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Audi e-tron quattro (BEV) (früher: Q6)

@Ladeleistung DC:
Ich habe jetzt noch einmal die Ladezeiten recherchiert: von Audi wird 50 Minuten an einer 150er CCS DC-Säule angegeben. Das ist allerdings explizit als „Full Charge“ angegeben, also eigentlich von 0% auf 100% SoC. Das wären (bei 95 kWh Netto, von denen ich aber nicht ausgehe) 114 kW Durchschnittsleistung. Das wäre unerwartet hoch.

Bei 0-80% SoC wären es immer noch 91 kW Durchschnitt. Das klingt irgendwie realistischer.


@Leistung:
Ich denke anders als Du, dass vielen Kunden Design und Qualität/Haptik wichtiger sind als Leistung. Dazu muss man sich nur einmal die Motorisierungen von vielen Audis und Mercedes usw. ansehen: kleinster Motor, aber innen Leder und eine Reihe von Extras. Ich mag da voreingenommen sein, aber für mich trifft das zu. Und alle meine Mitarbeiter waren auch mehr daran interessiert ihren Komfort zu erhöhen anstatt die Motorleistung (und das, obwohl ich die privat verfahrenen Treibstoffkosten nicht mit dem Gehalt verrechne).

Auf Tesla gemünzt passt die These auch nicht so komplett, denn es fahren nicht nur P-Modelle herum. Es gibt genügend S60/70/75, mit deren weniger Leistung die Fahrer auch mehr als zufrieden sind. Und dann sollte man auch nicht vergessen, dass die „unterlegene“ Beschleunigung von Audi jetzt auch nicht unbedingt so gravieren ist. Zwischen 4,3s für den S100D, den 4,4s für den S75D und den angeblichen 4,6s für den e-Tron Quattro liegen jetzt keine dramatischen Welten.

Würde man dieses Argument übrigens weiter spinnen, dann verkaufte zwar Audi praktisch nichts, aber Tesla auch nicht mehr. Denn dann würden alle Käufer nur noch den Jaguar I-Pace kaufen. Denn der soll für den Sprint dann in nicht mehr als 4,0 Sekunden hinkriegen, und zudem bis zu 120 kW rekuperieren. Den I-Pace schlägt dann nur noch der P100D, und der ist um einiges teurer.

Ich kann mir beim besten Willen aber nicht vorstellen, dass die reine, brontale Leistung bei Beschleunigungswerten im Supersportwagenbereich noch ein wirklich wichtiges Kriterium ist. Da dürften Onboard-Entertainment oder Bedienkonzept ein wesentlich entscheidendes Kriterium werden.


@Zellfertigung:
Die Zellfertigung der nächstes Jahr fertig werdenden Akkufabriken müssen also noch für Mercedes und BMW halten? Und in welches BEV bauen die diese dann ein? In den X3e um 2020, oder den Mercedes EQ? der auch nicht vor 2019 in Produktion gehen wird?

Fakt ist: nächstes Jahr gehen genau zwei Weitstrecken-BEV hier neu in den Markt: der Audi und der Jaguar. Und Audi schiebt 2019 dann noch ein Modell nach. Das ist Fakt, denn die Fabriken werden schon ausgerüstet (Audi Brüssel) und Verträge sind schon geschlossen und bekannt (Jaguar & Magna Graz).

Und von Audi weiß man (wenn ich mich jetzt nicht ganz irre), dass sie für ihre Produktion von Samsung und LG Chem einbauen, und genau diese beiden Marken bauen gerade eine Zellfabrik in der EU. Bei Jaguar ist meines Wissens der Lieferant noch nicht bekannt. Aber die werden ihre Zellen ganz sicher nicht eine Woche im Voraus bei Ebay ordern.

Wer wirklich denkt, bei einer Zellfabrik-Bauzeit von nicht einmal zwei Jahren bauen die Hersteller jetzt schon mal auf Vorrat dürfte sich irren. So funktioniert das nicht. Die Fabrik wird gebaut, weil Verträge da sind. Ein Großteil der Produktion dürfte damit schon verkauft sein. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Audi seine geplante Produktion damit auch komplett versorgen kann. Dito Jaguar, von wem auch immer sie die Zellen nutzen.

In der Breite zählt Alltagsnutzen und Design pro Preis, ganz klar. Aktuell sollte der „Want Factor“ für völlig überteuerte Autos per Straight Line Accelleration und Autopilot geweckt werden. AP ist ein Rohrkrepierer, bleibt 0-100…

Das skaliert nicht. Tesla muss im Alltagsnutzen pro € besser werden um zu skalieren.

Sehe ich genauso… Der AP ist ein großer Fehler! Viel Energie ging verloren die hätte bei Qualität und 8.2 genutzt werden können!

+1

Info zum Jaguar: Laut deren Aussage bauen sie die Batterien selbst.
Könnte mir aber vorstellen, dass die Zellen schon zugekauft werden und diese eben dann selbst zusammengebaut werden.

Neben Audi und Jaguar kommen nächstes Jahr schon noch 2-3 andere Langstreckenautos. => Hyundai Kona, Tesla Model 3, Nissan Leaf 60 kWh - die Frage der Stückzahlen bleibt offen.

Ich bin weiter noch etwas skeptisch, da wir schon fast November haben. Ich würde mich freuen wenn wir die Autos bald mal sehen. Gehen wir aber von einer Lieferzeit von 6-8 Monaten aus, so wird da im kommenden Jahr nicht viel passieren.

Audi und Jaguar konfektionieren die Batterien für ihr BEV in der Tat selber, aber kaufen die Zellen natürlich zu. Bei den PHEV kauft zumindest VW alles komplett zu, aber die beiden BEVs machen sie auch selber. Scheint eine Tendenz zu sein. :wink:

Den Leaf 60 habe ich in der Tat vergessen, aber den verorte ich auch erst 2018. Zudem ist ja noch nicht klar, ob der noch AESC-Zellen nutzen wird oder nicht.

Und vom Hyundai nehme ich nicht an, dass er in Europa gebaut wird. Daher braucht der sicher auch keine europäischen Zellwerke. :wink:


Die Lieferzeit wird natürlich hoch. Aber wenn man ganz früh bestellt wird man auch recht flott einen kriegen. Es ist ja nicht so als würden die erst einmal die Händlerfahrzeuge herstellen, dann Däumchen drehen und dann erst sechs Monate später die Kundenfahrzeuge anfangen. Die ersten werden wohl noch 2018 bei den Eigentümern stehen. Das Groß wohl erst 2019, das sehe ich auch so.

Aber man wird die beiden wenigstens schon 2018 Probefahren können. Okay, beim I-Pace ist das nur eine Hoffnung, dass sie hier eine Vorabversion oder ein Einphasenmarkt-Modell hier hin stellen zur Probefahrt…

Zumindest der R8 e-tron hatte 95kWh als Tesla noch bei max. 90kWh war.

Gerade erst kam die Meldung das Samsung und LG ihre Zellen aus den chinesischen Fabriken nicht in China einsetzen dürfen. Ein großer Teil dieser Zellen soll nun an BMW und Hyundai geliefert werden.
Ansonsten bekommt man die Anzahl von Zellen die man bestellt hat. Hyundai hat mit wesentlich weniger Interesse gerechnet (oder absichtlich kleine Stückzahlen anvisiert) als nun Nachfrage herrscht. Plant man mit größeren Stückzahlen, wird der Zulieferer diese Kapazität sehr wahrscheinlich auch schaffen.
Die anvisierte Stückzahl vom e-tron quattro ist nach diversen Quellen ungefähr 60.000 Stück im Jahr. Man kann davon ausgehen das Audi bzw. VAG diese Mengen somit auch bestellt hat.
Im übrigen hat LG Chem verlautbart die neue Fabrik in Polen gleich noch zu erweitern bevor sie richtig fertig ist. An Aufträgen scheint es nicht zu mangeln…

Der Preis soll unterhalb des Q8 angesiedelt sein. Das wären vmt. dann unter 70.000€

Das wäre sehr spannend! Wie verlässlich ist Deine Quelle?

Gruß Mathie

Preise bei Audi sind so eine Sache. Man muss in der Regel noch stundenlang konfigurieren und 20.000,-€ drauflegen bis ein fertiges Auto draus wird. Sehr lästig. Ich fühle mich da verschaukelt.

Dann bekommt man irgend einen Rabatt. Entweder als Einzelkunde vom ortsansässigen Händler oder aus dem I-Net, oder als Flottenkunde von Audi. Das könnten zwischen 10 und 40% sein (Ich habe keine internen Kenntnisse, das ist eine Annahme von mir). Da komme ich mir dann schon das zweite mal verschaukelt vor.

Also jetzt einen Preis zu spekulieren dürfte noch höchst ungenau sein.

Das einzige Sichere is dass man bei Audi wohl kaum je Listenpreis zahlen wird… das ist mehr ne Empfehlung.
Wir haben über die Firma bei VW und Audi rund 25% Rabatt, egal ob VW Polo oder Audi R8.

Vom Start weg wohl kaum, danach kommt es auf die Nachfrage an. Solange man eh nur begrenzte Stückzahlen liefern kann, machen Rabatte kaum Sinn.

Deswegen macht ein Tesla rein wirtschaftlich auch heuten keinen Sinn für einen Großkunden. Meine Beschaffung kann es rechnen wie sie will. Der Q7 etron für 120.000€ Liste ist deutlich günstiger als der Tesla.

Den kann ich lediglich aus Überzeugung bestellen. Und da rennt man leider nicht immer offene Türen ein.

Auf einen etron BEV würden wir mit Sicherheit ähnlich hohe Rabatte bekommen…

Bei Firmenkunden gibt es durchaus auch schon vom Start weg Rabatte, die ein Privatkäufer nie bekommen wird. 15% oder mehr sind da durchaus üblich. Wie gesagt, i. d. R. nur bei Großkunden.

Das halte ich für einen realistischen Wert, war beim A3 e-tron jedenfalls genauso. Auf den Basispreis von knapp 38k€ kamen noch gut 11k€ an Sonderausstattung drauf bis es ein brauchbares Fahrzeug war. :wink:

Das stimmt - ist aber ja nichts neues bei den meisten deutschen Herstellern. Mein Q7 startet bei 83.000€ und endete für mich bei 120.000€.

Also ich bekam neulich fast 50% Rabatt auf einen nagelneuen A6 a :unamused: :laughing: . Privatkunden bekommen solche Rabatte nicht…

Jeder, ob Privat- oder Firmenkunde kann derzeit einen Audi Q7 e-tron mit 28,77% Rabatt kaufen. Zum Beispiel bei meinauto.de. Der Basispreis ist dann 59.402€.

Hat der überhaupt noch eine Typzulassung? Ist da nicht der gleiche Motor wie im Porsche Cayenne eingebaut? Der darf doch nicht mehr zugelassen werden.

Ich rede nicht von. 28,77%…deutlich mehr.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war das Problem bei Porsche nicht der Motor selber, sondern die fehlende Nachbehandlung mit dem „Wundermittel“ Ad Blue. Und da hat der Q7 sogar 24 Liter von. [emoji6]

Gerade mal durchgeklickt, ohne Inzahlungnahme oder Fremdfabrikat und so bekommt man gerade mal den Basisrabatt von 14,45 %.
Jeder bekommt also nicht 28,77% Rabatt.

Ich glaube nicht dass es bei BEV die gleichen Rabatte gibt wie bei Verbrennern. Ausser der Einstiegspreis liegt höher. Ich tippe beim Q6 etron auf den gleichen Preis wie beim Model X, natürlich ausstattungsbereinigt.

Vor allem gibt’s auch bei e-Golf und i3 weniger Rabatt als bei Verbrennern…dass der e-tron Quattro da plötzlich bei 28% wie ein Q7 e-tron liegen soll, halte ich nicht für wahrscheinlich. Der Einstiegspreis interessiert mich auch relativ wenig, sondern der Preis, den man zahlen muss, wenn das Fahrzeug nicht ziemlich nackt ist wie beim Basispreis…wie so oft üblich bei ABM. Wobei der A3 e-tron da eine positive Ausnahme darstellt, der hat schon relativ viel Serienausstattung drin - kostet aber ja auch einiges.

Höre ich hier zum ersten Mal die Zahl, gibt’s dafür ne zitierfähige Quelle? 60k Einheiten für ein relativ hochpreisiges E-Modell zum Einstieg ohne europaweites Ladenetz mindestens zum Marktstart (ich glaube immer noch nicht dran, dass sie so schnell ein 150kW Ladenetzwerk hochziehen) halte ich für ziemlich ambitioniert. Oder ist da schon der noch folgende e-tron Sportback eingerechnet?