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Audi's Adaptiver Fahrassistent gegen Autopilot - Erfahrung?

Der Post passt jetzt eigentlich nicht hier rein, es gibt aber (so weit ich sehe) kein Forum für Tesla Technik Allgemein - wenn doch, bitte verschieben.

Worum geht es? Gerade habe ich mir mal dieses Video hier auf Youtube angeschaut: youtu.be/lvoDVYQWe2Q?t=438

Dort wird ein Audi A7 gefahren mit allen erdenklichen Assistenzsystemen. Mich hat interessiert, was andere Anbieter so drauf haben.
Ich habe selber ein Model 3 mit Autopilot/FSD. Ich dachte immer, was Tesla zum Thema teilautonomes Fahren bietet sei haushoch überlegen.

Nach diesem Video war ich ehrlich gesagt überrascht:

  • Audi ist nicht auf 150km/h begrenzt (gut, wer’s braucht - aber darum soll es jetzt nicht gehen)
  • Funktioniert bei Mistwetter scheinbar zumindest genau so gut wie Tesla’s System
  • Fährt Kurven
  • Lässt sich bedienen wie ein klassischer Tempomat (keine Übernahme der höheren Geschwindigkeit, wie Tesla das ja macht)
  • Erkennt (scheinbar) Verkehrszeichen
  • Man kann ohne weiteres einen Spurwechsel durchführen, ohne dass das System abbricht
  • Hält den Wagen in der Spur, wenn man versucht über die Randlinie zu fahren

Übersehe ich hier etwas? Hat jemand mal eine Probefahrt gemacht mit einem aktuellen Audi und kann aus direkter Erfahrung berichten?

Er erkennt nicht nur Verkehrszeichen er passt auch -je nach gewählten Fahrmodus- die Geschwindigkeit so früh an, das er am Schild die erlaubte Geschwindigkeit hat. Im Eco Modus segelt er dabei, in den Dynamik-Modi bleibt er länger auf dem Gas und bremst dann für das Schild.

Ist alles keine Raketenwissenschaft kann BMW inzwischen genauso.

Nach jetzt ca. 17.000 km im M3 seit Mai 2019 ist mein Fazit: Tesla ist auf keinem Bereich des „autonomen Fahrens“ auch nur ansatzweise überlegen, sondern weit zurück. Der AP ist ein Marketinggag von Tesla, auf den ich reingefallen bin.

Aber was solls, das Auto macht trotzdem Spaß.

Da muss ich vehement widersprechen, schau Dir das Video an und zeig mir etwas gleichwertiges von einem anderen Hersteller:

m.youtube.com/watch?v=aDGgdGMOT78

Tesla ist Lichtjahre voraus in allen Bereichen (auch Schildererkennung gab es bereits in 2014 bei Tesla)

Ihr dürft die gesetzlichen (EU Vorschriften) und finanziellen (Tesla will seit AP2 keine Drittunternehmen wie Mobileye mehr im Softwarestack des Autos haben) Einschränkungen nicht mit weniger Innovation oder technologischen Vorsprung verwechseln.

Naja aus dem Video geht jetzt nicht hervor wie gut sich die Assistenzsysteme auf Landstraßen schlagen. „Geradeaus“ auf der Autobahn ist mittlerweile keine Kunst, aber sich schlängelnde Landstraßen in bergigen Gegenden sind sehr anspruchsvoll für solche Systeme. Ich habe mittlerweile >21 tkm mit meinem M3 gemacht und oftmals auch im Schwarzwald unterwegs. Da gibt es sehr kurvige Strecken, die der AP auch bewältigen kann. „Kann“ deswegen, weil das Auto dann doch sehr vorsichtig um die Kurven fährt, wofür ich persönlich zu ungeduldig bin.

Ich gebe zu ich kenne nur die gängigen Systeme von BMW und von einigen Mietwagen (VW, Skoda), und diesen Systemen ist der AP weit überlegen. Zumal er von Update zu Update auch immer weiter verbessert wird. Die „Assis“ der aktuellen Modelle deutscher Herstellern werden in 5 Jahren genauso gut/schlecht sein, wie sie es heute schon sind.

Ich kann nur AP ohne FSD beurteilen. Da muss ich wiederum zwischen 2 Aspekten unterscheiden: TACC und Autosteer.

Autosteer: eigentlich wirklich gut, doch nutze ich das fast nie, wegen:
TACC: falsche Geschwindigkeit übernehmen und häufige Phantombremsungen

Das hatte ich mit anderen TACC, z.B von Volvo in dieser Form nie.
Deswegen nutze ich AP nur auf leeren geraden Autobahnstücken und TACC nur, wenn kein Auto vor mir, die Fahrbahn recht breit und wenig Gegenverkehr ist.

Ist leider im Moment so, ich hoffe auf V10… Autonomes fahren? Daran glaub ich nicht mehr, bevor ichs nicht selbst gesehen hab.

Dass der AP besser wird oder besser werden kann ist sicherlich ein wichtiger Aspekt, taugt aber nicht zum Vergleich - da muss der „ist“ Zustand genommen werden. Ich bin überrascht, dass hier Übereinstimmung herrscht: einer breiten Straße nachfahren können sie wohl alle.
Es wundert mich übrigens sehr, dass ich nicht einen einzigen Artikel/Bericht und kein Video über „Tesla AP vs. Rest der Assistenzsysteme“ gefunden habe; ich hätte erwartet, dass es Dutzende gibt.
Das Thema Phantombremsungen ist in der Tat sehr unangenehm. Haben andere Systeme diese Probleme nicht?

Passend zum Thema liest man dann so etwas: teslarati.com/tesla-navigat … ward-2019/

„Tesla has won Germany’s prestigious Connected Car Innovation (CCI) award for 2019, with the electric car maker’s Navigate on Autopilot feature“

Ich bezweifle ehrlich gesagt nicht, dass Tesla’s Systeme besser sind, ich tue mich aber hart dies zu verargumentieren. Vielleicht müsste man wirklich mal einen neuen Audi oder VW fahren.

Ich bin Anfang des Jahres mit einem MS und meinem Volvo, später auch mit einem X5 meine „Referenzstrecke“ gefahren (Videos sind auf Youtube).

Für MICH ist die Reihenfolge klar:

BMW
VOLVO
TESLA

Der AP ist für mich als reinen Autobahnvielfahrer aus zwei Gründen hinten:

Spurwechsel brauchen nie vorhandene Riesenlücken, macht man den Spurwechsel manuell deaktiviert sich der AP. Bei beiden anderen tippe ich den Blinker an, gebe einen Lenkimpuls sie wechseln die Spur und übernehmen wieder.

Für mich noch wichtiger die nicht vorhandene Verkehrszeichenerkennung. Sowas hat selbst mein oller i3 und der X5 kann auch noch vollautomatisch das Tempo prädiktiv anpassen.

Beim von mir gefahrenen Softwarestand zumindest wäre der AP eine eindeutige Verkomplizierung zu meiner Fahrerei mit dem Pilot Assist vom Volvo.

Das der AP engere Kurvenradien schafft ist für mich nicht relevant, da dies nur zu selten bei mir vorkommt.

Vor der Fahrt mit dem MS war der AP einer der Hauptgründe für einen Tesla, da ich gehofft hatte er würde mich noch mehr entlasten als mein Volvo. Leider war das Gegenteil der Fall, der BMW ist da -bei meinem Fahrprofil- klar vorne.

Perfekt ist die Schild-Erkennung bei anderen Autos aber auch nicht. Mein Auris zeigt mir häufig falsche Höchstgeschwindigkeiten an. Oft sieht es Schilder, die an LKWs kleben, zu Seitenstraßen gehören (gern auch Abfahrten an Stadtautobahn) oder es übersieht die Schilder. Das dort verbaute System ist ein netter Spaß…

Das IIHS, das dem Model 3 jüngst erst Bestnoten im Crashtest gab, bescheinigte dem Tesla Autopiloten noch im letzten Jahr einen gewaltigen Vorsprung gegenüber Mercedes, BMW und Volvo.

Kann mir keiner erzählen, dass sich die Verhältnisse nun mirakulös umgekehrt haben sollen.

iihs.org/news/detail/iihs-e … rack-tests

Als Jahrelanger Audifahrer kann ich sagen, dass die Abstandstempomaten nicht perfekt funktionieren. Beispielsweise gibt es dort ebenfalls Phantombremsungen, Autos werden gar nicht oder sehr spät erkannt. Ganz Problematisch ist die Erkennung an Ampeln bei stehenden Fahrzeugen.
Es ist wie bei allen Systemen natürlich auch Situations und Witterungsabhängig. Die Konkurrenzsysteme sind also ebenfalls weit weg von Perfekt oder sogar gut (zumindest bei Audi). Andere Systeme wie BMW und Mercedes bin ich nur kurz gefahren, fühlten sich in der Zeit aber auch nicht besser an.
Es geht um ein Audi A6 BJ 2016 und auch meine Audis davor.

Dass der Auris Probleme hat zeigt aber nur, dass es verschiedene Implementierungen gibt und man offensichtlich nicht die Technik von MobileEye verwenden muss, was gelegentlich behauptet wird, dass der Grund wäre, dass es bei Tesla nicht geht.

Im 3 Jahre alten Mini meiner Freundin funktioniert die Verkehrszeichenerkennung nahezu perfekt. Selbst ein Limit bei Nässe wird korrekt angezeigt. Auch erkennt er alle elektronischen Verkehrszeichen. Er hat nur Probleme, wenn sehr nahe neben der eigenen Fahrspur eine weitere Fahrspur mit eigenem Tempolimit ist und dieses Tempolimit durch ein Metallschild zwischen den beiden Fahrspuren angezeigt wird. Also z.B. die Fahrspuren nur durch eine Leitplanke oder Mauer getrennt sind. Ist das Tempolimit mittig über den Fahrspuren, wird es korrekt erkannt.

Den Test von EuroNcap bezüglich der Assistenzsysteme (ober der IIHS auch getestet hat, weiß ich nicht), konnte ich damals nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich hatten sie die neuen Assistenzsysteme der anderen Herstelle noch nicht im Test und haben mit den Vorgängerversionen verglichen. Es ist schon beeindruckend bei Audi und BMW, wie die Systeme vor Kreisverkehren oder Verkehrsschilder die Geschwindigkeit reduzieren. Allerdings sind die neuen Systeme noch nicht in allen Modellen verfügbar. Eventuell ist das der Grund, dass die von Tesla besser abgeschnitten haben.

Wenn das Fahrgefühl besser ist Audi etc.), heisst es noch nicht dass es auch besser ist. Da macht Tesla mehr. Leider wirkt genau das sich noch Negativ auf das Gefühl aus.

Guten Morgen!
Ich bin vor kurzer Zeit einmal in einem Golf mitgefahren der einige Assistenssysteme eingebaut hatte
und auch eine gute Schildererkennung.
Sehr gut war sie deshalb nicht, weil laut Besitzer das System die Täfelchen unter manchen Verkehrsschildern
nicht auswertet, wie z.B. „bei Nässe“, der Rest war eigentlich nur ein Softwareproblem.
Ist in Ortschaften keine Geschwindigkeit im Navi hinterlegt = immer 30 km/h.
Oder Geschwindigkeitsbeschränkung erkannt, aber keine Aufhebung der gleichen…
Zudem konnte ich gefühlt der Meinung sein, dass das Kartenmaterial nicht Aktuell war,
bei meinem TomTom muß ich die SD zwar in einem PC updaten, aber das dann alle
3 Monate. Zudem funktioniert das LifeTraffic im TomTom super!
In meinem ersten Navi = PDA von Aldi (noch mit externer GPS Maus) und nach
der Installation von TomTom statt Navigon! gab es TomTom quasi als offene Software
bis zu einer „gesperrten“ Version.
Hier gab es einen Blitzer… Anzeiger der die „Gefahrenpunkte“ im Voraus anzeigte und
dann passend Auswertet. War die Geschwindigkeit <= der erlaubten erfolgte nur eine
Optische Anzeige, war sie schneller dann eine Vorankündigung und bei Bedarf Alarm!
Also sollte es möglich sein ein Assistensystem so zu Programmieren, das ab der
Geschwindigkeitsbeschränkung passend schnell gefahren wird. Logik wäre dann allerdings
gefragt, wie bei Überschneidungen = Hinterlegte km/h im Navi und erkannte nach Schild
vorgegangen wird, beruflich war bei mir immer die Regel, die niedrigste gilt zuerst immer.

Der grösste Kritikpunkt beim Tesla System ist für mich die automatische Übernahme der (angeblichen) maximal erlaubten Geschwindigkeit. Solange die Karten-Daten und eine sicher notwendige Schildererkennung zusammen genommen nicht zu 99,99% zuverlässig sind, sollte dieses Feature immer abschaltbar sein und sonst eine Bestätigung durch den Fahrer erfordern.
Die Schildererkennung des Volvo V40, den ich vorher mal hatte war super zuverlässig. Einschränkungen wie „bei Nässe“ hat er zwar nicht erkannt, aber alles andere war sehr gut gelöst. Beim BMW i3 wars mehr oder weniger das gleiche.
Phantombremsungen hab ich schon erwähnt - die gabs beim V40 quasi nie (ich glaube ich hatte in 5 Jahren 2 oder 3), beim i3 sehr selten, häufiger als beim V40, aber immer noch viel seltener als beim Model 3.
Diese Systeme konnten zwar nicht selbst lenken, aber die Abstands- und Geschwindigkeitsregelung hat funktioniert. Optional konnte man auch einen „dummen“ Tempomat ohne Abstandsregelung nutzen. Von daher sind leider alle Systeme die ich bisher kennen gelernt habe besser als das im Model 3, was vor allem daran liegt, dass man bestimmte Features nicht abschalten kann. Man hat nur die Wahl zwischen TACC mit oder ohne Autosteer, oder dann gar keinen Tempomat. Das wäre nicht nötig und das machen andere Hersteller besser.

Geht bei VOLVO inzwischen auch noch besser.

Ist eine Beschränkung mit zeitlicher Begrenzung im Navi hinterlegt zeigt er sie auch nur zur hinterlegten Zeit an
Ist sie nicht im Navi schreibt er Time unter die Geschwindigkeit
Überholverbote für Anhänger zeigt er nur an, wenn auch ein Anhänger dran ist
Limits bei Nässe kommen nur, wenn auch der Scheibenwischer läuft

Das Einzige was bei dem manchmal nervt, ist das er Kartendaten vor erkannte Schilder stellt. So zeigt er in der 60er Baustelle auf der A43 Recklinghausen gern mal 120 an, ansonsten ists aber nahezu perfekt. Mein erster VOLVO „erkannte“ auch gern noch 100er Schilder an Reisebussen, das tut der neue gar nicht mehr. Dafür ist er allerdings bei LKW auf der rechten Spur nun etwas zu empfindlich und ankert gern mal, wenn die nur ein Stückchen nach links kommen.

Oh, sehr chick, so sollte das sein.

Meiner hatte kein Navi, von daher kannte der nur die Schilder :smiley: (auch manchmal die auf Reisebussen). Und die TACC schien sich auch wirklich nur für direkt voraus fahrende Fahrzeuge zu interessieren. Wenn jemand in meine Spur reinzog, musste das schon bis über die Mitte sein, bevor das System selbständig verzögerte, was beim hoch eingestelltem Abstand meist auch überhaupt kein Problem war, ausser es wäre eh eine Vollbremsung notwendig gewesen - das machte ich dann selber.

Das lese ich aus dem verlinkten Artikel nicht. Im Grunde bestätigt er die Kritik die man auch hier im Forum häufig findet:

Daran sollte Tesla arbeiten.
Nach meinem persönlichen Gefühl beim Fahren würde Tesla sich außerdem einen großen Gefallen tun, wenn sie das Abschalten der Assistenten analog zu anderen Herstellern handhaben würden, d.h. eine Lenkkorrektur sollte NICHT zum Abschalten des AP führen, sondern die Korrektur akzeptieren und sich selbst wieder einschalten wenn es erkennt, dass der Fahrer konstant in der sichtbaren Spur fährt. Damit wäre er vom Gefühl her wieder ein (sehr kompetenter) Assistent und kein „Autopilot“ - aber auch um so vieles stressfreier zu handhaben. Darüberhinaus sollte a) das Gebimmel abschaltbar sein (kommt ja jetzt scheinbar), b) das Lenkrad kapazitiv sein und die Hand auch ohne das nervige Rumruckeln erkennen und c) die Regelung der Geschwindigkeit sanfter erfolgen. Bis auf das Lenkrad sollte das mit Software lösbar sein. Von Schildererkennung, Geschwindigkeit an bekannten Beschränkungen (Ortseinfahrten usw.) reden wir da noch nicht.

Ich fahre neben dem Model 3 noch einen BMW 320d Serie 2019 mit „Driving Assistant Professional“.

In einigen Bereichen ist dieser dem Tesla deutlich überlegen:

  • Spurhalten (Autopilot) möglich bis 210km/h auch nachts
  • Schilder werden perfekt erkannt (Bspw. Unterscheidung abweichender LKW/PKW-Limits, zeitliche Limits werden nur in den angegebenen Zeiten übernommen, usw.); ich kann mich nicht an einen Fehler erinnern, auch bei dreckigen Baustellen-Schildern o.Ä.
  • Autopilot übernimmt Schilder-Beschränkung, bei im GPS hinterlegten Tempolimits wird so justiert, dass man genau am Schild mit der maximal zulässigen Geschwindigkeit ankommt (ggf. + eingestellte Toleranz); Anzeige im Display bspw. 120km/h in 600m, 500m, usw…
  • Lenkrad muss nicht bewegt werden, etwas kräftigeres berühren reicht
  • beim Spurwechsel (Blinken) schaltet er sich ab, solange der Blinker aktiv ist, danach sucht er die neue Spur und übernimmt wieder die Lenkung ohne irgendein weiteres Zutun

Der Tesla-Autopilot lenkt allerdings etwas runder und „menschlicher“, während der BMW manchmal nicht nachvollziehbar aussteigt und etwas eckiger lenkt.

Unter dem Strich ist das BMW-System deutlich überlegen. Tesla muss dringend nachlegen.