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Batterie Heizung

… wenn Fachleute simpeln … :laughing:

Wir reden von 60kW Reku-Leistung. Wenns der Akku nicht schlucken kann (weil kalt oder voll), muss die Energie thermisch oder in einem 2. Speicher elektrisch gespeichert werden. Kostet Geld, Platz und Gewicht. Geld OK, aber das Mehrgewicht reduziert unterm Strich die Reichweite.
Gerhard

Wobei bei den Teslas wohl niemand wirklich auf das Gewicht geachtet hat…

Ach ja? Wie erklärst du dir dann, dass der Wagen trotz 600 Kg Akkupack im Boden nicht schwerer ist als eine Mercedes S-Klasse?

Beim Model S hat Tesla sehr wohl auf das Gewicht geachtet. Wozu wohl die Alukarosserie?

Der Akku selbst wiegt keine 600kg sondern die ganze Einheit, die auch aussteifende Aufgaben übernimmt. Eine Mercedes S Klasse hat auch eine funktionsfähige Heizung und ganz andere Komfortfunktionen die alle auch ihr Gewicht haben.

Also Leute,

ich verstehe das ganze Theater nicht! Heizt Euer Auto 10 - 15 Min vor. Dann ist es innen schön warm und der Akku ist soweit vorgeheizt, dass >50% Reku drin sind. Dann vorausschauend fahren und alles ist gut.
Alles andere ist Aufwand, der durch die Einsparung einfach nicht zu rechtfertigen ist.

50% Reku ist vernünftiges Supercharging nicht möglich!

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Wenns richtig kalt ist sind 15 Min. viel zu wenig. Da bist Du noch weit weg von 50% Reku.
Passend dazu: youtu.be/mw7Ua1Q1EYc (von: Jorgen Winther-Larsen)
war eh schon öfter verlinkt.

Fahrt Ihr direkt zum SuC?? Ich fahre da immer 50 - 100 Km, dann ist der Akku warm!
Mit 50% Reku dauert es am SuC etwa 15 Minuten, dann ist der Akku auch entsprechend angewärmt (Range Mode off).

Also ich stelle den Ladetimer immer so ein, dass er etwa 1 Stunde vor Abfahrt lädt und ca. 15 Min vor Abfahrt den Innenraum vorheizt.
Dann ist alles gut. Ok, er lädt nur einen Teil der Zeit, den größten Teil der Stunde wärmt er den Akku.

Zu dem Video: Wenn man das Auto mit 10% Restladung in einer solchen Kälte abstellt, dann kann man halt nur mit Ladekabel vorwärmen. Aber man wird ja beim Abstellen vorgewarnt.

Im Urlaub stand das Auto bei -22 Grad im Freien, da dauert es fast eine Stunde bevor überhaupt das Laden anfängt. Ist aber kein Problem, muss man halt nur Wissen.

Klaus, könntest du dazu etwas umfangreicher berichten? Mir steht der erste Winter mit dem Tesla noch bevor und das interessiert mich sehr um optimal vorbereitet zu sein. Ein Video von Jørgen Winther-Larsen (ein Freund von Björn Nyland) dazu hab ich schon gesehen, da wird das Verhalten via App beobachtet und schön erläutert. Technische Details fehlen aber.

Wie sieht es z.B. aus, wenn der Wagen an Schuko (10-13A einphasig) hängt? Wird da nach Priorität Zeit gehandelt (Strom für Vorheizen kommt teilweise aus dem Akku) oder nach Priorität Stromquelle (alles ab Steckdose, aber dadurch langsamer)? Innenraum- und Batterieheizung können ja bis zu 6+6kW ziehen (weniger bzw. gar nichts wenn RangeMode = ON), da kommt also selbst der UMC an seine Grenzen.

Und „Fast eine Stunde bei -22°C“ wie du schreibst: Gilt das für CEE16A (rot, 3 Phasen, max. 11kW) oder für welchen Anschluss?

Dass der Akku vorgewärmt wird, bevor der Ladevorgang beginnt ist klar. Genauso bei der Reku. Meine im Service Menu die Zieltemperatur von +3°C gesehen zu haben. Doch wie zeigt sich das im Alltag? Gibt es allenfalls sogar Situationen, die problematisch sein können wie z.B. das Programmieren des Ladebeginns und eine (für Laien unerwartete) Verzögerung von 1-X Stunden bis zum gewünschten Ladestand?

@tornado7:
Logisch wäre es, das deine 2KW mit Schuko erst nur zum Batterieheizen eingesetzt werden und dann zum Laden der selben. Da ist es unerheblich ob Schuko oder CEE16 verwendet wird und das hat Jørgen ja auch gezeigt. Du bekommst am Anfang eben keinen Ladezuwachs, erst nach einer Weile. Nur dürfte die Weile bei Stromzufuhr über Schuko etwas länger dauern … eigentlich sehr lange … wenn wir es linear ansetzen, so dürfte die Ladezeit sich ungefähr versechsfachen. Dazu kommen Wärmeverluste bei Schuko, weil die Batterieheizung nur auf Sparflamme fährt. Würde da auf eine Verzehnfachung an Aufwärmzeit gegenüber 11KW tippen, bevor überhaupt mit Laden angefangen wird. Dies wohlgemerkt bei der Situation welche Jørgen in seinem Video beschrieben hat.

Gruß,
SB.

Batterieheizung auf Sparflamme - wie soll das gehen? Das Ding auf Seite 1 ist ein 3,5kW Durchlauferhitzer, der wahrscheinlich direkt von der Batterie ueber einen Schalter gespeist wird. Mit 2kW Ladeleistung kommen 50% Heizleistung aus dem Akku. Einen eiskalten 0%-Akku wird man so gar nicht mehr laden koennen.
Gruss, Gerhard

Deswegen, müßte die Ladestrategie anders aussehen, nämlich den Akku gar nicht erst auskühlen lassen sondern schon warm an die Steckdose hängen. Bei max. 2,3KW ist nicht viel zu holen.

Ich habe nicht gesagt, das das praktikabel ist. Nur was willst du machen wenn du zum Skifahren bist und an der Hütte nur Schuko vorhanden ist? Ich würde nicht den Akku auskühlen lassen, vielleicht sogar den Campermode beim Laden bemühen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Das Szenario bei Jørgen war doch 10% SoC und kalter Akku bei minus 22 Grad. Bei Schuko hätte hätte ich versucht den Akku warm zu halten und das um jeden Preis.

Viel sinnvoller wäre es hier gewesen gleich bei Ankunft zu laden, wenn der Akku vom Fahren noch warm ist.

Richtig. Ich mach das immer so (wenn möglich).

Freilich wäre dann bei Jürgen kein Cooles Video draus geworden…

Hallo,

ich kann da nur meine Beobachtung schildern.

Also -22 Grad, komplette Nacht im Freien.
Am nächsten Morgen bin ich dann in die Garage gefahren und habe über UMC Schuko begrenzt auf 10A angesteckt.
Heizung war und blieb die ganze Zeit aus!
Ladestromanzeige 0 :open_mouth: und das über sehr lange Zeit. Ich war entsetzt (hatte halt noch keine Ahnung). Irgendwas kaputt, sch… das Auto ladt nicht, was nun :open_mouth: :open_mouth:
Nach gefühlt mehreren Tagen (waren etwa 30 Minuten) ging dann der Ladestrom langsam hoch 1 A - uahhhh, er lädt :slight_smile:
Dann wurde es langsam mehr bis er so nach etwa 1 Stunde mit den eingestellten 10 A geladen hat :stuck_out_tongue: .

Noch schlimmer war die erste Fahrt im Winter, auch so mit -20 Grad über Nacht und ich überhaupt eine Ahnung und blauäugig ohne Ende. Am nächsten morgen wollten wir heim fahren. Da der Akku ziemlich leer war (ca. 70 Km typ) bin ich mit der ganzen Familie zum Suc gefahren und wolte mal zeigen, wie schnell das MS lädt. Dabei ist mir aufgefallen, Reku nahezu 0,00. Na ja, waren ja 30 Km bis zum SuC, aber nix da immer noch Reku 0,01.
Am SuC angesteckt, Ladeleistung 3 Kw und das über etwa 30 Minuten. Was war? Klar Range Mode on. Das mache ich nie mehr. Wir waren geschlagenen 2,5 Stunden am SuC gestanden um 200 Km nachzuladen.

Ich hatte etwa den gleiche Fall noch mal mit Range Mode off, man lernt ja :smiley: . Die Zeiten habe ich nicht mehr im Kopf, aber da war alles easy.

@SilentBlue:
Logisch aber nur, wenn Tesla der Faktor Zeit völlig wurscht ist. Es gäbe jedoch auch die Strategie zu Beginn nebst den 2kW aus der Schukodose weitere 2kW aus der Batterie zu nehmen (weil losfahren kannst du ja auch gleich sofort). Dadurch heizte sich die Batterie mindestens doppelt so schnell auf und somit könnte auch früher mit dem eigentlichen Laden begonnen werden. Du würdest zuerst also etwas Reichweite verlieren, aber auch schneller wieder dazugewinnen. Dein Tipp mit dem Campermode (RangeMode OFF) macht im Grunde ja genau das.

Auch hier würde ich mir einen Hinweis erhoffen à la „Batterie wird auf Betriebstemperatur geheizt, Ladevorgang startet in … min.“ Wir haben ja bereits den Hinweis beim Verlassen des Fahrzeugs im Winter das Fahrzeug gleich zu laden. Die meisten Besitzer werden sich dadurch wohl zum einstecken direkt nach Ankunft motiviert sehen. Mal schauen, was das bevorstehende App-Update bringt. Für Laien ist die jetztige Situation nämlich beunruhigend wenn beim Laden zuerst mal gar nichts geht.

Der Tipp mit Laden gleich bei Ankunft im Skiort ist ganz sicher ein heisser (wortwörtlich :smiley:) wenn draussen geparkt wird und erst recht wenn nur eine geringe Leistung (Schuko, 10A und dergleichen) zur Verfügung steht. Auch ist diese Abwärme aus dem Fahrbetrieb „gratis“ und verpufft nicht unnötig. – Hat noch kein Kanadier / Norweger für’s Winterhalbjahr eine Isolation untendran geschraubt?

@Blinddog:
Sind es nicht 5.5kW? Aber egal, du kannst diesen doch auch mit weniger als der maximalen Leistung betreiben, oder nicht? (Wie machen das Elektroheizungen? Durch Taktung? Elektrikexperten vor!) Das würde ja heissen, es kommt zwangsläufig Energie aus dem Akku, wenn an Schuko geheizt wird und das wiederum würde in einigen (extremen) Szenarien ja zwangsläufig in eine ausweglose Situation führen.

@k11:
-22°C, ganze Nacht ausgekühlt, nur Schuko 10A und dennoch bereits nach 1h volle Ladeleistung (d.h. 2.3kW)? Das würde ja der Abschätzung von SilentBlue weiter oben widersprechen (Verzehnfachung an Schuko 2kW gegenüber CEErot 11kW, also eher im Bereich mehrerer Stunden). Überschätzen wir den Heizbedarf oder ab welcher Temperatur beginnt der Akku überhaupt (mit 2-11kW) zu laden? Die Garage hat vielleicht geringfügig geholfen, doch viel wird’s in dieser Zeit wohl kaum gewesen sein, oder war sie auf 30°C geheizt? :wink:

Danke auch für deinen wertvollen Tipp, auf der Fahrt zum ersten Supercharger den RangeMode AUSzuschalten (und dadurch die Batterieheizung beim Fahren EINzuschalten) um so unter dem Strich viel Zeit zu sparen. Weiss jemand, ab wann die Batterie mit voller Leistung (bei tiefem SoC) geladen werden kann? Reicht es wenn keine Reku-Linien mehr im Kombiinstrument sichtbar sind? Entspricht das 10°C oder welcher Temperatur?

Ich finde allgemein kann man aber auch durchaus sagen: na und? Diesel zickt unter arktischen Bedingungen ja auch rum, Motorenöl muss auch dem Einsatzprofil entsprechend gewählt werden, also darf wohl auch das Elektroauto seine paar Eigenheiten und wenigen spezifischen Anforderungen haben. Immerhin startet es bei egal welchen Bedingungen :wink: Es verkauft ja auch niemand sein Smartphone, nur weil der Akku nicht mehr 10 Tage hält, weil so viele Vorteile dazugekommen sind :wink:

Und Tesla: Ich will Zugang zum ServiceMenu und Live Daten aus dem Fahrzeug! :mrgreen:

Insgesamt dauert es aber (von Wärmeverlusten während dem Aufheizen abgesehen) gleich lang, weil du gleich viel Energie brauchst:
Der Anteil für das Aufheizen des Akkus (spez. Wärmekapazität * Masse * Temperaturerhöhung)
Der Anteil für die Ladung
Woher zu welcher Zeit wieviel Strom kommt, ist im Prinzip egal für die Gesamtdauer.

Das ist auch gut so, denn durch das Abkühlen sinkt die Zellenspannung und im schlimmsten Fall wird der Akku gebrickt. Da kann kein noch so gutes BMS helfen. Im weniger schlimmen Fall kann mit abgekühltem Akku nicht mehr losgefahren werden, ohne dass vorher geladen wird. Mit geladenem und anschliessend abgekühltem Akku kann nichts passieren und losfahren kann man auch jederzeit.

Doch, das geht schon. Diese Heizung ist ja nur ein Widerstand. Ich weiss nicht, wie Tesla das intern macht. Ich denke, der Strom geht vom Netz zuerst über den Charger und dann von dort auf die Heizung (in den Akku ist ja nicht möglich, weil kalt). Kann nur eine kleine Leistung über die Heizung verbraten werden, weil man an Schuko lädt, muss der Charger die Spannung soweit absenken, dass die Leistung stimmt. Bei halber Spannung fliesst halber Strom und die Heizung hat nur einen Viertel der Leistung. Für halbe Leistung (entspricht ungefähr Schuko) braucht die Heizung dementsprechend 1/sqrt(2)*Nennspannung.

Meine Tiefgarage hat gemäss Anzeige im Auto ca. 13 °C und ich habe am Morgen jeweils ca. halbe Rekuperation zur Verfügung. Bei 13 °C kann also definitiv noch lange nicht mit maximaler Leistung geladen werden.

Bei Eiseskälte mit Schuko reduziert auf 10A laden ist ja auch eher grenzwertig. Da kann sich die Batterie ja kaum selbst erwärmen mit den 2.3kW. Da bleibt kaum etwas fürs Laden selbst übrig. Vor allem erst bei -20°C.

Danke Reni für die Ausführungen. Das macht Sinn! Hast du eine Schätzung, wie hoch die Akkutemperatur liegen muss für a) volle Reku und b) volle Ladeleistung (115kW) am Supercharger?

Im Video aus Nordnorwegen wird zwar an CEE16 geladen bzw. geheizt und die App zeigt auch brav die vollen 5kW Heizleistung, welche ja auch auf dem Gehäuse des Heizelements ganz vorne im Thread stehen. Allerdings wird keine Aussage gemacht, wie lange denn geheizt wurde, bevor die Ladung schliesslich begann und auch nicht, wann sie allenfalls volle Leistun (3x16A = 11kW) erreicht hat.

@ensor: Ich würde die Heizleistung selbst an Schuko nicht unterschätzen. Die hier genannten vielen Stunden halte ich für unrealistisch. Weil hast du schonmal neben einem 2.3kW Heizlüfter gesessen? :mrgreen: Also mein Wasserkocher bringt mit seinen 2kW etwas mehr als einen Liter Wasser in 2min zum sieden. Ein Temperaturhub von etwa 90° sind das. Beim Tesla reichen selbst bei -20° Aussentemperatur etwa 25 zusätzliche Grad damit die Ladung starten kann. Das ganze natürlich wieder mal die viel grössere Masse und etwaige Verluste… Vielleicht will’s ja mal eins der Mathegenies hier ausrechnen? Ich tippe auf 2 Stunden :laughing: