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Aus dem Alltag eines Teslafahrers - oder: Begegnungen der 3. Art

Kürzlich sprach mich ein Rentner auf meinen Tesla an und fragte, wie weit der denn - „mal ganz ehrlich“ (als offenbar notorischer E-Auto-Lügner war ich wohl einfach ertappt :wink:) - auf der Autobahn komme.

Wahrheitsgemäß antwortete ich: „Weiter als ich. Wenn ich einen Kaffee trinken, etwas essen oder mir die Beine vertreten möchte, lädt der Tesla - oft muss ich mich beeilen. Die genaue Reichweite variiert stark und ich kann sie nicht pauschal beziffern, dass gilt aber auch für alle Verbrenner, die ich je hatte.“

Mein Gegenüber schaute argwöhnisch und erklärte mir sodann, E-Mobilität sei für ihn noch nicht so weit, passe einfach nicht zu seinem Anforderungsprofil, er werde sich demnächst wieder einen Verbrenner kaufen und abwarten.

Nun schaute ich argwöhnisch, weil ich angestrengt versuchte, mir das Anforderungsprofil meines Gesprächspartners vorzustellen und, wie lange wohl noch und auf was genau er warten würde. Der Herr hatte jedoch gleich erspürt, dass ich einen Blick in seine Zukunft versuchte und erlöste mich mit der Auskunft, er fahre jedes Jahr in den Sommerurlaub und da „ballere er 1000 km mit einer Tankfüllung durch - mit Vollgas“.

Da war sie wieder, diese plötzliche Aufregung, die einen befällt, wenn einem etwas ganz Außergewöhnliches wiederfährt - sollte ich tatsächlich ein Exemplar der so seltenen, sagenumwobenen 1000-km-Vollgas-Nonstop-Fraktion vor mir haben? Den Yeti unter den Automobilisten? Mit zitternden Händen fragte ich, ob er denn - „mal ganz ehrlich“ (oh ja, ich hatte schnell dazugelernt und scheute mich nicht, von meinen neuen Fertigkeiten Gebrauch zu machen :wink:) - tatsächlich 1000 km ohne jede Pause durchfahre und ob dies nicht recht unkomfortabel sei.

Meinem Blick ausweichend gab er verschämt zurück: Nein, nein, Pausen mache ich schon mal. Wir verabschiedeten uns freundlich und ich fuhr enttäuscht weiter. Naja, morgen ist auch noch ein Tag und vielleicht klappt‘s dann. - Das mit dem Yeti.

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Aber der wird die 1000 km doch sicher nicht ohne 3,5t Anhänger durchfahren?! (würde mich enttäuschen) :upside_down_face:

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Richtig! Das ist natürlich auch Standard. :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Hatte heute beim Laden eine ähnliche Situation, wenngleich der Rentner eher aufgeschlossen war. „Aber nach Würzburg muss ich schon in einem Rutsch durchkommen“ - das sind von meinem Wohnort aus gute 400 Kilometer. „Naja“, sagte er dann und deutete auf seinen Hund, „ein oder zwei kleine Pausen müssen wir schon machen, um Gassi zu gehen…“ Nach meinem Hinweis auf die Reichweite des M3LR will er sich jetzt doch noch mal näher mit Tesla beschäftigen. Vielleicht sollte ich mir kleine Zettel mit meinem Empfehlungslink ins Auto legen :slight_smile:

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Ist wohl ein Klassiker. Ich konnte den Zweifler leider nicht überzeugen. War wohl ein besonders harter Fall.

Und Dachbox :wink:

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Das ist kein „Zweifeler“. Das ist ein „Wissender“. Der „weiss“ ganz genau, dass eMobilität und Tesla nicht taugen und wollte es eigentlich nur von Dir bestätigt haben.
Nur Du hast vollkommen „falsch“ reagiert.
Leute die wirklich neutral wissen wollen wie weit das Auto pro Ladung fährt fragen anders.

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:joy: Ja, wie konnte ich das übersehen. Erklärt die Aura, die ihn umgab. :+1:

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Das ist leider oft zu sehen, die Leute hängen sich an einer Urlaubsfahrt im Jahr auf, wo man halt mal 1-2mal laden müsste. Ansonsten langt es allen im Tagesbetrieb.

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Meine Urlaubsfahrten gehen genau 50km!
Ab da übernimmt der Flieger.

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yup. Wir gehen eher in den Urlaub - ca. 1 km bis zur S-Bahnstation.

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Urlaub mit dem Verbrenner ist jetzt aber auch nicht schlimmer, als mit dem Flugzeug zu verreisen.
Gönn dem Tesla doch auch mal etwas Urlaub und zeige ihm die weit entferntesten SuC in fernen Ländern. Wie er sich freuen wird.

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Wenn es denn wenigstens so wäre, dass die Urlaubsfahrt im Verbrenner schneller absolviert wird. In aller Regel ist das aber nicht der Fall. Und, wenn doch, kann es kaum sinnvoll sein, ohne Pause zu fahren.

uuh, so einen „1000 km in einem Rutsch Urlauber“ kenne ich auch.
Frau und 2 Kinder an Bord, VW-Bus, Österreich Ski fahren. Die ganze Nacht „durchballern“.
Das muss man echt Lust zu haben: alle schlafen, einer Fährt. Ist das eigentlich Glück, dass man so was ohne Unfall schafft?

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VW-Bus ist eine Welt für sich. Die fallen mir sehr oft durch ungewöhnlich aggressives Fahrverhalten auf, obwohl es zum Auto eigentlich gar nicht passt (man weiß doch beim Kauf, dass das fahrtechnisch nichts hergibt). Oft sitzen darin dann Kleinfamilien, wobei ich dachte, Lieferwagen fährt man nur notgedrungen, wenn man viel transportieren muss. Merkwürdig.

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Du wirst es erleben. Wenn die E-Autodichte zunimmt wird sich das schnell geben.
Bei mir in der Umgebung (Speckgürtel Zürich) ist das mehr oder weniger vorbei. Da hat es so viele E-Autos, gefühlt jedes Fünfte ein Stromer, da kehrt sich kein Mensch mehr (schade :wink: ) nach einem Tesla um.
Wenn ich über München nach AT fahre, sehe ich Teslas praktisch nur am SuC. Das wird sich langsam auch ändern.
Man darf nicht vergessen, im Autoland D wo nur Menschen mit Auto (freie Fahrt für freie Bürger) frei sind, hat der VW Oberboss vor ein paar Jahren noch verkündet E-Autos werden sich nie durchsetzen. Die Werbung in den Medien hat das E-Auto totgeschrieben. Und das ist bei den freien Bürgern immer noch in den Köpfen drin.
Also sei gnädig im Umgang uneinsichtigen Rentnern.
Gruss und knitterfreie Fahrt

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ich habe mir extra für meine 1x im Jahr Urlaubsreisen, ein eignen Airbus A380 gekauft, weil mit einem Tesla das sonst nicht machbar wäre… Ich kann die leute nicht verstehen, die sich dann so ein Flugticket kaufen und in einem „gemieteten“ Flugzeug in den Urlaub Fliegen… aus dem weg ihr geringverdiener

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So eine ähnliche Diskussion hatte ich auch mal.
Ging allerdings erst um die jährliche Urkaubsfahrt die ja bekannterweise mit nem E-Auto eigentlich unmöglich ist. Schwenkte dann aber zu seinen Problem um, dass er sich mittlerweile jedes Jahr einmal einen Klein-LKW leihen müsste, da die studierenden Kinder immer wieder umziehen würden.
Ich hatte ihn dann bei der Frage, warum er sich dann nicht so einen LKW statt des X5 gekauft hätte. Schließlich braucht er den ja einmal im Jahr. :sunglasses:

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So einer habe ich auch in meinem Umfeld, jedoch zieht er dies auch so ziemlich durch … zum Leidwesen der Familie. Rauf zu den Eltern nach Norddeutschland und da gibt es 1, Ja EINE Pinkelpause und noch Tankstop (ok, seit er den AMG fährt, Stopps :joy:) mehr nicht.

Was ich nach über 5 Jahren elektrisch fahren noch habe, sind gewisse „Bekannte“ die immer wieder den gleichen Satz repetieren:“ Und, immer noch zufrieden mit dem Elektroauto?“

Anfangs habe ich dagegen gehalten und versucht zu erklären, ja warum auch nicht, laden sei kein Problem, dank SUC, was für Spass es macht, etc. Mittlerweile habe ich meine Taktik geändert, aus verteidigen wurde Angriff :smiling_imp: Zwei von denen haben neue Fahrzeuge und immer wenn sich die Gelegenheit bietet frage ich natürlich nach: Und, immer noch zufrieden mit dem Diesel? Kannst Du auch noch überall hinfahren oder musst Du zum Teil schon draussen bleiben?“ Hat deiner auch schon gebrannt, man liest ja immer wieder von Verbrennern die brennen …
Seit dem Taktikwechsel sind die Fragen weniger geworden, einer fragte sogar mal nach, warum ich immer wieder Frage wegen seinem Diesel, naja war meine Antwort, ich dachte das ist normal, da Du auch immer wegen dem EV fragst :wink:

Und dann treffe ich noch die gewisse Klientel, ich nenne sie die Unwissenden oder Falschinformierten - Ein älterer Herr sprach mich beim Einkaufen auf dem Parkplatz an, was so eine Batterie kosten würde, wenn sie nach 2 Jahren kaputt sei und ersetzt werden müsste? Ich fragte ihn, warum die nach 2 Jahren kaputt sein soll und er entgegnete mir: naja sein Autoverkäufer habe ihm gesagt, die Batterien halten max. 2 Jahren, dann kann man sie wegwerfen. Ich fragte ihn ob er seine Fernbedienung Batterien auch in den Müll werfe und er meinte nein, sicher nicht, die werden recycelt! Tja so wie bei meinem Auto, die werden auch wieder verwendet und nicht weggeworfen. Wir unterhielten uns noch ganz nett eine längere Zeit.

Fazit nach 5 Jahren: Gewisse kann man abholen, andere werden aussterben und den Rest kann man begeistern …

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Sowas darfst Du aber nicht laut ausprechen.
Ein Kollege hat mal sehr laut gesagt, dass er sein Koreanisches SUV-Monstermit 6 sitzen oder so deswegen braucht, weil man öfters mit Freunden unterwegs sei. „Öfters“ wurde dann auf Nachfrage von mir mit 2x bis 3x pro Jahr beziffert.
Nach meiner Aussage: „Ja, verstehe ich, wegen des Malle-Urlaubs habe ich auch einen Airbis A320 am Flughafen stehen…“ hat er eine Woche nicht mehr mit mir geredet. :crazy_face:

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