Ah vs. kWh (BMW vs. den Rest der Welt)

ams sagt beim Model S 85 184km bei Sonne, trocken, 20 Grad, und 120kmh
Ich glaube auf die Motorpresse kann man sich nicht verlassen

BMW würde es richtig machen, wenn sie Ah und Volt angeben würden. Machen sie aber nicht. Daher rein Marketing: 60 ist größer als 20, 90 größer als 30.

Tesla macht es aber auch nicht richtig mit ihren Fantasie-kWh. Die sollten mal die nutzbaren kWh bei einer festgelegten konstanten Geschwindigkeit angeben. Aber dann würde es auch wieder mit dem Marketing nicht klappen…

Immerhin gibt BMW in den technischen Daten eine Netto-Kapazität in kWh an. Wie die ermittelt ist, bleibt aber auch wieder das Geheimnis von BMW

m.bmw.de/de/neufahrzeuge/bmw-i/ … html#tab-0

Tesla gibt leider nur die Marketing-kWh an…

Dafür ist der Reichweitenrechner von Tesla wieder gut, besser als die auch wieder irgendwie gewürfelte Alltagsreichweite anderer Hersteller.

Gruß Mathie

Und ich würde Wetten dass 5 mal mehr Leute was mit kWh anfangen können als mit Ah.
Der Normverbrauch ist in kWh/100km angegeben.
Das Auto zeigt kWh/100 km oder Wh/km an.
Der Stromzähler zeigt kWh an.
Die Leistung im Fzg. wird in kW angegebe.
Im Fahrzeugschein steht die Leistung in kW.
An der Ladestation wird kW angegeben und man bezahlt nach kWh.

Ah ist auf akademischer Ebene zwar korrekt, vor Kunde aber einfach nur Schwachsinn.

Das sind doch an den Haaren herbeigezogene Argumente. Ah und Spannug lassen sich eindeutig in kWh umrechnen. Wenn man die Ah nach einer Vorgabe bestimmt (Norm oder was auch immer) dann kann man exakt nach dieser Messmethode anschließend den Wert in kWh umrechen. Wenn man die AH bestimmen will muss man sowieso eine Ladeschlusspannung und eine Entladegrenzspannung festlegen. Bei der Netto oder Brutto-Angabe muss man sich auch festlegen egal ob man es am Ende in Ah oder in kWh angibt.

Man sieht es ja am Beispiel Tesla. Da gibt (bzw. gab) es 60, 75, 85, 90, 100 kWh mit den identischen Zellen. Wie soll es da eine sinnvolle Akkubezeichnung in Ah geben? Wenn der BMW statt des i3 einen i5 mit Langem Radstand bringt und statt 96 Zellen jetzt 124 Zellen reinpackt - soll er dann die jeweilige Nennspannung mit angeben?

Gruß

Bernhard

Laut den e-Golf 300 Fahrern aus ihrem Forum ist der VW-Rechner eher pessimistisch.
http://golf.volkswagen.com/de/de/etool/integrator.html#/

Trotz gutem Werkzeug geben sie aber die E-Reichweite auf der E-Mobilitätsseite bei den Modellen selber nicht an, erst (ganz groß) auf deren Detailseite. Wie dämlich muss man eigentlich sein? Und die Netto-Kapazität kriegt man selbst mit Nachfrage nicht raus (wohl ein Staatsgeheimnis, dass sie aber in jeden Fahrzeugschein drucken…).

Kein Hersteller ist perfekt, solange es nicht verbindliche Regeln gibt. Eigentlich sind irgendwie alle irgendwo dämlich. Das Zentrum der Inkompetenz wandert nur.

Ich bin immer noch für die „Reichweite bei konstant 120 km/h und -15°C mit Heizung auf 21°C nach 100 tkm Nutzung“ als einklagbare Pflichtangabe. :wink:


Und zum Thema: mit den Ah habe ich irgendwie kein Problem. Das ist halt eine Angabe zu den verbauten Akkumodulen.

Die Alternative wäre, dass BMW die kWh angibt. Nur geben alle anderen Hersteller meist ihre Brutto-Kapazität an, BMW das Netto. Sie würden sich selber ins Bein schießen so ehrlich zu sein. Dazu sind 28 kWh in einem i3 nicht gleich 28 kWh in einem e-Valia.

Oder BMW könnte auch die Reichweite angeben, wie es andere Hersteller tun. Aber die wechselt ja damit, ob man einen REX einbaut oder nicht (und auch mit den Reifen, aber das gilt für alle).

Was auch immer sie tun, sie machen irgend etwas falsch. Somit denke ich, die Modulgröße in Ah anzugeben, ist schon einigermaßen nachvollziehbar.

Wurde jetzt ja mehrfach gesagt: Technisch gesehen mah die Angabe Ah richtig sein, aber auch nur in Verbindung mit der Spannung. Es ist doch recht einfach:

Die Fahrer von Elektrofahrzeugen kennen sich mit dem Verbrauch von Elektrofahrzeugen aus. Bleiben wir bei 200Wh/km oder 20Kwh/100km. Mit welchem Auto komme ich wie weit:

BMW mit 94Ah
Tesla mit 75KWh-Akku

Theoretisch kann man das mit der Angabe besser berechnen, aber auch nicht perfekt. Da muss man nämlich auch in die spezifischen Angaben reinschauen, wie viel das spezifische Auto verbraucht. Vom Typschild alleine kannst Du das nämlich auch nicht ablesen.

Und wenn dann noch Traumangaben beim Akku angegeben werden (85er und 90er) oder reines Brutto, dann hilft das auch nicht wirklich mehr als die 94 Ah Angabe.

OK. Tesla ist jetzt nicht präzise bei der Angabe. Da werden einige Prozent nicht genutzt. Aber Du kannst doch abschätzen, wie viel Reichweite man etwa hat. 300km beim 75er. Etwa. Es ist etwas mehr, aber egal. Wie weit komme ich mit 94Ah? Ungefähr reicht mir.

BMW mit 94 Ah hat laut Angaben von BMW eine Nettokapazität von 27,4 kW, was ist die Nettokapazität von Teslas 75er Akku?

Aber mal eine ganz andere Frage, was machst Du mit dem armen i3, um den auf 200 Wh/km zu prügeln?

Gruß Mathie

72.6 kWh. Quelle:

skie.net/skynet/projects/tesla/v … ications….

Im i3 etwa 200km im Alltag, 300 nach NEFZ. Steht genau wie die 27,2 kWh netto in den Tech-Daten.
m.bmw.de/de/neufahrzeuge/bmw-i/ … html#tab-0

Gruß Mathie

Wow, danke, das ist ja viel besser, als unser 85D, bei dem es nur knapp 5kWh mehr netto sein dürften!

Gruß Mathie

Es geht doch nur darum, einen groben Wert für eine mögliche Reichweite zu haben. Ich will damit sagen, dass man mit einem Wert von 94Ah nichts anfangen kann. Das wäre so als würdest Du bei einem Verbrenner die mögliche Durchflussmenge der Benzinleitung genannt bekommen. Nochmal: Es ist schön, dass der BMW 94Ah (Amperestunden) Strom liefern kann. Es hilft nur niemandem. Auch wenn es technisch eine richtige Angabe ist. Was soll ein Kunde damit machen? Und wie weiter oben schon geschrieben wurde, wir alles in KWh, Wh/km etc. angezeigt und gerechnet. Somit ist BMW eine unnütze Bezeichnung für die Akkus gewählt, selbst wenn der Wert ansich richtig ist.

Genau - daher ist der 75(D) ja auch so ein Schnäppchen, siehe dazu auch hier:

Eigentlich sind alle Tesla-Angaben ziemlich okay. Nur der 85er und 90er hatten wohl einen +5kWh Marketing-Aufschlag.

Nur kann man halt mit einer reinen kWh Angabe eben auch nicht die Reichweite ausrechnen. Sonst müsste mein Volvo mit >11,5 kWh Brutto Kapazität ja auch weiter kommen, als mein Passat mit 9,9 kWh Brutto. Tut er aber nicht! Das sieht man auch erst, wenn man in die Angaben schaut.

BMW könnte genauso „Mk-2“ anstatt 94 Ah drauf schreiben, oder die Namensgebung so ändern wie Renault bei der Zoe. Es hilft einfach nichts. Man braucht eigentlich immer zwei Angaben um die Reichweite zu errechnen - außer man schreibt die Reichweite selber in die Typenangabe. :wink:

Ich finde die Bezeichnung ist genau richtig. Verbrenner werden auch mit Hubraum bezeichnet. 320d oder 540i sagt einem auch nicht viel. Nur beim 320d weiß man: 2 Liter Hubraum, Turbo Diesel, 184 PS, etc. pp. Bei Mercedes das gleiche in grün, zumindest bei den PKW. Bei VW/Audi findet man noch rote Buchstaben, die manchmal die Ausbaustufe des 2.0tdi signalisieren. Da steht nirgendwo der Tankinhalt oder die PS. Nur ob Diesel oder Benziner kann man direkt unterscheiden. Alles andere muss man per Modellbezeichnung und Kopfwissen herleiten.
„i3 60Ah“ und „i3 94Ah“ sind insofern treffende Modell Bezeichnungen. Wie die Hubraum Bezeichnungen sind sie eindeutig, und mit dem entsprechenden Wissen weiß man gleich Bescheid.

Ne, das sehe ich nicht so. Ah kann man eher mit einer Drehzahl oder noch eher mit dem Drehmoment vergleichen. Kann man nichts mit anfangen. Und ein Elektroauto definiert sich nicht über einen Hubraum, sondern entweder über die Leistung (eher sekundär interessant), oder über die Akkugröße (sehr interessant). Und da interessiert mich mehr, wie groß denn etwa die Speichermenge ist, und nicht etwa der mögliche Strom in einer gewissen Zeit. Das ist irreführend, wie man schön am Beispiel der Autobatterie sieht. Hat der BMW nun bloß 2 Autobatterien mit je 45Ah verbaut? Natürlich nicht, aber woher weißt Du das? Weil Du vermutlich die Kapazität nachgeschlagen hast. Hätte man die gleich gewusst, wäre diese Diskussion unnütz.

10 Seiten… :open_mouth: :astonished: Ihr habt echt zu viel Zeit. :stuck_out_tongue:

Wäre die richtige Ah Angabe bei Tesla dann wirklich 24000 wie weiter oben berechnet? Warum so viel mehr als Der i3?

Nein, ein Teslaakku hat keine 24000 Ah, da die in Reihe geschalteten Zellen ihre Kapazitäten nicht addieren, bei Reihenschaltung steigt die Spannung, die Kapazität bleibt Konstant. Bei Parallelschaltung steigt die Kapazität und die Spannung bleibt konstant.

Die 24.000 Ah erhielte man vielleicht (habe es nicht nachgerechnet), wenn man alle Zellen parallel schalten würde.,

Gruß Mathie