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AVAS Geräusch sinnvoll beim BEV?

Nun werden kommende neue BEV ja mit einem künstlichen „Fahrgeräusch“ ausgestattet werden müssen, das nicht abschalbar sein darf.
Die Meinungen gingen hier im Faden zum ID3 schon sehr auseinander, es wurden schon gute Argumente genannt.
Ich halte das Thema für sehr wichtig, da ein künstliches Geräusch der BEV unsere Städte nachhaltig beeinflussen wird. Ist es wirklich sinnvoll, die gerade gewonnene Ruhe wieder mit einem Klangteppich zu versehen? Wenn die Verbrennungsgeräusche verschwinden, sinkt der Geräuschpegel. Wir alle kennen die Stimmung, wenn man von einer ländlichen Anhöhe auf die Stadt blickt und die Akustik "genießen"darf. Ist es nicht so, daß auch BEV Fahrgeräusche haben, die bei einer leiseren Umwelt erst vernehmbar werden? In vielen Ländern sind im Rückwärtsgang beim Rangieren zumindest bei Lieferwagen uä Piepser aktiv und wohl auch vorgeschrieben. Kann ein solches temporäres Geräusch nicht sinnvoller sein?
In 2007 dürfte ich eine Woche in Tokio verbringen. Damals war mir aufgefallen, wie wirksam dort das Geräuschniveau gemindert war. Da war Flüsterasphalt verbaut, viele Autos waren sehr leise, die Schnellstraßen waren alle eine Etage höher und mit wirksamen Schallschutz versehen, Flugplatz, Bahnhof etc waren schallschutzoptimiert gebaut, gerade auf dem Rückweg via Ff/M kam das echt krass.
Ich wünsche mir also eine konstruktive Diskussion…

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Kann man denn nun nicht im M3 für AVAS eine beliebige MP3 Datei akivieren? Das war doch vor 2-3 Wochen in einem Bericht.

Ich hab mein M3 extra vor dieser „interessanten“ Regelung gekauft - die mich an die Flaggengänger-Vorschrift vor den ersten Fahrzeugen vor etwa 100 Jahren erinnert.

Wenn man dem nicht abschaltbaren AVAS eine beliebige Audio Datei zum abspielen übergeben kann (also auch eine, wo sich das Signal über die zeit überhaupt nicht ändert, aka Stille), und man es darüber hinaus als leise Fußgängerhupe verwenden könnte (2. Audiodatei) wäre dass was sinnvolles.

Andernfalls: Widerstand statt Lautsprecher (damit der Verstärker keinen Schaden nimmt, bzw einen Ausfall des Lautsprechers diagnostiziert, wenn man den nur absteckt).

Da brauchst keinen Widerstand dafür. Es gibt schon eine Lösung um diese sinnlose Lärmverschmutzung zu beenden. Sicher, sauber und rückbaubar:

Der Schwachfug sollte eigentlich wieder aus dem Gesetzbuch geklagt werden.

Leider sind die Leute die sich solche Klagen leisten könnten, entweder selbst Profiteure des Wahnsinns oder devote Staatsdrohnen. Jaja, ich weiß auch das Letzteres gerade super trendy ist.

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Gerade für Blinde ist es wichtig, dass sie eine Chance bekommen, ein Elektroauto wahrzunehmen:

Aber auch unabhängig davon sehe ich praktische Vorteile. Unser Zoe hat Sound, das Model S nicht. Es gab schon öfter Situationen mit dem Model S, in denen ich Fußgänger/Radfahrer auf der Straße vor mir hatte, die mich nicht gehört haben. Hupen wäre ziemlich aggressiv, deswegen warte ich oft einfach ab. Mit dem Zoe ist das so noch nie passiert.
Beim ersten Mal Zoe fahren war es ungewoht, das stimmt. Aber man gewöhnt sich schnell dran.

Lärmbelästigung für andere sehe ich auch als nur minimales Problem: Zum einen ist man mit AVAS immer noch leiser als die meisten Verbrenner und außerdem wäre man ab Tempo 30 eh lauter. Wenn irgendwann überall Tempo 30 Limit gilt und Verbrenner verboten sind, dann wären Hintergrundgeräusche auch leiser und man könnte AVAS auch wieder leiser machen.

Insofern: Ich hoffe, dass der TÜV zukünftig auch kontrolliert ob AVAS funktioniert und Fahrzeuge stilllegt, die sich nicht an die Regeln halten.

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Ich finde man sollte zumindest die vorgeschriebene Lautstärke und die Art des Geräusches überdenken. Wenn das deutlich dezenter und einheitlicher wäre, könnte ich damit leben.
Aber aktuell scheinen mir AVAS Fahrzeuge deutlich lauter und nerviger zu sein als Verbrenner. Es wird ein furchtbares Gemisch aus SciFi Geräuschen in unangemessener Lautstärke geben.

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Als fussgänger bin ich oft froh über die Geräusche. Visuell nimmt man eben nicht 360° seiner Umgebung wahr.
Wie penetrant das Geräusch sein muss kann man gerne diskutieren.
In den Vororten kann es sicher leiser sein, in downtown manhattan müsste es lauter sein. Da eine Balance zu finde bzw eine sichere optionalität ist Aufgabe der ingenieure.

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ich verstehe nachwievor den sinn dieser regelung nicht:
das auto ist ja im vergleich zu fußgängern oder radfahrern der „stärkere“ i.s.v. risikobehaftet.

muss man jetzt das auto vor den fußgängern schützen, damit die nicht dagegenrennen…?
oder muss nicht der fahrer dafür sorgen, dass er keinen über den haufen fährt?

und bei den argument mit den blinden frage ich mich, wie die das dann bei anderen fußgängern oder radfahrern machen. die hört man ja auch nicht.

m.m.n. ist avas ein produkt aus regulierungswahn und übermotivierter minderheitenrücksichtnahme.

auf der anderen seite: bei den e-autos, die ich bisher mit avas gefahren bin, kam mir das geräusch vom avas innen wie außen nicht schlimm vor.

madmax

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Fußgänger hören mich leider sehr oft gar nicht, das ist schon ein Problem, deswegen will ich aber nicht ständig ein Geräusch von mir geben.
Es wäre halt super wenn ich das Geräusch wie eine Hupe aktivieren könnte.
Jetzt muss ich die normale Hupe verwenden, was mir aber unangenehm ist, das Ding ist ja klarer Weise sehr laut.

Wie klagt man denn Schwachfug aus einem Gesetzbuch? Welches Deiner Grundrechte wird denn durch AVAS ungerechtfertigt beschnitten?

Ich halte nichts von AVAS, denke dass die gute Absicht nicht sinnvoll umgesetzt wurde.

Elektroautos sind nicht lautlos, genausowenig wie Fahrräder, die ja auch kein Warngeräusch zum Schutz sehbehinderter Menschen haben, obwohl Fahrräder oft (teils legal, teils illegal) den gleichen Verkehrsraum wie Fußgängerinnen und Fußgänger nutzen.

Gruß Mathie

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Solange Menschen mit Kopfhörern durch die Gegend laufen oder dauernd nach unten auf ihr Handy schauen werden Geräusche am E Auto nichts ändern.

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Oh der Thread hat potential - Popcorn ? :nerd_face:

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Wäre schön wenn Popcorn nicht nötig ist.

Ich persönlich fände einen Temporären Warton/ Fußgänger Hupe toll.

Aber nach dem Argument das es Sehbehinderte Menschen gibt die Warntöne durchaus brauchen bin ich offen, nur fürchte ich das diese wichtige Gruppe bei dem AVAS Prozess wenig beteiligt wurde.

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Unser Ampera hatte ne Fussgängerhupe. Klasse Sache gewesen :slight_smile:

Da habe ich so meine Zweifel. Ich behaupte hier wird schamlos eine Gruppe ausgenutzt, um etwas Zubehör zu verkaufen.

P.S.: Richtigstellung… Ausgenutzt werden natürlich die Ängste der betroffenen Gruppe, nicht die Gruppe an sich.

Hirnforschung: Blinde Menschen hören präziser - Studie zeigt Hintergründe | PRO RETINA Deutschland e. V. (pro-retina.de)

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Wir sind ja alle mit Verbrennungsmotoren aufgewachsen und auf das Geräusch entsprechend konditioniert. Bei der Vorschriftenfindung halte ich Arglosigkeit als Hintergrund schon für sehr wahrscheinlich. Solange 95% oder mehr aller Autos zunächst ordentlich Brumm machen, bevor sie einen Meter fahren, sieht sich die Gesellschaft durch AVAS Geräusche wohl kaum gestört und hinterfragt das auch nicht.
Eine intelligente Lösung sieht da für mich eher so aus wie beim Ampera mit einer Fußgängerhupe.
Sobald der Anteil der BEV im Straßenverkehr signifikant gestiegen ist, wird der Mensch auch auf die Lauf und sonstigen Geräusche der Fahrzeuge eingestellt sein. Nur ich fürchte halt, daß wir die Zwangsgeräusche durch AVAS ohne nachhaltige Diskussion über Sinn und Zweck und Durchführung lange nicht mehr geändert bekommen. Das fände ich schade.

Ein konkretes Beispiel:
Als kids haben wir oft auf der Straße fussball gespielt (auf ner ruhigen Straße in der wohnsiedlung).
Wenn ein Auto um die Kurve kam haben wir es von weitem gehört und konnten schnell den Ball nehmen und an den Rand. (Die Autos fuhren so langsam dass ein tesla nicht zu hören wäre)

  1. Beispiel:
    Bei uns ist ne unübersichtliche Einfahrt. Wenn ich das Auto höre bin ich vorsichtiger. Mehrere Male war es doch eine Überraschung und ich bin fast vors Auto gelaufen. (Gerade wenn man mal joggt).

3.Beispiel: heutzutage laufen Jugendliche mit dem Blick aufs Handy durch die Straßen (kann man sicher falsch finden, aber es ist die realität). Wenn sie etwas hören heben sie den Kopf hoch. Ansonsten rennen die blind in ein Auto.

Eine intelligente automatische Lösung wäre angebracht.(Vibrationsalarm am Handy wenn das System eine Gefahr sieht) davon sind wir aber 20 Jahre entfernt. Mit einer fussgängerhupe hängts dann doch vom Fahrer ab. Wenn der etwas übersieht und n kind das Auto nicht hört haben wir den Salat.

Btw wie es mit Tieren ist, müsste auch erforscht werden. Nachbars Hund und das Feldmäusschen benötigen evtl ebenfalls die Geräusche zur gefahrwshrnehmung.

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Wobei man z.b. einen Mercedes S500 auch nicht hört, sehr viele Luxuslimousinen sind fast geräuschlos.

Apropos: gilt das auch für Hybriden die im elektromodus unterwegs sind, hab mir die Gesetzeslage nicht durchgelesen?

Alle seit Juli 2019 neu entwickelten Fahrzeugtypen, die rein elektrisch bewegt werden können, müssen bereits über das Acoustic Vehicle Alerting System verfügen.

Da würde dann ja sogar für ein PHEV im Verbrennermodus gelten, solange der Wagen auch einen rein elektrischen Modus hat.

Gruß Mathie