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Aggressionen gegen EV Fahrer

Neulich bei der Heimfahrt von der Arbeit:

Ich fahre gemütlich knapp unter 100 über die Landstraße, bin in Gedanken versunken und nähere mich langsam einem Renault Koleos älteren Baujahres. Im Bereich einer Einmündung (80km/h Beschränkung) haut der Renault Fahrer plötzlich das Nebelschlusslicht rein. „Okay“, denke ich, „der probiert grad seine unzähligen Schalter aus“. Aber nein: fünf Sekunden später latscht der voll auf die Bremse. Ohne Vorwarnung. Auf 0 runter! Also denke ich mir „der hat bestimmt Probleme mit der komplexen Technik“ und ziehe an ihm vorbei. Wenige Kilometer später fahre ich in meine Heimatstadt rein, als der Renault plötzlich mit 100 Sachen innerorts von hinten auf mich zugerauscht kommt. Ist dann drängelnderweise 2 Kilometer weit mit ca. 10cm Abstand hinter mir hergefahren (ich immer schön 50 und Dashcam aktiv). Als ich dann bei mir in den Hof gefahren und ausgestiegen bin, hat er in der Einfahrt gehalten, die Scheibe runtergelassen und völlig aggressiv mir übelste Schimpfwörter an den Kopf geschmissen. Irgendwas von einem „Astloch“ und „mit deinem geschissenen Elektroauto“ und "noch was von einem „arroganten Astloch“. Zwei Passanten, die auch die Verfolgungsfahrt ein Stück weit mitverfolgt hatten, haben sich dann zwischen sein Fenster und mich gestellt und immer nur gesagt „ruhig Brauner, ruhig!“. Erst als ich im Haus war ist mir klar geworden was sich da abgespielt hatte: Als er erkannt hatte, dass da so ein „geschissenes Elektroauto“ hinter ihm her fährt, sind bei dem die Sicherungen durchgebrannt! Ich hatte derlei Diskussionen auch schon auf Parkplätzen von Discountern, wo einem diejenigen, die noch nie ein EV gefahren sind erklären, was damit alles nicht funktioniert. Man sieht das denen schon von weitem am Blick an, auf der Jagd nach Beute… Ich meine, ich fahre damit jetzt seit zwei Jahren völlig problemlos und entspannt, ziehe allerlei Anhänger, fahre auch mal 4000km in den Sommerurlaub. Aber das zählt dann als Argument ja alles nicht, weil wir ja von der Lügenpresse indoktriniert sind und deshalb selbst auch nur Lügen verbreiten.
Mal sehen wohin sich das entwickelt.
Als wir 2004 das erste Passivhaus unserer Stadt gebaut haben, wurden wir auch ausgelacht. Heute geht im Neubau fast nix anderes mehr. Und als wir PV aufs Dach gebaut haben, hat mein Schwager (Feuerwehrmann) angekündigt, dass sie ohne Wasser kommen, wenn es bei uns brennt. Hat sich auch gelegt. Das wird mit der Elektromobilität hoffentlich auch so kommen…

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Wow das ist ziemlich krass. Aber der Kollege scheint wohl generell nicht ganz richtig zu ticken.

Ich hatte bisher nur positive (interessierte) Begegnungen. Außer einmal beim Einparken auf dem Parkplatz. Eine Familie mit kleinen Kindern stand neben mir und hat mich nicht gehört. Darüber hat er sich dann beschwert, weil die Kinder das Auto ja nicht hören.

Hab ihm gesagt, dass ich deswegen extra gut aufpasse…

Aber den Punkt kann ich doch nachvollziehen. Ist ein mulmiges Gefühl wenn ein Auto lautlos 10 cm neben einem einparkt und man es nicht gleich merkt. Wenn es die Option gäbe, würde ich einen Soundgenerator bei unter 15 km/h oder so aktivieren.

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Ab zur Polizei. Nötigung ist eine Straftat.

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Mir hat hat auch schon mal jemand an der Ampel neben mir den Stinkefinger gezeigt. Völlig grundlos. War ein aufgemotzer Touareg. Es scheint Menschen zu geben, die ein emotionales Problem mit Elektroautos haben.

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Mir ist dies in DE auch mal passiert, also nur in Form von Beleidigung und nicht so etwas wir dem Verfasser hier.

Man darf natürlich nicht ausser acht lassen, dass es Menschen gibt, die sich tabu nicht weiterbilden möchten und immer noch der alten doch so guten Vergangenheit nachtrauern.

Gerade in einen Land wie DE wo es viele Arbeitnehmer gibt, die nicht gerade beim Hersteller arbeiten. Zulieferer, von Getriebe, Auspuff usw. da wird die Schuld schnell auf das E Auto geschoben als auf die Erderwärmung.

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Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Da wo @EsKa1973 wohnt, möchte ich nicht leben müssen.

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Geht aber auch anders , letzens ein Motorradfahrer neben mir , ich schon, ach wieder so ein Schwach… , er dann Daumen hoch und durchgeladen.

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So etwas hatte ich mit einem fett getunten AMD Mercedes an der Ampel. Er guckt rüber, mustert das Auto, grinst und zeigt mit dem Daumen nach oben. :+1::grin:

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Bestätigung: Das niederfrequente Brummen der Verbrenner wirkt sich negativ auf Denkprozesse aus.

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Als ich als einer der Ersten einen CD-Spieler hatte, haben sie gelästert.
Als ich als einer der Ersten ein Auto mit G-KAT hatte, haben sie gelästert.
Als ich als einer der Ersten ein Modem und BTX-Zugang hatte, haben sie gelästert.
Als ich als einer der Ersten ein Mobiltelefon hatte, haben sie gelästert.
Als ich als einer der Ersten ein Motorrad mit ABS hatte, haben sie gelästert.
usw.

Alle haben Jahre später das gleiche auch haben MÜSSEN

Lass den Mob doch lästern, es sind alles Windschattenfahrer, Reichsbedenkenträger ohne eigene Vision, und dementsprechend stehen sie im Leben auch da wo sie hingehören.

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Die Wut mancher Zeitgenossen ist wohl auch darin begründet, daß Fahrer eines BEVs praktisch vorführen, daß so etwas funktioniert, und weil inzwischen allgemein bekannt ist, wie sehr der übliche MIV der Umwelt schadet, macht ihnen das ein schlechtes Gewissen. Das mag niemand gerne.

Es gibt ja den sinnvollen Spruch:
Erst ignorieren sie Dich.
Dann lachen sie über Dich.
Dann bekämpfen sie Dich.
Und dann gewinnst Du.
:smiley:

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Hatte auch mal nen Daumen runter von nem Golf 4 Fahrer.

Hab früher nen RS3 gefahren, da haben die Leute den Kopf geschüttelt.
Hab Übergangsweise nen Diesel gefahren, da haben die Leute den Kopf geschüttelt.
Fahre Tesla, schütteln die Leute den Kopf.

Ich mach mir da überhaupt nichts draus. Ich verurteile auch niemanden was er von ein Auto fährt.

Mir scheint langsam der Spruch: Teile und herrsche hat doch was Wahres :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Furchhtbar, weil einem solche Erlebnisse noch länger beschäftigen…

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Korrekt. Das Prinzip hat sich seit den Römern nicht geändert und wird weltweit angewandt.
Die meisten merken es nur nicht.

Einzelfälle kann es immer geben. Grundsätzlich glaube ich jedoch, dass E-Mobilität im Allgemeinen und Tesla im Besonderen keine Aggressionen hervorrufen. Insbesondere Tesla wird nach meiner Erfahrung eigentlich sehr positiv aufgenommen, weil viele die Marke sehr zu mögen scheinen. Ich bekomme meist sehr positives Feedback. Interessanterweise gerade auch von Profis, die ihr Geld sogar an sich mit Verbrennern verdienen. Ich habe den Eindruck, die Leistung von Tesla wird dabei sehr respektiert.

Aggressionen im Straßenverkehr sind demgegenüber ein ganz anderes, eigenes Problem. Ich habe den Eindruck, besonders ein deutsches, weil hier im Verhältnis recht viel Geld für ein Kfz ausgegeben wird und viele Leute sich in „besonderer Weise“ mit ihrem Auto identifizieren. Im Ausland empfinde ich das anders. Sicherlich, unsere Freunde im nahen Süden fahren auffallend dicht auf. Dort scheint das aber normal zu sein und nicht Ausdruck von Aggression. Wenn du mal ein extremes Kontrastprogramm erleben möchtest: Autofahren in Südafrika - entspannter und freundlicher geht nicht.

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Ist mir in berlin auch schon passiert… aber die sterben aus… spätestens in 20-30 jahren biologisch ( die Dame in meinem fall war 60 plus)

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Leben und leben lassen … stellt euch mal vor, jede*r würde diesen Grundsatz leben…

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Exakt meine Erfahrung! [OT: Mobiltelefon - Siemens S3 - war besonders polarisierend. :grin:]

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Muahahaha! :stuck_out_tongue_winking_eye:

Jep. Genau so läuft das! Leider regt mich das im jetzt und hier trotzdem auf.
Aber egal:Jetzt isses dokumentiert… :innocent:

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