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Autopilot AP1 - was kann er gut? .. was noch nicht?

Nach den unzähligen Diskussionen über die „Unzulänglichkeiten“ und „Gefahren“ des Tesla Autopiloten möchte ich mal versuchen, einen Faden für positive Erfahrungen mit dem System anzustoßen. Schildert eure positiven Erfahrungen mit dem Autopiloten, wann habt ihr ihn eingesetzt, wann hat er super reagiert, aber auch, wann habt ihr ihn bewusst (vielleicht nur kurz) ausgeschaltet um schwierige Situationen selbst zu durchfahren.
Bitte kein Autopilot-Bashing an dieser Stelle, sondern sachliche „Real-Life“ Beschreibungen und Erklärungen der Möglichkeiten des Systems. Vielleicht helfen wir ja Elon ein bißchen beim Erklären des Autopilot Systems.

mal ein erstes Beispiel …
wer schon mal bei schlechterem Wetter auf Usedom mit dem Auto unterwegs war, der weiß von was ich hier rede. Dann steigen alle Urlauber in ihre Autos und erkunden die Insel. Wir haben das vor ein paar Tagen auch gemacht ;(. Resultat: nur noch Stop and go. Ein super Einsatzbereich für den Autopiloten … selbst auf der zweispurigen Bundesstraße. Er fährt den Stop and Go wunderbar. Wenn es auf ganz enge Landstraßen geht, dann schaltet man ihn besser aus, da hier schon mal ein vorausschauendes Fahren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und leichtem „Pendeln“ zwischen Mittellinie und Seitenstreifen erforderlich ist. Bei Fahrbahnteilern (Überquerungshilfen für Fußgänger) muss auch eventuell manuell gefahren werden. Auch Ampelstops funktionieren super, wenn man nicht gerade als erster an der Ampel halten muss. Wir sind vorgestern von Heringsdorf bis nach Peenemünde auf der Bundes- und Landesstrasse zu ca. 80% mit Autopilot gefahren. Ging wunderbar. (Übrigens … Verbrauch um die 130 Wh/km)

Das würde für mich damit anfangen, dem Ding einen anderen Namen zu geben. Spurhalte- und Wechsel-Assistent ist leider unhandlich. Aber vielleicht ALAS für „Advanced Lane Assist“. Autopilot klingt zwar cool, weckt aber falsche Erwartungen, egal wie lang und breit man es erklärt und mit positiven Erfahrungen hinterlegt.

Wenn man sich vor Augen hält woher Tesla die Bezeichnung abgekuckt hat, aus dem Cockpit eines Flugzeuges, dann muss man da nichts „schön“ Reden oder die Bezeichnung ändern.
Ein Autopilot im Flugzeug landet auch nicht ohne den Piloten das Flugzeug im Regelfall. Und ja es gibt Flugzeuge die auch automatisch laden, aber die Regel ist es nicht und selbst da wacht der Pilot immer noch über Systeme.

+1
Ich kann diese „Autopilot weckt falsche Erwartungen“-Aussagen auch nicht mehr hören. Diese beruhen wohl eher auf einem falschen Verständnis der Wortherkunft als auf dem Begriff selbst.

Mich hat die AP-Hardware kürzlich (obwohl sie in dem Moment nicht aktiviert war!) vor einer Kollision mit der Mittelleitplanke bewahrt.

Ich wollte in einer Baustelle von der rechten, auf die linke Fahrspur wechseln und habe mich zu sehr auf den umliegenden Verkehr konzentriert, so dass ich drauf und dran war, links die Leitplanke zu knutschen. Das Model S hat gegengelenkt und einen lauten Warnton von sich gegeben. Alles innerhalb weniger Sekunden, die mich jedoch vor einem Unfall in einer viel befahrenen Baustelle, bei Tempo 80km/h gerettet haben. Ohne das Eingreifen des Systems, hätte dabei von Beule bis Massenkarambolage alles rauskommen können.

Während der Nutzung des AP, gibt es so viele Ereignisse, wo man sagen muss, er funktioniert prima, dass es Buch-füllend wäre. Trotzdem reichen natürlich auch 99% nicht aus, sich auf die Technik zu verlassen. Ich gehe aber soweit, zu behaupten, dass ein Mensch auch nicht immer 100% die Kontrolle über sein Fahrzeug hat, auch wenn das jeder von sich behauptet.[emoji6]

Es sind nur Assistenzsysteme. Werden diese jedoch in Kombination mit Überwachung durch einen Fahrer eingesetzt, so erhöhen sie deutlich die Sicherheit. In ein paar Jahren wird dieses Wissen unbestritten sein und die Gesetzgebung, keine Abschaltung, sondern eine Nutzung vorschreiben.

Kein Teslafahrer käme auf die Idee, das falsch zu verstehen.
Es sind immer die anderen, die meinen man würde es falsch verstehen können und aus dem falschen Verständnis einen Unfall verursachen.
Total bescheuerte Argumentation.

Sag das mal Leto. :wink: :stuck_out_tongue:

Ich bin kein sonderlich aufmerksamer Fahrer und habe auch im A5 den Tempomat mit Abstandsautomatik soviel als irgend möglich genutzt. Der AP im Tesla ist für mich Fahrentspannung pur. Ich nutze ihn im 4-Augen-Prinzip, d.h. wir passen gegenseitig auf uns auf und das minimiert die Unfallgefahren.
Konkret hat der AP bei mir schon min. dreimal eine Beinahekollision durch vermiedenen Spurwechsel verhindert. Ohne AP wäre es jeweils zumindest knapp geworden.
Also: Danke AP!
Übrigens finde ich den Begriff (analog zum Flugzeug) sehr passend. Spätestens als Nutzer und den vom Fahrzeug und in der Anleitung gegebenen Erklärungen/Anweisungen, kann ich nichts Missverständliches entdecken.

Gruß, tuna
(S85D, „black tuna“, EZ 29.06.15)

Ich finde den Begriff „Autopilot“ äußerst treffend und jeder, der damit andere Assoziationen hat als „Geschwindigkeit und Spur halten“, muss eben seinen eigenen Wortschatz neu kalibrieren.
Ich hatte aber noch keine Situation, bei der mir der AP aktiv geholfen hat, aber fühle mich dadurch sicherer. Es ist einfach eine doppelte Absicherung, die Spur nicht versehentlich zu verlassen. „Doppelt“ - nicht „anstatt“!

aber bei den tragischen unfällen in den staaten hat es nicht funktioniert. genau in dem moment, wo es am dringensten nötig gewesen wäre, hat die technik versagt.
so was braucht niemand!

wenn ich einen unfall verursache, soll wenigstens mein persönliches versagen dafür verantwortlich sein!

Du bist dann auch verantwortlich, weil du die Technik nicht bestimmungsgemäß genutzt hast. Mit der Argumentation könntest du auch behaupten, niemand brauche Strom, weil du in die Steckdose gefasst hast.
In allen vorliegende Fällen ist bisher nicht nachgewiesen, dass der Autopilot einen Fahrfehler begangen hat. Das System wurde einfach nicht korrekt bedient.
Niemand behauptet, das System sei perfekt. Das muss es auch nicht sein. Es muss nur in seinem Anwendungsbereich besser sein, als der Durchschnittsfahrer und das ist es auch nach allen Informationen die wir bisher haben. (Unfallzahlen pro Kilometer Mensch vs. Autopilot)

Keine Sorge, wenn Du ein Model S mit AP gegen die Wand fährst, hast Du versagt, nicht der AP! Manchmal rettet Dich der AP obwohl Du versagt hast, ändert aber nix an Deinem Versagen, nur an Deinem Gesundheitszustand nach Deinem Versagen!

Manchmal rettet Dich Der Autopilot auch, wenn andere versagen:

sanfrancisco.cbslocal.com/2015/1 … ttle-rain/

Manchmal rettet Dich in so einer Situation auch der Autopilot nicht, wie bei Jashua Brown in Florida. Versagt hat dort trotzdem der Mensch!

Also keine Angst, der AP nimmt Dir die Rolle als Versager bei einem von Dir verursachten Unfall nicht weg!

Gruß Mathie

P.S. Sorry, wenn Du jetzt hier die geballte Ladung Sarkasmus abkriegst, aber ich habe gerade keine Idee, wie ich meinen Punkt in weniger sarkastischer Weise genauso deutlich machen soll. Das mag mein Versagen sein, aber ich bin da auch selbst für verantwortlich und nicht die Autokorrektur!

+1 Klasse geschrieben Mathie. Den Vergleich mit der Autokorrektur finde ich irgendwie passend.

Immer, wenn ich in einen Stau gerate, schalte ich den Autopiloten ein.
Früher hat mich jeder Stau völlig genervt. Ständig anfahren, bremsen, anfahren.
Jetzt freue ich mich wie ein Schneekönig, daß der Autopilot mir diese Arbeit abnimmt.

Achtung selbst Zitat :laughing:

Beitrag von Codo der Dritte » 7. Jul 2016, 01:16
Ich mache mir jetzt schon seit einigen Wochen ein Spiel und Spass daraus :stuck_out_tongue:

AP nur mit Haenden fest am Lenkrad, weil ich wissen will wie der AP reagiert und wie ich Ihn auch korrigieren kann. Was mir aufgefallen ist, dass der AP viel ruhiger geworden ist auf der AB in Verbindung mit einem Fahrzeug vor Dir, dass die Ausfahrt nimmt, Du spuerst noch einen kleinen ruecker nach rechts, aber der AP bleibt sicherer in der Spur.

Auch eine gute Erfahrung mit der Adaptive Cruse Control, vor ein paar Wochen, in einem schweren Unwetter, dass angedauert hat fuer sicher 40 Minuten auf der AB. Der AP hat aufgegeben aber das Radar funktioniert immer noch wenn die Cruise Control ist eingeschalten.

Abstandsregler auf 7 vom Radar und Du konntest nur die roten Bremslichter vor dir sehen, wenn ueberhaupt. Also eine Kolonne von sicher 30-40 Fahrzeugen vor Dir, mit sieben Wagenlaengenabstand und gefahren zwischen 60km/h und 90km/h und hinter Dir keine Ahnung wieviel Fahrzeuge im Kolonnenverkehr.

Was war, die ueblichen Verdaechtigen kamen an, Golf, Audi und Seat, haben angesetzt zum Ueberholen und haben es nicht getan, was mich sehr verwundert hat und jeder hat sich wieder hinter mich eingereit und wir sind sicher durch das Unwetter gekommen :sunglasses:

Ich finde es einfach spannen mit dem AP, mir wird langweilig wenn ich die Haende nicht am Lenkrad habe, wegen dem Sicherheitseffekt und ich habe es im Griff sollte mich der AP rechts in einen LKW rein leiten und Du kannst Ihn korrigieren.

Fahren, fahren und nochmals fahren, es macht wirklich Spass mit den Haenden am Lenkrad :stuck_out_tongue:

LG
W

P.S.

Im Baustellenbereich, rate ich ab den AP zu verwenden, zu geringer Abstand zu allem auch mit den Haenden am Lenkrad. Du hast in Deutschland die normalen weissen Leitlinien + den gelben im Baustellenbereich, fuer welche sollte sich der Tesla nun entscheiden. Selbst steuern in diesem erhoeten Gefahrenbereich, ist eigentlich logisch.

Ansonsten die Umgebung geniessen mit aktiviertem AP, Du siehst soviel mehr von der Umgebung. Vielleicht sogar einen Unfall auf der Gegenfahrbahn und Truemmerteile kommen geflogen, denen Du vielleicht sogar ausweichen kannst :sunglasses:

Nun, mindestens ein Tesla Fahrer hat es falsch verstanden und der ist jetzt wortwörtlich einen Kopf kürzer. Und Videos von anderen füllen das Netz ohne Hände am Steuer, aus dem Pano Roof, etc. Ob ihr es nicht mehr hören wollt oder nicht, Fakt ist es wird in der Tesla Gemeinde, Fanboy/girl oder auch nur übermäßig Technikgläubig, und auch von außen regelmäßig, systematisch und gut dokumentiert falsch verstanden. Ich vermute sogar der Grad der kritischen Auseinandersetzung hier im Forum und die resultierend realistische Einschätzung sind eher die Ausnahme. Wer schreibt kein Teslafahrer käme auf die Idee hat meiner Ansicht nach schon etwas Realitätsverlust, sorry to say.

Hmm, Einspruch!

Die meisten unsinnigen Videos wurden von nicht Besitzern gemacht, denke ich. Der Youtube-Generation, fuer einen Tag beruehmt :sunglasses:
Darum gebe ich nicht viel. Ich denke auch, dass vieles sehr Amerika belastet ist, dass in Europa in solcher Form eigentlich, nicht passieren duerfte und kann, da Du in Europa nach einer Weile das Lenkrad beruehren musst.

Lieber Leto, wie gesagt ich bin eiferuechtig auf Deine neue Schoenheit :laughing:
Nach einer Zeit selber fahrend mit dem AP. Du wirst schnell herausfinden in welchen Situationen er gut ist, Situationen wo Du Ihm noch etwas lernen kannst mit den Haenden am Lenkrad auf der AB. Alle anderen Situationen, selbst ist der Herr und die Frau.

LG
W

Widerspruch! Wieso glaubst du, dass die meisten Menschen den Autopiloten rücksichtslos benutzen?
Nur von den ein paar Videos auf YouTube?
Das was wir als Videos sehen sind Inszenierungen. Die Menschen wollen was besonderes zeigen.
Warum sollte man dann die langweilige Fahrt mit den Händen am Lenkrad aufnehmen? Warum sollten die Zuschauer glauben, dass der Wagem selber lenkt.
Also wird es für den Zuschauer/Beifahrer überspitzt.

Das bedeutet nicht, dass es nicht ein paar spezielle Zeitgenossen gibt, die auf volles Risiko gehen. Genau auch die, die mit maximal Geschwindigkeit durch die Kurven rasen oder mit 200km/h durch die Stadt.
Der Großteil der Menschheit tut es nicht. Und so ist es auch bei der Nutzung des Autopiloten.

Hoi Zäme

In der Nacht auf der Autobahn, wenn der Gegenverkehr blendet, dann „sieht“ der AP meiner Meinung nach besser als ich, da lasse ich mich bei wenig Verkehr gerne assistieren. Wenn man sieht, dass die Linien aufhören, z.B. bei Spurteilung, und sowieso bei Baustellen, das kann er (noch) nicht, dann immer „Handbetrieb“. Mit dem automatischen Spurwechsel kann ich mich nicht recht anfreunden, der taugt nur bei sehr wenig Verkehr - da freue ich mich auf 8.0!

Wie meine Vorposter finde ich das Staufahren absolut den Hammer!

LG Pesche