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Aufnahmen Wächtermodus bei Polizeianzeige verwenden?

Mich treibt folgendes Thema um.
Mein Tesla parkt im Parkhaus auf einem Dauerparkplatz. Der Wächtermodus ist dort aktiv.
Jetzt hat mir einer seine Tür in die Fahrerseite hinten gerammt mit Beule und tiefem Lackschaden. Natürlich mit Unfallflucht.
Die Aufnahmen zeigen alles im Detail.

Die Anzeige bei der Polizei steht an. Gebe ich die Aufnahmen zu Protokoll? Eigentlich dürften sie aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht existieren.
Handele ich mir eventuell eine Anklage des Verursachers wegen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz ein?
Ich finde viel dazu im Netz ober nichts dazu ob es wirklich schon abschließend bewertet wurde.

Soweit ich das weis war das eine Anlassbezogene Aufnahme da der Wächtermodus nicht permanent aufzeichnet, sondern nur ein paar min vor und nach dem ereignis.

Ich würde das nutzen.

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Ich möchte hier ja keine Anleitung schreiben…
Was spricht dagegen, dass du das persönlich aus mittlerer Distanz gesehen und und den Rumps gehört hast? Du hast dir sogar noch das Nummernschild merken und aufschreiben können. Zeitpunkt und Uhrzeit kannst du auch benennen.
Jetzt stattet die Polizei Demjenigen einen Besuch ab, sehen den Schaden an seinem Wagen. Die Höhe/Stelle und die Farbe passt noch zu deiner?
Da gibts dann nichts mehr zu diskutieren.

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Meinen Wagen hat ein älterer Herr in der Tiefgarage angeschrammt. Auch Fahrerflucht. Ich habe mir eine Anzeige für den Fall vorbehalten, dass der Verursacher sich unkooperativ zeigt. Diese Karte musste ich dann gar nicht ziehen. Es hat gereicht, den Fall mit Nennung des Nummernschilds des Verursachers beim Zentralruf der Autoversicherer zu melden und der gegnerischen Versicherung gegenüber zu erwähnen, dass es Aufnahmen gibt. Die wollte dann am Ende gar niemand sehen. Alles klaglos erstattet, incl. Wertverlust und Nutzungsausfall. Auf die Anzeige habe ich verzichtet, da das nur noch mehr Theater für mich bedeutet hätte.
Ich liebe den Wächtermodus!!!

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Hatte ich in der Tat kurz überlegt. Wenn aber die Lackauftrag bevor die Polizei das überprüft entfernt wird steht es Aussage gegen Aussage.

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Naja, da muss er schnell sein und ein Nachlackieren dürfte man erkennen.
Und das du dir das Nummernschild sowie das Fahrzeug merkst, ohne das es dazu einen Anlass gibt, ist auch eher unwahrscheinlich. Da wird der Richter schon die richtigen Schlüsse ziehen. Ausserdem dürfte auch von seiner Farbe was an deinem Auto haften…

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Dem Autoversicherer des Verursachers habe ich es schon gemeldet.
Ich möchte aber in der Tat, daß der Verursacher wegen Unfallflucht ein Strafe bekommt.
Endlich habe ich einen mal erwischt nach so vielen Schäden, die ich hinnehmen mußte

Ich wurde in diesem Fall einen Anwalt mit der Vertretung meiner Interessen beauftragen und ihm natürlich die Aufnahme übergeben. Er wird wissen wie damit umzugehen ist.

Die Kosten für den Rechtsanwalt soll er natürlich der Gegenseite in Rechnung stellen.

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Dann pack mal Zeit und Nerven in den Koffer…

An meinem Auto ist nur der Lackschaden bis zum Grund. Kein schwarz von seinem Auto.

Mit falschen Angaben wäre ich vorsichtig. Das kann auch schnell nach hinten losgehen, wenn sich in den Ermittlungen herausstellt, dass man gar nicht Zeuge sein konnte, weil man zur Tatzeit z.B. am Arbeitsplatz war.

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Da gebe ich Dir absolut Recht! Aber worauf die Aussagen fußen muß man ja nicht in Gänze Aktenkundlich machen.
Sagen, daß es Aufnahmen gibt ja, aber der Polizei zur Verfügung stellen?

Ich hatte auch einen Parkschaden mit Fahrerflucht, habe Fotos aus den Videos kreiert, und bei der Polizei eine Anzeige gemacht. Es hat niemand gefragt bzgl. Datenschutz, die Polizei war froh das der Beweis so eindeutig war.
Der Fahrer bekam eine Anzeige wegen Fahrerflucht, die Versicherung hat ohne Rückfragen bezahlt

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Du willst also ein Exempel statuieren :grinning:
Nun denn, muss man vielleicht nach Gefühl entscheiden. Eine Türe in die Seite knallen ist vielleicht was anderes, als (evtl. aus Versehen?) jemanden leicht anzuschrabbeln. Da kann ich den Rachegedanken verstehen.

Vielen Dank, gute Idee mit den Fotos.

Wie lang ist das her?

Naturstrom, ich habe einen Hass auf die Unfallflüchter. Null Toleranz meinerseits.
Ich habe auch schon Anzeigen bei der Polizei als Zeuge aufgeben wenn ich etwas mitbekommen habe.

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Es gibt eigentlich eine leichten Weg, das herauszufinden. Meinem Verständnis nach sind die zwei Themen zu trennen:

  • Deine Aufnahmen werden verwendet werden, da jeder Recht auf einen fairen Prozess hat, eine Nichtverwendung könnte ja ein Nachteil für Dich sein.

  • Losgelöst davon könntest Du natürlich ein Probleme mit der Videoaufzeichnung bekommen. Ja nachdem wie ein Richter das sieht.

Aber wenn Dir soviel an der korrekten Bestrafung eines Unfallflüchtigen liegt, wäre es nur konsequent und eine gute Gelegenheit, dabei die - evtl. unerlaubte - Videoaufzeichnung auch auf ihre Korrektheit prüfen zu lassen :sunglasses:

Du darfst es definitiv verwenden! Zum einen ist es eine anlassbezogene (keine dauerhafte) Aufnahme, zum anderen führen Verstöße gegen das Datenschutzgesetz nicht automatisch zu einem Beweisverwertungsverbot, geschweige denn zu einer Strafe.

Ich habe zufälligerweise ausgerechnet heute meine erste Strafanzeige mit einem Tesla auf dem Tisch gehabt, in der der Geschädigte auf die Tataufnahmen des Wächter-Modus verwiesen hat. Ich habe die Sicherstellung als Beweismittel des Diebstahls (Türgriff) veranlasst.

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Dieser sehr aktuelle Artikel ist der, der mich so sehr zweifeln läßt ob ich nicht auf rechtlich ganz dünnem Eis unterwegs bin.

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Vielen Dank, das ist schon mal gut zu hören.