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Beschleunigung bis zur Bewußtlosigkeit

Da ich noch kein Model S gefahren bin, wollte ich mal fragen, ob die Beschleunigung im neuen Model S überhaupt noch Spass macht. Beim Model 3 hat man ja schon 2.3 bis 2.5 g (korrigiert: 0.6 bis 0.7 g) , und beim neuen (weltrekord) Plaid rechne ich sowas um 5 g (korrigiert: 1.4 g) aus. Das ist doch auch für Kampfjetpiloten schon ein Ding, was man üben muss. Braucht man ein Astronautentraining? Ich bin total fasziniert, dass so eine Kraft überhaupt auf die Straße kommt, aber wie sind die Erfahrungen? Hält man das aus? Ist es noch ein Grinsen dabei?

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Ich würd auch sehr gerne mal in nem Model S Performance oder im neuen Plaid fahren :heart_eyes: Die schnellste Beschleunigung meines Lebens hab ich in der Formula Rossa in der Ferrari World Abu Dhabi gehabt. Das waren 2,9s von 0 auf 100 und knapp 5s auf 240 kmh. Das war extrem heftig schon also muss das Plaid auch sehr sehr sehr heftig sein. Aushalten kann man’s garantiert weil diese Art der Beschleunigung nicht zur Bewusstlosigkeit führt. Das sind eher die Querbeschleunigungen die dem Körper sehr zu schaffen machen :smiley:

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Als Fahrer macht es schon Spaß, für die Mitfahrer/Innen nicht immer :stuck_out_tongue_winking_eye:

Eines hat sich geändert: Vor einem Überholmanöver muss ich meine Frau immer informieren, sonst gibts Ärger :joy::joy:

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Darf man fragen wo Du die Werte her hast.

Ein Model 3 Performance beschleunigt eigentlich mit ca 0,78g ein MS Performance mit ca 1g und der Plaid leicht darüber.

Hab ich mich verrechnet? Stimmt, da hab ich wohl den Faktor 3.6 vergessen.
0-100km/h in 2 Sekunden sind 50km/h/s =50000/3600m/s/s=13m/s/s=1.4 g
Sorry, my fault (ich korrigiers oben). Da hab ich mich durch die falschen Zahlen verwirren lassen. Bewusstlosigkeit (und Hirnschäden) treten erst bei 5 g. Ab 2g Sehstörungen. siehe: Wieviel g kann ein Mensch aushalten? | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Imerhin muss man auch noch die normale Gravitation hinzurechnen, man hat dann also noch ca 0.5 g effektiv dazu. (1g bei einem Winkel von 45 Grad) Man kommt also schon (für relativ lange, mehrere Sekunden) in den Bereich um 2 g.

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Maximum + 5.2 g über ca. 5 bis 7 Sekunden und ich war weg. Das war beim Kunstflug bei einer engen langen Linkskurve. Danach gab es für 2 bis 3 Sekunden -1 g mit Negativen Looping damit wieder etwas Blut in den Kopf kommt. Alles halb so wild. Beim Auto ziehen die g an dir, aber das Blut fliest noch immer in den Kopf, da braucht es schon mehr als 5 g um einen normalen sportlichen Menschen Bewusstlos zu machen. Ein Tesla oder andere Sportwagen werden so etwas nicht einfach schaffen. Viele Grüße Eric

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Also wer von 1g die im Rücken beschleunigen ohnmächtig wird sollte sich lieber nicht hin legen. Es wirken auch 1g durch die Erdanziehung…

Beim waagerechten beschleunigen hat man dann zwei Kräfte die zusammen spielen. In Summe sind das aber auch nur 1,41g (Wurzel 2, nach Pythagoras). Das sollte jeder normale Körper kurzzeitig aushalten.

Dazu kommt noch, je stärker die Beschleunigung, desto schneller ist es auch vorbei. Der Vergleich mit dem Kampfjet hinkt da etwas, so ein Jet beschleunigt bis weit über Schallgeschwindigkeit. Da kann ein Model S wohl nicht ganz mithalten…

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Ich glaube einem Jet-Pilot jucken 1,4g nicht gerade besonders :grinning: aber für ein Auto ist das natürlich schon cool

Also ich kann was zum gefühlten Unterschied zwischen der Beschleunigung eines 2018 Model S P100D in Ludicrous Mode und eines 2021 Model 3 Performance im Track Mode sagen. Beim Model S hat es mir, selbst als Fahrer, immer den Kopf an die Kopfstütze gehauen beim Beschleunigen. Da hat man lieber den Kopf angelegt und ist dann voll aufs Spaßpedal gelatscht.
Beim Model 3 ist das nicht ganz so ausgeprägt, immer noch heftig, aber der Kopf bleibt wo er ist :smiley:

Edit: Das ist bei einem Auto physikalisch unmöglich…

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Habe das hier gefunden zu dem Thema (Artikel im Link):

Ist auch noch interessant, wie da um die Bedingungen für die Tests gefeilscht wird seitens Tesla, damit auch ja das Resultat rauskommt, was Tesla wünscht. Mit den ganzen Vorbereitungen (Modus wählen, Batterie vorbereiten, Nase senken) sind diese Maximalwerte ja ohnehin nur etwas für die Rennstrecke oder Angebereien, aber im Alltag irrelevant.

Was soll den da „gefeilscht“ sein?

Wenn man einen Rekord aufstellen, oder prüfen will, muss man sich selbstverständlich an die „Bedienungsanleitung“ halten.

Wenn man beim Porsche die Launch Control nicht richtig einschaltet ist der auch deutlich langsamer, als wenn alles richtig gemacht wird.

Das ist eine genauso sinnlose Diskussion, wie ständig wieder mit dem Rollout angefangen wird.
In USA wird die Beschleunigung auf allen Rennstrecken nach den Regeln der NHRA gemessen.
Da steht das Auto (bzw. der Dragster) 1 Fuß (ca. 30 cm) hinter der ersten Lichtschranke.
Bei uns wird eben aus dem Stand gemessen, was logischerweise etwas langsamer ist.
Daher gibt sogar Tesla schon auf der Website an, dass die Werte nach Amerikanischer Norm gemessen wurden.
Wenn man Deutsche Autos damit vergleichen will, braucht man die doch einfach nur nach den NHRA Regeln zu testen.
Das geht auch bei uns problemlos auf diversen Rennstecken für 1/8 oder 1/4 Meile.

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Aber faszinierend sind doch die physikalischen Grenzen. Tesla scheint diese immer ausreizen zu wollen: Also wieviel Kraft bekommt man physikalisch als Maximum auf die Strasse. (Dafür musste eine Alternative zum ESP her). Oder wie schnell kann ein Elektromotor drehen, ohne zu zerfetzen (da musste eine Kohlefaserummantelung des Gehäuses erfunden werden). Das ist schon fasziinierend. Und es geht immer noch mehr. Wo andere längst aufgehört haben (weil gut genug). Das zieht, und beindruckt auch mich. Ich war auch schon von den selbstabtönenen Aussen (und Innen-) Spiegeln überrascht. Hatte ich gar nicht erwartet und bisher nur im Flugzeug mal bemerkt. Kleines Detail, aber auch hier: es ist offenbar machbar. Zurück zur Beschleunigung: Wenn noch mehr Kraft auf die Strasse gehen sollte, dann ist ja irgendwann der Mensch der Limitierende Faktor, wenn Sein Körper sich dann abschaltet. Aber es ist wohl doch noch etwas hin bis dahin…

Das wird selbst der Roadster mit seinen SpaceX Düsen nicht schaffen.
Für den Körper kritisch wird es irgenwo jenseits der 5 G.

Der Plaid kommt jetzt auf ca. 1,3 G im Maximum.
Der Roadster könnte dann auf ca. 2G kommen.

Also immer noch weit weg von Werten in Kampfjets, oder Achterbahnen.

Was soll den da „gefeilscht“ sein?

Ich meine das hier:

Inhaltlich beurteilen kann ich es nicht.

Tesla ist es wohl schon gewohnt, das viele „Tester“, Reporter usw. möglichst viel falsch machen und die Ergebnisse deutlich schlechter werden.

Im Testbericht sind doch beide Werte. Tesla wollte nur sicherstellen, das auch wirklich richtig gemessen wird. Und die gemessene Zeit war dann ja sogar besser als die Werksangabe.

Genau solche Vergleiche geben einem eine gute Vorstellung. Die krasseste Beschleunigung, die ich bis jetzt gefühlt habe war in der Dessert Race Achterbahn im Heidepark und die ist mit 2,4 Sekunden von 0 auf 100 angegeben… 2.0 Sekunden in einem Auto?? Muss schon enorm sein.

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Ich habe damals einen S85 zur Probe gefahren und war begeistert ob der Beschleunigung. Gekauft habe ich dann einen P85D mit Ludicrous und habe eine deutlich extremere Beschleunigung im Vergleich zu meinem Spassfahrzeug Lambo Huracan. Als Loaner habe ich dann einen Dual Motor Model 3 bekommen, auch beeindruckend, aber nicht so, wie im Model S.

Und ja, auch ich habe das gleiche Problem beim Überholen. Ich muss meine Frau immer vorwarnen, denn es hat ihr schon öfters den Kopf an die Kopfstürze geschlagen, was sie nicht lustig findet. Model S rules :slight_smile:

Aber bewusstlos wird mal wohl erst nach einer länger anhaltenden Beschleunigung auf den Körper. Das schafft ein Fz nicht, da die G’s am Anfang hoch sind und dann mit dem Speed abnehmen.

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