Antipathie gegenüber deutschen eAutos

Exakt.

Bitte Klartext Astradamos.
Es ist vollkommen klar bei WEM Du arbeitest. Das kleine 1x1 der Internetrecherche.

Wir konnten ihn an den Händler zurückgeben, er verkauft ihn wahrscheinlich an jemand anders, falls er je mal kommen sollte.

Du wolltest Antworten? Ok.

Warum wir keine ID, EQC und Taycan kaufen? Ja gibt es die den schon wo zu kaufen?

Der Markt ist da (erkennbar an den Reservierungen des Model 3). Schlicht: Es fehlen die Produkte!
Die dt. Hersteller glänzen bisher nur durch Versprechungen und Hinhalteparolen.

Ich hätte große Bedenken, ob er damit im Alltag zufrieden sein wird. Da die bisherigen Lösungen mit großem Abstand nicht so Alltagstauglich wie Tesla sind (als 1.Wagen), könnte das zur Frustration über BEVs im allgemeinen führen.

Ich versteh die Debatte hier auch nicht. Wenn es mal vernünftige Autos samt Infrastruktur der deutschen Hersteller zu kaufen gäbe, hätten sicher auch viele eines.
Momentan ist Tesla alternativlos für die meisten, Punkt!
Ich fürchte nur, das dauert noch viele Jahre, die werden erstmal die Märkte bedienen, wo man mehr Erfolg vermutet bzw. in China muss ja zwingend zuerst was angeboten werden, um weiterhin Verbrenner verkaufen zu dürfen. Also wenn da jemals was kommt sind wir hier sicher die letzten, die es verteufeln. Nur sehe ich momentan nichts in den Autohäusern was mich auch nur im Entferntesten vom Hocker reißt.
Darum fahre ich aktuell nicht gern deutsche Fabrikate sondern sitz fast nur noch in meinem Tesla.

Erst einmal Danke für die übrigen Antworten und auch Danke für das Beispiel des umgekehrten Falls „wenn ein Bekannter ein deutsches eAuto kaufte“. Interessant finde ich, dass hier der Zuspruch größer ist.

Jetzt will ich einmal auch die andern Beiträge sammeln, die sich auf mich persönlich beziehen:

@J.R.
Um ehrlich zu sein, nahm ich aufgrund der Unterstellung (die mich wütend machte), dass ich Lobbyist sei, deinen übrigen Aussagen garnicht mehr richtig wahr. Dass die deutschen Hersteller sich gegen die eMobilität stellen oder stellten ist sicher, ganz genauso wie die (verschleppte) Aufarbeitung des Abgasskandals, ein Punkt, über den es bei uns wenig zu streiten gibt. Ich käme nicht auf die Idee, das Verhalten zu unterstützen oder zu relativieren. Zuversichtlicher bin ich jedoch, seit Ionity als Schnellladenetzwerk-Anbieter gegründet wurde, bei dem sich viele konservative Hersteller anschließen. Über CCS (Typ 2) kann man in gewissen Maße streiten, es hat sich aber als Industriestandard für die EU etabliert und auch Tesla hat sich dem CCS-Konsortium angeschlossen, also kann es so schlecht nicht sein.

Ich denke dagegen nicht, dass es einen wirklichen Unterschied zwischen ausländischen Herstellern und den inländischen gibt, was den Industrieskandal betrifft. Ob nun ein Fahrzeug aus Asien, Resteuropa oder Deutschland überhöhte Schadstoffwerte hat, spielt in Wirklichkeit keine Rolle - höchstens, so wie es Eifel.Stromer schrieb, dass die Erwartungen bei „unseren“ Herstellern mehr enttäuscht wurde, als bei den andern. Was die weitere Einflussnahme von ausländischen Herstellern betrifft, ist der Film „Who killed the electric car“ interessant, die Welt dreht sich nicht nur um Deutschland, auch in den USA und in Asien wird gegen eMobilität vorgegangen.

Und noch was zu meiner Person, als ich im Herbst 2014 anfing in der Fahrzeugentwicklung zu arbeiten, gab es den Dieselskandal nicht in der Öffentlichkeit und ich hatte bislang noch nicht die Möglichkeit, meinen Arbeitgeber zu wechseln. Im Sommer nächsten Jahres sprechen wir uns wieder, wenn ich meinen staatl. geprüften Maschinenbau-Techniker in der Tasche habe.

Und nun meine rhetorische Frage zurück: welche Karten genau lege ich auf den Tisch?

@SoFa
Wenn ich deine Antwort unterschlagen habe, möcht ich um Entschuldigung bitten. Aber soweit ich auf Seite 13 des Themas zurückgehen kann, denke ich Bezug auf deine Aussagen genommen zu haben. Es geht mir nicht um Missionierung, sondern darum, was wir als eMobilisten oder Freunden davon über künftige eFahrzeuge aus Deutschland denken und ob das die Verkehrswende voranbringt. Du hast klar formuliert: „Mit jemandem, der so nachhaltig dagegen verstößt, möchte ich nichts zu tun haben.“, das ist Ultima ratio - daher kam auch mein wiederholendes Fragen, warum wir dann so begeistert Zoe oder Ioniq fahren.
Du fährst -wenn ich es richtig Weis- ein Modell von Tesla, was ich sehr gut finde, würde ich auch lieber gestern als heute, aber das ist für die Masse nicht möglich und ich denke, dass wir auch und gerade weil wir Tesla Fahrer und Freunde sind, andere Möglichkeiten und Fahrzeuge der eMobilität unterstützen sollten.

Denkst du nicht?

@trayloader
Ich muss dir dann aber sagen, dass du wohl schlecht recherchiert hast. Ganz klar lege ich dir -und den anderen- jetzt die Karten auf den Tisch: nein ich arbeite bei keinem der OEM, weder bei Mercedes, noch bei Porsche … ich bin Angestellter bei einem Ingenieurbüro für Fahrzeugentwicklung, welches für beide Unternehmen arbeitet und nein, es geht mir auch nicht darum, den EQC oder den Taycan zu bewerben, die Fahrzeuge ansich sind mir egal, optisch ansprechend finde ich den Taycan, das allein wird kein „Verbrechen“ sein.

Was mich aber mehr interessieren würde, in wie weit die Unterstellungen für ein respektvolles Miteinander dienlich sind?

@tnt369
Freilich, wie du schon richtig, in deinem Beitrag geschrieben hast. Die meisten Fahrzeuge gibt es noch nicht zu kaufen, wir kennen kaum die Leistungsdaten und das Schnellladenetzwerk ist auch noch im Aufbau.
Wenn man durch die Themen, wie die des EQC, Taycan, etron schaut, findet man auch Antworten die das Fahrzeug schlecht machen, bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Hier wollte ich mir dem Thema ansetzen, warum das sein muss und wem damit überhaupt geholfen ist. Und diskutieren muss man auch nicht darüber, dass die hiesigen Hersteller das ganze Thema verschleppt haben und seit China Druck macht, sie ins rotieren kommen - was ich sehr begrüße.

Aber fest steht, die Fahrzeuge werden kommen. Sollte man ihnen nicht die Chance einräumen, zufriedene und hoffentlich zahlreiche Käufer zu finden?

@Need
Für den Personenkreis, der das Geld hat, ein Model S oder X zu kaufen, ist Tesla sicher ohne Konkurrenz, wenn wir aber die Massen elektrisch fahren lassen wollen, brauchen wir auch Fahrzeuge unterhalb des Model S und X aber auch unterhalb des Model 3. Auf absehbare Zeit wird das so bei Tesla nicht stattfinden - auch bei den andern, bis auf die Zoe, derzeitig nicht. Aber es werden Kleinwägen z.B. von Peugeot-Citrëon (PSA) oder auch VW-Skoda entwickelt. Ein e-Porsche oder e-Mercedes sind auch keine Billigheimer, aber sie können spritschluckende Verbrenner ihresgleichen verdrängen, darin sehe ich den großen Vorteil, bei markengebundenen Käufern.

Alles Gute!

Ein günstiger Kleinwagen kommt sicher, nur dürften die dann kaum langstreckentauglich sein, da meist schlechter cw Wert, wenig Platz für einen großen Akku und auch der Preis des Akkus…

Du hast wenigstens, anders als andere, direkt offen kommuniziert, dass du für die old-economy/deutsche Fahrzeugindustrie arbeitest. Das finde ich gut und ehrlich. Das Hauptproblem (neben der aktiven Verhinderung der Elektromobilität) der deutschen Autoindustrie im weitesten Sinne ist ja der dramatische Vertrauensverlust in weiten Teilen der Bevölkerung.

Die ersten Maßnahmen, um Vertrauen zurückzugewinnen, sind Offenheit und Ehrlichkeit in der Kommunikation.

EM sagte bei der Präsentation des M3 das Tesla keinen kleineren Wagen bauen würde, soweit ich mich erinnern kann :unamused:

Im Juni wurden seitens Elon Musk Pläne für ein B-Segment Auto genannt, das in etwa fünf Jahre entfernt ist.

Quelle: autocar.co.uk/car-news/new- … five-years

Alles Gute!

Ich vermute, die unterschiedliche Sichtweisen hier im Forum liegen am Alter der Personen.
Ich bin ü50 und habe schon einige Änderungen miterlebt.
Dabei blieben die alten Hersteller oft auf der Strecke.
Ich persönlich vermisse keinen dieser alten Hersteller :wink:

In den 80ern hätte z.B. kaum jemand geglaubt, dass Firmen wie Blaupunkt, Grundig, Saba, Telefunken, AEG, … als Hersteller verschwinden würden. Schließlich hatten sie gute Produkte und waren in fast jedem deutschen Haushalt vertreten.

Tesla sehe ich wie Google. Beide haben eine Mission.
Und auch Google können heutzutage viele Menschen nicht richtig einschätzen. Ziel von Google ist, das Wissen der Menschheit allen zugänglich zu machen. Und bei der Suche steht der Kunde im Vordergrund.

Für mich haben beide (Tesla und Google) die Latte für die Konkurrenz ziemlich hoch gelegt.
Bessere Produkte kommen dann meistens von neuen Anbietern und nicht von der alten Konkurrenz.

Bist Du Dir da sicher? Ich vermute Du verwechselt Google mit Wikipedia. Dort steht der Wissenszugang im Vordergrund.
Bei Googel sehe ich eine eindeutig kommerzielle Absicht. Nicht umsonst werden gesponserte und Einkaufs-Ergebnisse als erstes angeboten.

In Google steht neben dem Wiki Eintrag auch noch die ein oder andere Aussage, was zu einem breiterem Wissenshorizont führt. Oder in die irre :wink:

Du redest hier mit Leuten die teilweise über 8.000 KM im Monat elektrisch fahren. Kauf dir erstmal ein Elektroauto. Dann gucken wir mal, wo die Reise hin geht, mit dir. Alles Gute!!!

Jetzt mal halblang! Alle dt. Fahrzeuge sind ab 2019 oder 2020 andere ab 2025 avisiert! Als das Model 3 gezeigt wurde und die ersten Massen Bestellungen rein kamen, war ich einer der ersten den sagte vor 2020 fahren in Dt. oder Europa nur geringste Mengen vom 35.000 Dollar Tesla! Die meisten sind einfach viel zu ungeduldig! Ich warte 4 Monate auf einen Handwerker in Deutschland! Wer bei Verstand glaubt das E Autos in Massen innert 24 Monate kommen? Alle angekündigten E Modelle sind mehr oder minder im Lieferfenster!

Was hat denn bitte das eine mit dem andern zu tun? Was haben Anschuldigungen und Unterstellungen mit dem Umstand zu tun, ob ihr oder ich elektrisch fahre oder damit, dass man ergebnissoffen über die hiesigen eAutos diskutiert?

Mir fehlt es aktuell schlicht und ergreifend an den finanziellen Mitteln umzusteigen, ich nehme meine Verantwortung so gut wie möglich war. Warum muss man denn immer auf Krawall gebürstet in solche Diskussionen einsteigen?

Auf ein besseres Miteinander!

Es geht hier um Elektroautos, was sie können, was sie leisten, kosten etc. Sind diese Fahrzeuge 2018 / 2019ff nicht ebenbürtig mit Teslas aus den Entwicklungsstand (bis auf Details) von vor 2014, dann gibt es eben Negativ Beifall. Vor allem bei der Vergangenheit dieser Hersteller, die ja fast alle Tesla fanboys and girls auch mal als Kunde gesehen haben! Mit dir als Person und echten Menschen hat das gelinde gesagt nix zu tun. Ausser meine Vermutung mit dem psyh Experiment liegt doch richtig, dann hätten wir jetzt die Schmoll Ecke und Opfer Stelle erreicht.

Um mal auf das Thema zurück zu kommen:
Ich hege keinerlei Antipathie gegenüber deutschen eAutos, denn jedes verkaufte eAuto ist meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich persönlich würde mir aber keines der angekündigten deutschen eAutos kaufen, wenn es nicht mindestens die für mich wichtigen Eigenschaften meine MS85 erfüllen würde. Das sind im wesentlichen 300-400 km Reichweite und eine Ladeinfrastruktur für Langstreckenfahrten für Reisen in ganz Europa.

Meiner Einschätzung nach wird das noch einige Jahre dauern bis dies von den deutschen Herstellern erreicht ist. So lange werde ich wohl meinen Tesla fahren. Ein Upgrade ist derzeit nicht geplant.

Was ich überhaupt nicht verstehen kann sind die gegenseitigen Anfeindungen.

Gibt es nichts Wichtigeres im Leben? :unamused:

Nein, ich meinte Google.
Menschen haben eben, je nachdem wie tief sie in der Materie sind, einen unterschiedlichen Blick auf das Thema.
Ist das gleiche wie bei eAutos und deren Hersteller.
Ja, Google ist kommerziell. Aber es bring mich beruflich (IT) bei fast allen meinen Fragen in Sekunden zur korrekten Antwort oder zumindest zur einer Lösungs-Idee.
Natürlich ist Google hier nur Vermittler. Die Antworten kommen von anderen Seiten.
Ich erinnere mich aber nur noch ser ungern an die 90er, wo man dem Support der Hersteller ausgeliefert war und nach Büchern in Bibliotheken suchen musste.

Waymo (Google Schwester) zeigt ja auch sehr gut, wie voll autonomes Fahren 2018 funktioniert.
Für mich wäre eine Kooperation von Alphabet (Google Mutter) und Tesla die ideale Lösung.
Es wäre Geld für neue Gigafactorys da. Und Waymo könnte sich genau die Autos bauen lassen, die sie brauchen.

Wie wäre es mit mit vielleicht unzulässiger, moralisch auf jeden Fall bedenklicher Vermischung von Politik und Grossindustrie ?

zum Beispiel:
Vermeidung von Strafzahlungen für CO2-Sünder
Die neue Berechnungsmethode der Zielvorgaben hat sich übrigens nicht die EU ausgedacht sondern der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA). Den drei Herstellern, die ihr Modellprogramm in den letzten zehn Jahren schrittweise umgestellt und neue Schwerpunkte gesetzt haben (Volvo, Toyota, Nissan-Renault – allesamt nicht aus Deutschland), muss das wie eine Verhöhnung vorkommen.
Quelle: autorevue.at/autowelt/eu-grenzw … rafzahlung

oder im Falle eines Klägers wegen eines Diesel-Porsches
[i]dem KBA-Präsidenten hatte das BMVI zwischenzeitlich die erforderliche Aussagengenehmigung verweigert. Begründung des Ministeriums gegenüber LTO: „Das BMVI und das KBA sind staatliche Behörden und damit der Neutralität verpflichtet. Eine Beteiligung als Zeuge in einem Zivilprozess, an dem diese nicht selbst beteiligt sind, ist damit grundsätzlich nicht vereinbar.“

Eine Argumentation, die nicht nur der Berliner Zivilprozessrechtler Prof. Dr. Christoph G. Paulus auf Nachfrage von LTO für „hanebüchen“ hält. Auch der renommierte Staatsrechtler und ausgewiesen Experte im Beamtenrecht, Prof. Dr. Ulrich Battis, hält sie rechtlich für nicht nachvollziehbar: „Laut § 68 Abs. 1 Bundesbeamtengesetzes hätte die Aussagegenehmigung Zinkes nur versagt werden dürfen, wenn seine Aussage ‚dem Wohle des Bundes Nachteile bereitet‘“. Laut Battis berufe sich das Ministerium aber offenbar eher auf den Absatz 2 der Vorschrift. Dieser sei aber „schon deshalb nicht einschlägig, weil der KBA-Präsident nicht als Partei, sondern als Zeuge in dem Zivilprozess hätte aussagen sollen“, so der Staatsrechtler.[/i]
lto.de/recht/hintergruende/ … l-porsche/