wieder mit ihm fahren.“ Kein anderer hat sich in irgendeiner Weise negativ über mein Auto oder über unsere Zwischenstopps (häufig zwei oder sogar drei Supercharger-Stopps, es waren Fahrten von Berlin u.a. nach Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und sogar bis nach Südtirol). Dass es im Gegenteil viele sehr positive und begeisterte Kommentare gab, brauche ich nicht weiter zu erläutern.

Was habe ich gelernt?

  • Es genügt nicht, im eigenen Profil oder in der Beschreibung zur Fahrt etwas zu erläutern (dass man Stopps zur Zwischenladung einlegt, oder dass man keine Raucher im Auto haben will). Manche lesen das und manche nicht. Ich habe mir schnell einen Standardtext zurecht gelegt, den ich in leichten Abwandlungen bei jeder Kontaktaufnahme erst mal geschickt habe.
  • Insbesondere die Ladepausen habe ich grundsätzlich möglichst exakt (Häufigkeit, Länge) beschrieben und dabei eher übertrieben. Wer dann immer noch mitfahren wollte, hatte zumindest keinen Grund mehr, während der Fahrt rumzujammern.
  • Wenn es zu viele Kompromisse erfordert, jemanden mitzunehmen – einfach lassen. Es findet sich jemand anders.
  • Wenn jemand auch nur leicht unglücklich reagiert, weil man in Aussicht stellt, Pausen zu machen – freundlich absagen. Es findet sich jemand anders, und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.
  • Es gibt erstaunliche Hotspots, z.B. Leipzig/Flughafen, Hannover („an der Aral“) und Würzburg. Wenn man solche Punkte anfährt, kann man auch ganz spontan noch jemanden finden, und man kann sich die Mitfahrer aussuchen, die einem am nettesten erscheinen.
  • Generell gilt: Nicht zu früh zusagen! Häufig kommen noch in letzter Minute Anfragen rein, die besser zur eigenen Route passen.
  • Immer mit Absagen in letzter Minute rechnen. Kann immer mal passieren. Alle Absagen waren freundlich und gut begründet und mit ausreichend Vorlauf, um doch noch Ersatz zu finden. Keiner hat mich „sitzen gelassen“.
  • Man kann das Model S mit fünf Personen belegen, was ich einmal tatsächlich gemacht habe, weil die Dynamik im Vorfeld nun mal so war, dass ich plötzlich einen Mitfahrer „zu viel“ hatte. Insgesamt reist man aber optimal mit maximal vier Personen, umso mehr, als sich die Mitfahrer in der Regel ja untereinander auch nicht kennen.
  • Ich habe von mehreren gehört, dass sie gezielt ein großes, bequemes Auto gesucht haben, das nur mit maximal vier Leuten belegt ist, und dass sie auch gern bereit waren, dafür etwas mehr zu bezahlen.

Fazit: Sehr empfehlenswert! Man kann leicht anderen entscheidend weiter helfen, ohne selbst allzu viel dafür tun zu müssen. Für viele ist das Erlebnis funktionierender Elektromobilität ein echtes Aha-Erlebnis und eine Erfahrung, die sie (vermutlich) so schnell nicht vergessen werden; man erreicht Personen, die sich sonst gar nicht für Autos, geschweige denn für Elektro-Autos interessieren. Und nicht zuletzt ist es auch ganz nett, für so ein Urlaubswochenende noch ein bisschen Extra-Taschengeld übrig zu haben… :slight_smile:

Danke, Volker für die Schilderung.

Was glaubst du ist an Flinc anders, dass die Leute dort seltsamer sind?

Und was hast du so (unabhängig von den Empfehlungen) konkret an Mitfahrgebühr genommen?

Gruß Frank

Welche Leute? Ich habe dort fast ausschließlich Karteileichen gehabt, falls überhaupt ein “passender Mitfahrer“ gefunden wurde.

Bei solchen Communities ist es immer sehr schwer, zu sagen, warum eine funktioniert und eine andere nicht. Ab einem gewissen Punkt entwickelt sich ja auch eine gewisse Eigendynamik.

BlaBlaCar erlaubt, den Preis in einer bestimmten Spannbreite selbst einzustellen. Grobe Orientierung sind 5 Euro/100 km. Wenn man den Preis verstellt, wechselt die Farbe von grün über gelb auf rot. Ich habe immer den höchsten Preis eingestellt, der noch gelb war. Das waren dann zum Beispiel 37 Euro für Stuttgart-Berlin (pro Mitfahrer).

You made my day :mrgreen: :mrgreen:
Grüße
Karl

Genauso mache ich es auch und habe immer gute Erfahrungen bei BlaBlaCar gehabt. Deine ausführliche Zusammenfassung kann ich 1:1 bestätigen.