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Berechnung der Kosten für das Laden zuhause

Da es im Simulationsthread völlig OT ist, aber das Thema offenbar trotzdem interessiert, mach ich mal einen neuen Thread auf.

Fortsetzung der Diskussion von Simulation von SuC-Wartezeiten je nach Auslastung und Größe:

Das ist klar, aber ich kenne keine Versicherung die wegen der Anschaffung eines Elektroautos teurer geworden ist. Aber der Stellplatz fließt in die Berechnungsgrundlage für Grundsteuer, Versicherung etc. ein, ganz unabhängig davon, ob ein Auto vorhanden ist oder nicht.

Genauso sehe ich das beim Stromanschluss. Der ist vorhanden und muss bezahlt werden, ganz egal ob ein Elektroauto daran lädt oder nicht. Das meine ich mit „Sowiesokosten“.

Für meine Entscheidung ob ich zuhause oder auswärts lade, sind nur die variablen Kosten entscheidend, die durch meine Entscheidung entstehen hier oder da zu laden (und natürlich meine Bequemlichkeit).

Was man im Gegensatz zu den anteiligen Stromgrundgebühren aber bei einer Kostenrechnung tatsächlich auf den Arbeitspreis des Stroms dazurechnen sollte, sind die Kosten für die Wallbox samt Installation. Ich würde mich zwar aus bequemlichkeitsgründen immer für eine Wallbox in der Garage entscheiden, aber wenn es rein um Kosten geht, etwa weil man alternativ auch an der Arbeitsstelle laden kann, dann muss man das natürlich auch betrachten.

Gruß Mathie

Das ist genauso, wie beim Laden zu Hause. Da wird auch gerne die Jahresgrundgebühr von €120 vergessen auf den Jahresverbrauch von 2400kWh umzulegen. Macht den günstigen Haushaltstarif um glatt 5ct/kWh teuerer,

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Ist halt immer eine Kalkulationssache. Bei 10.000 KWh Jahresverbrauch sind die Grundgebühren wegen der Fixkostendegression dann egal, bei 2400 KWh wird das gerne übersehen.
OT.: Warst übrigens vor über zwei Jahren der erste Teslafahrer, mit dem ich geredet habe als ich zum ersten Mal am SuC geladen habe.
Erinnern uns immer noch an Dich und Dein legendäres Model S.

Wenn ich ehrlich bin verstehe ich nicht, wieso ich die auch umlegen sollte.
Meine „Grundgebühren“ vom Stromvertrag haben sich nicht geändert, seitdem ich ein EV zu Hause lade. Das heißt die Kosten sind unabhängig von EV und solltem ihm korrekter Weise auch nicht zugerechnet werden.
Was anderes wäre ein eigener Hausanschluss (Zähler) für die Wallbox, oder wenn die Grundgebühr steigt, weil sie nach Verbrauch gestaffelt ist.

LG

Edit: Nachtrag, kaufmännisch verstehe ich das natürlich schon, ist aber in meinen Augen reine Bilanzschieberei und verzerrt die Realität.

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Natürlich müssen die Fixkosten umgelegt werden.
Wenn du 2.000 kWh Strom verbrauchst, legst du die Fixkosten auf die 2.000 kWh um.
Wenn du 10.000 kWh Strom verbrauchst, legst du die Fixkosten auf die 10.000 kWh um.
Pro kWh wird der Fixkostenanteil somit kleiner, trotzdem fällt er für jede kWh an.

Wenn man die Selbstkosten für die Ladung Zuhause wissen möchte, gibt es da meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit.

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Na ja, zur Realität gehört die Grundgebühr dazu und die Bonis abgezogen und dann durch den kompletten Verbrauch geteilt.

Nur so kommt ein tatsächlicher kWh-Preis raus (den man tatsächlich zahlt und den man auch vergleichen könnte).

Bringt ja nix, wenn man 25cent zahlt aber 200€ Grundgebühr hat ggü. 28cent ohne Grundgebühr (bei zB 3000kWh)….dann doch lieber die 28cent ohne nehmen :man_shrugging:

Wäre ja ähnlich, wenn ich sage, ich verdiene mit jeder kWh die ich von der PV verbrauche 12,74cent (habe noch ne Altanlage wo der Eigenverbrauch zusätzlich vergütet wird), ist ja nur die halbe Wahrheit….eher ein Bruchteil :sweat_smile:

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Rein rechnerisches Beispiel:
a) 120 Euro Grundgebühr im Jahr, 30 Cent für die KWh, Verbrauch 3000 KWh, macht in Summe: 120+3000x30=1020€, Kosten pro kWh 1020/3000= 34 Cent
b) 240 Euro Grundgebühr, 25 Cent für die KWh, Verbrauch 10000 KWh, macht in Summe: 240+10000x25=2740, Kosten pro KWh 2740/10000= 27,4 Cent.

Ab wann rechnet sich der Wechsel zum Tarif mit den höheren Grundgebühren und niedrigeren Kosten pro KWh?
120+0,30x=240+0,25x
x=120/0,05
x=2400 KWh
Brauchst mehr, sofern ich jetzt schnell im Kopf richtig gerechnet habe, nimmst den mit den billigeren Grundgebühren

Da es hier OT ist will ich nur kurz dazu Stellung nehmen. Bei Kostenrechnungen gibt es selten nur eine Möglichkeit die Kosten aufzuteilen.

Ich halte die Sichtweise von @Basti_MA für weitaus sinnvoller. Klar kann man sagen, dass das BEV das Fernsehen billiger macht. So eine Betrachtung ist aber mMn nur sinnvoll, wenn man Innerhalb des Haushalts eine Kostenverrechnung macht, bei der die einzelnen Haushaltsmitglieder Energie nach Nutzung zahlen. Also vielleicht in einer WG oder so :wink:

Da ich es für ausgeschlossen halte, dass irgendjemand einen Haushalt ohne Stromanschluss hat, sind die Anschlusskosten „Sowiesokosten“ die wie die Grundsteuer, die Gebäudeversicherung etc aufs Haus bzw. die Wohnung gehen. Rechnest Du die anteilige Grundsteuer und die anteilige Gebaäudeversicherung der Garage zu den Kfz-Kosten?

Die Kosten für die Ladung des BEV zuhause sind dann nur die tatsächlichen Mehrkosten über die „Sowiesokosten“ hinaus. Also der Arbeitspreis für die geladenen kWh.

Wenn man die Aufrechnerei auf die Spitze treiben wollte, könnte man natürlich einen Fall annehmen, bei dem durch den Mehrbedarf des BEV ein Wechsel in oben Stromraif mit höherer Grundgebür und niedrigerem Arbeitspreis lohnen wird. Dann könnte man die Differenz aus den fiktiven Kosten des des alten Vertrag für den Non-BEV-Strom und den Kosten des neuen Vertrags inkl. BEV als Kosten des BEV-Stroms ansetzen…

Da ich aber keine Lust habe das jetzt zu simulieren, am besten noch mit unterschiedlichen Anteilen von Heimladung und Auswärtsladung zu SuC- und Ionity-Preisen, bin ich wieder ruhig und schreibe in „meinem“ Thread nicht weiter OT :wink:

Gruß Mathie

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Natürlich habe ich das gemacht und das hat keine fünf Minuten gedauert. Gleicher Anbieter, gleicher Ökostrom, durch den Mehrverbrauch 8% geringeren Preis pro KWh und um zurück zum Thema zu kommen, so funktionieren ja auch viele der Ladekarten der Hersteller, Vielfahrer nimmt hohe Grundgebühr und niedrige Stromkosten, Wenigfahrer nimmt niedrige Grundgebühr und hohe Stromkosten und genau die werden wir an den SuCs sehen, wenn die offen und der Tesla Preis recht billig ist.
Der, der die Ladekarte mit hohen Grundgebühren hat, wird weiterhin bei Ionity laden, wenn ihn da der Strom billiger kommt.
Der Aspekt muss bei Deiner Simulation aber untergehen, das kannst ja gar nicht darstellen, bedeutet aber auch, dass nicht jedes neue E Fahrzeug auch am SuC geladen wird.
Im Gegenteil, es werden auch immer mehr dazukommen, die nur im Notfall am SuC laden, sofern Tesla keine Dumpingpreise macht.

Danke @Mathie für die Ausführliche Zusammenfassung. Dem ist aus meiner Sicht Nichts hinzuzufügen. Da ich gerade vom Handy schreibe bin ich sehr dankbar, dass ich mir jetzt die lange Antwort sparen kann :wink:

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Eine letzte OT Bemerkung dazu:

Wenn man bei einer Kostengegenüberstellung kaufmännisch alles richtig machen möchte, natürlich. Würde die Gebäudeversicherung z.B. wegen einem Elektroauto in der Garage gegenüber einem Verbrenner steigen, muss das natürlich bei einem Kostenvergleich nachteilig dem Elektroauto zugerechnet werden.

Übertragen auf z.B. die Wasserkosten Zuhause würde man eine Grundgebühr pro m3 ja auch auf seinen kompletten Wasserverbrauch umrechnen.
Schafft sich jetzt jemand einen aufblasbaren Pool an, der jeden Sommer neu befüllt wird, dann rechnet er für die Füllung richtigerweise natürlich mit dem m3 Preis der die Grundgebühr inkludiert und nicht den netto Preis ohne diese Gebühr.
Eine andere Berechnung würde ja zu der irrwitzigen Situation führen, dass eine Badewannenfüllung einen anderen m3 Preis kostet als ein m3 für den Pool, damit würde der übrige Wasserverbrauch im Haus mit den höheren Kosten pro m3 die Füllung des Pools quasi „quersubventionieren“.
Die Ladung eines Elektroautos Zuhause muss der gleichen Logik folgen, falls man sich bei der Kostenbetrachtung nicht in die eigene Tasche lügen möchte.

Entschuldige bitte für OT in deinem Thread hier, ich weiß das mein Text mit dem eigentlichen Thema Simulation von Wartezeiten nichts zu tun hat, aber das wollte ich so nicht stehen lassen.

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Ich hab jetzt mal ein neues Thema zur Kalkulation der Ladekosten erstellt:

Berechnung der Kosten für das Laden zuhause

Dann können wir die interessante Diskussion da ohne schlechtes Gewissen wegen OT fortsetzen :wink:

Gruß Mathie

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Das sehe ich genau so.

Jeder hat schon einen Stromanschluss und relevant sind nur die Mehrkosten, die durch das eAuto entstehen.
Bei mir war das eine Nachzahlung von ca. 580,- € bei der Stromrechnung, für 7 Monate Tesla fahren. Also ein Bruchteil, der üblichen Spritkosten.

Die Kosten für die Wallbox könnte man noch umlegen, wenn man welche hat.
Für ein Mietshaus, das wir gerade sanieren, haben wir auch einen Antrag auf Förderung für 3 Wallboxen gestellt. Mehrkosten ca. 3000,- €, Förderung 2700,- €.
Da lohnt sich das Kalkulieren auch nicht mehr.

Wenn man eine PV Anlage hauptsächlich wegen den eAutos anschafft, wird es komplizierter, wenn man das korrekt rechnen möchte.

Ich habe mir das Rechnen inzwischen abgewöhnt.

Auf das Dach kommen so viele Panele, dass man keine Dachziegel mehr sieht und die Kosten kommen irgendwann wieder rein.

Ob, wann oder wie viel die Anlage mal was einbringt, ändert an den laufenden Kosten vom Haus nicht so viel, dass ich deswegen Konkurs anmelden muss.

Für die Umwelt, das Gewissen und die Optik vom Haus ist es auf jeden Fall gut.

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Sorry schonmal im Vorfeld, dass es etwas länger wird… jetzt bin ich am Rechner und es hat mich doch gepackt :stuck_out_tongue_winking_eye:

Um zu wissen, was dich der m³ Wasser wirklich kostet ja (auf den ganzen Haushalt bezogen)

Das hängt davon ab, WAS genau du berechnen willst. Wenn du wissen willst, was eine Füllung des Pools, ohne Bezugnahme zu deiner sonstigen Kostenstruktur (oder eher Bilanz), absolut an Kosten verursacht, dann ja. (sozusagen Brutto-Kosten)
Wenn du aber berechnen möchtest, was dich die jährliche Füllung deines Pools wirklich kostet (also nicht welche entstehen), dann musst du streng genommen folgendermaßen rechnen:

Gesamtkosten_Poolfüllung =
(Verbrauch_Pool * (Verbrauchspreis_Wasser + (Grundgebühr_Wasser/Verbrauch_gesamt)) -
(Verbrauch_Haus * ((Grundgebühr_Wasser/Verbrauch_Haus)-(Grundgebühr_Wasser/Verbrauch_gesamt)

Denn nur durch den Block „- (Verbrauch_Haus * ((Grundgebühr_Wasser/Verbrauch_Haus)-(Grundgebühr_Wasser/Verbrauch_gesamt)“ wird deine Bilanz korrigiert, da du durch den höheren Verbrauch auch auf den Restverbrauch eine niedrigere Fixkostenumlage hast. Diese musst du dann bei den Füllkosten in Abzug bringen.

Oder du rechnest einfach nur die reinen Verbrauchskosten auf die neu hinzugekommene Menge, dann kommst du auf das gleiche, weil sich der Rest rauskürzt :wink:

Fiktives Beispiel Pool (um es nicht zu kompliziert zu machen ziehe ich Frischwasser und Abwasser im Verbrauchspreis zusammen)

  • Wasserverbrauch Haus 100 m³/Jahr
  • Wasserverbrauch Pool 30 m³/Jahr
  • Grundpreis Wasseranschluss 30€ /Jahr
  • Verbrauchspreis Wasser 5€/m³

Absolute Zahlen:
Kosten ohne Pool (p.a.): 30€ + (100m³ * 5€/m³) = 530€ → 5,30€/m³
Kosten mit Pool (p.a.): 30€ + ((100m³ + 30m³) * 5/m³) = 680€ → 5,23€/m³
Wir sind uns unstrittig, dass die durch den Pool verursachten Mehrkosten 150€ betragen.

Berechnung Kosten wie im Thread vorgeschlagen:
Verbrauch Pool * (Verbrauchspreis + Anteil Grundgeb.) =
30m³ * (5€/m³ + 30€/130m³) = 30m³ *5,23€/m³ = 156,92€ ← FALSCH

Berechnung korrekt (Formel siehe oben):
(30m³ * (5€/m³ + 30€/130m³)) - (100m³ * (30€/100m³ - 30€/130m³))
= (30m³ * 5,23€/m³) - (100m³ * (0,3 - 0,2307…)€/m³)
= 156,92€ - (100 * 0,692…)€
= 150€ ← RICHTIG

Berechnung kurz:
Verbrauch Pool * Verbrauchspreis = 30m³ * 5€/m³ = 150€ ← auch RICHTIG

Ja und nein. Die Frage ist auch hier um was es dir geht.
Wenn du wissen willst, was die Füllung deines Pools (oder Ladung deines Autos) für Auswirkungen auf deinen Kontostandt hat, dann musst du auch den positiven Effekt auf deine anderen Kosten berücksichtigen, oder es raus kürzen.
Wenn du wissen willst, was „auf der Rechnung steht“, dann kann man stumpf ne Vollkostenrechnung machen.

Mir persönlich ist die Auswirkung auf meinen Kontostand deutlich wichtiger :wink:
Da es den meisten Menschen eigentlich um eine „Gewinnbetrachtung“ und nicht um eine „Kostenbetrachtung geht“ ist deine Aussage falsch :wink:

Klar geht das ganze davon aus, das die Grundgebühr nicht Verbrauchs abhängig ist, das hatte ich ja vorhin geschrieben. Da muss ich dann eben den „komplizierteren“ Weg über ne Vorher-Nachher-Rechnung oder die komplette Formel gehen.

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Wenn wir ehrlich sind, dann interessiert dies nur die Erbsenzähler.
Der 0815 Verbraucher rechnet so:

Betriebsstoffkosten altes Fahrzeug: X
Betriebsstoffkosten neues Fahrzeug: Y

X - Y = Z

Z kann jetzt positiv oder negativ sein.

Den 0815 Fahrer interessiert nur Z.
Nicht mehr nicht weniger.

Der gesamte Weg wie man zu X und wie zu Y gelangt kann hier stark nach Land/Ort/Dorf variieren, da ggf. unterschiedliche Businessmodelle der Betriebsstofflieferanten vorliegen.

Es wird sich kaum ein 0815 Fahrer hier mit Formeln à la (n + (a * b)) - (m + (x * y)) = z
befassen, oder gar noch n/m in seine Bestandteile aufspalten.

Das werden nur ein paar wenige Erbsenzähler machen.

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Bin ich dabei. Die Formeln dienen nur dazu zu zeigen, dass man eben doch so rechnen kann (oder auch sollte) :wink:

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TCO ist eigentlich das wichtigste. Aber damit befassten sich kaum welche. Da würde man ja sehen was ein Auto wirklich kostest.

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Das passt so nicht. Die Formeln lauten:
Gesamtkostenfunktion:
K(x) = Kfix (Grundgebühr) + kosten variabel (Verbrauch x Preis)
Stückkosten:
k(x) = Kfix/x+kvar

Kosten ohne Pool siehe oben
30 + 100 * 5 = 530
Kosten pro m3 = 5,30
Verprobung: 5,30 * 100= 530
Kosten mit Pool:
30 + 130 * 5 = 680
Kosten pro m3 = 5,23
Verprobung: 5,23 * 130=680
Ist die Fixkostendegression.

Genau so will es übrigens auch das Finanzamt bei mir wissen.

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Das sollte man auf keinen Fall machen.
Gehört zu den Sachen die man nicht wirklich wissen will.

:see_no_evil::joy::man_shrugging:t2:

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Deine Rechnung weiter oben widerspricht sich dezent.
Du musst dich schon für ein Modell entscheiden.
Plötzlich bleibst du bei der identischen Grundgebühr?
Hmmm…