Assistenzsysteme: Tempomat, Schildererkennung, AP, EAP, FSD usw (Teil 2)

Es kann durchaus sein, dass die Systeme der deutschen Hersteller in Deutschland eine bessere Performance zeigen, weil sie für die dortigen Verhältnisse optimiert sind. Das Problem bei Mercedes liegt meiner Meinung nach an Unterschieden zwischen der Beschilderung in DE und CH. In Deutschland ist eigentlich immer ein Pfeil an Tempolimit-Schildern bei Autobahnausfahrten und das Schild ist vor der Kurve platziert. Bei uns fehlt der Pfeil meistens und das Schild steht weiter vorne am Verzögerungsstreifen. Deswegen kommt es zu den Fehlerkennungen. Wenn ein Pfeil vorhanden ist, dann wird das Limit auch korrekt erkannt.

Bei Tesla habe ich diese Art von Fehler nicht gesehen, aber dafür wieder andere. Manchmal erkennt er auch Schilder, ändert aber das Limit nicht. Entweder gewinnen hier die Kartendaten, oder das Limit wird als nicht anwendbar klassifiziert.

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Auf jeden Fall nicht um die A Klasse. Da bist du im falschen Forum.

Irre ich mich oder übernimmt der EAP nun die Geschwindigkeitsbeschränkungen aus der Schildererkennung und nicht mehr aus den Karten.
Kann sein, dass das schon länger so ist, ist mir aber erst heute aufgefallen (bei einer temporären Geschwindigkeitsbeschränkung einer Baustelle (30) statt sonst (50)) und war vor einiger Zeit nicht so.

Der Unterschied zwischen anderen Herstellern und Tesla ist, dass du bei anderen Herstellern übersteuern kannst, bei Tesla ausschließlich auf der Autobahn.

1000km, süß. Nach 1000km kennt niemand ein Auto, die ganzen „Autotester“ die mal nen Nachmittag durch Südfrankreich oder irgendeine Mittelmeerinsel düsen und mehr filmen als Fahren oder mal ne bessere Probefahrt machen und DANN ein Auto beurteilen kann ich genauso wenig ernst nehmen.

Der Witz ist, dass auf der Autobahn die Schilderkennung nicht aktiv ist - und sogar das Uralt-Kartenmaterial zuverlässiger funktioniert als die hingefrickelte Schilderkennung. Sowohl im i3s (den wir seit über drei Jahren haben) als auch im e-Tron (den ich jetzt übergangsweise habe) funktioniert die Schilderkennung. Der Audi macht dabei öfters lustige Dinge (also: bisher zweimal) als der BMW, aber beide erkennen und verarbeiten >95% der Schilder richtig, egal ob Rundes Metall, Eckiges Metall, LED oder „selbstgemalt“. Das ist der Stand der Technik.
Natürlich meckern die Leute auf Motor-Talk, aber eben auf einem ganz anderen Niveau.

So lange du nicht im NoA-Bereich bist übernimmt AP schon seit 2020 die Schilder und priorisiert die auch immer über die Karte.

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So wie in Österreich, Italien, Frankreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Tschechien und Slowakei.

In anderen Ländern war ich mit dem Superb UND dem Tesla M3/MY noch nicht.

Zu dem Thema, dass es auf Autobahnen überhaupt keine Schilderkennung seitens Tesla gibt schweigst du auch beharrlich.

In Österreich gibts sehr viel Tunnel mit 130 - 100 - 130 → nix

Auf meinem täglichen Arbeitsweg hab ich Richtung Wien verkehrsabhängige, elektronische Überkopfanzeigen → nix

Ebenfalls Arbeitsweg von der AB Abfahrt bis zu einem 70er ist „seit immer“ 100. Es steht dort überhaupt kein Schild, wozu auch. Ist ja Bundesstraße mit 100. Das war auch in den Tesla Karten 2020 korrekt so hinterlegt. 2021 ist in der Karte dann dort plötzlich ein 70er aufgetaucht (warum auch immer). Seither kann ich dort im 100er maximal 80 fahren, weil die Daten falsch sind und das System nicht überteuert werden kann. Einer von vielen, vielen Kartenfehlern die über Monate und Jahre seitens Tesla nicht gepflegt / gefixt werden → Kartendaten unterirdisch

Alle 3 o.g. Situationen konnten (und können) die anderen deutlich besser.

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Was die vor Allem können (von VW weiß ich es) wenn man denen einstellt, dass die Geschwindigkeit NICHT übernommen werden soll, dann wird die Geschwindigkeit auch nicht übernommen und nicht nur manchmal nicht, manchmal lustig mitten auf der Autobahn auf 40 runterbremsen weil unter der Autobahn eine Kröten-Bundesstraße durchführt und wir doch die Frösche nicht überfahren wollen.

Ich muss ehrlich sagen, nach über 20.000km beruflich mit dem Tesla, bin ich eigentlich nur froh, dass ich das Auto von einem Kollegen übernommen hab und es somit nur 2 Jahre fahren muss. Ich fürchte mich nur davor, dass auch in 2 Jahren kein Hersteller eine vernünftige Alternative zum Model 3 für mich als Langstreckenfahrer anbieten wird.

Im Schnitt habe ich auf 1000km 5 Vorfälle bei denen ich eingreifen muss und ich nutze das System schon nur noch eingeschränkt. Das Fahren ist im Vergleich zum Travel Assist von VW deutlich unentspannter, da ich jederzeit damit rechnen muss, dass das Auto spontan bremst weil ein LKW Fahrer einen Furz in die Umwelt entlässt. Oder weil der AP meint er müsste, obwohl es deaktiviert ist, auf einem Autobahnkreuz das man auch mit 200 durchfahren könnte ein Limit auf 55 zu setzen,…

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Wieso soll man das Auto nicht übersteuern können mit dem Gaspedal ?

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Damit ist gemeint, dass man dem Auto nicht einstellen kann „fahr 100“ wenn sich das Auto einbildet, dass gerade nur 60 erlaubt sind.

Ein Autopilot, den ich permanent mit dem Gaspedal übersteuern muss ist kein Autopilot :wink:

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Willkommen in 2022 wo ich auf einer Strecke vom 3km mit Tempo 100 jeden Tag die plötzlich auftauchende 50er Zone manuell übersteuern muss.
Man kann alles manuell machen, aber dafür brauchts halt kein Tesla, dafür reicht ein Corsa

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d.h. alle 2h und dann noch unentspannt?

Das wäre mal eine Idee für den nächsten eCanonball - die Anzahl der Eingriffe zählen und gerne auch den Puls der Fahrer, dann kann man die Entspannung ja vergleichen :wink:

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Der e208 auf der gleichen Plattform hat übrigens einen recht brauchbaren ACC mit guter Schilderkennung, auch auf der Autobahn

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Allerdings nur der GT - und die Reichweitenanzeige ist maximal im Sommer verlässlich nutzbar.

Wie geschrieben, bereits unter der Bedingung, dass ich das System nur noch eingeschränkt nutze. Wo ich kontinuierlich Eingriffe erlebt habe fahre ich bereits wieder selbst.

Das was mich persönlich am meisten stört, ist die Unberechenbarkeit des Systems. Man muss eigentlich ununterbrochen darauf gefasst sein, dass das Auto etwas macht, mit dem man nicht rechnet. Und das macht das Fahren unentspannt.

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Schilderkennung haben alle, aber sonst hast du Recht. Darum soll es hier ja auch gar nicht gehen, fand es nur ironisch :smiley:

Für mich sieht es so aus, als ob die Schildererkennung auch auf Autobahnen funktioniert. Zumindest sehe ich die Schilder in der AP-Anzeige, an denen ich vorbeifahre und das Limit wird auch in den meisten Fällen angepasst. Kann natürlich sein, dass die Limits aus Kartendaten kommen, die korrekt sind, das kann ich natürlich nicht definitiv belegen. Aber aus Nutzer-Sicht ist das Ergebnis bei mir meist korrekt.

Elektronische Geschwindigkeitslimit-Anzeigetafeln werden ignoriert, das ist tatsächlich ein Schwachpunkt bei Tesla.

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Ja - ich denke, dass die Basis der Assistenten die Fahrbahnerkennung ist.
Die Linien auf dem Bildschirm zeigen, was er erkennt; oft schwabbeln die ja hin und her, weil er bestimmte Merkmale erkennt, die sich überlagern.
Falls diese Erkennung nichts Verwertbares ausgibt, so brechen die höherwertigen Systeme, wie der TACC ab.
Bei mir am ehesten passiert in Kreiseln; er fährt ein und „verliert“ die Fahrbahn, worauf rotes Lenkrad mit gepiepste erscheint.

Naja, das Problem ist dass du jederzeit mit starken Reaktionen rechnen musst, das ist ja nicht irgendwie gleichverteilt.
Mir ist das beim e-Tron aufgefallen, dass ich anfangs beim Überholen von LKW immer auf dem Fahrpedal war obwohl das gar nicht nötig wäre - beim Tesla halt schon. Man kann sich schon arrangieren und sich an die Workarounds gewöhnen. Wie man das aber irgendwie noch verteidigen kann ist für mich unerfindlich. Das ist für Tesla nur Motivation und Rechtfertigung am System nichts zu verbessern. Dabei hat der Kaiser keine Kleider an…!

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Nein, ich gebe in solchen Fällen einfach per Pedes „Gas“ oder stelle den TACC ab.

P.S. Ev. hilft auch den TACC zu de- und re-aktivieren nach dem 10 Schild. Er sollte dann die Geschwindigkeit nach DB übernehmen.

wobei ich mit der Übernahme der Geschwindigkeit aus der DB auch nicht 100% positive Erfahrung gesammelt hatte … hatte mal den Fall das der mitten in Trier auf 100 Beschleunigen wollte … zum Glück hat meine A Klasse nur 119 PS … mit dem Model Y wäre das dann doch etwas anderes. Mit einem Kartenupdates wurde das dann irgendwann behoben.

Kein System kann eine 100%ige Fehlerfreiheit sicherstellen. Darum soll es auch nicht gehen. Es ist aber in meinen Augen schon ein gewaltiger Unterschied, ob die korrekte Erkennung von Geschwindigkeitsbegrenzungen zu gefühlt 95% funktioniert, wie ich sie über 13 Jahre lang bei Produkten aus Dingolfing und in den letzten Wochen auch aus Mlada Boleslav erleben durfte, oder zu vielleicht 40-50% in meinem privaten Tesla. Bei 95% habe ich Vertrauen in die Erkennung der Verkehrsschilder, das nur sehr selten enttäuscht wird. Bei Tesla muss ich durchschnittlich in jedem 2. Fall damit rechnen, dass falsch erkannt wird. Wie soll ich hier als Fahrer Vertrauen entwickeln?

Ganz abgesehen von anderen Verkehrszeichen (z.B für Überholverbote, Ortseingangsschilder usw.), die Tesla überhaupt nicht erkennen kann. Und dann gibt es auch noch die Tatsache, dass der TACC - gesetzeswidrig - erst am Schild mit der Reduktion der Geschwindigkeit beginnt und nicht schon vorher. In Deutschland muss bekanntlich die Ziel-Geschwindigkeit schon am jeweiligen Schild erreicht sein und nicht erst 50 oder 100 Meter später.

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