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Aktuelle Kritik an Model Y Paket

Hat sich wer im Forum bereits mit der aktuellen Besprechung von Tim Stevens für Road Show (Cnet) befasst? Im Medienpfad habe ich keinen Eintrag dazu finden können:

Und hier etwas über seinen Hintergrund: https://twitter.com/Tim_Stevens/status/1464220591221886977

Der Autor hat das Model Y im Dauertest, er fährt es also wirklich auch privat und nicht nur ein paar Tage oder Wochen wie sonst im Auto-Journalismus der häufigste Testfall.

Stevens schließt seine Besprechung mit dem nüchternen Satz: „For now, spend your money elsewhere.“

In den sozialen Medien hat er die letzten Tage wohl den üblichen Shitstorm für die „Majestätsbeleidung“ abbekommen. Ich selbst, der mein Model Y Long Range in ein paar Tagen abholen wird, finde die Besprechung sehr fair und ausgewogen.

Er sagt auch nicht konkret, wo „elsewhere“ ist. Denn natürlich haben die anderen Pakete dieser Fahrzeugklasse ihre ganz eigenen Schwächen. Die erste nennenswerte wäre schon die Lieferzeit…

Die Phantombremsungen sind seine Hauptkritik. Und das ist auch hier im Forum das aus meiner Sicht am häufigsten genannte aktuelle (!) Ärgernis am Tesla-Paket. Und dafür, dass die (angeblich überlegene) Software für viele durchaus das entscheidende Merkmal für die Kaufentscheidung war, durchaus ein diskussionswürdiges Thema.

Ich persönlich denke nicht, dass ich meine Kaufentscheidung bereuen werde. Allein schon aufgrund der ausgewogenen und positiven Nutzerrückmeldungen hier im Forum.

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Ich würde darauf hoffen, dass die EU Modelle mit Radar weniger Phantombremusngen aufweisen. In den USA haben sie derzeit wohl ein echtes Problem.

Die Kritik ist sicher nicht unberechtigt, da kannst du ja hier im Assistenzsysteme Thread vergleichen.

Ich habe allerdings bisher in meinem MY (zugegebenermaßen erst 1000km) und noch keine Phantombremsung oder komplett unberechtigte Auffahrwarnung erlebt. Letzteres nur bei in die Spur ragenden Fahrzeugen, die ich natürlich sehe und nicht als große Gefahr ansehe, aber zu Unrecht ist die Warnung nicht.

Das Spurhalten selber ist sogar richtig gut, das kann glaube ich sonst niemand so. Das Auto liegt immer zentral in der Spur, auch wenn es nur einseitig Markierungen gibt oder nur Baustellenbegrenzungen oder auch gar keine. Auch bei stärkstem Regen wird die Spur zuverlässig gehalten.

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Eigentlich soll es ja genau andersherum sein. Das Überlagern von Radarpunkten mit den Kamerabildern und die dann resultierenden Widersprüche sollen ja der Grund für Phantombremsungen sein.

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Ich schliesse das nur aus Erfahrungsberichten von USA-Tesly Model Y Besitzer:innen, die von unbrauchbaren Zuständen vom Autopiloten berichten. Also, dass er wirklich sehr, sehr oft Notbremsungen initiiert und hart bremst. Bei den EU Fahrzeugen scheint das nicht der Fall zu sein; Phantombremsungen gibt es auch (zu oft), aber nicht so häufig wie die User in den USA es beschreiben. Dann wäre wohl in diesem Forum noch viel mehr los diesbezüglich.

Aber ja, Elon möchte ja weg vom Radar.

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Wenn ich das mit meinem laienhaften technischen Verständnis richtig verstehe, gibt es in USA und EU unterschiedliche Softwarepakete aufgrund unterschiedlicher Regulierung, korrekt? Beruhigt mich auf jeden Fall schon ein wenig, dass die EU-Version nicht ganz so zickt.

Soweit mir bekannt ist, wird bei den US-Fahrzeugen kein Radar mehr verbaut, bei den EU-Fahrzeugen jedoch schon. Ist also auch ein Hardware-Unterschied.

Mit Regulierung hat das jetzt erstmal nichts zu tun, Tesla hat halt in den USA angefangen das Radar zu entfernen. Das (und wahrscheinlich auch die Deaktivierung im Bestand) droht aber allen Märkten. Es ist erklärtes Ziel auf das Radar zu verzichten.

Und die Idee ist eigentlich dass das letztendlich genauso oder besser funktioniert.

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Ich kann die Argumentation durchaus nachvollziehen. Würde mein Auto stündlich eine Notbremsung hinlegen, würde ich es keine 24 Stunden behalten, und da kann der Rest des Fahrzeugs noch so überzeugend sein.
Ich fahre seit 6 Jahren Autos mit umfangreicheren Assistenzfunktionen, und natürlich sind auch dort hie und da Bremsungen passiert, wobei die Situationen meistens nachvollziehbar waren, und ich dann einfach präventiv den Fuß am Gaspedal lasse um die automatische Bremsung zu übersteuern. Aber es ist einfach ein Unterschied ob das hie und da passiert, weil die Fahrbahn verschwenkt oder Fußgänger in einer Kurve spazieren gehen, oder der Wagen auf langen Autobahnetappen regelmäßig grundlos voll in die Eisen steigt.

Die Entscheidung, die Radarsensoren wegzulassen, finde ich aber nicht gut. Die funktionieren auch bei Sichtverhältnissen bei denen Kameras an ihr Limit kommen, bei Dunkelheit und Nebel und Schneefall (und damit zuverlässiger als selbst der Fahrer).

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Ich würde mir wünschen, man schließt erst mal Fehlkalibrierungen und/oder technische Macken an Einzelfahrzeugen aus, bevor man das verallgemeinert.

Bei meinem Model 3 (von Febr. 2019) snd die ‚Phantombremsungen‘ in den letzten Releases immer seltener geworden. Es gibt noch schwer erklärbare Geschwindigkeitsreduzierungen, aber selbst diese sind nur minimal.

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Meine Erfahrung mit dem Model 3, welches ich vor dem Model Y hatte: ca. 15 tkm innerhalb eines Jahres, da war schon die eine oder andere Phantom-Bremsung dabei; aus dem Bauch geschätzt ca. 20 Stück oder so.

Mit dem jetzigen Model Y: ca. 7 tkm innerhalb von 3 Monaten: bisher keine einzige.

Meine Definition einer Phantom-Bremsung: sehr starkes Abbremsen ohne ersichtlichen Grund. Was ich schon beim Model Y auch erlebt habe ist, sanfteres Abbremsen aber eigentlich auch immer mit ersichtlichem Grund (LKW fährt zu weit links, …).

Was ich in dem Artikel noch sehr interessant fand:

I’ve found the car to deliver range quite close to that estimate, often promising (and delivering) 320 to 340 miles on a full charge

Ich habe keine Ahnung mit welcher Geschwindigkeit und wo (city, highway, …) der hauptsächlich unterwegs war, aber ich komme mit meinem Model Y nicht mal in die Nähe dieser Werte selbst wenn ich die anstelle von Meilen als Kilometer auffasse (also 330 km). Zurzeit rechne ich mit 3.1 km pro 1% Batterie-Ladung, also von 100%->0% ca. 310 km, was im echten Leben ja nicht passiert, sondern eher 100%->10% also ca. 280 km für einen erst Teil bei einer Langstrecke, gefolgt von 80%->10% also ca. 220 km für alle folgenden Abschnitte (wenn die SuCs passen liegen). Und das bei einer maximalen Geschwindigkeit von ca. 135 km/h und eher defensiver Fahrweise…

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Meine Hauptkritik ist die katastrophale Sicht nach hinten. Phantombremsungen etc. lassen sich ja wahrscheinlich per Software beheben, aber den verkorksten Blick nach hinten und seitlich hinten kann man nicht fixen. Schnelle Spurwechsel sind damit praktisch nicht mehr möglich.

Primär wegen dem kleinen Guckloch durch das Heckfenster oder den nicht asphärischen Seitenspiegeln?

Ich würde mir ein komfortableres Fahrwerk wünschen. Der Y Long Range ist extrem bockig… Luftfahrwerk oder EDC wären bei einem Fahrzeug in dieser Preisklasse schon das mindeste

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Naja, der Wagen kostet „kompett“ 62k, mit sinnlosem FSD maximal 70k. Wo bekommst Du da anderswo ein Luftfahrwerk?
Ein adaptives Fahrwerk wäre in der Klasse realistischer, braucht man aber auch nicht unbedingt wenn das Fahrwerk gut abgestimmt ist (und üblicherweise ist die Komfortstellung des adaptiven Fahrwerks auch nicht komfortabler als das normale Fahrwerk, es wird nur im Sportmodus eine Nuance straffer).

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In der Tat beides. Die Kofferraum-Schießscharte ist ein Witz und die flachen Spiegel eine Unverschämtheit.

Die „Abblendautomatik“ ist auch unbrauchbar. Die hatte ich direkt nach Auslieferung aktiviert und nicht gerafft, dass die permanent schwarz schaltet.

Ach, die Abblendautomatik macht das nicht automatisch?

Welcome to my world.

Just my 5c: Rein mit Kameras so wie sie derzeit im M3/Y verbaut sind ohne Reinigungsmechanismen wird das einfach nichts.
WENN man kamerabasiert arbeiten will, muss man auch dafür sorgen, dass sie immer funktional sind und das Ganze auch überlappend/redundant auslegen.

Auf der Tesla Webseite steht:

Elektrisch einklappbare, beheizte Aussenspiegel mit Abblendautomatik

Also wenn die das nicht automatisch machen, ist das doch keine Abblendautomatik. :sweat_smile: