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Arbeitgeber überzeugen - Bau einer Ladestation

Hallo Leute,

ich will meinen Arbeitgeber irgendwie davon überzeugen auf dem Gelände eine Ladestation zu bauen.
Einmal kann ich mir so die ewige Parkplatzsuche sparen und zum anderen ist es deutlich komfortabler bei der Arbeit das Auto anzustecken als irgendwo draußen auf öffentlicher Straße.
Einige Arbeitgeber bieten das ja schon an.
Jetzt kommt ihr ins Spiel - wie kann man seinen Arbeitgeber davon überzeugen, eine Ladestation zu bauen? Welche Argumente kann man bringen, um ihm das schmackhaft zu machen? Vor allem in Anbetracht dessen, dass ich es bevorzugen würde, wenn er die Kosten für den Bau trägt. :laughing:
Der Arbeitgeber ist in meinem Fall eine große Behörde.

Freue mich auf ein paar Vorschläge.

Grüße
Thunfisch

Eine Ladestation erhöht die Attraktivität als „Arbeitgeber“ deutlich!

Vielleicht noch darauf verweisen, dass wir gerade im Elektroautoboom sind und immer mehr Fahrzeuge rein elektrisch betrieben werden!

Heute will jeder verkrampft grün sein. Das zieht bei linksgrünen Gutmenschen immer. Besonders als Staat / Behörde. So ein Behördenleiter möchte sich auf die neuen Machthaber Baerbock und Co. sicherlich auch schon einstellen und zeigen wie toll er ist, um nicht abgelöst zu werden nach dem Regierungswechsel.

Daher wirst Du mit diesem Argument vermutlich am meisten erreichen.

Ich kann dir sagen, was du nicht sagen solltest.
Jegliche Argumente, damit du Laden und nochmal heim kommst oder Artverwandtes.

Mein AG hat zuletzt zu Beginn des Jahres 2020 einen Vorschlag abgelehnt. Einer der Gründe war, das heutige Elektroautos alle eine ausreichende Reichweite haben, so dass jeder Mitarbeiter locker zur Arbeit und zurück kommt. Das stimmt zwar, aber was willst du gegen ein solches Argument sagen?

Schau mal bei oncharge vorbei. Die bauen auf eigene Kosten Ladesäulen auf.
https://www.on-charge.com
Übernehmen auch die gesamte Abrechnung, da muss sich der AG um nichts kümmern, nur eventuell mit dem Vermieter reden, dass der den Platz zur Verfügung stellt.

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Ist Dein Arbeitgeber an guer PR interessiert? Ich kenne ganz viele, die sich stolz ne Ladestelle vor die Tuer bauen, damit jeder sehen kann, wie fortschrittlich man ist.

Je nach Arbeitgeber spielen Anzahl der E-Autos / CO2 fuer die Pendelei auch bei dem ESG Rating ne Rolle, das koennte man auch als Argument anbringen.

Ansonsten ganz klar auch Employer Branding: selbst wenn ich keine Ladestation beim Arbeitgeber brauchen wuerde, wuerde ich heute in 2021 nie wieder bei einem Arbeitgeber arbeiten, der zwar Parkplaetze, aber keine Ladeplaetze hat. Ganz einfach :slight_smile:

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Dann würde ich sagen, dass du - je nach Aufgeschlossenheit des Behördenvorstands - viele dicke Bretter bohren musst. Bis da eine Ladesäule steht, wird Strom per Funk übertragen.

Gruß stahlone (auch bei einer Behörde)

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wow…danke für den Link; das kannte ich nicht. Da hätte ich mir meine eigene WB ja sparen können :joy:
Und die Preise sind fair :+1:

Nach meiner Erfahrung hilft es unheimlich, wenn die Oberen auch E-Auto fahren. Bei uns (aehnlich einer Behoerde) ging alles nicht und niemals nicht, bis einer Oberen seinen Mercedes gegen ein Model S eingetauscht hatte - dann gab es auf einmal ueberall Ladeplaetze. Also ggf. den oberen Etagen mal ne Proberunde anbieten? Gibt es einen Fuhrpark? Wer bestueckt den? Haben die evtl. E-Autos im Angebot? Viellicht koennen die am Tag der Offnen Tuer ggf. mal mit ein paar E-Autos vorbei kommen? Hat die Behoerde Solar auf dem Dach? Wer ist dafuer zustaendig? Gibt es da ggf. Moeglichkeiten?

Was ich beim Thema „Laden am Arbeitsplatz“ auch wichtig finde:
Anstatt 1 x 50 kW Ladesäule, lieber 15 x Ladeplätze mit je 3,5 kW (quasi wie eine Schuko-Steckdose) bauen.
Je nach Lage der Gebäude macht es das auch nochmal einfacher da man evtl. die Ladeplätze über das Gelände (und die einzelnen Absicherungen) besser verteilen kann.

Bei 8h Arbeitszeit kommt reicht das ja schon für den täglichen Arbeitsweg und so kommen mehr Elektrofahrende in den Genuss einer Lademöglichkeit.

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Ich konnte meinen Arbeitergeber überzeugen… wir haben nun 4 Ladepunkte mit 22kw bei uns… nur laden darf ich da nicht :sweat_smile:

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Bin zwar aus AT aber vielleicht hilft es ja.
Wir bauen gerade 10 Ladepunkte mit je bis zu 22kW. (sind 50 Mitarbeiter).

Haben mittlerweile 2 Tesla im Fuhrpark und 2 werden demnächst geliefert. Sowie 3 weitere E-Fahrzeuge in Bestellung (keine Teslas). Sind aber alles Firmenautos.

Bei uns hab ich das Thema E-Mobilität angestoßen und unser Juniorchef war dem Gott sei Dank aufgeschlossen.

Am Anfang hatten wir nur 2-3 Ladepunkte geplant bis mehr Mitarbeiter auf E umsteigen wollten. Jetzt sind es 10 geworden da wir:

  1. dadurch Besuchern das Laden anbieten können (Kunden werden kostenlos laden)
  2. die Firmenflotte laden können
  3. dynamisches Lastmanagement machen werden damit hauptsächlich PV-Strom genutzt wird
  4. außerhalb der Öffnungszeiten die Ladepunkte (gegen Gebühr) frei zugänglich machen werden.

Punkt 4 war dann ausschlaggebend das es mehr geworden sind als zuerst geplant da wir durch Punkt 4 in Österreich pro Ladepunkt bis zu 2.500,- EUR Förderung erhalten anstatt 900,-.

Bevor wir unsere E-Firmenflotte in Angriff genommen haben war das Thema auch schon in Planung aber damals halt nur 1-2 Ladepunkte damit wir Besuchern das Laden anbieten können.

Mittlerweile sind sogar unsere Prokuristen die eigentlich Verbrennerfahrer sind am Überlegen auch umzusteigen da es sich natürlich auch für den Mitarbeiter wirtschaftlich lohnt ein E-Auto statt einem Verbrenner zu fahren (in AT zahlt man für ein E-Auto als Mitarbeiter keinen Sachbezug).

Würde ich als Mitarbeiter wollen das die Firma hier was anbietet würde ich es auf jeden Fall von der PR Seite angehen denn eigentlich ist es heutzutage nicht mehr State of the Art hier nichts anzubieten.

Mitarbeiterbindung ist das nächste Thema. Das war bei uns auch mit ein Grund warum wir für Mitarbeiter jetzt E-Autos als Firmenwagen anbieten.

Sind die nur zur Dekoration?

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Ist vielleicht irgendwann bei Euch eine Frage der Mitarbeiterrekrutierung („Fachkräftemangel“).

Ich sehe es bei unserer zuständigen Verwaltung: Seit Wochen sind im Mitteilungsblatt die gleichen Stellen ausgeschrieben; anscheinend werden keine passenden Bewerber gefunden bzw. gibt es keine Bewerber.

Es gibt zwar eine kostenlose Ladesäule in der Nähe, aber dort darf jeder laden.

Wie oben bereits von anderen Mitgliedern geschrieben kommt evtl. Bewegung in die Sache, wenn einer der „Entscheider“ selbst ein E-Auto fährt :rofl:

könnte wie bei meinem Arbeitgeber sein:

Ladepunkte - ja, aber NUR für Poolfahrzeuge (und das sind BMW i3er mit dem kleinsten Akku, ergo: Reichweite unter 150 Kilometer) für Fahrten zum Kunden (wobei eine Strecke dann rund 100 Kilometer sind. Beim Kunden gibt es KEINE Lademöglichkeit. Finde den Fehler). Stehen rund 95% der Zeit an den Ladepunkten und sich die Räder eckig, weil es KEINEN praktischen Nutzen für die Teile gibt. Aber hey - Hauptsache Ladepunkte gebaut und durch Elektrofahrzeuge, die nicht eingesetzt werden können, dauerblockiert (und über Unternehmensrichtlinie den eigenen Mitarbeitern sogar explizit UNTERSAGT, die Ladepunkte für etwas anderes als für die Poolfahrzeuge zu verwenden).

Da hänge nur mal unsere Hybride dran… ich glaub wenn ich da Laden will muss ich mehr zahlen als zuhaus, also lade ich da nicht.

ich würd sogar freiwillig dafür selbst aus eigener Tasche bezahlen, wenn ich bei meinem Arbeitgeber laden dürfte. Notfalls sogar mehr, als daheim - wenn ich damit dann wenigstens groß verlautbaren dürfte, welche Vorteile Elektromobilität gegenüber den ganzen übrigen Stinkern im Fuhrpark so hat.

Aber naja - bei Leuten in den oberen Etagen, die von einem gewissen Berliner bzw. bayrischen Konzern aus in den Vorstand des eigenen Unternehmens rübergewandert sind, um ihren Lebenslauf noch etwas fürs internationale Geschäft zu pimpen, muss man seine Erwartungen eben WEIT runterschrauben.

Gibt es denn nicht Angebote von Ladepunkt-Anbietern, die ihre Wallboxen auf Firmengelände montieren und per Karte abrechnen…? Denke viele Mitarbeiter mit E-Auto würden auch wenn es nicht umsonst ist beim Arbeitgeber laden.
So muss der Arbeitgeber auch keine Angst vor geldwerten Vorteilen haben…

Vielleicht kennt ja Jemand passende Anbieter…
Für NRW wäre es auch für unsere Firma interessant, da immer mehr Kollegen auf’s E-Auto umsteigen. Falls wer Anbieter kennt (für NRW) gerne PN. Dann würde ich das unserer Geschäftsführung mal weiterleiten…

Hab ich ja oben schon gepostet.
oncharge macht das.

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Ja, vielleicht gibt es ja mehrere Anbieter…
Kann ja sein, dass mein Arbeitgeber zwischen mehreren Anbietern den Besten herausfinden möchte… :wink: