Aufladen nur mit normaler Steckdose?

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen habe ich stark überlegt, mir ein Tesla Model 3 Long Range zu kaufen. Alles geplant, durchgesprochen hier und da und heute kam der Elektriker zwecks Wallbox in der Garage meiner Mietwohnung.

Nun ist es so, dass er mir nicht so viel Hoffnung gemacht hat. Man müsste von der Garage bis zum Haus alles aufbuddeln, tief verlegen, im Haus bohren, im Haus dann weiter verlegen bis zum Stromkasten. Das wäre mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Selbst wenn ich die Kosten tragen möchte/kann, müsste ich auf die Zustimmung der Hauseigentümer hoffen und die ist alles andere als sicher. Da ich damit nicht planen kann, nun meine Frage:

Würdet ihr das Tesla Model 3 Long Range kaufen, wenn ihr ausschließlich mit der normalen Schuko Steckdose aufladen könnt und keine Aussicht auf Wallbox und schnellerer Ladung besteht?

Wie lange dauert das insgesamt von 0-100%? Ich lese immer unterschiedliches, 20-30h oder gar mehr.

Selbst wenn ich sage, ich lade schon bei 20-30 % und nur bis 80% voll, dauert es wahrscheinlich dennoch sehr lange.

Wie sieht das eurer Meinung nach in der Praxis aus?

Besten Dank im Voraus für eure Hilfe!

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Haben wir anfänglich gemacht. Auto war aber nie leer gefahren und eh nur Kurzstrecken. Also zu Hause immer an die Steckdose und unterwegs ggf. mal an einen SuC oder Lidl oder so. Geht alles.

Kommt drauf an.

Wie weit ist deine tägliche Strecke und wie lange kann das M3 täglich an der Steckdose laden?

Du musst ja nur soviel nachladen wie du täglich verfährst. Normal sollte die Nacht dafür dicke reichen.
Ansonsten: Gibt es nicht mittlerweile ein Recht auf eine Wallbox für Mieter? Oder gilt das nur für Tiefgaragen?

Eigentlich fahre ich gar nicht so viel privat in der Umgebung. Also zwischen 10-150km am Tag?

Aber soll man so oft aufladen oder immer nur wenn die Batterie fast leer ist bei ~20%?

Leider sind auch Supercharger nicht wirklich in der Nähe, man müsste also gezielt dort hin fahren. Ich dachte mir, wenn ich mal wirklich weiter fahre, dann suche ich mir das halt vorher aus, wo ich auflade.

Ich habe anfangs auch nur mit Haussteckdose aufgeladen. Ab 20% auf 80% aufzuladen dauert ewig, deshalb empfehle ich ein tägliches Laden immer auf 80%. Ich habe eine Wallbox und nehme die 11 kW Leistung nur dann in Anspruch, wenn ich für eine längere Fahrt mal 90 oder 100% brauche.
Ich empfehle diesen Artikel: Die 3 größten Fehler mit denen du den Akku deines Tesla Model S unbewusst schädigst und die selbst die Tesla-Mitarbeiter vergessen zu erwähnen – e-Mobilität heute

Bis dato funktioniert es bei mir auch komplett ohne Lademöglichkeit zuhause.
Ich lade halt unterwegs oder beim einkaufen.
Mit Netflix kann man zur Not auch mal 2-3 Stunden an einer öffentlichen Säule verweilen :smiley:

Ich fahre recht viel Kurzstrecke und ca. einmal im Monat Langstrecke (500km+).
Dein Fahrprofil macht also viel aus.

ich habe daheim keine lademöglichkeit und fahre seit über einem jahr problemlos herum.
das waren fast 20 tkm bisher…

geht alles.

madmax

Brauche ich denn dann eigentlich eine Wallbox oder anderen Schutz-Schalter oder Ähnliches, wenn ich nur eine normale Steckdose nehme? Oder reicht Stromkabel rein und aufladen?

Kann man sagen, wie viele kwh pro Stunde aufgeladen werden bei 20-80% bzw. wie lange das EXAKT dauert? Wie gesagt, finde leider nur unterschiedliche Aussagen für die Aufladezeit von 20-80 oder 0-100.

So weit ich weiß, macht es dem Lithium-Ionen Akku nichts aus, wenn er täglich langsam geladen wird. Die Theorie, dass er möglichst leer sein soll ist eher aus den 80ern.

100km die Nacht über Schuko sind mEn locker drin. Wie weit ist es denn vom Haus bis zur Garage? Vielleicht geht es auch mit einer 20m Verlängerung vom Haus zur Garage, dann würde eine Starkstromdose +Go-e-Charger am Haus ja auch genügen, sollte man mal schneller laden wollen.

Ich habe eine Wallbox, trotzdem lade ich meist mit 230V. Das kannst Du auch über die App steuern.
Die habe ich eben bei 105km angestoßen , da das Kabel noch dran war.
Anzeige 225V 13 Ah. 18 km/Std.
Je nachdem wo Du wohnst sind viele 50er Ladestationen nahe.
Da Du eh nicht viel fahren willst, würde ich wegen der Schilderung von der Wallbox absehen.

In eine derartige Aussage in Richtung „problemlos“ gehört aber auch noch der Hinweis, dass das je nach Region unterschiedlich sein kann.

@yiHa Wenn Du das Auto nicht täglich leerfährst, dann reicht eine Schuko-Steckdose (oder besser eine Campingdose wenn die Leitung das mitmacht). Wenn Du allerdings morgens bei 100% losfährst und abends mit 2% heimkommst, dann solltest Du prüfen, welche Lademöglichkeiten Du unterwegs hast. Wenn das nur AC-Lader sind, dann wirst Du da auch schon ein Problem haben weil Du da auch 3-4 Stunden einkalkulieren musst. Bei DC-Ladern kommt es drauf an wieviel die können. Aber übliche 50kW-Ladestationen halten auch mal ne gute Stunde auf.

Das schlechteste was du für die langlebigkeit eines LiIon Akkus tun kannst, ist, ihn leer zu machen, und nie zwischendurch zu laden. (Gilt auch für praktisch alle anderen Akkutechnologien).

Am besten ist es, mit geringem Ladehub, bei partieller Ladung den Akku zu betreiben.

Für normale Stadtfahrten (bis 300 km am Tag) reicht eine herkömmliche Schuko (10 bzw 13A) eigentlich vollkommen; Falls man kein semi-permanenten UMC2 immer dort angesteckt lassen will, wäre die Montage einer 1P 16A CEE blau Steckdose - wegen der massiveren Kontakte und Belastbarkeit bis 16A im Dauerbetrieb - anzuraten (kostet praktisch auch nicht mehr vom Installationsaufwand als eine normale Schuko).

Ich selbst lade meinen 3 AWD LR typischerweise nur auf 65%, und stecke ihn jeden Tag, wenn ich nach Hause komme, an. Er ist dann zwischen 1 und 10h später wieder „voll“ (auf 65%). Wenn ich längere Strecken plane, lade ich in den Tagen davor sukzessive auf höheren Ladezustand (bzw in der Nacht davor dann auf 90%). Und bei spontanen Fahrten wird „kurz“ (~150-200km) nach Abfahrt bereits der erste SuC angesteuert, den man sich bei einer geplanten Fahrt sparen könnte…

Rückwirkend betrachtet war die Wallbox nur ein Komfort-Feature (fix montiert, keiner kann - momentan - dort Strom „klauen“) wegen unbegründeter Reichweitenangst, da ein 2. UMC2 (wegen Port-Open Knopf) „fest“ an einer Schuko bzw 1P CEE blau montiert absolut ausreichen würde- bei weit geringeren Investitionskosten…

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bei schuko würde ich zur sicherheit auf 10A runterregeln. dann sind das 2 kw ladeleistung je stunde, ohne verluste.
wenn der wagen am abend 10h oder mehr steht, sind das knapp 20 kwh mehr im akku je nacht.
sollte für 130 km reichen…

natürlich wäre eine blaue campingsteckdose klar empfehlenswert, dann kannst du auch auf 16A bleiben und kommst sogar auf über 3 kw.

madmax

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Ich würde den Vermieter fragen, ob man die Schuko durch eine kombinierte CEEblau und Schuko ersetzen kann und wenn er da nichts gegen hat mit dem blauen Adapter des UMC laden.
Natürlich muss der Elektriker checken, ob die Leitung das mitmacht, aber das ist in den meisten Fällen kein Problem.
Mir reichen die 3,7kW völlig aus.

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Ich habe zwar eine Wallbox, lade aber trotzdem fast nur mit Schuko.
Je nach Ampere bekommst du pro Stunde bis zu 17km in den Akku rein.

Bei mir bedeutet das 2h laden und der täglich Arbeitsweg ist wieder aufgefüllt. Wenn ich es dochmal schneller brauche halte ich auf dem Weg bei der kostenlosen Rossmann-Station (bis zu 150kW/h) oder schließe meine Wallbox an.

Ansonsten würde ich bei einer Ausfahrt/Urlaubsfahrt auf 90% laden und dann unterwegs laden.
(SuC 33ct, oder zB ADAC 39ct (Erstbestellung der Karte hatte mal 15€ Geschenk drauf, weiß nicht, obs das noch gibt)

Lässt UMC auch 16A mit einer Schukodose zu? Oder wird automatisch auf 10A begrenzt?

Meines Wissens begrenzt der Adapter die Leitung und nur mit dem Campingadapter gibt es die volle Leistung.

Würde so ene Lösung nehmen.
Soll keine Werbung sein.
https://www.aw-tools.de/Camping-Wand-Steckdose-CEE-32A-230V-2P-E-Caravan-Boot-IP44-230V-Schuko

Schuko ist auf 13 A begrenzt. Schukostecker und -dosen sind aber nur für 10A zertifiziert. Mehr Last und es kann anfangen zu schmoren…

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