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Berufe der automobilen Zukunft?

Mich würde mal eure Meinung zu dem Thema interessieren, was alles an neuen Berufen und Berufsfeldern durch den Wandel der Automobilbranche, weg vom Verbrennungsmotor und hin zu Elektrofahrzeugen, in Deutschland oder auch Europa ensteht bzw. in den nächsten Jahren mehr und mehr kommen wird?

Spontan fallen mir da ein paar ein:

  • Gebrauchtwagenhändler welche sich auf Elektrofahrzeuge spezialisieren
  • Elektriker die sich auf das installieren von Ladesäulen und Wallboxen spezialisieren und gleichzeitig Wartungsmitarbeiter zum reparieren der Säulen
  • Geschäfte die sich auf den Verkauf von Adapter, Kabel, Ladesäulen, Stecker etc. spezialisieren
  • Ingenieure in der Elektroautobranche und kommenden Batteriefabriken
  • Händlerdie nachgebaute Akkus für Elektrofahrzeuge verkaufen und einbauen

Das Geschäftsfeld wird sich mit ziemlicher Sicherheit verändern.

Gebrauchtwagenhändler:
Evtl. wird es in der Übergangszeit Gebrauchtwagenhändler geben die sich auf E-Fahrzeuge spezialisieren. Es könnte allerdings etwas einschränkend sein. Wieso nicht Hybride und Verbrenner auch verkaufen wenn daraus etwas verdient werden kann. Ich persönlich würde einen solchen E-Fahrzeug Händler vorziehen da ich davon ausgegehn kann dass dieser sich auf dem Gebiet (hoffentlich) besser auskennt.

Elektriker
Elektriker die sich darauf spezialisieren gibt es schon. Aber ob alleine daraus ein Einkommen erzielt werden kann? Vielleicht auch auf die Dauer etwas öde nur solche Ladestationen zu installieren :slight_smile:

Geschäfte Ladekabel, Adapter, etc,
Auch die gibt es schon. Ich denke die braucht es auch da diese Anbieter auch das nötige Know How haben und die Kunden entsprechend beraten können.

Ingenieure
Hier dürfte ein recht grosses Potential liegen. Der Motorenbauer (Verbrenner) wird weniger gefragt sein.

Händler nachgebaute Akkus
Nachgebaute Akkus, naja, da dürfte es schwierig werden. Denn die Autobauer werden alles daran setzen dass dies nicht gehen wird oder zulässig wird.

Neue Berufe oder Berufsfelder könnten aus meiner Sicht auch bei neuen Nutzungsmodellen (Car-Sharing/autonomes Fahren) entstehen. Obwohl diese nicht zwingend an die E-Mobilität gebunden sind.

Also das reine Installieren von Ladesäulen kann eigentlich jeder der nicht 2 linke Hände hat… hab meine erste heute quasi komplett allein aufgestellt, der Servicetechniker kam dann dazu und meinte „bist ja eh schon fertig, dann können wir ja weiter zur Nächsten…“ :mrgreen:

So wie es heute Werkstätten gibt die sich z.B. auf Getriebe spezialisiert haben, wird es in Zukunft evtl Werkstätten geben die sich mit Leistungselektronik und elektrischen Maschinen sehr gut auskennen. Wieder andere dann mit Akkus. :wink:

Die automobile Zukunft in D kennt einen krisensicheren Arbeitsplatz und der ist bei der Bundesagentur für Arbeit.

Auf die Gefahr hin, dass nun viel Offensichtliches genannt wird:

Spontan fallen mir alle Studienfelder ein, welche Inhalte der IT, Software und Elektrotechnik haben. Im Fahrzeugbau und der Konstruktion verlagern sich die Aufgaben, von den großen Powertrain-Abteilungen zu den heute noch -im Verhältnis gesehen- kleinen Entwicklungsabteilungen Elektrik/Elektronik, in der Karosserieentwicklung werden sich nicht spürbar verändern, wenn auch die konstruktiven Anforderungen sich ändern. Neben der Karosserie gibt es auch noch andere Felder, wie die Technische Berechung/Simulation, welche ebenfalls zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Was die Wartungsarbeiten betrifft, werden -was bereits ein Trend ist- vermehrt KFZ-Mechatroniker benötigt werden, mit Berechtigung für Hoch-Volt-Systeme, klar die Wartungsintensität wird abnehmen. Den Bau von Ladesäulen sehe ich bei den allgemeinen Elektrikern, als zusätzliches Betätigungsfeld. Im Thema Maschinenbau wird die Automatisierungstechnik, spiegelbildlich zur Software/IT, wachsen und Fachleute benötigen, je höher der Automatisierungsgrad fortschreitet, nimmt auch (m.M.n) der Anteil der Maschinenbauern eher ab. Arbeitskräfte in der Fertigung, Montage und in der Zuliefererwirtschaft müssen sich umstellen, reduzieren oder werden obsolet.
Fahrzeugführer, ob LKW, Bus oder Taxi werden mittel- bis langfristig ersetzt werden, durch autonom fahrende Kraftfahrzeuge, das reine Fahren aus Freude wird zur freizeitlichen Betätigung.
Geologen, bislang hauptsächlich bei fossilen Energiequellen, und Chemiker könnten auch wieder stärker gesuchte Berufsgruppen sein und neue Tätigkeitsfelder finden, zum einen für die Erschließung von lithiumtragenden Erdschichten, zum andern für die Forschung und Entwicklung zukünftiger Energiespeicher.

Alles Gute!

Ja das stimmt, mir ging es sowieso gar nicht nur um neue Berufe sondern auch um Berufe die es jetzt schon gibt aber in den nächsten Jahren mehr und mehr gefragt sein werden. Und wenn sich die Anzahl der Elektroautos mal verdoppelt oder verdreifacht oder vielleicht bald mal verzehnfacht kann man sich ja vorstellen, dass die Geschäfte mit dem Zubehör und Ladesäulen wachsen werden.
Das mit dem Ödigkeit stimmt natürlich, aber wenn man genau darüber nachdenkt sind doch die meisten Berufe langweilig und öde :smiley:

Vollkommen autonomes Fahren ist mir in Deutschland noch zu viel weit entfernt. :mrgreen:

Das stimmt natürlich, aber andererseits wenn man sich ansieht ist es genauso leicht Steckdosen zu installieren, Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Trockner aufzubauen und zu installieren und trotzdem lassen es die meisten Leute machen. Ich habe mal in der IT Branche in einer Art Großmarkt gearbeitet, dort kamen teilweise Leute, die haben sich Tintenpatronen und Toner für ihre Laserdrucker einlegen liesen, weil sie es nicht konnten oder wollten, was sie natürlich teuer bezahlen mussten.

Und ich dachte bis gerade eben, ich sei pessimistisch. Krisensichere Arbeitsplätze gibt es doch auch außerhalb der Autobranche nicht gerade im Übermaß.

Der wohl größte Bereich fällt auf mobile Stromspeicher. Die notwendige Menge für den Transport wird auch andere Bereiche erfassen, ob Handy, ob Windenergie oder Solar. Der junge Schornsteinfeger kann schon mal nach Smart Grid googeln.

Unser Schornsteinfeger diversifiziert sich auf Wartung für Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung (Passivhaus). Da muss nicht Ruß sondern Staub raus gekehrt werden. :wink:

Software-techniker :bulb:

Mit dem Wandel im Verkehr wandelt sich auch die Infrastruktur. Das war schon immer so. Durch die Automatisierung fallen Stellen weg. Auch eine gute Entwicklung. Zuerst hat es nur die einfachen Arbeiten betroffen. Jetzt geht es an alle anderen jobs die mehr und mehr überflüssig werden. Auch das ist eine gute Entwicklung.

Was früher der Müllmann war (Müll gibts immer) ist heute der Softwareentwickler (IT ist in allen Bereichen gefragt oder drängt in neue Branchen).

In Sachen Automobil/Fortbewegung in Verkehrsleitsysteme, Verkehrsteilnehmer unterschiedlicher Arten, autonomes fahren, ladeinfrastruktur, Notrufsysteme…

Immer wieder gern geteilt: Humans need not apply

Ich persönlich bin ja froh, wenn ich endlich Zuhause bleiben und ausschlafen kann und dann von ??? bezahlt werden würde. Aber interessant wird es für die ganzen Leute die gerne arbeiten und dann arbeitslos werden. Ich denke da gerade an die einfacheren Berufe die es wahrscheinlich als erstes trift wie z.B: Putzkräfte, Taxifahrer, Paketzusteller und sowieso die Leute der kompletten Transport und Logistik Branche.

Ziemlich interessant, kannte ich noch gar nicht. Am besten fand ich ja den Satz bei 11:16 „but perhaps you’re unfazed because you’re a super special creative snow flake, well guess what you’re not that special“. Dessen sind sich viele die ich kenne überhaupt nicht bewusst. :smiley:

Es gibt genug zu tun. Vor allem in den Bereichen Kunst und Unterhaltung. Jeder kann machen was er will. Zum Spass und fürs Ego. Es wird immer Jobs geben, weil sich immer jemand damit beschäftigt, weil es ihm Freude macht. Wenn aber niemand mehr muss, regelt sich das von alleine.

Auch eine sehr gute Sache.