Anzeige Stromverbrauch beim Model S

Nach vier Wochen Model S - Genuß und gefahrenen 3000 km habe ich mal den Gesamt-Stromverbrauch analysiert, der im Model S angezeigt wird.
Unter Controls - Trips - Trip-Meter wird mir 780 kwh angezeigt. (habe Trip A seit der Übernahme nicht zurückgesetzt)

Auf dem Zähler meiner Wallbox, über die ich bisher ausschliesslich geladen habe, sehe ich aber 1000 kwh Verbrauch. Wo sind denn die restlichen 220 kwh geblieben ???

Nach einem Anruf beim Tesla-Service ist das Rätsel gelöst: Die Anzeige im Wagen gibt nur den Verbrauch während der Fahrt wieder.
Alles was der Wagen im Stand und im Ruhebetrieb zusätzlich braucht, sieht man dort nicht.

Wenn man viel unterwegs ist und an öffentlichen Stromtankstellen lädt, ist aber natürlich eine Gesamtverbrauchanzeige notwendig, vor allem wenn man später dem Finanzamt den Strombedarf übers ganze Jahr nachweisen will.

Habe das den Tesla-Jungs mitgegeben - die haben mir aber keine große Hoffnung gemacht, dass da eine baldige Lösung kommt… :frowning:

Das verstehe ich jetzt nicht. Wieso sollte der Gesamtverbrauch für das Finanzamt notwendig sein? Da interessieren doch nur die Kosten. Daheim also das, was der Zähler Deiner Wallbox anzeigt und unterwegs das, was Du bezahlt hast. Also buchst Du beispielsweise die Premium SMS für die RWE Freischaltung als „Fahrzeugkosten“. Oder eben die Kosten des Vertrags. Für Barausgaben und „Bestechungsgelder“ schreibe ich mir einen Eigenbeleg.

Ich glaube nicht, daß das Finanzamt einen Gesamtverbrauch in kWh ohne Kostennachweis anerkennt. Mit welchem Preis willst Du den den Gesamtverbrauch auch multiplizieren?

Du hast natürlich recht. Zum Nachweis der Kosten muss ich Rechnungen vorlegen. Trotzdem brauch ich doch langfristig eine Gesamtverbrauchsanzeige und wenn’s für die eigene Statistik und die genaue Übersicht über die Entwicklung der Batterieleistung ist.

Zu dem was Tesla dir zum Verbrauch im Stand hinzukommt kommt auch noch der Ladewirkungsgrad, oder andersherum die Verluste die auf dem Weg des Stromes von dem Zähler deiner Wallbox über den „Charger“ im MS zum Akku und je nachdem wo die Messstelle im MS sitzt wieder aus dem Akku raus zu den Verbrauchen des MS (Wechselricher & Klima bei der Fahrt, Bordelektronik im Stand). Daumenrechung: 10% Verlust beim Laden 10% Verlust beim Entladen und 2% Standby → das kommt für deine 30 Tage betreib und 1000kWh schon sehr gut hin.

Oder was hatte dir Tesla technisch zu dem Unterschied gesagt?

Wo willst Du denn da ansetzen? Selbst wenn Model S mitzählen würde, wieviel Strom z.B. direkt aus dem Netz zum Vorheizen verbraucht wird, ist das ja keineswegs dasselbe wie das, was bei Dir auf dem Hauszähler aufläuft. Da kommen nämlich auch noch Verluste aus der Leitung und der Wallbox dazu, die bereits abfließen, bevor der Strom den Tesla-Lader erreicht hat. Beim besten Willen hat Model S keine Chance, akkurat den Zählerstand zu reflektieren, den Dir Dein Hauszähler anzeigt.

Damit ist schonmal klar: Es wird auf jeden Fall mehr verbraucht, als das Auto zählen kann. Wieviel mehr, lässt sich nur extern messen. Somit ist die Frage, welche Verbraucher dem Zähler im Model S zugeschlagen werden, schon ein bisschen Geschmackssache. So, wie es im Moment gelöst ist, hat es den Vorteil, dass Du aus dem kumulierten Stromverbrauch auf die reale Reichweite einer Akkuladung und auf die Ladezyklen (Alter) Deines Akkus rückschließen kannst. Dieser Zusammenhang geht verloren, wenn Netz-Strom über denselben Zähler aufsummiert wird.

Habe auch am Zähler in der Garage 20% mehr verbraucht wie mit dem Auto. Denke die Schukoladerei ist auch nicht so effektiv wie schnelleres Laden.

Darauf deutet auch die Tesla-Website unter „Aufladen“ hin. Dort kostet 100 km Reichweite mit Schuko 21,7 kWh, mit 400V 16A dagegen nur 20,3 kWh.

Quelle: http://www.teslamotors.com/de_DE/charging#/calculator

Was ich komisch finde ist, das ich immer miet einem verbrauch von 450 wh/km verbrauch am morgen starte, im durchschnitt verbrauche ich aber nur 220 wh/km, was irgendwie nahelegt das er zumindest im durschnittsverbrauch doch die im stand verbrauchte energie mitrechnet.

Ich geh mal davon aus, dass du die Heizung nicht abgestellt hast. Die haut natürlich im Stand extrem auf die Wh/km - im schlimmsten Fall unendlich wenn du im Messintervall die Räder nicht bewegst…
Am besten kannst du den „Standverbrauch“ abschätzen wenn du im Stand bei angestecktem MS den Verbrauch am charging screen abliest (Vorsicht mit der Einstellung der anzeige „kW“ der charging rate in den Settings, ich denke das ist ein Bug (bereits gemeldet) hier wird klar die falsche Ladeleistung angezeigt (z.B. 4kW bei 3x16A@400V sollte ja 11kW sein)
T

Naja ich lauf zum Auto, steige ein drücke den türöffner und bin auf meinen weg das dauert maximal 20-30 sekungen. Ausserdem war das selbe phänomän auch im September vorhandne als es noch gemässigte 20C° oder so hatt und die Heizung / Klimaanlage nicht viel zu tun hatte.

Tja intressant, bei mir ist die Heizung ( man kann ja die Heizelemente nicht selektiv an/ausschalten) gut zu merken. Im Sommer hatte ich deutlich tiefere Anfangswerte: d.h. natürlich vor dem losfahren hoch, nach 1-2 km fast normal um die 210Wh/km
T

Interessant ist ja dieses gelenkte Diagnose Foto des Heiz/Kühlsystems:
Das PTC-Element scheint in der HAVAC verbaut zu sein: ist der Folgeschluss dann richtig, dass es ausgeschaltet ist wenn Aircon deaktiviert ist?
Nach meiner Erfahrung NEIN.
Andere Ideen?

Hab auch mal gelesen, dass das MS eine Wärmepumpenheizung hat, kann sich irgend jemand anhand des Diagramms einen Reim darauf machen?
T

hallo stealth_mode,
zu deinem Bug bei der kW Anzeige, sie ist schon richtig aber leider unschön gerudet und man hat auch vergessen ein 3x für drei Phasen davor zu schreiben.
Das MS läd mit 3230V (L1-N,L2-N,…) und nicht mit 400V (L1-L2-L3), ergibt pro Phase 230V16A = 3,68kW (aufgerundet 4kW, sollte man vielleicht eine Kommastelle anhängen) und dann natürlich mal 3, das ergibt dann die 11kW.

lg kurt

hmm , ja die Mathe dahinter und der Fehler ist schon klar…
wenn man bei der 3P-Leistungsanzeige den Verkettungsfaktor „vergisst“…wenn das mal kein Bug ist :unamused:
zum Glück nicht stabilitätsrelevant.
T

Nur so am Rande:
Der Roadster kann in einer 5°C Nacht völlig autonom 10km in der Garage alleine herumfahren…
Am Abend : 200km IR
Am Morgen : 190km IR

Jetzt habe ich auch einen dedizierten Stromzähler in der Garage unmittelbar vor der 3*16A CEE Dose.
Nun hatte ich morgens auf 90% voll geladen und dann am Tag 119,7km, 29,1kWh, 243Wh/km gefahren und gleich am Abend wieder aufgeladen.Komplette Zeit von 90% bis wieder 90% waren ca. 12h. Also Fahr-, Stand und Ladezeit.

Mein Zähler zeigte anfangs 37,73 kWh und am Ende 75,25 kWh. Macht eine Differenz von 37,53 kWh. Das sind 8,43 kWh mehr als ich lt. Tesla rausgefahren habe. Rechne ich das auf einen Wirkungsgrad um, dann sind das nur 77,5%. Erschreckend wenig!

Ich bin mir aber nicht so sicher, ob ich nicht 15m im Wagen bei eingeschalteter Heizung saß. Da könnten dann 2kWh Standverbrauch enthalten sein. Das würde den Wirkungsgrad aber nur auf 83% verbessern.

Ich habe neulich an einer Typ2-Säule bei 26A laut Zähler an der Säule 54,13 kWh getankt, während das Model S nur +51 kWh anzeigte. Das wären also rund 94% Wirkungsgrad. Welchen Verbrauch der Bordcomputer anzeigte, kann ich Dir leider nicht sagen, da ich diesen Wert kaum beachte. Grund: der „Vampire Drain“ während der Standzeiten wird vom Bordcomputer nicht erfasst, und damit ist dieser Wert nicht aussagekräftig.

An meiner eigenen Typ2 Station in der Firma habe ich leider keinen Zähler. So wirklich interessieren tut es mich auch nicht, da es da eher auf die kurze Ladezeit ankommt. Zu Hause habe ich nur den Zähler montiert, damit ich der Firma den Stromverbrauch in Rechnung stellen kann. Ich habe noch einen 230V-1p Schuko-Leistungs- bzw. Arbeitsmesser. Mit dem werde ich das auch noch mal testen. Da hoffe ich herauszubekommen, ob sanftes Laden wirklich weniger Verluste bringt als schnelles. Dann kann ich entscheiden, ob ich zu Hause von den 16A immer auf den niedrigst möglichen bis zum morgen heruntergehen werde.

Was ich aber noch vorhabe, ist den Vampire Drain in Abhängigkeit von der Außentemperatur zu messen. Also regelmäßig abends und morgens Temperatur und Reichweite abzulesen. Das alles kann man dann in ein Diagramm einzeichnen und den Hunger seines Vampirs bestimmen.

Bedenke: Je langsamer du lädst, desto länger frisst der Vampir mit. Das macht einen Vergleich der Effizienz schwieriger. Kürzer laden und Auto länger schlafen lassen könnte insgesamt weniger Energie verbrauchen.

Schade finde ich auch, dass das Heizen im Stand auch nicht in der Verbrauchsanzeige erfasst wird.

Für das FA sollte aber ein Zwischenzähler reichen oder nicht?