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Berlin - Béziers

So, der Sommer ist bald rum, die Kleine aus dem Gröbsten raus und nachdem alle durchgeimpft sind, gehts für uns mit Kind in den ersten Urlaub. Freunde stellen uns netterweise ihr Haus in Südfrankreich zur Verfügung und mit Baby ist ein echter Haushalt immer entspannter als ein Hotel oder ne Ferienwohnung. Also gehts im Oktober von Berlin aus nach Béziers. 1600km und gut 16 Stunden laut ABRP, sowie knapp 20 Stunden über die Tesla Route Map. Ich traue da mal eher ABRP und auch die Ladezeiten scheinen mir realistischer. Da wir das aber keinem sechs Monate alten Kind antun wollen, fährt die Frau mit dem Zug nach Paris, verbringt dort einen Tag und am nächsten gehts weiter nach Montpellier. Ist ja nicht so als würde sie schon eine Gelegenheit suchen um nach Paris zu fahren, also soll sie mal einen Tag eher los :smiley: Ich fahre dann in zwei Tagen entspannt runter, wobei ich mir noch nicht sicher bin, wo ich Zwischenstopp mache oder ob ich einfach mit längeren Pause durchrolle. Langstrecke hatten wir letztes Jahr schon mit dem Gardasee, was von Berlin aus auch gute 1000km sind. Dieses mal wirds für mich die bisher längste Strecke mit Auto überhaupt, seit man mit den Eltern aus dem Süden ans Nordkapp gefahren ist.

Jetzt kommt Ihr ins Spiel: Kennt jemand die Route? Wo sollte ich bestenfalls Zwischenstopp einlegen? Gibts Geheimtipps und absolute no go´s?

Ein Reisebericht mit Bildern folgt natürlich sukzessive, versteht sich von selbst.

Mailand!!! Dann Grenoble oder via genua die Küste entlang

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Oha :smiley:

Das geht ja dann auch über Marseille (halbwegs) und Monaco (mittendurch). Das ist ne Idee!

Falls klettern ein Thema ist, gibt es den gigastop 10 km vor Marseille: les calalanques

Kein Klettern!

Was mich beschäftigt sind die 38,50€ Maut in der Schweiz. Das ist bis heute ein Ärgernis! Wie siehts mit der Maut in Frankreich aus? Scheint wie in Italien abhängig von den km zu sein. Hab als Richtwert ca. 9cent/km gefunden. Aber ich überlege über den Gardasee zu fahren, den Brenner runter ist die schönere Strecke und ich spare mir die Schweiz. Und ja, Italien kostet auch Maut… Will aber einfach durch Monaco und auf dem Rückweg gehts straight durch France und über Freiburg zurück.

Gibts denn keine Mautbefreiung für BEV? Verflixt :smiley:

Jetzt mal zwei Strecken herausgearbeitet. Die erste ist die kurze und geht über Freiburg, durch die Schweiz, über Mailand und Genua, die Küste runter über Monaco nach VlB. Die zweite über den Brenner, am Gardasee runter und dann rüber nach Mailand.
Nummer zwei ist gut 230km länger, dafür netter weil Gardasee und mehr Italien fürs Wohlbefinden :grin:
Sind beide fast gleich teuer, auf der einen Seite mehr Strecke, Brenner und Ösi Maut, auf der anderen Seite kürzer, dafür die Schweizer Abzocke.
Wo kriegt man eigentlich ne günstige Vignette her?!?! :thinking:

Lang wird es so oder so und ich werde wohl eine Nacht in Mailand bleiben. Mal sehen ob ich genug Audible und PodCasts für die Reise habe. Ansonsten brauche ich eine sympathische beifahrende Person.

Hast du Dich hier ungenau ausgedrückt oder können tatsächlich Babys schon geimpft werden?

Nein, die Kleine ist nicht gegen CoVid19 geimpft, aber seit vorgestern gegen alles was Kinder eben so bekommen. Die Eltern dagegen sind durchgeimpft, auch gegen CoVid :wink:

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Also die Maut in Frankreich wird per Km abgerechnet und ist dann gegebenenfalls höher als in der Schweiz. Meine Großeltern hatten in der Gegend auch ein Ferienhaus, da war man schnell bei 80€ Maut in France, bin aber auch ganz anders gefahren, das war nicht von Berlin aus, daher kein Italien oder Schweiz.
Das kann man sich ja ausrechnen, aber die Strecke ist nicht ohne, entweder Langeweile auf französischer Autobahn oder Stau wegen Reiseverkehr.

Da ich definitiv über Italien hinfahre, ergibt sich ein Mix aus Maut in I zu ca. 7cent/km, in F zu ca. 9cent/km und die Schweiz mit ihren knapp 39€ oder eben über den Brenner, dann aber nen 10er für Ö plus die 10€ über den Brenner und 200km mehr Strecke. Am Ende ist es fast gleich und ich wähle die kürzere Strecke.
Zurück fahre ich sowieso komplett durch Frankreich und lasse die Schweiz raus. Zurück sind es um die 60€ allein für die Maut in F, das ist schon hart.

Dafür sind die Autobahnen leer, gut gepflegt und die Örtlichkeiten bei den Rastplätzen hübsch. Man merkt am Straßenzustand sofort, wenn man auf einer mautfreien Strecke unterwegs ist.

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Einfach schön, dass in diesem Beitrag über Maut, Strecken und Straßenzustand diskutiert wird. Nichts von der Angst keine LAdestation zu finden, oder mit dem Auto mangels Strom liegenzubleiben. Der Faden könnte auch genau so im Dieselforum stehen. Damit ist die E-mobilität wirklich im Alltag angekommen.

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Schau dir mal den ADAC Routenplaner an. Der berechnet dir die Kosten für Maut und Vignette mit.
https://maps.adac.de/

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@Flitzer42

Gut dass du das schreibst, es ist wohl genau so. Gestern Abend auf einem Hoffest mit den Nachbarn Fragen zum Wagen beantworten müssen, die üblichen eben. Die Erwähnung der Gardasee Tour mit 3000km und jetzt bald Südfrankreich haben das Thema Reichweite erledigt. Ich merke immer wieder, das Thema Reichweite ist keines, man stellt nur eben die Frage immer gleich. Komme ich bequem und unproblematisch ohne großen Zeitverlust dort an, wo ich hin möchte, das müsste gefragt werden. Und das kann ich absolut mit JA beantworten.
Zu meiner Planung: Ich hab die Strecke einmal ins Navi eingegeben, gesehen welche Route und wo überall die SuC stehen und da war es mir schon wieder egal. Jetzt gehts eben um Dinge wie Maut und Co. Das Thema Laden ist für mich keines. Ich würde morgen an jeden Punkt in Europa einfach hinfahren.

@KloinerBlaier

vielen Dank für den Link! Der hilft wirklich :smiley:

eine Frage die sich ergeben hat… Ich fahre bei Lindau über die Grenze und ein wirklich kleines Stück Österreich, bevor es in die Schweiz geht. Zahle ich für das Furzstück das volle Pickerl? War da nicht mal was, dass das Stück quasi Transit ist? Oder bilde ich mir das nur ein und es ist eine nette Vorstellung :smiley:

Ich habe mich vor Jahren durch Bregenz im Stau gequält, weil der Pfändertunnel mautpflichtig war und das Navi nur 10 Minuten länger zeigte, war noch vor den Live-Verkehrsdaten.

Dauerte dann 45 Minuten oder so in der stinkenden Autoschlange durch Bregenz. Haben die Österreicher irgendwann kapiert, dass sie sich damit ins Knie schießen, jetzt ist die Ecke mautfrei:

https://www.adac.de/verkehr/oesterreich-teilstrecken-mautfrei/

Gruß Mathie

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Super, danke Dir!! Das sieht so echt besser aus und Sinn macht es auch, aus österreichischer Sicht.

Wir sind seit Samstag angekommen und man lebt sich ein. Die Fahrt war, sagen wir, unterschiedlich. Donnerstag morgens in Berlin los und über Ingolstadt bis Lindau. Freitag von Lindau über das kurze Stück Austria auf schweizerische Autobahnen, über Lugano nach Italien. Dort bis Genua, dann weiter nach San Remo.

Ein paar Dinge die mir aufgefallen sind und ich erlebt habe. Fährt man in einem kleinen Kaff über die österreichisch/schweizerische Grenze, fährt man danach gleich auf die Autobahn und kann keine Vignette kaufen. Hab ich dann auch nicht gemacht und war nach 3 Stunden inklusive Stop am SuC wieder raus aus der Schweiz, 38,50€ gespart.
Die A9 von Norditalien runter ist super entspannt. Drei bis vier Spuren, Tempolimit und alle fahren konstant 20km/h drüber, das ist was womit man rechnen muss und planen kann. Immer noch entspannter als in D die A9 oder andere. Unter Mailand dann die A7, die wird ab Serravalle Scrivia und dem Giovipass vierspurig, also in beide Richtungen nur zwei. Die Anzahl an Autos bleibt allerdings relativ gleich, die Geschwindigkeit auch. Gleichzeitig wird aus der Autobahn eine Berg und Talbahn, es geht links und rechts, durch Tunnel und Galerien, manchmal mit 80, manchmal mit 60 bei 90Grad Kurven. Gefahren wird dennoch durchgängig 100+ und wer nicht mitschwingt wird vom Laster geholt. Die fahren definitiv schneller als 89km/h. Das ganze geht bis Genua so und ich muss sagen, ich war echt durch. Mag auch an den knapp 1200km bis dahin gelegen haben, aber das war echt anstrengend. Mit entspanntem Fahren hat das so wenig zu tun wie ein M3 mit einer ASU.
Der nächste Vorfall dann auf der A10 von Genua nach San Remo. Ich hefte unten mal ein Bild der Tunnel an, beschränkt manchmal auf 110, gefahren wird allerdings durchweg 150. Man ballert also, im Strom mitschwimmend in einen Tunnel, rechts die LKWs mit 100 und links vom Transporter bis zum Clio alle mit +40/50km/h. Auch hier gilt, mitschwimmen sonst Problem. Mehrmals sogar der Tempomat im M3 eingegriffen, weil ihm der LKW dann doch zu nahe auf die eigene Spur gekommen ist. Bremsen ist nicht, gilt nur kurz Vollstrom um zu entkommen. Das geht solange gut, bis es eben nicht mehr gut geht. Aus einem Tunnel raus, vor mir das Stauende. Alles steht. Ich werfe den Anker, fummele nach dem Warnblinker. Als ich stehe, sehe ich von hinten den Grand Cherokee anfliegen. Der versucht es mit Bremsen und hat dann seine Erleuchtung in dem er aufmacht und rechts an mir vorbeifliegt und weiter zu Bremsen versucht. Der LKW dahinter hat mehr Grips, zieht in den Mitte, blockiert beide Spuren, Warnblinker an. Bin mit dem Schrecken davon gekommen, Autobahn hier ist wirklich noch was für Abenteurer und Entdecker. Oder Verrückte.


Das ist ein normaler Tunnel auf der Autobahn. Kein Seitenstreifen, keine Fluchttunnel, keine Begrenzungen. Mit Glück funktioniert das Licht oben, das sich dann im Wasser spiegelt das die Wände herunter rinnt. Lustiger Vergleich wenn man vorher aus der Schweiz kommt.

Das krasse Gegenteil dazu ist die französische Autobahn ab Monaco. Eigentlich immer 130 und mit 140 ist man auf der verwaisten linken Spur alleine. Entspannter bin ich noch nie Autobahn gefahren. Sogar die Blitzer werden vorher angekündigt. Und es hält sich sogar so gut wie jeder dran, mit ein paar üblichen km/h Toleranz.

Fazit erstmal für mich: Ich kann es nicht erwarten bis wir ein Tempolimit in D bekommen. 1900km in fünf verschiedenen Ländern in 3 Tagen öffnen mir zumindest da recht deutlich die Augen.

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Hier noch ein paar Eindrücke der Fahrt.


Lindau am Morgen


Schauderhaft, aber es muss sein. Es geht nach Austria.


Tesla Lounge in Bregenz


Autobahn in der Schweiz heißt rekuperieren


…und Panorama


Autogrill


Eindeutig schöner als Münchberg oder Nempitz


San Remo


auf Formel1 Spuren


Tunnel in Monaco


rauf und runter


M3 Taxen gibts hier einige


Entspanntes Fahren in Fance

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ich bin ja eigentlich der mautfrei fahrer und damit fallen die meisten autobahnen ausserhalb deutschlands aus. aber eben neulich durch belgien geschlichen, viel auf 3 spurig mit 120 und dann noch die krönung des zeitlupen 100 fahrens in holland. es war ein genialer moment, wo das schild bundesrepublik deutschland am „grenzübergang“ bei aachen das freie fahren eröffnete und ich als erster mal den akku freigepustet habe :rofl:
tempolimit nö danke !!

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