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Batteriewerte auslesbar per OBD-Schnittstelle bei Model S aus 2014?

Nach langer Zeit der Inaktivität hier im Forum möchte ich mal wieder einen Beitrag schreiben. Mein Model S aus 2014 ohne Autopilot fuhr die letzten Jahre recht klaglos, und auch die Softwareupdates der letzten vier Jahre brachten für meinen Tesla keinerlei Verbesserungen mit sich. (Habe seit drei Jahren auch keine mehr gemacht) Daher gab es keinen Grund für mich, im Forum aktiv zu schreiben, da ich bei den „neuen Themen“ nicht mitreden kann.

Anlaß dieses Beitrags ist die Fehlermeldung „Maximaler Batterieladezustand wird begrenzt“, die mich Anfang September im Display anleuchtete.
Siehe auch Diskussion von „maximaler Batterieladezustand wird begrenzt“.

Mein Wagen brach das Laden denn auch bei nur noch „80 km typical“ ab, und so blieb mir nur noch die Fahrt in das Servicecenter, bevor ich mit noch weniger Ladezustand irgendwo liegenbleibe.
Seitdem steht er dort und es findet sich keine Diagnose. Auch mein Hinweis, daß es doch bestimmt der Akku sei, der defekt ist, wurde „ignoriert“ mit der Aussage, daß man nicht reingucken könne in das Auto. Denn zusätzlich zu der Batteriefehlermeldung ist mein Tesla auch „offline“, kann sich also nicht mehr mit den Teslaservern verbinden.
Auf meine Frage, ob man denn nicht über die OBD-Schnittstelle Daten auslesen könne, hieß es „Tesla hat kein OBD, der Wagen kann nur online ausgelesen werden“.
Stimmt diese Aussage? Gibt es tatsächlich Autos von Tesla, die keine OBD-Schnittstelle haben?

Laut diesem Beitrag hat sich lediglich der Ort des OBD-Steckers verändert, aber OBD gibt und gab es immer:
https://teslawissen.ch/tesla-obd2-schnittstelle-auslesen/
Und laut diesem Beitrag könne man auch interessante Batteriewerte auslesen, was für die Diagnose meines Model S sicherlich sehr hilfreich wäre.

Mir war die letzten Jahre zwar schon aufgefallen, daß die Serviceleistungen immer schlechter wurden, aber was ich aktuell erlebe läßt mich an der Marke Tesla als ganzes zweifeln.
Mein Wagen steht seit anderthalb Wochen im Servicecenter und es gibt keinen Millimeter Fortschritt. Ich habe mittlerweile den Eindruck, daß Tesla sein Garantieversprechen (8 Jahre Garantie auf den Akku) nicht einhalten möchte.
Auch die Kommunikation war sehr mühsam und fehleranfällig. Alleine schon, herauszufinden, welche Nummer man anrufen kann, um Tesla zu erreichen, und dann geht immer auch erst ein Sprachcomputer dran…
Email oder Schriftverkehr über die Homepage existieren auch nicht. Das Wort Service existiert quasi fast gar nicht mehr bei Tesla ist mein Eindruck.

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Kommunikation eigentlich nur über die App, wird auf Wunsch morgens zurückgerufen.
OBD unter dem Centerscreen, das kleine Fach muss dazu raus.
Welches SeC?
3 Jahre keine Updates sind evtl nicht ohne Probleme.
Das hört sich aber nicht gut an. In den 8 Jahren sollte das doch behoben werden.
Viel Glück!

Tesla kann natürlich auch das Auto mit derem eigenen Diagnosegerät (Toolbox) auslesen. Dieses wird physisch angeschlossen und das Tool kann auch ältere Softwarestände bedienen. Zur Not müsste halt ein SW Update durchgeführt werden.

Du müsstest ja auch ein Update bereit liegen haben welches nur auf die Installation wartet. Ob dieses allerdings jetzt mit aktivem Fehler im System so einfach installiert werden kann ist nicht sicher. Wäre auch interessant ob das Update welches evt. bereit liegt schon so neu ist, daß die Verbindung zum Tesla Server wieder aufgebaut werden würde (sofern sich dieses Update installieren lassen könnte).

U.U. könnte es auch helfen direkt beim SeC vorstellig zu werden damit zumindest mal die Diagnose durch Tesla gestartet wird.

Schönen Dank schonmal für Eure Antworten und Vorschläge. Somit hat also wohl auch mein Tesla eine OBD-Schnittstelle? Dann frage ich mich schon, warum mir etwas anderes erzählt wird. Das macht mich sehr stutzig, gelinde gesagt.
Bzgl.

==> hier beißt sich die Katze dummerweise in den Schwanz. Da mein Tesla nicht mehr online ist, kann ich mich auch nicht mehr in die App einloggen. Das ist ein ganz geniales Softwaredesign, daß vor dem Einloggen in die App eine Verbindung zu einem konkreten Tesla hergestellt werden muß. Vorher sind keinerlei Features der App ntuzbar, damit auch keine Servicetermine verwaltbar.

@migselv: ich war ja Anfang September persönlich beim SeC um den Tesla abzugeben. Zu dem Zeitpunkt ging ich noch davon aus, daß Tesla weiß, was zu tun ist bei dieser Fehlermeldung.
Wenn ich denen jetzt erzähle, daß sie doch die Batterie-Werte über OBD auslesen können, nachdem mir der eine Mitarbeiter bereits gesagt hatte, daß es kein OBD gäbe und sie seit anderhalb Wochen versuchen eine Diagnose zu erstellen, dann würde das ja so rüberkommen als wüßte der Kunde besser Bescheid als die Fachleute. #feelsbadman

Eine OBD ist in Deutschland/EU für die Zulassung seit 2001 (Benziner)/2004 (Diesel) Pflicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Fahrzeug, auch wenn es eine BEV ist, im Jahre 2014 ohne OBD/OBD2 eine Zulassung bekommt.

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Die Sache ist ja, daß die standard OBD Schnittstelle im Fußraum (die Pflicht ist) nicht genutzt werden kann um eine Kommunikation mit dem Fahrzeug (bzw. den wichtigen Steuergeräten) herzustellen.
Hierfür muß der Teslaeigene Diagnosestecker unter der MCU genutzt werden. Tesla hat auch das passende Tool dazu (nennt sich Toolbox).

Ich sehe kein Problem darin Tesla darauf hinzuweisen. Die Service Advisors haben auch nicht immer den vollen Überblick über die Technik.

Nachdem jetzt schon so viel Zeit vergangen ist ohne jegliche Fortschritte könnte man noch mal vorstellig werden und freundlich aber bestimmt nach der weiteren Vorgehensweise fragen.
Wenn Tesla meint, daß ein SW Update nötig ist für die weitere Diagnose, dann hat das SeC jedenfalls die besten Vorraussetzungen das Update einzuspielen.

Da hast jetzt richtig Pech.

Bei der 2020 sw hat Tesla für solche fälle ein ssh zertifikat hinterlegt.
In deinem Fall kann dein Wagen die selbst generierten Token nicht an Tesla übertragen.
Sie ändern sich auch nicht ohne Verbindung zum Server, nur wird Tesla die alten weggeworfen haben.

Lösung wäre ein aktuelles Update einzuschleusen über den Anschluss vom IC, fals Tesla deine Vpn Zertifikate nicht gesperrt hat, Tesla kann aber über umwäge dan wieder rein.

Toolbox braucht auch die token um das gateway aufzusperren.

Sorry, aber weißt du warum seit 3 Jahren keine Updates aufgespielt wurden? Der Diagnoseport ist ja auch nicht einfach so offen, sondern muss freigeschaltet werden. Und wie Werner schon schreibt, wenn der Wagen komplett offline ist, weil Updates seit Jahren nicht eingespielt wurden, wird das schwierig.

Vielen Dank schonmal für Eure sehr profunden Hinweise und Lösungsansätze.
Ich habe den Threadtitel angepaßt, da Teslas also anscheinend doch eine OBD-Schnittstelle haben.

Die Frage wäre jetzt also konkreter, ob sich über die OBD-Schnittstelle die Akkuwerte in ausreichender Detailtiefe auslesen lassen, so daß beurteilt werden kann, ob es nur der Akku ist, der diese Fehlermeldung („Maximaler Batterieladezustand wird begrenzt“) verursacht. Dann würde ein Austauschen des Akkus mein Model S wieder fahrtauglich machen.

Die andere Baustelle, daß er nicht mehr online gehen kann, weil die Software nicht mehr mit den neuen Teslaservern kommunizieren kann, ist im Grunde zweitrangig. Das Auto soll ja fahren und nicht telefonieren.

@migselv, @Werner22: Eure Antworten hören sich so an, als ob Ihr selber bei Tesla arbeitet oder mal dort gearbeitet habt?
Könnt Ihr dem SeC „unter die Arme“ greifen, oder denkt Ihr, daß die Mitarbeiter dort bereits alle Eure Vorschläge umgesetzt haben, und mein Wagen jetzt nur noch Schrottwert hat? (Wobei mein eigentliches Problem ja die fehlende Akkukapazität ist, und nicht daß keine neue Software aufgespielt werden kann).

Ich frage mich auch, warum anscheinend niemand mehr bei Tesla arbeitet, der diese Fehlermeldung interpretieren kann. In der Firma wo ich arbeite wird jeder Built-In-Test genau spezifiziert, so daß im Fehlerfalle der „Schuldige“ schnell gefunden werden kann, weil nur bestimmte Fehlerbilder zu genau dieser einen Fehlermeldung führen können. Selbst noch viele Jahrzehnte nachdem die Geräte ins Feld gingen.
Warum geht das nicht bei Tesla, das ist doch mittlerweile ein Riesenladen. Wobei letzteres wahrscheinlich auch ein Problem ist: viele Mitarbeiter, keiner fühlt sich verantwortlich, hohe Fluktutation, das Wissen verläßt die Firma, etc.

@ensor: Du schreibst, ein Aufspielen der neuen Software wäre schwierig wegen Offline-Status. Im Moment habe ich sogar eher die Befürchtung, daß es unmöglich geworden ist, da Tesla anscheinend alle Brücken hinter sich abgerissen hat.

Im US Forum habe ich gelesen, dass FZ, die sich über einen gewissen (sicher langen) Zeitraum nicht online melden als „abandoned“ behandelt werden. Also quasi wurde aus Tesla Sicht das Fz ausser Betrieb genommen. Es wusste aber niemand, was dann tatsächlich nicht mehr geht.

Aus meiner Sicht passt der Titel nicht. Natürlich kann man die Daten auslesen und OBD heisst nur OnBoardDiagnostics. Tatsächlich müsste es aktuell OBD II heissen, dies wäre dann der aktuell Standard. Darüber laufen softwaremässig verschiedene BUS Protokolle, z.B. K-bus, VAG, ISO, etc.

Du musst nur den richtigen Adapter zum Diagnose-Stecker unter der MCU haben. Es gibt da zwei Versionen, also darauf achten, dass Du den richtigen bestellst. Dann den OBD zu USB oder OBD Bluetooth Dongle draufstecken und mit dem Handy verbinden. Dann die Software, welche Dir passt kaufen (um die 9 Euros) und schon kannst Du das Teil auslesen.

Sagen wir so ich hab die mcu studiert.

https://tff-forum.de/t/mcu-emmc-repair-ohne-passendes-image/33922

Ja man kann die batterie mit scan my tesla auslesen, nur hald toolbox kanns nicht.

Ob Tesla die Akkuwerte per OBD auslesen kann oder nicht bleibt unklar, aber zumindest hat Tesla es jetzt geschafft, die neue Software auf mein Model S aufzuspielen.
Hat in Summe wohl 18 Arbeitsstunden gekostet und es konnte nur ein Servicemitarbeiter aus Kopenhagen die Vorgehensweise beschreiben. Das klingt schon sehr verrückt.
Auch etwas unschön ist, daß ich für „das Aufspielen einer Software“ einen vierstelligen Betrag an Tesla bezahlen werden darf.

Was aber ein Lichtblick ist: Tesla hat endlich die Akkuwerte ausgelesen und kam dann (wie ich es bereits erwartet hatte) auch selbst zu dem Schluß, daß der Akku defekt ist. Garantie greift also.
Wenn alles gut läuft kann ich Ende nächste Woche, also drei Wochen nachdem der Wagen abgegeben wurde, endlich wieder mit meinem Model S fahren, ohne alle 50 km aufladen zu müssen. So viel ist der alte Akku momentan noch bereit aufzuladen. Bzw. ist das hypothetisch, denn der Wagen stand dann diese drei Wochen ohne gefahren zu werden im Tesla Servicecenter. Ein Stück Blech mit Schrottwert, so kam er mir in dieser Zeit vor.

Bei Euch möchte ich mich für Eure konstruktiven Beiträge bedanken. Es hat mir zumindest ein wenig erklärt, warum die Tesla Servicemitarbeiter so lange so hilflos waren.

Wenngleich ich immer noch nicht verstehe, warum sie die OBD-Schnittstelle nicht benutzt haben und auf Biegen und Brechen die Akkuwerte auschließlich über Teslaserver auslesen wollten. Das hätte meine „autofreie“ Zeit sicher verkürzen können.

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Soweit ich das Tesla-Vorgehen bei Garantie-Reparaturen verstehe bzw. mitbekommen habe, muss das Service-Center jemanden in den USA „beweisen“, dass ein Problem besteht. Dieser Mitarbeiter gibt dann die Freigabe oder verweigert sie. Beim Akkuzustand zählen dann vermutlich nur die Angaben aus der Toolbox, die wohl nur über die Netzwerkschnittstelle zugreifen kann.
Da die für Dich geltenden Garantiebedingungen noch keinen Zwang zu Softwareupdates beinhalten, könntest Du überlegen einen Anwalt einzuschalten, der dir zumindest erstmal die richtige Vorgehensweise beim Bezahlen der Rechnung (unter Protest) empfehlen sollte. Ohne Bezahlte Rechnung wird Tesla das Fahrzeug wohl nicht herausgeben. Dann kann sich auf den harten und steinigen Weg begeben, sein Geld vielleicht zurück zu bekommen.

Mir gaben sie bei nem retrofit nen erlagschein mit, bei ersatzteiln die ich abholte das gleiche.