Assistenzsysteme: Tempomat, Schildererkennung, AP, EAP, FSD usw (Teil 3)

Anscheinend ist in den USA jetzt auch mal Leuten aufgefallen, dass Versprechungen und Realität doch ein wenig zu weit auseinander liegen:

Kalifornische Fahrzeugbehörde verklagt Tesla
Unfälle von Teslas mit Autopiloten sorgen immer wieder für Aufregung: Jetzt hat die kalifornische Fahrzeugbehörde DMV den Elektroautobauer verklagt, weil sie demnach Kunden über das Autopilot-System täuschen. Laut „Los Angeles Times“ wird die Klage gegen das Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk wie folgt begründet: Tesla habe in seiner Werbung Angaben gemacht, die „falsch oder irreführend sind und nicht auf Tatsachen beruhen“. Die Behörde wirft Tesla demnach vor, seine Fahrerassistenzsysteme besser darzustellen als sie eigentlich sind. Tesla-Autos funktionierten bis heute nicht „als autonome Fahrzeuge“, moniert die Behörde. Der „Los Angeles Times“ zufolge will die Behörde mit der Klage erreichen, dass der Autobauer seinen Kunden genauere Informationen zur Verfügung stellen muss. Tesla-Chef Musk hatte noch im Juni gesagt, wie wichtig selbstfahrende Autos für sein Unternehmen sind. Ohne Autopiloten tendiere der Wert von Tesla „gegen Null“.

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Quelle mit angeben finde ich immer nett. :wink:

Der Neuigkeitsgehalt geht aber ehrlich gesagt irgendwie gegen null, weil verschiedenste Verkehrsbehörden Tesla ja schon länger auf die Pelle rücken wollen bzw. es auch schon seit einer Weile tun (NHTSA). Irgendwie scheint aber bisher wenig dabei rumzukommen. :rofl:

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Aus Sicht des Motorradfahrers, der im letzten Jahr von einem Y mit aktiviertem AP gerammt wurde und dann verstarb, wäre es schon längst wünschenswert gewesen, wenn die Sonderuntersuchungen der NHTSA endlich einmal ein Ergebnis brächten. Tesla ist immerhin in 9 Sonderuntersuchungen involviert.

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Naja, ich aktiviere den ACC in meinem VW halt auch nicht und schalte dann erstmal auf Durchzug.
Der Fahrer ist in beiden Fällen in Verantwortung und Kontrolle. Anders kommuniziert auch Tesla das nicht. Also erwarte dir mal nicht allzu viel von den „Sonderuntersuchungen“.

Es ist und bleibt in solchen Fällen der (tragische) Fehler des Fahrers. Und trotzdem sind die Assistenten eben (richtig eingesetzt) in den meisten Fällen ein Sicherheitsgewinn.

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Mittlerweile bei Spiegel, n-tv usw.
Bei Spiegel sind auch die Klagen direkt verlinkt.

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Das mag sein durchaus sein. Von dieser Erkenntnis kann sich aber der Motorradfahrer auch nichts mehr kaufen.

Tesla ist in meinen Augen selbst nicht ganz unbeteiligt an der Erwartungshaltung mancher seiner Fahrer, die den Assistenzsystemen mehr zutrauen, als sie eigentlich hergeben und sich und Andere dabei in risikoreiche Fahrmanöver verstricken können. Für mich völlig unstrittig ist, dass Telsa voll verantwortlich für das Naming seiner Systeme ist. Wenn der Hersteller seine Systeme „Autopilot“ oder „Full Self Driving“ tauft, erzeugt er damit von Haus bei vielen Fahrern eine Vorstellung, die weit über das hinaus geht, was eine zurückhaltendere Benennung mit „Fahrerassistenzsystem“ für Vorstellungen wecken würde - auch wenn im Handbuch hoch und runter an diversen Stellen Einschränkungen zur Nutzbarkeit der Systeme gemacht werden.

Und genau diese überdrehten Vorstellungen können dann dazu führen, dass man dem System beim täglichen Fahren mehr Vertrauen entgegenbringt, als eigentlich angebracht wäre. Die Folge ist, dass man die Systeme auch außerhalb ihrer Spezifikation einsetzt oder davon ausgeht, dass das System auf jeden Fall fehlerarm agieren wird. Jetzt kann man solchen Fahrern natürlich vorwerfen, sie wären naiv, den Claims des Herstellers einfach zu vertrauen. Aber das Naming ist definitiv nicht zufällig erfolgt. Hier hat sich Tesla in meinen Augen in vollem Bewusstsein, was die Systeme eigentlich können, schon vor Jahren deutlich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ich bin schon oft von Kollegen, Bekannten und Freunden, z.T. mit leuchtenden Augen gefragt worden, ob der Autopilot wirklich so genial agiert, wie man es von Tesla erwartet. Wenn man sich dann leicht kritisch äußert (ich habe einige auch auf Fahrten mitgenommen) und über die konkreten eigene Erfahrungen berichtet bzw. der Personenkreis selbst erfährt, was der AP konkrett gar nicht oder nicht gut kann, können das viele zuerst nicht glauben. Der Hersteller hat hier in der Öffentlichkeit auch mit dem Naming seiner Assistenzsysteme ein Bild erzeugt, das sich bei vielen Nicht-Tesla-Fahrern deutlich eingeprägt hat. Dass dieses Bild in vielen Belangen nicht der Realität entspricht, nimmt der Personenkreis, mit dem man spricht, erst einmal mit Erstaunen zur Kenntnis, manchmal auch mit Ungläubigkeit.

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Ja ist so, als ich das MS damals mietete wunderte ich mich das er die elektronischen Schilderbrücken bei Bremen nicht lesen konnte. Machten meine Volvos seit 6 Jahren.
Ich hatte dann extra hier im Forum nachgefragt und erfuhr das er überhaupt keine Schilder (2019) lesen könne.
Ich war vor der Abfahrt natürlich davon ausgegangen, das das angeblich beste Assistenzsystem überhaupt solche rudimentärsten Dinge auch beherrschen würde.
Ich bin dann einen Grossteil der 1000 km ohne gefahren, da es mir einfach zu schlecht und dabei auch noch bevormundend fuhr

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Obwohl sich ja angeblich nichts ändert am AP und Tempomaten muss ich sagen das die 2022.20.7 bei mir den Tempomaten deutlich entspannten fahren lässt. Mit grundsätzlich im Menu aktiviertem Lenkassistenten war der sehr empfindlich bei Gegenverkehr jeglicher Art auf breiten Straßen ohne Mittellinie. Das ist nun deutlich besser und entspannter.

Dafür war es keine Freude mit Tempomat hinter einem Motorradgespann hinterherzufahren. Auf 3 km ist er alle 500m recht ruckartig von 75kmh auf 55kmh runter und dann wieder zügig auf 75 rauf. Wie ein Jo-Jo. Auf der Visu hat er kurz geflackert. Ich vermute er hat es kurzzeitig für ein Fahrrad gehalten.

So, dann jetzt mal ganz deutlich.
Wenn ihr es nötig habt, und ich glaube ihr wisst, wer hier angesprochen ist, euch über die Begrifflichkeit „Autopilot“ auszulassen, dann macht das von mir aus hier Plauderecke - für alles, was keinen eigenen Thread braucht aber nicht hier im Thread.

Und wenn ihr euch unbedingt beweisen müsst, wer Recht hat, dann per PN.

Sollten weiterhin hier derartige Beiträge verfasst werden, werden weitere Maßnahmen ergriffen.

Dies ist kein Raum für persönliche Nicklichkeiten und Besserwisserreien, die das Thema zumüllen.
Es gibt genug andere user, die hier ihre Erfahrungen mit den Assistenzsystemen teilen möchten und nicht eure persönlichen „Hahnenkämpfe“ lesen wollen.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Off-Topic-Beiträge aus diversen Threads

Ach jetzt sind die Behörden und irgendwelche Beamten bzw. Die Verschwörung dahinter daran schuld, dass Tesla entweder die Kunden oder die Behörden belügt? Bislang sind die Behörden weltweit nicht gerade durch einen restriktiven Umgang mit Tesla aufgefallen. Auch hierzulande: Tesla war von der ersten AP-Version bis 2019 unter Missachtung der R.79-Grenzwerte unterwegs. Vom Ausrollen der selbst-initiierten Spurwechsel in Ausfahrten bis die Behörden die Korrektur verordnet haben vergingen zweieinhalb Jahre.
Die Frage ist wirklich, wie lange Tesla damit durch kommen will, die Verantwortung alleine auf die Fahrer zu verschieben.

Wenn Tesla in diesen Modus zurück käme. Bis vor zwei Jahren kamen ja Updates. Die Einführung der Schilderkennung war dann das Ende dieser Entwicklung „mit Knall“. Und selbst da wurde erst freigeschaltet was schon seit Monaten nicht mehr weiterentwickelt wurde.
Aktuell liefert Tesla Autos mit einer zwei Jahre alten Assistenz aus, die seit dem nicht mehr nennenswert gepflegt wurde. An welcher Entwicklung möchtest du denn da teilnehmen? An der von der die ModelS-Fahrer am Lagerfeuer erzählen?

Aktuell ist die Situation bei Tesla die eines Rennfahrers, der eine Runde Vorsprung herausgefahren hat, dann in die Box gefahren und ausgestiegen ist, um dann am Büffet mit den Nummern-Girls die großartige Strategie zu feiern.

Tesla ist in der aktuellen Konfiguration mit Sensoren, Recheneinheit und Aktoren nicht in der Lage über Level2 hinaus zu kommen. VW hat zusätzlich zwei Heckradare und einen besseren Frontradar im MEB, dazu Kameras für 360° Rundumsicht. Aber auch keine Aktoren für Level3-Fahren. Dazu können die Teile V2X-Kommunikation serienmäßig.
Trotz der zusätzlichen Hardware ist das Assistenzpaket bei VW günstiger als der EAP, man verwendet Schwarmdaten was diese ganze „Oh die Karte ist von 2019“-Thematik obsolet macht.

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Und ein Problem würde immer noch bleiben, auch wenn es gleich wieder " als Offtopic geschimpft wird: ES. IST/WAR. NICHT. LIEFERBAR.
Weder ein BMW i4, noch ein VW ID.5 Pro.

Wenn VW(+Audi usw.), BMW und Benz sich als Antwort auf Tesla und co. von ihrem ewigen Tron bewegen und anfangen auch ältere Autos mit neuer Software und Funktionen zu beliefern, oder sogar (von mir aus kostenpflichtige) Hardwareupgrades anzubieten, haben doch alle gewonnen.

Ich sehe die Worte allein mir fehlt der Glaube mit ~30 Jahren Auto „Erfahrung“, dass es wirklich so kommt. Die ganze Liefersituation, die Entlassung von Diess sprechen nämlich eine ganz andere Sprache, da können die aktuellen Assistenten im Tesla drei Mal schlechter und teurer sein wie die im VW oder BMW. Tesla entwickelt nämlich weiter, auch wenn eventuell, in der EU, viel zu langsam und bietet die Möglichkeit gegen Einwurf von Münzen Teile der HW upzugraden.

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Genau das was Tesla auch nicht macht. Seit zwei Jahren versucht Tesla doch nur aufzuholen was die ganzen Standard-Funktionen angeht und bekommen es einfach nicht hin.
Ich verstehe echt nicht, was es zB an Zwischenzielen zu feiern gibt. Das ist doch her peinlich, dass man sowas heutzutage nicht gleich kann.
Ja, bei BMW und co musste ich bisher (!) meist 4 Jahre warten. Aber da hat das was im Prospekt stand wenigstens funktioniert.
Und ja, auch die anderen Systeme leisten sich mal nen Fehler.
Klimaautomatik im Tesla ist ein Graus. Klar, BMW hat Knöpfe dafür, aber gebraucht habe ich die eigentlich nur zwei mal im Jahr um von meiner Sommerwohlfühltemleratur auf Winter zu wechseln. Beim Tesla muss ich dafür leider ständig nach regeln. Panikwischen habe ich bei anderen wirklich NIE erlebt. Vielleicht mal gefühlt etwas zu selten wischen, dass ich dann sehr einfach nach regeln konnte.
Also bei meinen BMWs wäre ich super mit nur einem zentralen Touchscreen zurecht gekommen, weil das wesentliche einfach funktioniert.
Fernlichtassistent. BMW bekommt es sogar beim Xenon hin den Gegenverkehr auszublenden. Tesla verbaut Matrix LED ohne das da irgendwas dazu funktioniert. Und ja, Autobahn und LKWs auf der Gegenspur sind nun mal ein Problem für alle, weil man deren Scheinwerfer nicht sieht. Das weiß man aber.

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Wie sich die Erfahrungen doch unterscheiden.

Im Bezug auf Klima“automatik“ kann BMW gegenüber so ziemlich jedem Hersteller einpacken. Daran ist nichts Automatik. Das ist Stumpfes „ich stelle Gebläse auf so kalt oder warm wie ich es brauche“. Dafür zahle ich natürlich 2k€ Aufpreis.

Das hat sogar der Skoda Octavia aus 2016 besser hinbekommen.
Im Tesla arbeitet die KlimaAutomatik auch tadellos, zumindest bei mir, auch wenn sie an den Mercedes nicht 100% ran kommt.

Thema Scheinwerfer. Scheint auch sehr individuell zu sein. Ich habe ja sogar Videos hochgeladen, dass bei mir das Konzept wunderbar funktioniert. Vielleicht habe ich ja diesbezüglich großes Glück das eine von 1000 Autos bekommen zu haben wo es funktioniert. Bei den BMWs die ich hatte ging es meistens auch, aber wesentlich „schwankender“ als bei dem Tesla. Was BMW hier Tesla voraus hat ist Kurvenlicht, oder eben Laser. Wobei ich das mit meinem Fahrerprofil (Autobahn & Stadt) nicht wirklich brauche, andere vielleicht schon.

Bei welchen Features, bis auf die Verkehrszeichenerkennung, ist Tesla denn irgendwo hinterher? Also im Vergleich mit den Autos die ich gefahren habe (330xd GT 2019bj, 530xd 2021bj, diverse Mietwägen Audi und Benz etwa selbes Preislevel) fehlt mir nix, im Gegenteil.

Aber ich habe eben keine Phantombremsungen, keine wilden Scheibenwischer und meine Updates laufen auch normal durch. Alles funktioniert einfach out of the Box, wie damals beim ersten iPhone.

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  • Klimaautomatik
  • Wischautomatik
  • Fernlichtautomatik
  • Kurvenlicht
  • Aktualität der Karten
  • Einbindung von Nicht-Superchargern in die Ladeplanung
  • Einstellen eines minimalen SOC bei zwischenladen oder am Routenende
  • Einstellen eines bevorzugten Ladeanbieters
  • Automatisches Reaktivieren nach manuellen Spurwechseln
  • Prädiktive Übernahme von kommenden Tempolimits
  • Prädiktives Abbremsen vor Ortseingängen
  • Prädiktives Abbremsen vor Kreuzungen und Kreisverkehren
  • Anzeige von Gefahrenstellen oder Staus via Car2X und Online-Diensten
  • „Einblenden“ des Verkehrsfunks über die aktuelle Medienquelle
  • Kooperatives ACC
  • Freigabe der Nutzung der Assistenzsysteme in Baustellen
  • Freigabe der Nutzung der Assistenzsysteme auf Landstraßen
  • Freigabe der Nutzung der Assistenzsysteme innerorts
  • Rechtzeitiges, nicht um Sekunden verzögertes Auslösen der Notbremsung
  • Verwendung einer Warnkaskade vor Notbremsung
  • Manuelles Übersteuern von erkannten Tempolimits
  • Fehlende Totwinkelwarner
  • Müdigkeitswarner

Was den City-Assistenten angeht, warte ich erstmal bis dieser tatsächlich verfügbar ist. Vielleicht kommt der dann zusammen mit Tesla Semi, Cybertruck und Roadster…

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Ich hätte noch einige Ergänzungen. Hatte dass aber schon mal geschrieben. Sogar mit Auszügen aus meiner 4ringe App. Jetzt wird wieder schnell gepostet bis das hier wieder ganz oben alles verschwindet und niemand mehr sieht oder liest…… hättest dir sparen können…. Leider…

In der Tat nicht zu glauben. Kann mich überhaupt an kein einziges Auto erinnern was das nicht konnte. Das ist wirklich an Armutszeugnis für Tesla.
Noch immer wird bei uns auf einer Strecke der 60er erkannt, aber gleich wieder mit 100 überschrieben…noch immer, wie lange geht der Zirkus noch.

Hab mir jetzt ein paar Videos zum neuen Kia EV 6 GT angeschaut. Mein lieber Schwan, jetzt rollen sie an die Konkurrenten. Soweit ich gesehen habe ist dieser Wagen Tesla in allen Belangen weit überlegen und kann all das was Tesla gerne könnte, aber noch immer grandios daran scheitert.

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Das wäre dann 2024 oder später.

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Komm doch jetzt nicht mit Fakten^^ Die Diskussion bringt hier auch augenscheinlich nichts, weil sich hier oftmals Fahrer melden, bei denen die ganzen Sachen angeblich tadellos funktionieren. Schon immer. Keine Phantombremsungen. Licht wird immer super abgeblendet, vor Kurven wird immer verlangsamt, ACC und AP funktionieren einwandfrei, auch in der Stadt und Baustellen, Navidaten sind 1A, keine falschen Tempolimits^^
Ich muss da wirklich immer staunen, wenn ich sowas lese. Entweder einige Leute haben ne komplett andere Software oder einige Leute fahren gefühlt nur 5km und meinen, dass der Regensensor richtig gut funktionieren muss, weil er bei strahlendem Sonnenschein nicht auslöst. Ich kann es mir sonst einfach nicht erklären. Muss zugeben, das nervt mich doch ein wenig :smiley:
Ich will auch so ein Auto haben

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