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Aufnahmen Wächtermodus bei Polizeianzeige verwenden?

Wer klaut nen Türgriff? :rofl: :astonished: :see_no_evil:

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Ich kann nur sagen, dass ich ausschließlich Kfz-Kriminalität seit 2014 bearbeite und täglich mehrfach mit Tatvideos zu tun habe, die auch (teilweise) den öffentlichen Raum aufzeichnen.

Aufgrund der anlassbezogenen Aufzeichnung ist es gar kein Problem. Das ist der Unterschied zu Dashcams (dauerhafte Aufzeichnung).

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Türgriff hatte ich zum ersten Mal. Ist tatsächlich äußerst ungewöhnlich. Bin auf die Videos gespannt.

Das war im Oktober 2019

Ich würde einen Anwalt einschalten, da Du sonst Gefahr läufst, von der gegnerischen Versicherung abgezockt zu werden.

Ich würde auf keinen Fall sagen, das Du das Beweisvideo mit Deinem Fahrzeug erstellt hast, weil Du sonst wegen Verstoß gegen DSGVO verknackt wirst mit unabsehbaren Folgen. Es gibt einen Fall in Baden Würrtemberg, da ist ein Teslafahrer vom Landesdatenschutzfuzi angezeigt worden nur allein aufgrund der Tatsache, dass er einen Tesla mit Möglichkeit zur Überwachung fährt!

Lass beim Unfallgegner durchblicken, dass eindeutiges Filmmaterial vorliegt.

Das Video würde ich erst dem Richter zeigen, wenn alles andere nicht mehr hilft.

Traurig, aber das ist die Realität in D.
Viel Erfolg!:+1::four_leaf_clover:

Ich denke in dem konkreten Fall ist die Aufnahme kein Problem. Sie wurde aufgezeichnet da es eine Berührung und Beschädigung des Fahrzeugs gegeben hat, also einen Anlass für die Aufzeichnung.

Das große Problem des Sentry Modes ist, dass er eben nicht nur auf Berührungen/Beschädigungen reagiert, sondern teilweise wenn Personen einfach am Fahrzeug vorbeigehen oder vor dem geparkten Wagen die Straße überqueren. Er nimmt daher fast alles auf, wenn er „ungünstig“ im öffentlichen Raum steht. Und genau da entsteht dann das rechtliche Problem was in dem verlinkten Artikel beschrieben wird.

Nicht jeder will bzw. muss sich aufnehmen lassen, wenn der Tesla mit aktiviertem Sentry Mode irgendwo rumsteht.

  • Schuldnerberatungsstelle
  • Sexshops
  • Bars/Treffpunkte für schwule oder lesbische Paare
  • Polizeistationen/Gefängnisse
  • Wahlkampfbüros bestimmter Parteien
  • … gibt genug Orte, an denen man aufgrund seiner aktuellen Lebenssituation nicht aufgenommen werden möchte, vor allem wenn man keine Ahung hat wer das auffnimmt und was mit der Aufnahme geschieht.
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In wiefern von der gegnerischen Versicherung? Ich hab keinen Schaden verursacht.
Bei der gegnerischenVersicherung habe ich bisher nur den Schaden gemeldet. Aktenzeichen der Polizei liefere ich nach.

Aber der Datenschutz ist exakt das Thema, das mir Sorgen macht

Die sollen dann Zuhause bleiben…
Es ist 2021 und Orwell hatte zumindest teils Recht. Überall sind Kameras die 24 h laufen und mehrere Tage (sogar zentralisiert) speichern, jeder hat eine Handy in der Tasche welche die Bewegungsdaten auswertet, wird durch Tracking-Pixel verfolgt, usw., jedoch darf ich eine einstündige Schleife nicht haben, welche für mich völlig irrelevante Sachen und unbekannte mit nichts verknüpfbare Gesichter aufzeichnet was ich ohne Anlass (gemerkte Schaden,etc.) eh nie anschauen werde.
Nö… Es bleibt an und hoffentlich muss ich nie das Inhalt des Sticks anschauen.

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Wenn Du keinen Anwalt hinzuziehst kann es sein, dass die gegnerische Versicherung Dich bei der Schadensregulierung versucht zu verstschen und Dinge nicht bezahlt, die Dir zustehen wie z.b.Wwrtminderung, Ersatzfahrzeug etc.

Die Diskussion habe ich bereits in einem anderen Thread hier geführt, und ich kann mich hier nur wiederholen:
Ich kann die Beweggründe verstehen ihn einzuschalten, das an sich ist ja auch nicht problematisch. Erst wenn er dann anlasslos Videoaufzeichnungen anfertigt (weil eben nichts passiert ist und Fußgänger einfach in dem Bereich rumlaufen) kommt es zum Problem.

Aber ich will das hier auch gar nicht noch mal alles aufzählen, jeder muss sich informieren was aktuell erlaubt ist und was nicht und sich dann entscheiden was er daraus macht.

BS …würde Elon sagen.

Und was, wenn ich im Auto sitze und mit meinem Handy Filme? Dann ist der Sexshopbesuchende Schuldner auch gefilmt und zwar legal!

Die Diskussion ist müsig.
Der Missbrauch der Daten gehört hart bestraft, aber nicht die Aufnahme.

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Ich habe die Gesetze nicht gemacht :slight_smile:

Ich auch nicht :wink:

Man muss sich als mündiger Bürger ja auch nicht jeden Mist gefallen lassen. Daher hoffe ich, dass alle Teslafahrende immer den Sentry anlassen!

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Nach Art. 85 Abs. 2 DSGVO sollen die Mitgliedstaaten „für die Verarbeitung, die zu journalistischen Zwecken oder zu wissenschaftlichen, künstlerischen oder literarischen Zwecken erfolgt“, einen Ausgleich zwischen dem Datenschutz einerseits und der Meinungs- und Informationsfreiheit andererseits schaffen.

Hahaaaa…! Wir machen künstlerische Aufnahmen für ein Artprojekt! :rofl:

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Du hast den Schaden direkt angemeldet, schicke denen einen Kostenvoranschlag und lass ihn dir freigeben und dann reparieren. Nutzungsausfall oder Mietwagen (lass Dir den von der Versicherung vermitteln - dann gehst Du kein Risiko ein, dass der nicht in der vollen Höhe bezahlt wird), Unkostenpauschale dazu und gut Ist es. Wenn es Probleme gibt, kannst Du immer noch einen Anwalt einschalten. Du hast auch eine Schadenminderungspflicht als Geschädigter und bei Bagatellschäden wäre ich mit Anwalt und Sachverständigenkosten vorsichtig.

Übrigens wird der Versicherer voraussichtlich Regress beim Verursacher nehmen - Fahrerflucht ist eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung im Schadenfall (die Du bei Bedarf beweisen kannst). Das geht je nach Schwere bis zu 5000 EUR. Das dürfte Strafe genug sein.

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Sehe ich genauso - öffentlich überwachen Behörden und im Privatraum/Geschäften hängen massenweise Kameras, aber bei den paar m im Umfeld eines geparkten Autos wird eine Riesendiskussion gestartet.
Nicht falsch verstehen - Aufnahmen ohne Grund sind zu löschen! Aber das weiß ich halt erst später.

Ich habe es bereits in einem anderen Thread schon beschrieben, bei mir wurden die Aufnahmen Anstandslos akzeptiert und die Polizei war sehr froh drüber.
In Rücksprache mit der Beamtin welche meinen Bericht geschrieben hat, habe ich folgenden Satz eintragen lassen:
„Die Aufzeichnung erfolgt ausschließlich Anlassbezogen (berühren des Fahrzeugs o.ä. Ereignisse) und bezieht sich auch nur auf das Ereignis, sowie eine kurze Zeitspanne davor und danach. Sonstige Aufnahmen werden unmittelbar gelöscht und können vom Besitzer des Fahrzeugs nicht eingesehen oder abgerufen werden.“

Bei mir hat alles geklappt und die gegnerische Versicherung hat ohne Murren bezahlt.

Gruß
Krabbe

Warum sollte die Polizei von sich aus eine Anzeige wegen Datenschutzrichtlinien machen? Die haben andere Sorgen/Aufgaben. Bis jetzt war noch jeder Polizist bei der Anzeige happy dass es solche Aufnahmen gibt, detto die Versicherung, detto die Gerichte wenn es zu Verhandlungen wegen des Verstoßes/einer Strafsache kam. Gesetze und Praxis sind zwei paar Schuhe, das weiß jeder mit einschlägiger Erfahrung. Fehlverhalten (z.Bsp. Nutzung von solchen Aufnahmen um jemanden bloß zu stellen bzw. öffentlich zu machen) wird dementsprechend bestraft. Als Beweismittel wird diese Aufnahme niemand in Frage stellen.

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Daß die Polizei und Richter froh sind über solche Aufnahmen ist ohne Zweifel.
Das Problem kommt dann, wenn die Gegenpartei einen RA beauftragt um aus der Sache rauszukommen. Dann wird der Datenschutz bemüht und die Rechtslage bezüglich Wächtermodus/Datenschutz/Tesla ist mittlerweile jedem RA geläufig.

Folge kann sein, daß ich dann eine Gegenklage wegen Datenschutzverletzung an der Hacke habe.
Lege ich keine Videos durch die Dashcam vor gibt es keine Datenschutzverletzung da es nicht bewiesen werden kann.

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Es wird dringend Zeit, daß Tesla eine Modifikationsmöglichkeit des Wächtermodus einführt.

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