Autoparking / automatisches Parken fährt sehr nah an Bordstein

Hallo liebes TFF-Forum,
da ich nun meinen ersten Felgenschaden an den großen Uberturbine Felgen hinter mir habe, bin ich beim seitlichen Einparken besonders vorsichtig geworden und parke zugegebenermaßen wie eine Oma, teils mit mehrmaligem öffnen der Beifahrertür um doch nochmal den Abstand vom Vorderrad zu prüfen.

Die Einparkautomatik wäre da natürlich angenehm, wenn man sich darauf verlassen könnte. So klappt alles super wenn es große Parklücken sind, und das Auto viel Platz hat, aber kleine Parklücken (die trotzdem erkannt und zum automatischen Parken angeboten werden) bereiten mir derzeit Kopfzerbrechen.

Ich habe nun bereits zwei automatische Einparkvorgänge abgebrochen weil mein M3 bei engen Lücken in einem sehr steilen Winkel auf den Bordstein zu fährt. Unsere Boardsteinkanten sind hoch und verzeihen keine Fehler.
Ich frage mich nun ob ich einfach zu ängstlich bin, oder meine Vorsicht begründet ist.

Bei meinem letzten Versuch vor ein paar Tagen, habe ich das Auto wenige Zentimeter vor der Bordsteinkante gebremst. Eine Sekunde später wäre das mehr als nur ein leichter Kratzer an der hinteren rechten Felge geworden.

Mich wundert auch, dass er das überhaupt so macht, denn selbst wenn er hinten nicht dagegen fährt, so würde doch bei so einem kurzen Abstand die Felge vorne rechts beim Lenkeinschlag definitiv Schaden nehmen.

Kann mir jemand Tipps / Meinungen / Erfahrungen geben?
Ich würde hier gerne Vertrauen aufbauen, oder zumindest sicher sein dass meine Entscheidung die Parkvorgänge abzubrechen korrekt sind und die Angst berechtigt ist.

Beste Grüße, Lesso

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Deine Vorsicht ist absolut begründet.

Es gab hier im Forum ein paar Berichte bei der der Automat die Felgen verkratzt hat. Keine Ahnung ob es mit Software-Updates besser geworden ist aber ich würde nur noch manuell parken.

Über die Außenspiegel sieht man den Abstand zum Bordstein doch sehr gut? Und wenn du beim rangieren ordentlich (nach links)einschlägst kann vorne die Felge nicht verschrammt werden bei Kontakt?

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Nach einigen Versuchen habe ich das automatische parken völlig aufgegeben.

Der Tesla kann das einfach nicht. Und „können“ bedeutet für mich, dass er es immer fehlerfrei macht oder aber auch verweigert wenn er es sich nicht zutraut. Das kann er definitiv nicht.

Ich hatte neben einigen, selbst in letzter Sekunde abgebrochenen Versuchen auch einen Schaden am vorderen Nummernschild nachdem er in die Hängerkupplung des Vordermannes gefahren ist.

Außerdem ist das System viel zu langsam. Nicht unbedingt nur beim einparken selbst, sondern auch bei dem ganzen Vorgeplänkel.

Ich parke, wie seit Jahrzehnten selbst und warte bis die Versuchskaninchen hier fertig mit der Erprobung sind und das dann irgendwann mal klappt. :grin:
Ohnehin ist das automatische Einparken nur ein Gimmick. Selbst wenn es gut funktioniert sehe ich keinen irgendwie gearteten Vorteil für mich darin.

Viel hilfreicher wäre ein Kollisionsverhinderungsassistent in dieser Situation. Das hysterische Dauergeklingel, sobald man sich einem Hindernis nähert hilft da wenig. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass ich es unbewusst ausblende. Es klingelt ja immer.

Ein Assistent würde sehr knapp vor Kollision zum Stillstand abbremsen. Danach sollte man nur nach vorherigem betätigen des Bremspedals noch weiter kriechen können.

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Danke für deine ehrliche Antwort. Das hatte ich befürchtet.
Die Geschwindigkeit des Systems hätte mich ehrlich gesagt gar nicht weiter gestört, aber die Sensorik bzw der Automatismus sollte eine gewisse Garantie bieten, sonst hat es keinen Mehrwert.

Auch das stimmt absolut:

Man sieht über die Außenspiegel „nur“ das Hinterrad.
Mal angenommen, ich bin hinten rechts bereits nah am Bordstein. So müsste ich um gerade zu parken auch vorne nah an den Bordstein fahren. Das impliziert aber quasi dass das Vorderrad den Bordstein berührt, weil ein Lenkeinschlag es natürlich näher an den Bordstein bringt.
Oder vielleicht verstehe ich dich falsch?

Grob erklärt: Komplett links einschlagen, langsam zurücksetzen, bis du am Bordstein mit der Lauffläche des Reifens „andockst“, anhalten und dann das Lenkrad gerade drehen.

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Ich habe seit ein paar Tagen auch die Überturbinen Felgen erstmalig drauf. Die schnelle Atmung und der Schweiß auf der Stirn kommen nun automatisch, ohne Autoparking (habe ich eh nicht) beim einparken :sweat_smile:. Möchte nicht wissen, was solch eine Reparatur an der Felge kostet? Auch wenn ich das Autoparking hätte, würde ich darauf nicht vertrauen, dafür sind mir die Felgen zu teuer.

Ich habe das Auto zwar erst seit 5 Tagen aber das Autoparken entlang des Bordsteins habe ich bereits mehrere Male ausprobiert. Ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden. Etwas Vertrauen muss man da schon haben. Das erste Mal als der Wagen in einem sehr steilen Winkel auf den Bordstein sich bewegte war ich auch etwas unsicher aber kurz vor der Berührung ist das Auto brav stehen geblieben, Lenkradausschlag voll nach rechts ausgeführt und sich vorwärts bewegt. So wie es sich gehört. Das einzige was mich etwas stört ist der Abstand zum Bordstein in der Parkposition. Der ist deutlich größer als beim manuellen Parken (das ist aber bestimmt viel gesünder für die Felgen :wink: )

Das man dem System am Anfang nicht so viel vertrauen schenkt kann ich gut verstehen. Wenn man es aber trotzdem benutzen möchte, kann man doch so eine Parklücke „simulieren“. Zwei Kartons als Autos, etwas weiches als Bordstein und das Auto soll zeigen wofür es zustande ist.

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Würde ich sogar so machen, wenn ich es testen könnte. Bin leider mit meinem M3 LR vom 24.02. nicht dabei. Sollte das Autoparking alleine angeboten werden, würde ich es wohl kaufen.

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Du kannst dem System vertrauen. Leider ist es in der Vergangenheit aber zu Schäden an der Felge gekommen. Bringt nichts wenn er es 100x sauber macht und 1x versemmelt. Eventuell wurde das aber durch Software Updates verbessert.

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Was mich beim Autoparken sehr stört ist, dass immer bei Stillstand des Tesla heftig gekurbelt wird.

Ich mag das für die Reifenfläche und die Lenkgestänge nicht so.
Wenn ich selbst einparke, dann rollt das Auto immer leicht, dabei drehe ich dann am Lenkrad.

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Ein etwa 30cm langer Schaden an der rechten, hinteren 18" Felge kostet bei meiner Werkstatt 120€ netto für Reparatur und Lackierung.

Aua, dann schaue ich lieber zweimal. Danke für die Info!!

Das ist der Vorteil bei den günstigen Aero-Radkappen… Kosten 28 Euro das Stück. Wenn du da ne Schramme reinfährst kaufste halt eine neue. :smiley:

Grüße

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Die Aero-Radkappen sind bei mir im Winter drauf, wenn Du damit die Bordsteinkante richtig triffst, hilft Dir eine neue Radkappe auch nicht. :grin:

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Doch! Es verdeckt den Schaden an der Felge. :grin:

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Nö. Denn die Aero-Radkappen gehen nicht über den Felgenrand.
Weder schützen sie die Felge noch verdecken sie Abschürfungen am Felgenhorn.

Ich musste meine Aero-Felge vorne rechts schon zweimal nach Bordsteinkontakt reparieren/ lackieren lassen. Die Aero-Radkappe ist immer noch die erste und hat keinen Kratzer.

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Wie Du gibst zu, dass Du das selbst warst? - Bei mir ist das immer die Ehefrau gewesen. :wink:

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So ist es:

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Die Orbital Aerokappen werden den Felgenrand mit abdecken - dann sieht man die derzeitigen Nageschäden an unseren Felgen nicht mehr :grin: