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Aspekte der Nuklearenergie

Heute ist es wunderschön bei uns, ein blauer Himmel und was stört? Die Wolke des AKW… Das AKW ballert über den Neckar direkt und den Kühlturm rund 2GW an thermischer Leistung in die Umwelt, man könnte damit 200.000 moderne Häuser im Winter beheizen, also die ganze Umgebung… „Problem“ im Sommer braucht man dennoch wieder ein Kühlturm und dann eben zwei Systeme, lohnt sich halt nicht…

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Wer will die Suppe, die bei einer unwahrscheinlichen Leckage Radioaktivität ins Kinderzimmer transportiert denn abnehmen?

Ich weiss, Sekundärkreislauf und so, aber da hätte ich auch Hemmungen, stinkt ja nicht :face_with_raised_eyebrow:

Ob in der Luft oder sonst wo… Entweder es geht oder wir sind im Arsch :rofl: :rofl: :rofl:

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Aber so richtig.

Die Schweizer Behörden haben indes die Frechheit zu behaupten, ein solches Ereignis komme nur alle 3’000’000 Jahre vor:

Ja klar, wenn man den Annahmen für ihren Berechnungen folgt.

Wenn man sich allerdings mal ein wenig mit dem Thema beschäftigt, ist man entsetzt, wie locker die Sicherheit bei den Genehmigungen doch gesehen wird und wie fragwürdig manche Annahmen sind.

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Das mag schon stimmen. Es ist aber nicht gesagt wann innerhalb dieser 3.000.000 Jahre. Es kann auch schon im ersten Jahr passieren und dann halt 2.999.999 Jahre lang wieder nicht. Oder im ersten und zweiten Jahr und dann knapp 6 Mio Jahre lang nicht mehr.

Statistik ist hinterhältig. :wink:

Und bei uns im Ort will die Kommune ein Nahwärmenetz aufbauen. Wir liegen knapp über der für die erste Stufe gezogene Grenze. Da wir gerade unsere Heizung erneuern wollen habe ich mir die Infoveranstaltung angehört.
Bislang besteht eine Hackschnitzelheizung für die Schule und Turnhallen und damit und ein paar Solaranlagen wollen die zusätzliche mehrere hundert Haushalte versorgen. Es wird von weiteren erneuerbaren Energien gesprochen, aber welche sollen das sein? Man will Fördermittel abgreifen aber bislang offensichtlich ohne Konzept.
Bei Neckarwestheim macht das dann eher Sinn, weil da gibt es wirklich Abwärme in Massen. Und selbst da wurde es nicht gemacht. Wie soll das dann in einem kleinen Dorf laufen.

Ähnliche Rechnungen gab es schon vor 50 Jahren über alle Kernkraftwerke.
In den darauf folgenden 3 Millionen Jahren sind dann erst Three Mile Island, dann Tschernobyl und schließlich Fukushima hochgegangen.
Das zeigt für mich nur eines deutlich, nämlich dass die Zahlen gelogen sind.
Wären sie es nicht, hieße das trotzdem nicht, dass wir jetzt 9 Millionen Jahre lang sicher sind.

Wenn ich 3x hintereiander eine 6 gewürfelt habe, wie ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich im 4. Wurf eine 6 würfele?

Wer in Statistik aufgepasst hat, kennt die Lösung: die Wahrscheinlichkeit, dass ich im 4. Wurf eine 6 würfele, ist von den 3 vorangegangenen Sechsen nicht im Mindesten beeinflusst. Sie ist also nach wie vor 1:6.

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[quote="cko, post:2328, topic:16554"] [quote="tornado7, post:2324, topic:16554"] Die Schweizer Behörden haben indes die Frechheit zu behaupten, ein solches Ereignis komme nur alle 3’000’000 Jahre vor [/quote]

Ähnliche Rechnungen gab es schon vor 50 Jahren über alle Kernkraftwerke.
In den darauf folgenden 3 Millionen Jahren sind dann erst Three Mile Island, dann Tschernobyl und schließlich Fukushima hochgegangen.
[/quote]

Hier vergesst ihr einen wichtigen Punkt. Diese Zahl gilt für 1 AKW (unabhängig davon, wie gut diese Schätzung ist).
Ich kenne eine etwas kleinere Zahl: Ein GAU kommt alle 10.000 Jahre vor (auch über die Genauigkeit dieser Zahl möchte ich nicht diskutieren).
Wenn man jetzt berücksichtigt, dass es ca. 1.000 AKW gibt, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit eines GAUs erheblich. Nämlich um den Faktor der Gleichzeitigkeit. So reduzieren sich diese 10.000 Jahre auf 10 Jahre.
Das stimmt ziemlich gut mit den Beobachtungen überein :frowning:

Wir sollten uns jetzt vielleicht wieder dem Thema des Tröööts zuwenden: Erneuerbare Energien allgemein.

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…wenn Du aber Deinen Würfelversuch sechs Mal wiederholst, so ist es wahrscheinlich, dass eine sechs darunter ist.

Auf dieselbe Weise wird ein GAU wahrscheinlicher, je mehr AKW es gibt.

Ach, wenn wir Mensch Ärgere Dich nicht spielen, dann frage ich mich immer, wieso kann meine Tochter so viele Sechsen würfeln und ich so viele Zweien :rofl: :rofl: Am Ende ist das leider so, dass ein Supergau jeden Tag passieren kann, denn wie @LUCKY sagt, interessiert es das AKW Neckarwestheim nicht, ob es in Fukushima passiert ist und je mehr AKWs es gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit.

Die Ausmaße der Vorfälle waren extrem unterschiedlich. Die gesamte Freisetzung in die Umwelt wird beim Unfall des Kraftwerkes Three Mile Island mit einer Radioaktivität von 1,6 PetaBequerel angegeben, beim Unfall Fukushima mehr als 100 mal soviel, beim Unfall Tschernobyl mehr als 1000 mal soviel. Bereits 1957 gab es in Kyschtym einen Unfall, von dem der Westen erst Jahrzehnte später erfuhr, und bei dem wahrscheinlich ähnlich viel Radiaktivität wie beim Tschernobyl-Unfall freigesetzt wurde. Die Verfrachtung erfolgte aber weniger weit und in dünner besiedeltes Gebiet östlich des Urals.

Und die verbrauchen die vorhandenen Uran-Vorkommen auch um den Faktor 1000 schneller - ohne Brutreaktoren wäre da bald gar nix mehr und erneuerbar ist das auch nicht.

Nicht zu vergessen Sellafield, UK 1957!

  1. Es heisst Nukular!
  2. Wir sitzen direkt zwischen Pillipsburg und Neckarwestheim. Phillipsburg wurde glücklicherweise abgebaut.

Ich bin darüber nicht unglücklich. AKW und deren Entsorgung sind eine Last, die man nachfolgenden Generationen überlässt, fair ist das nicht. Unerhört dazu ist, dass die Gewinne Privatisiert Werden (an die Konzerne) aber die Lasten vergesellschaftet (Die Entsorgung zahlen wir all). Das überfordert viele (Vergleichbarkeit) und bring diese dazu, mehr Kernenergie zu fordern.

Jetzt habe ich viel angerissen, aufgemacht aber nicht bis zum Ende geführt. Das war aber auch mein Beitrag dazu.

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Den Satz kann man leider auf ganz viele Erscheinungen der Gegenwart übertragen. Zum Beispiel auf die Manager von Schweizer Firmen, die sich im Coronajahr Boni auszahlen, während dem die Belegschaft in Kurzarbeit, ebenso gefordert im Arbeitsalltag, mit 80% des Lohns auskommen muss.

Als ehemalig Nahwärme geschädigter kann ich davor nur warnen! Ich musste leider beim Bau des Hauses an die Nahwärme anschließen und bin jetzt sehr froh, dass meine Wärmepumpe im Haus steht.

Das war (jedenfalls bei uns) kostentechnisch und auch sonst technisch leider eine Katastrophe! Vor allem weil es von der Kommune betrieben wurde. Mit allen Problemen die so eine Kommune halt verursachen kann. Aber (zugegeben) natürlich nicht muss…

Aber damit ich noch was zum Thema gesagt habe: Besser als ein AKW in der Nachbarschaft ist es definitiv! :wink:

Ich hatte garnicht im Gedächtnis, dass das so schwerwiegend war. Aber offenbar ca. 10-fach mehr Freisetzung als in Harrisburg, bzw. etwa ein Zehntel im Vergleich zu Fukushima.

Ich empfehle euch einen kleinen Test im Bekanntenkreis. Fragt mal eure Freunde, Verwandte und Bekannte, wieviele Menschen in Fukushima an radioaktiver Strahlung gestorben sind.

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So wie das Jahr bisher gelaufen ist, würd ich mal bleiben lassen😂

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