Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

Das ist heftig. Einige Vorgaben kann ich nachvollziehen, aber das Artikel vor erscheinen an VW gesendet werden müssen und ggf. geändert werden hat nichts mit freiem Journalismus zu tun.

Kriecht der E-tron eigentlich, wenn man in „D“ von allen Pedalen weggeht bzw. kann man das (wie bei Tesla einstellen) ob ja oder nein?

Das war ja offensichtlich keine reine Journalistenveranstaltung, sondern so wie das in dem Artikel anklingt eine Händlerveranstaltung, bei der auch Journalisten anwesend sein durften.

Zitat aus dem verlinkten Artikel (Hervorhebungen von mir):

Da hier Firmeninterna und Geschäftsgeheimnisse zur Sprache gekommen sind, ist es normal, dass die Informationen aus derartigen Veranstaltungen nicht frei veröffentlicht werden dürfen. Wäre das eine reine Presseveranstaltung gewesen, sähe das anders aus.

Vermutlich wurden da Einkaufspreise, Marketingbudgets, Produktionsquoten, … genannt. Die will kein Hersteller, egal ob Auto oder sonst wo, in der Öffentlichkeit sehen.

Das wissen die Journalisten vorab und wen das stört, der wartet dann eben auf den offiziellen Presseevent. Das hier sind die Veranstaltungen, bei denen die Journalisten sich ihre Hintergrundinformationen verschaffen. Die sind in der Regel sowieso nicht zur Veröffentlichung bestimmt.

War bei meinen Ex-Arbeitgebern auch so (Softwarebranche). Wenn da Journalisten z.B. auf Firmenjubiläen etwas von Mitarbeitergesprächen aufgeschnappt haben, durften die das auch nicht ungefragt veröffentlichen. Macht man es doch, wird man nicht mehr eingeladen. Hat jetzt nicht wirklich etwas mit Pressefreiheit zu tun und bei solchen Produktvorstellungen eh nicht.

Unpassendes Beispiel, da es dort um Exklusivinformationen auf einer besonderen Veranstaltung geht und nicht um einen Vergleichstest wie hier im Thread.

Es geht in diesem Thread um den konkreten Vorwurf von merlinfive, dass Michael Specht von Audi eine Vorgabe bekommen hat den e-tron als Tesla Figher zu bezeichnen und dann nach Audi-Vorgaben diesen Artikel geschrieben hat:
spiegel.de/auto/aktuell/merc … 30094.html

Für diese konkreten Anschuldigen gibt es weiterhin keine Belege. Gegenfrage: Wenn ich Michael Specht anschreibe und er abstreitet eine derartige Vorgabe zu haben, würdest du das dann glauben?

Ich finde die Diskussion hat wieder nichts mit dem konkreten Fahrzeug, dem E-tron, hier zu tun. Hat jemand eine Antwort auf meine Frage:

Hab gerade einen Verbrauchstest gemacht.

Nicht ganz vergleichbar mit Björns.

Und eins vorab. 90 km/h ist eine dämliche Geschwindigkeit für einen Test. Zu schnell um hinter LKWs zu fahren und zu langsam um diese zu überholen.

Außentemperatur +4 Grad

strahlender Sonnenschein => Innenraum musste also eher gekühlt statt geheizt werden.

Straße trocken

Akku warm

Auto warm

Trip wurde direkt vor der Auffahrt auf die AB genullt. Foto vor Abfahrt.

Strecke Piding - Golling - Salzburg Mitte

Es ist natürlich viel weniger als bei Björns etron. Aber ein Verbrauchswunder ist ein Model X wahrlich auch nicht.

Genauer gesagt hat der etron bei Björns Test 17% mehr verbraucht, als deiner bei deinem Test. 17% (unter denselben Bedingungen) sind bei einem E-Fahrzeug (bei dem der Antrieb Wirkungsgrade über 90% hat) Welten.

Routenvergleich Ulm – Pisa zwischen allen Tesla Modellen, den Audi e-tron sowie dem Hyundai Kona. Wer ist am schnellsten inkl. Ladestops? Finde ich eine interessante Berechnung:

impala64.de/blog/tesla/2019/ … la-killer/

Fazit:

"So wie es aussieht, ist der Audi e-tron kein Tesla Killer, sondern bestenfalls ein Tesla Model X75D Killer, denn alle anderen Teslas sind schneller am Ziel. Selbst mein Model S 75D ist 27 Minuten schneller in Pisa obwohl ich eine kleinere Batterie habe und 35% langsamer laden kann.

Durch den hohen Verbrauch vom e-tron muss er länger laden und macht so seinen Vorteil in der Ladegeschwindigkeit kaputt.

Der Gewinner ist das Tesla Model 3 Long Range. Durch den niedrigen Verbrauch und der guten Ladeleistung von 118kW, schafft er die Strecke mit nur einem Ladestop. Dadurch muss er weniger Umwege nehmen und muss auch weniger laden. Er ist 1:26 Stunden vor dem e-tron am Ziel. So sehen Gewinner aus!"

LG, Mike :slight_smile:

Die 9 Minuten zum Tesla Model X75D machen auch keinen Gewinner bei einer Fahrzeit von rd. 9 Stunden.

Man kann also danach sagen: Der e-tron ist auf Langstrecke in etwa so schnell/langsam wie ein Model X75D, also dem Model X75D vergleichbar.

Das ist insoweit ungewöhnlich weil das Model X75D erstens das deutlich größere Fahrzeug mit mehr Platz ist und dann noch einen deutlich kleineren Akku hat. E-tron = So sieht Vorsprung durch Technik nicht aus.

Wobei man natürlich sagen muss, dass das theoretische Werte aufgrund des Routenplaners sind …

Aber rd. 1,5 Stunden Rückstand zum schnellsten (Model 3) ist schon eine ganze Menge !

Oder die Ergebnisse anders interpretiert:
Selbst mit einmal 100kW Trödelladen und einmal 50kW Schnarchladen ist der e-tron schneller als Model X 75 mit Supercharging. :smiley:
Wenn >150KW-Laden weiter ausgebaut wird, wird e-tron noch schneller werden.

Und wenn jetzt jemand käme und sagen würde, dass er mit seinem Q5 Diesel noch 1,5h schneller am Ziel ist als das Model 3 LR, dann wäre derselbe Zeitverlust auf einmal ein Komfort- und Sicherheitsgewinn. :wink:

Ich appelieren dafür, erstmal vergleichbare Fakten zu sammeln und dann zu urteilen. Und dann ist bitteschön die Reisezeit nicht das alles entscheidende Kriterium für ein gutes E-Auto. Ansonsten gäbe es nämlich gar keins. :smiley:

Jeder statt eines Q5 verkaufte e-tron ist gut für die Wende hin zu nachhaltiger Mobilität, also im Interesse von Elon Musks Vision. Und der Telsa gefällt vor allem im Innenraum nunmal nicht jedem, da ist ein solcher Kontrapunkt doch ein guter Weg um mehr Leute von Elektromobilität zu begeistern.

Wurden für diesen Vergleich die heute auf Strecke vorhandene Ladeleistung angenommen oder die zukünftige, d.h. dass der etron ausschliesslich an 350kW CCS Säulen lädt? Diese gibt es mW. ja noch nicht, bzw. die wassergekühlten Kabel gibt es dafür noch nicht, weswegen der etron mit max. 88kW bzw. mit max 50kW in der Spitze and den momentan vorhandenen 175kW/50kW CCS Säulen laden kann (siehe Björns Test).

Da gebe ich dir absolut Recht. Die Reisezeit darf nicht das entscheidende Kriterum sein. Der Verbrauch ist mMn ein entscheidendes Kriterium. Die Verringerung des Verbrauchs, bzw. der dadurch verursachten Emissionen haben ja schliesslich zur Entwicklung des E-Fahrzeugs geführt.

Aber auch hier mahne ich zur Verhältnismäßigkeit. Deine Logik zu Ende gedacht müssten wir alle Twike fahren. Es wird einen Toleranzbereich geben in dem sich die Verbräuche verschiedener Fahrzeuge bewegen. Aus verschiedenen Gründen, technischen, wirtschaftlichen, Rücksicht auf Kundenerwartungen usw… Wenn wir jetzt schon anfangen das derzeit verbrauchsmäßig zweitbeste Premium SUV im noch kleinen Feld der E-Fahrzeuge für unzulänglich zu erklären, dann machen wir es dem Markthochlauf in der Elektromobilität unnötig schwer.

Ich bin überzeugter Tesla Fahrer. Aber ich bin bereit anzuerkennen, dass auch andere Hersteller konkurrenzfähige und attraktive E-Autos herstellen. Und davon brauchen wir noch viel viel mehr, das sollten wir bei aller Kritik am e-tron nicht vergessen.

Oliver

In dem Vergleich wurden heutigen Lademöglichkeiten genutzt, der e-tron lädt daher zurzeit einmal mit 150kW (wassergekühlt), 100kW an der nächsten Station und dann nur 50kW. Wird also bei weiterem CCS-Ausbau noch besser werden.

Achso, dann ist doch schon eine 350kW Ladesäule wassergekühlt live? Das ist mir irgendwie entgangen, dachte alle Suhner und Huber Kabel dafür wurden zurückgerufen. Und wieso 100kW? Bei 200A kann der etron nicht über 88kW (in der Spitze) laden?

Die sind seit Dienstag schon wieder online, Rückruf war nicht nötig:
ionity.eu/en/news-and-media.html

Nein, das ist nicht meine Logik und das wäre nicht richtig zu Ende gedacht. Je nach Bedarfsfall wird jeder seine Fahrzeugart auswählen (Familienwagen, SUV, Sportwagen, Kleinstwagen etc.), dannach wird nach Verbrauch optimiert. Deswegen kann ich auch nicht den etron mit dem Model 3 vergleichen. Wenn ich nun mal einen SUV benötige (und ja, auch dafür gibt es genügend akzeptable Argumente), dann bringt es mir der geringere Verbrauch eines Model 3 nichts. Der geringere Verbrauch eines Model X allerdings schon.

Da bin ich absolut bei dir. Ich wollte nur aufzeigen, dass der Verbrauch durchauch entscheidend bei der Wahl des Fahrzeugs sein kann. Ganz unabhängig vom E-Fahrzeug habe ich auch früher bei der Wahl meines Verbrenners so gehandelt. Nach der Wahl der Fahrzeugklasse und der Leistungsklasse, habe ich die Verbräuche von Konkurrenzmodellen vergliechen und mich dann für das verbrauchsärmste entschieden. Um den Verbrauch weiter zu optimieren, habe ich in den letzen Jahren, vor dem Umstieg auf E-Fahrzeug, dann Kompromisse bei der Leistungsklasse gemacht.

Vielen Dank, die News habe ich verpasst. Ist nun schon 2 Tage her, gibt es denn schon esrte Berichte/Videos von den ersten Ladevorgängen eines etrons an den 350kW Ladesäulen?

Die Nutzung aktuell vorhandener Ladesäulen für den Vergleich ist ja auch nur richtig, denn wenn man das Fahrzeug dieses Jahr kaufen möchte, dann kann man nicht mit der Ladeinstallation von in zwei Jahren planen. Stand jetzt gibt’s da bei CCS einfach noch Defizite im Vergleich zu den SuC. Und in zwei Jahren kann es mit SuC V3 auch wieder anders aussehen…sprich sowohl Audi als auch Tesla werden sich da anstrengen (müssen).