Autopilot Hände ans Lenkrad

Nee, aber die Augen des Fahrers. Es ist ja nicht vorgeschrieben, dass die Hände am Lenkrad sind, sondern, dass der Fahrer aufmerksam ist (zumindest habe ich es so verstanden).

Da du hier anscheinend der bist, der einfach alles weiß: Wegen welcher Gesetze, oder Vorschriften wurde das den eingeschränkt und warum gibt es das Gesetz immer noch?

Es ist eine UNECE Richtlinie, wie @Mathie weiter oben geschrieben hat.

Hier der Wiki-Eintrag mit den Mitgliedern (USA gehört nicht dazu!):
ECE-Regelungen – Wikipedia

Und hier die Web-Site der UNECE:
Working Party on Automated/Autonomous and Connected Vehicles - Introduction | UNECE

Viel Spaß beim lesen! :slight_smile:

Schon OK.

Das ist die EU eben in der ECE und die ECE hat das vorgeschrieben.

Ändert immer noch nichts daran, dass die Vorschrift überholt und unnötig ist.

Wenn Tausende von Autos in USA, Kanada und Australien problemlos ohne so was auskommen, ist es bei uns auch unnötig.

Das gilt, meiner Meinung nach, für „Hand am Lenkrad“, genau so wie für das kastrierte Herbeirufen, den eingeschränkten Kurvenradius und wer weiß was noch alles.

Selbst Audi und Mercedes setzen sich dafür ein, dass die Vorschriften hier endlich überholt werden.

Wo kann ich das nachlesen das es verboten ist? QUELLE?

Eine schwache Leistung von Tesla ist, dass die Sensorik bei vorschriftsmäßigem Gebrauch des Fahrzeugs regelmäßig nicht erkennt, dass das Fahrzeug vorschriftsmäßig verwendet wird und die ersten Hinweise oft so dezent sind, dass ich sie bei hellem Licht und stärkerem Verkehr, wo Aufmerksamkeit ständig auf dem Verkehrsgeschehen um mich rum ist, es deshalb immer mal wieder passiert, dass ich erst beim akustischen Signal mitbekomme, dass das Auto nicht merkt, dass ich das Lenkrad in der Hand habe.

Hoffe, dass das konkret genug definiert ist :wink:

Kann ich mir nicht vorstellen. Ich hatte jedenfalls diese Handerkennung in meinem PreFL MS mit AP1 Hardware jedenfalls schon, als der erste Spurhalteassistent (ich glaube im Herbst 2015) freigeschaltet wurde.

Die Handerkennung am Lenkrad war seit Beginn des Autopiloten ein Thema, zunächst nur beim Spurwechsel, später gingen die Nags dann auch ohne Spurwechsel los.

Habe gerade mal in meiner Historie gesucht, was ich zum Thema gefunden habe, hier ein fünf Jahre altes Posting:

Die Handerkennung über Drehmoment am Lenkrad ist nach meiner Überzeugung von Anfang an eine bewusste Entscheidung gewesen und kein Hack wegen nachträglich eingeführter Regeln.

Und falls es doch so gewesen seien sollte, dass diese Regel zwischen der Desigentscheidung für den AP1 und der ersten freigegebenen Version des AP1 hinzugekommen sein sollte, ist das keine Erklärung dafür, dass in meinem erst im Früjahr 2019 vorgestellten Raven immer noch die Drehmomentlösung implementiert ist.

Generell ist das Ganze aber in meinen Augen kein großes Problem, halt eine Kleinigkeit, die mich bei meinen Teslas seit Jahren nervt.

Gruß Mathie

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UNECE arbeitet ständig an der Aktualisierung und die Vorschriften ändern sich. Im Vordergrund steht der Schutz des Menschen. Dass uns nicht alles passt, was die sich überlegen ist nachvollziehbar.
Nicht Mercedes oder Audi, sondern der VDA setzt sich dafür ein, dass wir eigene Richtlinien aufsetzen. Scheuer und Altmeier wollen da ja was bewegen im Sinne der deutschen (!) Autombilindustrie. - Man wird sehen.

Ich bin froh in einem Land zu leben in dem ganz kluge Menschen für mich mitdenken. Es gibt hier Leute im Forum die behaupten FSD funktioniert in den USA nur weil dort nicht so viel Straßenverkehr herrscht. Frage: Befindet sich LA in Mexiko?

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Dass was verboten ist?

Vorgeschrieben ist, dass der Fahrzeugführer aufmerksam sein muss und dass das sichergestellt sein muss. Genaues kannst Du aus der QUELLE, die ich 2 Beiträge über Deinem verlinkt habe nachlesen. Wenn Di jetzt einen Link zum Dokument haben willst, dann muss ich Dich enttäuschen. Das sind einige zigtausend Seiten. Da musst Du selbst mal suchen. :wink:

Ich denke, dass da etwas verwechselt wird. Die Amerikaner gehen da anders ran: Der Hersteller darf erst einmal machen. Wenn aber was passiert, dann wird reguliert.
Wir sind vorsichtiger und regulieren erst und lassen nur sichere Systeme auf die Straße.
Beides hat Vor- und Nachteile.

… Das das Ding streng! Verboten ist… Das meine ich.

:rofl: Klasse, jetzt weiß ich genau was Du meinst. :slight_smile:
Sorry, aber ich weiß wirklich nicht, was Du mit dem „Ding“ meinst.

Vergiss es wenn du nicht weißt was du weiter oben geschrieben hast. Meine Oma hatte das zuletzt auch.

Du meinst das Gewicht, welches die Handerkennung des AP austricksen soll?

Das Würde als Modifikation die andere Verkehrsteilnehmer gefährdet zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen.

Die juristischen Hintergründe, wieso eine Modifikation, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden kann zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führt ist hier ganz gut erklärt:

Dass das Außerkraftsetzen der Überwachung, ob Du das Lenkrad festhältst oder nicht, die Betriebsgefahr Deines Autos erhöht ist vermutlich klar, Falls nicht, sag Bescheid.

Gruß Mathie

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Ich habe meinen ersten Tesla erst seit ein paar Wochen, aber 4000 km, und die Autopilot - Funktion schon über einige hundert km ausprobiert.
Die Warnmeldung kommt bei mir ziemlich oft, obwohl ich die Hände am Lenkrad habe. Das leichte Lenken wird z.T. in Situationen angefordert, in denen ich eigentlich nicht „irgendwie herumlenken“ will, etwa Ende einer Baustelle mit entsprechenden Kurven.
Zumal bei mir (Grobmotoriker) das leichte Lenken bisweilen schon zu viel ist und der Autopilot ganz aussteigt, was einen auch mal auf „dem falschen Fuss“ erwischen kann.
Ich fände eine ergänzende Programmierierung besser, bei der auch der Autopilot merkt, wenn irgendetwas am Auto bedient wird, Scrollrad oder was auch immer, und dies belegt, dass der Fahrer nicht schläft. Wäre kein zusätzlicher Schalter und für manche bequemer.
Hat zB während der Fahrt die Parktaste eine Funktion? Wenn nicht, könnte man ja die ergänzend programmieren.

Wenn der Autopilot sich schon durch eine ganz leichte Lenkbewegung übersteuern und somit deaktivieren lässt, ist das ein ganz klares Anzeichen dafür, dass er auf einer Straße eingesetzt wurde, auf der sich der AP nicht wohl fühlt.
Je sicherer sich der AP fühlt, umso höher ist der Lenkwiderstand, den du als Fahrer überwinden musst, um den AP zu übersteuern.

Bei uns in der Region gibt es Landstraßen, die führen 5 km am Stück schnurgeradeaus. Die mag der AP auch nicht und meckert.

Der Knopf für die Parkbremse hat folgende Funktionen:
Bis ca. 7 km/h: Aktivierung der Feststellbremse
Ab ca. 7 km/h: Auslösung einer Gefahrenbremsung über die Betriebsbremse solange der Knopf gedrückt gehalten wird.

Also bei mir reicht es wenn ich das Lenkrad am Rand entlang von oben ein Stück runterstreiche (mit etwas Druck aufs Lenkrad) dann wird nicht gelenkt aber es reicht um dem AP zu sagen „Hallo ich bin noch da!“.

PS: Lenkassistent in der Baustelle ist nicht freigegeben von Tesla. Da würde ich ihn also nicht verwenden. Da kann er durch unterschiedliche Bodenmarkierungen schon durcheinander kommen.

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Wird Tesla nach der Einführung der Kamera-basierten Fahrer-Kontrolle das Lenkradrütteln aufgeben?
Wäre ein Fortschritt, meine ich. S.a. hier:

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Das wird nicht allein an Tesla hängen, in Europa gibt es für autonome Funktionen im Auto Standards. Solange diese nicht angepaßt werden, musst Du weiter rütteln …
Inwiefern die europäischen Autohersteller - die diesen Standard maßgeblich mitbestimmen - an ähnlichen Systemen arbeiten oder diese bereits einführen ist mir nicht bekannt.

Ich bin am gestrigen Samstag während einer 600 km-Tour 4x aus dem AP geflogen. Ist mir noch nie passiert. Hat sich etwas am System geändert, oder hatte ich einen schlechten Tag? Jedenfalls frustrierend…