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Akku-Kapazität (70/85-er) gesunken nach Update 2019.16.2

Quelle: Tesla Degradation FW 2019.16.2 Tabellen

Es betrifft ausschliesslich Batterien mit aus Japan importierten Panasonic-Zellen. Es wurde im TMC-Forum erzählt, das früher - vor 2013…14?? - die Zellen in einer Halle ausgepackt und in einer Wareneingangskontrolle vermessen wurden. So, wie wir das in unserer Firma - mit Waren die für uns qualitativ eine Bedeutung haben - gemacht wird. Das wurde später vmtl. aus Kostengründen nicht mehr so gehandhabt. Es wäre denkbar, dass in einigen (wenigen?) Batterien einige wenige nicht gut passende Zellen verbaut wurden.

P85 Batterie = 7.104 Stk Panasonic 18650 Zellen besteht aus 16 Blöcken. 96 Zellen in Reihe = 398,4 V @ SoC 100%. Die Blöcke bestehen aus Modulen, welche mit 74 Zellen parallel und 6 Modulen seriell verschaltet sind. Die 74 Zellen parallel sind fest verschaltet und können als Modul mit TM-SPY oder ScanMyTesla einzeln betrachtet werden.

Einzelne „schlechte“ Zellen ruinieren bei dieser festen Parallel- und Serienschaltung das Ladeverhalten der gesamten Batterie. Ich vermute, dass das BMS 2019.16 bei einem SoC von z.B. 80…90% einige Module als „voll“ d.h. 4,2V erkennt. Um eine Zerstörung einzelner Zellen durch Überladung und damit eine Kettenreaktion auszuschliessen, macht das BMS aus SoC 87% einfach durch Manipulation der Anzeige SoC 100% = voll und merkt sich das für die Zukunft. Meine Vermutung.

Beispiel:
Deutsche Verpackungsrichtlinie unter Helmut Schmidt: 1 Tafel Schokolade = 100g.
Europäische Verpackungsrichtlinie unter Helmut Kohl: 1 Tafel Schokolade = 87g oder was dem Hersteller sonst so einfällt. Der Kunde wird nicht mehr satt und fängt an (berechtigt) herumzunörgeln.

Die Batterien haben einen Herstellungsfehler, der mit den Tesla-Bränden offensichtlich wurde. Die Manipulation der Ladeschlussspannung und die Reduzierung der Ladegeschwindigkeit helfen der Batterie über die Gewährleistungszeit.

Yep, alles richtig. Und die einzig richtige Aktion von Tesla wäre es, die Batterien auf Garantie zu ersetzen und nicht die Besitzer zu beklauen…

Vielen Dank für diese ausführliche Erklärung

Hallo,

lese schon seit längerem mit.
Bedeutet also für den TESLA-Neuling, nur Model 90 wählen, da das nicht betroffen ist ?

Noch nicht. Von der Ladeleistungs-Reduzierung aber sehr wohl.

Die 75/90er sind anders betroffen Reduzierung der Ladeleistung bei öfterem DC-Laden

Es gibt auch 85er die nicht betroffen sind, teilweise auch nur nicht weil sie nicht updaten.

Die Frage ist wohl, was passiert demnächst…

  • was entscheiden die Gerichte
  • was macht die Tesla interne Untersuchung (Tesla hat wohl kaum Interesse die Kunden zu vergraulen)
  • kommt die Performance größtenteils zurück
  • gibt es ein Updatezwang oder werden demnächst alle sehr vorsichtig

Und dann die Frage an den Käufer bzw. sich selbst, gute 85er gibt es schon unter 50t Euro, 90iger kosten deutlich (+10.000€) mehr…
Also fahre ich oft Langstrecke, also größer 300km am Stück, dass es überhaupt eine Relevanz hat.

Der Ausbau an normalen Ladesäulen geht ja voran, ich lade am Ladeziel an Typ2 Ladern mit 22kW oft wieder voll und starte mit voller Reichweite den Rückweg.

Grundsätzlich scheint so ein MS 85er sehr langlebig zu sein (1. Mio KM…)

Von den Themen mal abgesehen, ist das Model S85 ein tolles Auto, ein 100.000€ Auto was man sich inzwischen auch gebraucht gut leisten kann. Was für Fahrzeuge gibt es in der Fahrzeugklasse für den Preis alternativ?
(Komfortable Reiselimousine, mit viel Platz, 300-400km reale Reichweite, Tesla Ladenetz, CCS umrüstbar, Autopilot, 8 Jahre Garantie km uneingeschränkt… für 40-50t€)

Und so einen Herstellungsfehler kann Tesla nicht an Panasonic zurück spiegeln und die müssen für den Schaden aufkommen?
Haben alle S85 diese Zellen aus Japan? Oder ist das nicht mehr nachvollziehbar wo die verbaut wurden?
Das heißt man reduziert die Ladeschlussspannung und die Batterien sind dann wieder „dauerhaltbar“?

Ich denke, dass das gut möglich ist. Irgendwann - das ist dann nach Ablauf der Gewährleistung - wird das so weiter gehen.

Die 40er, 60er, 70er und 85er Zellen wurden angeblich von Panasonic geliefert und die Batterien von Tesla in Fremont gebaut. Die 75er, 90er und 100er Zellen werden von Tesla in der Gigafactory in Nevada gefertigt.

Zunächst dachte ich, dass von den Problemen überproportional Österreicher und Schweizer betroffen sind. Die rasen ohne Pause von SuC zu SuC mit 250 km/h auf deutschen Autobahnen herum, ohne Maut zu bezahlen. Das erklärt aber leider nicht die Batteriebrände in China.

Es ist nicht geklärt, ob einzelene Zellen bereits vor Auslieferung des Wagens oder erst nach Jahren oder erst nach X-Mal Volladung oder hohe Temperaturen beim Laden oder was auch immer, nicht mehr in die grosse Gemeinschaft der Batterie passen (missmatch). Die Probleme sind in Nordamerika, China und Europa offensichtlich dieselben. Ebenso ist es unklar, ob nach einiger Zeit alle mit Panasonic-Zellen bestückten Batterien betroffen sind, oder nur wenige. Zumindestens wird die Liste der Betroffenen z.Z. nicht wesentlich länger.

Klingt ziemlich esoterisch, was sollte denn das sein? Die Hypothese macht keinen Sinn, da es Batterien gibt, die per ScanMyTesla ausgelesen vor dem Update gleichmässig 4,2 Volt hatten und danach auf 4,1 Volt reduziert wurden.
Einige Betroffene haben 200.000 oder 300.000 km drauf - das kann doch unmöglich ein Problem einzelner Zellen bei der Auslieferung des Wagens gewesen sein?

In der verfügbaren Literatur zu Lithiumionenakkus wird als eine Form der Alterung das sogenannte Lithium-Plating beschrieben. Dabei lagert sich immer mehr metallisches Lithium ab, bis sich Dendriten bilden, die die Isolierung durchstoßen und zum Kurzschluss/Brand führen.

Begünstigt/beschleunigt wird das durch:

  • hohe Ströme
  • Ladung bei Kälte
  • hoher SoC

Teslas Maßnahmen sind

  • generell Reduktion der Ladeleistung am Supercharger
  • lausige Ladeleistung bei kaltem Akku, keine Regeneration ab ca. 3 Grad
  • SoC max. bei 4,1 Volt (also 90% sind die neuen 100%)

Seit dem gab es keine Tesla-Selbstentzündungen mehr, die Maßnahmen scheinen zu wirken.

Quellen: Gibt es viele, hier z.B. energie-experten.org/expert … -4431.html

Der ist gut. :laughing: :laughing: :laughing:

Naja, wenn Du hier und vor allem im US Forum die Reaktionen von Fahrern liest, die wie ich auf ein langstreckentaugliches Fahrzeug angewiesen sind, dann stellst Du fest, daß Tesla seine treuesten Kunden gerade schon vergrault (hat). Da hat man ein 100k Auto mit spezifizierten Langstreckeneigenschaften, zahlt für eine große Batterie (85 vs. 60 in 2015) einen Haufen Geld, und dann kommt Tesla und sackt das ohne Kommunikation ein um Garantiekosten zu sparen. Im Prinzip sind 10-15 kWh „geklaut“. Und vor allem kann ich jetzt wieder Verbrenner auf der Langstrecke fahren :smiling_imp: „Sustainable transport“ sieht anders aus…

Um Risikominimierung zu betreiben, wenn es ein Tesla sein soll, würde ich jetzt ausschließlich zum 90er greifen. Die können in der Zukunft betroffen sein, vielleicht auch nicht. Bei 85ern ist es ein Fakt, und wenn Du 1.5h statt 50 Min am SuC laden mußt, um auf 95% SoC zu kommen, dann ärgerst Du Dich maßlos. Kommt natürlich auf Dein Fahrprofil an. Bei Kurzstrecke und Heimladung an einer 22kW Box macht es keinen Unterschied.

Werden wir vorsichtiger mit Tesla? um mal aus dem TMC (US Forum) zu zitieren: „why do I now have more trust in Verizon than Tesla?“ Weil man jemand, der einmal lügt, nichts mehr glaubt.

Klinke mich nach dem Bestellungen-Thread hier auch mal ein.

Habe einen 2016er Facelift S90D mit 35.000km bestellt. Bin Tesla-Neuling.
Im Zustandsbericht ist folgendes Foto zu sehen:

411km spricht doch auch für ca. 10%-igen Reichweitenverlust gegen die durschnittliche ~450km Standard-TR eines S90D, oder?
Sieht für mich so aus, als ob der 90kWh-Akku von der reduzierten Kapazitätsproblematik nicht verschont ist.

Anhand von nur einem Bild kann man unmöglich erkennen, ob und wie die Reichweite reduziert sein soll.

Ja, glaube ich gerne. Daher bleibe ich erst mal bei meiner Bestellung. Aber ein Dämpfer ist es schon.

Könnte z.B. bedeuten, daß nicht 100% SoC zu sehen ist, sondern evtl. 97%?
Oder daß dieser Wert in Zukunft bei zurückhaltender Fahrweise auch wieder ansteigen kann?

Hallo Pryce,
meiner ist ein S75 mit ~35000 km aus 2017 und zeigt jetzt ca. 365 km TR bei 100 % an. Da sind die 411 km TR auf dem Bild ganz prima und IMHO normal. Das hat nix mit der Reichweitenreduzierung durch die Softwareanpassung bei bestimmten Model S - älterer Bauart zu tun (IMHO). Es hat bei mir keine „Sprünge“ der Reichweite in der letzten Zeit gegeben, nur die normale allmähliche Degradation von einigen km / Jahr.
Gruß

Dieter

Die älteren 90D hatten eine TR von 420km… ich weiß aber nicht ab wann die Berechnung geändert wurde

Meiner ist ja vor Facelift und hat aktuell immer zwischen 429 - 431 schwankend.

Also bei meinem 85D mit km-Stand 136T noch eine hochgerechnete TR von ca. 405-409km laut Anzeige im Display.
Habe zwar schon eine Zeit lang nicht kalibriert, kann mich aber hinsichtlich Kapazität nicht beklagen.

Aktuelle Version 2019.40.2.1.

Ladeleistung allerdings auch entsprechend reduziert.

STT

Mein P85 aus 2014 hat 360km TR. Wenn ich von 410 beim Neukauf ausgehe, sind das um die 12% weniger. Ist das normal bei 133.000km?

Andere haben deutlich mehr. Außerdem lädt meiner gerade mal wieder nicht bis 100%, sondern immer so um die 96-98%. Heißt, er hat ja noch weniger Reichweite. Das mit den 100% hab ich immer wenn es kalt wird. Alle Tips von Tesla halfdn nichts um das zu ändern. Nur der Sommer in diesem Jahr. Allerdings kamen die 100% auch erst sehr spät wo es warm wurde in diesem Jahr.