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Akkuproblem oder andere Ursache?

Ich habe 86 % (für 2 Jahr altes Iphone 6 plus) - gefühlt kommt das hin bzw. ich hätte noch weniger vom Gefühlt her erwartet. Kann IOS hier irgendwo eine maximale Ladekapazität von der letzten Vollladung irgendwo zwischen speichern? Das würde die schnelle Ermittlung erklären. Mein Iphone glüht häufig förmlich, wenn ich es bei 30 Grad im Sommer in der Hosentasche lasse - da habe ich mir schon gedacht, dass es mit dem Akku schnell abwärts geht.

Für alle mit schlechtem Akku beim Iphone - man kann ihn inzwischen relativ problemlos selbst wechseln, habe ich schon 2x mal gemacht und die gibt es relativ günstig. Da gibt es schöne Youtube-Videos zu und innen drin ist das Iphone sehr schön aufgeräumt.

Also meine Freundin hat auch gerade gemessen (iPhone 6s, 1 Jahr):

Erst zeigte die App „sehr schlecht“ an:

Kapazität 1200/1715 mAh (70%)
Spannung 3,86 V

Bei der nächsten Messung dann „durchschnittlich“:

Kapazität 1400/1715 mAh (82%)
Spannung 3,88 V

Das sind 12 % unterschied.

Laut App erst 36 % und dann nur noch 18 % Verschleissgrad. Hab sie gebeten das mal zu beobachten.

Innerhalb von Sekunden?!? Da wird also nichtmal ein vollständiger Ladezyklus oder ein bechmark-Test gemacht? Forget it :laughing: Hat dann also ungefähr das Niveau der km-Anzeige beim Model S…
Oder die Software kommuniziert mit dem „geplante Obsoleszenz“-Chip :wink:

Balancing nicht, die heutigen Smartphones laufen alle nur mit einer Zelle (3,7V). Aber eine Kalibrierung der Messung brauchts wie gesagt. Also mal ganz leer werden lassen und am Stück richtig voll laden.

Über Nacht steckt Dein Handy ja auch nicht in der warmen Hosentasche bei 37°C, sondern liegt irgendwo bei Raumteperatur um 20°C. Da machen auch echte 100% nichts aus.

Danke für die Infos, Beatbuzzer.

Nun, wir wollen die App mal nicht gleich schlecht machen. Vielleicht werden die Messergebnisse über die Zeit ja genauer. Es wird ja nach dem ersten Start sofort die erste Messung gemacht.

Ich kann den Entwickler auch gerne mal anschreiben und fragen, aus welchen Daten er das berechnet. Wenn Ihr was Bestimmtes wissen wollt, sagt es mir.

Ich möchte die App auch nicht direkt schlecht machen, sondern eher ins rechte Licht rücken. Das ist ähnlich wie mit dem wear-level mancher Notebook Akkus. Den Wert kann ich nach häufiger Teilladung auch durch einen vollen Zyklus mal eben um zweistellige Prozentwerte drücken. Liegt halt im Prizip der Akkumessung und Überwachung. Es geht physikalisch unter diesen Umständen nun mal nicht anders/besser, da kann weder Tesla noch der App-Entwickler was zu. Nur, dass der App-Entwickler seine Werte anpreist und zum Akkuwechsel ermutigt - was ich zumindest für etwas schnell geschossen halte :wink:

Die App scheint den Trend gut wieder zu geben. Die Werte die ich erhalte sind analog der Benutzung und dem Alter. Für eine gute Orientierung scheint die App zu taugen

Seltsam, dass hier immer Tesla mit Apple verglichen wird. Als bei meinem Auto der Akkudefekt auftrat, habe ich es trotzdem nicht entsorgt :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ich habe in ein iPhone 5s drei verschiedene Akkus eingebaut und die App hat sofort die verbleibende Restkapazität angezeigt und das auch wiederholt richtig gemacht wenn zwischendrin ein anderer Akku drin war. Die Messwerte müssen also im Akku abgespeichert sein. Der Laderegler weiß ja wieviel Ladung er in der letzten Zeit in den Akku bekommen hat. Es werden auch die Zyklen abgespeichert. Die muss man beim iPhone aber mühsam aus dem Backup auf dem Mac oder PC raus popeln.

Beim Mac funktioniert das genauso. Aber man kommt viel einfach an die Werte ran. Software für den Mac: coconutBattery oder iStatMenus

Man muss also nicht gleich alles schlecht reden was man nicht versteht.

Wenn meine Testreihen nicht reproduzierbar gewesen wären, dann hätte ich euch das Ding nicht empfohlen.

Alles soweit klar. Akku-Management ist heutzutage bei allen Geräten im Akku, von Akkuschrauber über Notebook, Camcorder, Handy usw. Das erledigt ein einziger IC, welcher bei der Konfektionierung/Herstellung des Akkupacks parametriert wird und dann über eine separate Verbindung mit dem Gerät kommuniziert. Der übernimmt meist bei seltsamen Vorkommnissen auch direkt die Sicherheitsabschaltung mit.
Nun kennt der IC zwar logischerweise die Energiemengen, die in die beiden Richtungen rein und raus aus dem Akku fließen. Aber woher soll er ohne Vollzyklen ahnen, wie groß der Akku noch ist, wo er da rein und raus lädt?
Keine Sorge. Wenn ich nicht selbst schon erlebt hätte wie unzuverlässig solche Anzeigen unter gewissen Umständen werden, würde ich entsprechendes auch nicht schreiben :wink:

Ich habe heute auch etwas seltsames gehabt, aber in umgekehrter Richtung :slight_smile:
Heute morgen auf 90% geladen.
Habe nach entnommenen 6,9kWh noch 81% . Somit müsste mein S60 einen über 70kWh Akku haben, was aber 2014 noch nicht ging…

Daran sieht man, dass die Werte, egal welche ( Rated,Typical und Prozent) nur „errechnete“ Werte sind !

Grüße
Mario

Da ich mal wieder nicht nur reden sondern auch gerne zeigen will, biete ich hiermit übrigens auch aus eigenem Interesse gern an, von dem ein oder anderen als stark verschlissen oder defekt betitelten Akku den realen Zustand zu messen. Wer also von der Elektronik und Software einen madigen Akku vorgegaukelt bekommt, aber selbst auch interessiert oder skeptisch ist, kann ihn mir gern zukommen lassen :wink:
Ich hatte da u.a. schon einen paar Jahre alten nur noch 10 min haltenden Notebook-Akkupack geknackt, dessen Zellen weder leer noch sonderlich stark verschlissen waren…

Ich glaube Beatbuzzer weiß wovon er redet…also ihm ein Schlecht Reden unterstellen ist echt quatsch. [emoji1]

Antwort vom Support-Team auf meine Frage, wie das berechnet wird usw.:

„Die Daten werden direkt vom Akkucontroller bereitgestellt und müssen daher nicht wirklich berechnet werden.
Li-Ion bzw. Li-Polymer Akkus sollten diese Informationen berechnen können.“

Kann so ein Akkuschaden wie beim Samsunghandy auch durch einen Virus verursacht werden??

Ein Virus auf Firmwareebene klar, ein Virus auf Systemebene eher nicht. Dieser kann zwar die CPU dauerhaft auf 100% jagen, dadurch den Akku leer lutschen, aber hier sollte die Akku Firmware irgendwann den Hahn zu drehen und nix geht mehr.

Die letzten Wochen hat sich bei meinem 3,5 Jahre alten Handy dann auch verdächtig spontan ein vorgetäuschtes Ableben des Akkus angekündigt. Bei energieintensiveren Anwendungen wie Foto, Video, oder Prozessorlast wurde es schnell mal schwarz auf dem Schirm. Zum Schluss war nur nach 100% Ladung noch 1-2 Minuten Betrieb drin.
Also Dingen auf, Akku raus, Ersatzakku gesucht, bestellt, eingebaut, geht wieder.

Aber da mit den Anzeichen in dem Zeitraum natürlich real kein Akku stirbt, hab ich kurzerhand mal das BMS-Gedöns entfernt und die Zelle ans Ladegerät gehängt:

Viel gibts da nicht mehr zu zu sagen… von angegebenen ~2300 mAh sind nach 3,5 Jahren exzessivem Dauerbetrieb noch über 1900 mAh bei 0,5C drin und der Innenwiderstand liegt am Entladeende noch bei um die 75 mOhm.

Verschleiß ist anders, Verarsch passt hier besser :wink:
Naja, hab ich ne schicke und fitte Li-Zelle für andere Projekte über.

[emoji23]

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75mOhm ist aber wahnsinnig hoch?

Bei einer typischen Kapazität von um die 2 Ah und einer vermuteten LiCoO2-Verbindung eigentlich ganz normal. Zum Vergleich, eine fern verwandte NCR18650B mit guten 3 Ah kommt auf etwa 50 mOhm. Passt also ganz gut zusammen.

Sind alles keine hochstromfähigen Akkus, sondern auf hohe Energiedichte ausgelegt. Kannst Du mit zB LiPos aus dem Modellbau nicht vergleichen :wink: