Behebung eines selbstverschuldeten Rangierschadens

Guten Abend liebe TFF-Community,

ich hoffe das Thema passt hier einigermaßen hin und ich wünschte ich müsste diesen Beitrag nicht verfassen.

Leider ist es bei meinem Model 3 zu einem selbstverschuldeten Rangierschaden gekommen. Meine Frau hat leider beim Rückwärtsfahren ein anderes Auto mit der Heckschürze links bzw. dem Kotflügel hinten links touchiert. Die Beschädigungen am Tesla könnt ihr grob den Fotos entnehmen: Kratzer an der Heckschürze, dem Kotflügel und dort auch ungünstig eingedrückt.





Ich beabsichtige den Tesla in wenigen Monaten zu verkaufen. Gibt es Erfahrungen, mit wie viel Abzügen die bekannten gewerblichen Käufer bei solchen Schäden rechnen? Repariert und nicht repariert?

Weiter möchte in Kürze auf einen Tesla Bodyshop in meiner Nähe (Hannover) bzgl. Kostenvoranschlag zugehen. Die Reparatur würde ich dann mit 300€ SB über die VK-Versicherung abwickeln lassen. Allerdings treibt mich hier noch etwas die Sorge, dass das Auto je nach Umfang der Reparatur, dann als Unfallwagen gilt. Aus Laien-Sicht sollte es ja nicht mehr sein, als das „Ausbeulen“, Spachteln und Lackieren von Heckschürze und Kotflügelbereich, aber bei Tesla weiß man ja nie :confused: Oder hat auch hier jemand schon Erfahrungen mit der Behebungen ähnlicher Schäden gemacht?

Vorab vielen Dank!

Das ist danach definitiv ein Unfallwagen. Da gibt es nix zu rütteln. Wenn VS bei VK einen SV schickt, weißt der den merkantilen Minderwert im Gutachten nicht zwingend aus. Ich würde von knapp EUR 2.000 ausgehen, was der reparierte Wagen weniger bringt.

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Wenn das fachgerecht repariert ist, ist meines Erachtens kein so hoher Wertverlust zu erwarten. Ich hatte vor 6Jahren einen Golf GTI in Zahlung gegeben bei dem die Motorhaube neu lackiert und die Fahrertüre ausgetauscht werden musste. Das war damals ein Schaden von über 3.000 Euro. Der DEKRA Gutachter hat mir dafür nur 500 Euro Wertverlust abgezogen.

Ich will mein Model 3 auch gerade bei WKDA in Zahlung geben. Bei meinem sind die Sommerreifen jedoch abgefahren. WKDA hat mir aber geraten, die Sommerreifen nicht vorher zu erneuern, da es kaum Abzug dafür geben würde. Auch bei leichten Karosserieschäden würde es sich nie lohnen, den Schaden vor dem Verkauf zu beheben. Ich würde Dir empfehlen, den Wagen mit dem Schaden zu verkaufen. Wenn Du deine VK nutzt, wirst Du in der VK im Schadenfreiheitsrabatt zurückgestuft. Das lohnt sich bei so einem kleinen Schaden nicht!

Die Bagatellgrenze dürfte hier deutlich überschritten werden, daher gilt der Wagen als Unfallwagen. Diese Tatsache ist nach gängiger Rechtssprechung offenbarungspflichtig, muss also aktiv angegeben werden.

Ich würde den Schaden beim Body Shop schätzen lassen. Anschließend kannst du gut beurteilen, ob du den Wagen mit oder ohne Schaden verkaufen willst und auch, ob eine Abwicklung über VK finanziell (vor allem perspektivisch aufgrund SF-Rückstufung) lohnt.

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Rein Interesse halber… und wieviel weniger wenn man überhaupt keine Reparatur durchführen lässt? Das würde ich zumindest vorher checken, ob sich eine Reparatur überhaupt monetär lohnt, oder man den Wagen nicht lieber mit offenen Mängeln verkauft. Hubs, sehe gerade, wurde schon 2 Beiträge weiter oben vorgeschlagen…

Hatte einen ähnlichen unverschuldeten Unfall mit nem anderen Auto,
Vor 4 Jahren hat sowas 5,5 Tsd gekostet. War aber Multi-Coat Farbe.
Musst bedenken, dass du dann wahrscheinlich deine VK ins Boot holst mit steigenden Beiträgen. Und dann stehst du mind. 2 Wochen ohne Auto rumY

Kurz - ich würde so verkaufen und einen Preisabzug bis ca 5k akzeptieren.

Moin, ich würde erstmal den Bereich ordentlich polieren um den echten Schaden zu sehen. Danach sieht es schon viel besser aus;). Und an sich ist der Schaden ja ziemlich minimal. Die Stoßstange muss nur lackiert werden, wenn man das so sieht und vermutlich ein neuer Kotflügel… Zumindest wenn es über die Versicherung geht. Wenn du selbst zahlst, kann das ggf auch repariert werden. Am Auto ist aber ziemlich sicher nichts beschädigt, dass ist nur ein Stück der „Außenhaut“. Das sollte man dem Käufer erzählen, aber eine große Wertminderung ist das sicher nicht.

Dann entsprechend der Kosten, die eine Reparatur verursachen würde.

Das auf dem Bild ist kein kleiner Schaden, wo man erstmal polieren sollte, was hier angeraten wird.

Wenn das Seitenteil ausgetauscht werden muss (ist wahrscheinlich bei der in Bild 3 zu sehenden Verformung) ist das ein Schaden zwischen 6k und 10k.

Wegen Wertminderung (nach Instandsetzung): Das ist ein fast neues Fahrzeug, das z. Z. in der identischen Konfiguration x-fach am Markt verfügbar ist. Da kann jeder sich selbst beantworten, wieviel weniger er für einen „Unfaller“ bereit zu zahlen ist.

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Also… unterschätze die Kosten nicht. Wir hatten mit unserem M3 eine Kollission mit einem Fuchs. Teilkaskoschaden. Der Stoßfänger wurde im Bodyshop gewechselt. Incl. Lackierung und Arbeitsleistung waren das rund 3.000 EUR.

Meiner Mutter ist letzten Juni ein Moped Fahrer hinten rein gebumst. Über 14000 € schaden.
Alles im Bodyshop machen lassen. Konnte es dann zum gleichen Preis verkaufen, wie einFahrzeuge ohne Unfall. Der Käufer wollte nur die Rechnung und das Gutachten sehen.

Ich würde das auch so machen wie @AirFrance und @Smechi vorgeschlagen.

Ein Hamburger Händler hatte mir bei Verkaufsvorgesprächen einmal für den hypothetischen Fall eines Unfalls nach Vertragsschluss vor Abgabe gesagt, dass ich dann das Geld von der VK voll bekommen könnte und er weniger als diesen Betrag vom KP abziehen würde, da er Möglichkeiten habe das günstiger als im Kostenvoranschlag zu reparieren.

Händlername gern per PN (hatte übrigens nicht an ihn verkauft).

Nicht vergessen: Frauchen trösten und netten Abend mit ihr verbringen :upside_down_face:

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Zum Vergleich:
Dieser Schaden bringt 2000€ weniger bei einem bekannten finnischen Händler wenn man ihm ihn so auf den Hof stellt. (nicht an dem blauen Gekritzel stören, hab nur mein Gesicht verdeckt. :smiley: )


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Der „Kotflügel“ ist ein Teil mit dem Schweller. Das Karosserieteil heißt „Rahmen links“ und kostet ca. 650,00 € plus Einbau. Daher ist die Schätzung von 5k (@AirFrance) glaube ich realistisch, wenn nicht zu niedrig.

Egal, ob Austausch oder Reparatur - es ist und bleibt ein Unfallschaden. Eine ausgetauschte Tür oder ein ausgetauschter Stoßfänger ist hingegen kein Unfallschaden mehr, weil nichts von dem Schaden oder seiner Beseitigung zurückbleibt.

Ich seh da locker 8000 Euro im Bodyshop. Seitenteil wird rausgetrennt bis in den Schwellerbereich der Tür, Rest sind Lackierung etc. Ausbeulen und ziehen des Kotflügels wird nicht gemacht, weil Stahl und Alukomponenten verklebt sind. Der Kleber könnte reißen und Feuchtigkeit eindringen .

Lass dir doch von WKDA ein Angebot machen, dann kannst du abschätzen wie hoch der Abzug ist.

Vielen Dank für eure damaligen zahlreichen Antworten. Ich bin immer ein Freund davon, auch ein Update zu einem Thema zu geben, wenn sich etwas getan hat.

Ich habe mich dagegen entschieden, es reparieren zu lassen. Und ihn eben so mit den bekannten Schäden + weiteren Kratzern an der Heckschürze hinten rechts und ganz leichten Bordsteinschäden an den Felgen für 52.500 € an trustauto.dk verkauft. Bei dem Preis hat mir sicherlich auch die Preiserhöhung seitens Tesla in die Karten gespielt.

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