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BHKW ersetzen

Um hier vielleicht nochmal einen etwas anderen Aspekt ins Spiel zu bringen:

Ich fände es sehr schade, eine eigentlich noch gute und grade einmal zehn Jahre alte Anlage nur um der Förderung willen wegzuwerfen und eine neue anzuschaffen. Bis du den notwendigen Energieaufwand für Produktion, Transport und Montage der neuen Anlage in deinem Keller wieder eingespielt hat, werden einige Jahre vergehen. Ich würde versuchen die alte Anlage so lange wie möglich zu nutzen solange die Kosten für Wartung und Reparatur im Rahmen bleiben und dies erlauben.

Das stimmt - aber ich bin nicht sicher ob die Kosten der Stromproduktion bei meiner Nutzung nicht höher sein werden (nach Auslauf der Förderung) als die Einspeisevergütung und die Kosten für den vermiedenen Bezug. Und mit 60.000 bh ist der DACHS auch nahe seinem technischen Ende… Und die Reparaturen sind TEUER. Senertec ist eine Apotheke mit Bezugszwang. Bei jedem Gerät das ich zu 100% bezahle entscheide ich ob ich Wartung machen lasse oder nicht. Nicht so bei SENERTEC. Da wirst du zur Wartung bei SENERTEC gezwungen - oder der DACHS verweigert seinen Dienst. Echte Erpressung!

Es wird immer interessanter, den Wartungszwang kannte ich noch nicht… sowas wird wohl gern verschwiegen…

Ja ein echtes SENERTEC Goodie. Der DACHS muss(!) alle 3-3.500 Stunden gewartet werden. Wenn das nicht passiert bliebt er einfach stehen und lässt sich nicht mehr starten, bis der SENERTEC Techniker Arbeiten in Preisregion von 300-600 EURO ausgeführt hat. Stell dir vor dein Auto bleibt einfach nach 20.000 km stehen und der freundliche Hersteller sagt: ich schick dir einen Techniker vorbei der den RESET des km-Zählers gegen eine kleine Erpressungsgebühr von 300 EUR macht…

sauerei :exclamation:

Wieso sollte es keine Alternative zum Dachs geben!? Schonmal einen Liter Öl für einen Dachs gekauft? Da suchst du dir aber Alternativen. :wink:

Den guten Strom willst du wirklich stumpf in Wärme umwandeln?

Wie lange läuft dein VitoBlock von Viessmann schon? Wie ist deine Erfahrung? Was kostet die Wartung / bh?

Einfach in die Serviceebene," 1234 " eingeben und Wartung zurücksetzen.
Wichtig ist aber zumindest das Öl und die Schläuche laut Wartungsplan wechseln. Die teure Zündkerze reicht auch weiter als 7000 h.

Aber alles unter der Premisse, das man sich das auch zutraut und kann.
Nach 14 Jahren Dachs kann ich das Ding aber schon im Schlaf auseinander nehmen und kenn die Wehwechen.

Habe meinen aber 2015 zu 50% renoviert, daher muss ich auch erst mal wieder die Wartungen machen lassen.
Ab nächstes Jahr mache ich es wieder selber.

Das hatte ich weiter oben im Thread ja auch vorgeschlagen.

Cheers Frank

Die 50% Renovierung ist aber auch eine Kostenfrage und wie schnell sich dies rechnet mal wieder 11.000€ zu investieren.
Bei mir läuft der Dachs ca. 6500 h im Jahr. Damit rechnet der sich natürlich bestens, da man auch wieder die volle Einspeisevergütung und Energgiesteuer zurück bekommt.
Muss halt jeder für sich selbst ausrechnen.

Aber wenn ich dran denke das der 2003 komplett inkl. Einbau nur 14.500€ gekostet hat und heute alleine die 50% Renovierung 11.000€. :astonished:

Habe seit 10.2008 ein BHKW, das tagsüber 100% selbst genutzten Strom erzeugt und nachts und am Wochende ca. 1-1,5 kWh stündlich einspeist, wenn nicht Auto geladen wird oder andere Zusatzverbraucher genutzt werden.
Mein Rechenmodell berücksichtigt Stromersparnis, Einspeisung, Netzentgelterstattung, Energiesteuer, Sondervergütung, Wartungskosten, Abschreibungen, Gaskosten, Zinsen.
Komme bei einer Laufzeit von rd. 5000 Stunden pro Jahr und 10 Jahren Abschreibung zum Ergebnis, dass eine Einspeisung von mehr als 1,5 kWh pro Stunde Laufzeit die Rendite mindert, dies gilt es zu verhindern (Tesla, C-Zero).
Die Breakeven-Laufzeit beträgt danach übrigens 3.500 Stunden bei 15% Einspeisung und Anschaffungskosten von 27 TEur. Das Problem ist sicher die Unsicherheit hinsichtlich der Lebenserwartung der Anlage.
Bei einem Austausch wären dann rd. 1500 Euro staatliche Vergütung jährlich gegen Abschreibung einer Investition von 15 Teur ein Nullgeschäft. Würde ich bei noch funktionierender Anlage nicht tun und nachts ggf. Dachs auf inaktiv setzen, um den prozentualen Eigenanteil zu erhöhen.

Hallo zusammen,

wir planen und installieren BHKW im Bereich von 2 - 50 kW elektrisch, deshalb bin ich in der Sache sehr tief im Thema.

Um mal ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, zum Thema BHKW die aktuelle Rechtslage laut KWK-Gesetz:

KWK-Vergütung generell, egal, ob neu oder überholt
8 Cent für eingespeisten Strom
4 Cent für eigenverbrauchten Strom
(auf diesen fällt 40% der EEG-Umlage an, also 2,75 Cent, wenn Anlage >10kW elektrisch oder Eigenverbrauch >10.000 kWh/a)

Entscheidend ist, wie lange die Vergütung gewährt wird.

Neuanlagen 60.000 Bh ab IBN

überholte Anlagen mit Investition Modernisierung >25% einer Neuanlage 15.000 Bh
dito >50% 30.000 Bh

Zusätzlich erhalten alle noch die Einspeisevergütung ca. 4,5 Cent sowie die Erstattung der Energiesteuer 0,55 Cent/kWh BHKW-Gas

Sinnvoller, als einen alten Dachs erneuern zu lassen ist oftmals die Neuinstallation eines anderen Gerätes. Hier bietet der Markt mittlerweile einiges im Bereich von 1 - 5 kW mit etlichen Vorteilen, die der Dachs eben nicht hat, wie zum Beispiel Modulation oder sogar E-Fahzeug-Ladetaste, die es ermöglicht, das BHKW genau dann laufen zu lassen, wenn man sein E-Auto laden will.

Ich hoffe, dies hilft als erste Info weiter.

Gruß
Thomas

Ich hab jetzt erstmal - bevor ich eine finale Entscheidung zum Ersatz des DACHS JA/NEIN treffe - 2 PW2 bestellt. Sollen im Mai kommen…

Kennt Ihr Elcore BHKWs? Sollen nur ein Bruchteil kosten, erzeugen jedoch nur 305 W elektrisch. Für mich wäre das doppelte optimal.

Und das dann noch zusammen mit einer Powerwall träum

305 Watt? Das macht aus meiner Erfahrung wenig Sinn… Elektrische Leistung bedeutet ja immer entweder Brennstoffzelle oder Motor und Generator. Letzteres kostet Geld (Mechanik & Wartung)… Wenn dann nur 305 W rauskommen kann ich mir nicht vorstellen, dass das ökonomisch sinnvoll ist.

Die Elcore Brennstoffzellen kostet ab 10.000 € netto, wenn ich das richtig gefunden habe und nichts übersehen habe. Das wäre eben der deutlich Unterschied und wenn man dann noch 7.500 € Förderung abzieht - werden aber auch 300 Watt interessant.

Hier gibt es mehr Daten:
bhkw-prinz.de/elcore-gmbh-el … eraet/3244

Das Gerät soll möglichst kontinuierlich durchlaufen und erzeugt so max 2.400 kWh Strom und 4.800 kWh Wärme (600W Wärmeleistung dauerhaft).

Man braucht also weiterhin eine zusätzliche Heizung im Winter. Auch stelle ich mir die Frage, ob 600W Dauerleistung im Sommer nicht zuviel sind.

Annahmen: Für die Erwärmung des Wassers um 50 K (z. B. von 5 °C auf 55 °C) ergeben sich ca. 0,058 kWh pro Liter. Vier Personen im Haushalt benötigen 160 l und und 9,3 kWh pro Tag. (Quelle: energie-lexikon.info/warmwasser.html)
D.h. ich brauche dafür eine Wärmeleistung von 380 Watt rund um die Uhr.

Bedeutet, das BHKW läuft im Sommer im Normalfall nicht rund um die Uhr, sondern nur 15 Stunden. Dabei ist die Annahme schon günstig gewählt, denn im Sommer ist das Leitungswasser sicherlich schon wärmer als 5°C. Dafür habe ich evtl. Wärmeverluste (Pufferspeicher etc.) nicht betrachtet.

Inwiefern das die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt, kann ich nicht sagen, aber jedenfalls wäre in diesem Szenario nicht die Empfehlung erfüllt, das Gerät ganzjährig durchlaufen zu lassen.

Ich habe Solarthermie und Solarzellen - sie bräuchte bei mir nur im Winter laufen - das würde schon passen. Und am Wassertank hängt die Fußbodenheizung.

Mir macht jedoch was anderes Sorgen: sie hat einen thermischen Wirkungsgrad von 70 %. Eine Brennwerttherme von über 100 % (ja, das ist gefakt, weil man irgendwann mal 90% als 100 % fest gesetzt hat aber) - dann nutze ich mein Gas deutlich schlechter oder übersehe ich da was?

Die Unternehmen, die BSZ produzieren, befinden sich fast alle noch in der 0-Serienphase. Technisch gesehen ist es so, dass die BSZ durchlaufen muss, was nicht nur wirtschaftliche Gründe hat, denn Starts ruinieren die Zelle.

Bei elcore weiß ich es nicht, aber bei Bluegen ist es so, dass wenn die Wärme im Haus nicht abgenommen wird, diese durch den Schornstein rausgeblasen wird. Ob dies ökologisch/ökonomisch sinnvoll ist, muss jeder selber wissen…

Etliche BSZ-Hersteller sind in der Vergangenheit insolvent gegangen, namhafte Hersteller mit Milliarden im Kreuz wie z. B. Vaillant haben das Produkt BSZ eingestampft.

+/- 300W sind für den Anwendungsfall E-Fahrzeug laden meiner Meinung nach sehr schlank.

Sicherlich muss man offen für neue Produkte sein, aber konkret bei den BSZ muss man sich bewusst sein, dass bei Serienfehlern des Herstellers der Laden ggf. abschließt. Und im Gegensatz zum „normalen“ BHKW mit Verbrenner, wo man irgendwie immer einen findet, der die Kiste repariert, ist die BSZ so spezifisch, dass man dann auf dem Schlauch steht.

Guten Morgen, könnte mir Jemand erklären, wie man die Wartung dann bestätigt? In der Serviceebene kann ich mit 1234 das Wartungsdatum ändern…aber wie speichert man es dann? Ganz lieben Dank. Andrea