Aero-Radkappen 18 Zoll behindern das Aufpumpen

Die Aero-Radkappen haben ein so knapp bemessenes Loch für das Ventil, dass man viele Tankstellen-Luftpumpen nicht verwenden kann, es sei denn, man wäre bereit, die Radkappen jedes Mal abzumontieren (was ich heute tun musste).

Es gibt Ventil-Verlängerungen zu kaufen; aber die werden meist angeschraubt. Da ich diese nicht dauerhaft an den Rädern lassen möchte, kommen sie nicht in Frage, denn beim Abschrauben geht ein Teil des Luftdrucks verloren, der auch noch bei jedem Reifen unterschiedlich ist. Man kann das zwar reduzieren, indem man während des Abschraubens den Anschluss andrückt; das vermindert das Problem nur, löst es aber nicht.

Das Problem geht auf die üblichen Schnellverschlüsse zurück, die man meist so weit auf das Ventil aufstecken muss, so dass sie an der Radkappe anstoßen, bevor man den Verschluss luftdicht kriegt. Ich habe schon Schnellverschlüsse gesehen, die man nicht so weit aufstecken muss. So etwas als Ventilverlängerung könnte das Problem lösen.

Kennt jemand dieses Problem? Hat jemand eine gute Lösung?

Bevor jemand sagt, das macht alles nichts, der Druckverlust ist vernachlässigbar; das ist nicht so. Der Druckverlust ist erheblich. Das habe ich schon nachgemessen.

Schade, dass die Ventil-Löcher in den Radkappen nicht wenigstens an einer Seite eine Ausbuchtung haben. Das wäre die perfekte Lösung. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, dort nachzuarbeiten und die Löcher einseitig zu erweitern. Aber ich will erst mal hier nachfragen, ob jemand etwas weiß.

Wenn Du den Druckverlust daraus so exakt nachmessen kannst, warum pumpst Du dann nicht einfach die zu erwartende Differenz mehr drauf in der Erwartung, dass beim Abziehen des Verschlusses wieder Luft entweicht?

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Interessant - ich habe schon an vielen verschiedenen Tankstellen Luft aufgepumpt und hatte nie irgenwelche Probleme. Ich habe allerdings noch das alte Aero-Design (Mai 2019), vielleicht ist es das?

Ich hatte das oben schon angedeutet. Der Druckverlust ist bei jedem Ventil unterschiedlich wegen Toleranzen. Für einen präzisen Luftdruck braucht man einen Anschluss, der sich in einem Sekundenbruchteil abziehen lässt.

Außerdem war ich heute an einer Luftpumpe, die ich mit Radkappen überhaupt nicht anschließen konnte. Der Anschluss ließ sich nicht weit genug auf den Ventilschaft schieben. Es hat immer gezischt.

An den Luftpumpen gibt es dafür zwei unterschiedliche Konstrukionen. Die weiter verbreitete ist ein kleiner Hebel, der beim Loslassen eine dünne Metallplatte in das Gewinde des Ventilschafts presst. Eine andere ist ein etwas größerer Hebel, mit dem gleichzeitig den Stift für die Ventilöffnung auf den Ventilstift gedrückt und die äußere Gummidichtung komprimiert wird. Die letztere funktionert etwas schlechter, aber wenn man ruckartig am Hebel zieht und dabei gleich den ganzen Anschluss abzieht, dann geht es auch ganz gut.

Was nicht geht ist abschrauben. Dabei verliert man eine unkontrollierbare und jedes Mal andere Luftmenge. Wenn einem nichts anderes übrig bleibt, dann kann man den Anschluss mit der Hand anpressen, während man ihn abschraubt. Dadurch kann man den Druckverlust verringern, aber mir ist er da immer noch zu groß und, wie gesagt, an jedem Ventil anders.

Ich vermute, dass die Anschlüsse des ersten Typs an manchen Luftpumpen am Tesla funktionieren, andere wieder nicht.

Wenn ich nichts Besseres mehr höre, dann werde ich diese Teile ausprobieren:

Das dritte ist eine sichere Wette, aber nicht die beste Lösung. Bei den ersten beiden hängt der Erfolg davon ab, ob sie einen durchgehenden inneren Stift haben (gut) oder nur ein Rückschlagventil (schlecht), das das Problem nicht lösen würde.

Was glaube ich ganz gut funktioniert ist eine starre Verlängerung, die man ranschrauben kann, ohne direkt mit dem Fahrzeugventil in Kontakt zu kommen (schmutzige Finger…, gut, die Kappe muss man vorher runtermachen):
extension

Gefunden habe ich das hier, gibt es bestimmt noch woanders.

Präziser Luftdruck bei einem Auto, welches ständigen Temperaturschwankungen unterliegt? Ernsthaft?

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Es kommt mir auch darauf an, dass die Reifen links und rechts denselben Luftdruck haben.

Die Luftdruckschwankungen mit der Temperatur sind innerhalb einer Jahreszeit auch nicht sehr groß. Meist bleiben sie unter 0,2 bar zwischen einer kühlen Nacht und einem sonnigen Tag.

Erinnerung an alle: Demnächst sollte man etwas nachpumpen, weil der Sommer zu Ende geht und es allgemein kühler wird. Das war für mich auch der Anlass, mich mal wieder mit dem Reifendruck zu beschäftigen. Bei mir kommt schon ab und zu das Reifendruck-Warnsymbol, wenn ich morgens nach einer kühlen Nacht losfahre. Habe vorhin am warmen Nachmittag bei ca. 26°C Außentemperatur vorsorglich auf 3,0 bar aufgepumpt. Der vorgeschriebene Luftdruck bei meinen 18-Zoll-Reifen im kalten Zustand ist 2,9 bar.

Ich denke, man tut gut daran, den Reifendruck unter Kontrolle zu halten. Der richtige Druck schadet nicht.

Die Frage bei diesen Verlängerungen ist auch wieder, ob sie einen inneren, durchgehenden Stift haben oder nur ein Rückschlagventil, mit dem sie nutzlos wären, wenn man mal davon absieht, dass man wenigstens überhaupt aufpumpen kann.

Die Länge ist völlig unnötig und sogar hinderlich. An manchen Tankstellen muss man nach dem Anschließen des Druckschlauches nochmal zur Pumpe gehen und diese starten. Währenddessen darf der Luftschlauch den Anschluss am Ventil nicht wesentlich zur Seite ziehen, sonst braucht man zwei Leute zum Aufpumpen.

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Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich habe mir vor 2 Jahren eine 12 Volt Pumpe aus dem Baumarkt besorgt, die dauerhaft im Frunk liegt. Damit wird beim Reifenwechsel und alle 2-3 Monate mal der Luftdruck geprüft und nachgepumpt. Ist allerdings auch ein Schraubverschluss, d.h. ich gebe in der Regel ca. 3.1 Bar (laut analoger Anzeige) auf die Reifen. Nach dem Abschrauben sind es dann laut Tesla-Anzeige genau 3 Bar.

Wenn man es genau machen will: Reifen mit 3.3 Bar aufpumpen und dann mit einem digitalen Aufdrückmessgerät nachmessen und bei Bedarf Luft ablassen, bis es passt.

Ich habe auch so eine Pumpe immer dabei für den Fall, dass ich mir mal einen Nagel in einen Reifen fahre. Dazu noch ein Reparatur-Kit.

Analoge Druckmesser sind mir viel zu ungenau. Vielleicht nicht alle, aber was ich da so sehe mit klemmenden Zeigern, will ich nicht haben.

Es gibt auch portable Pumpen mit einer digitalen Logik, die automatisch den voreingestellten Druck pumpen sollen. So eine habe ich. Das Problem mit diesen Pumpen ist, dass sie alle dieselbe chinesische Digital-Logik verwenden, die leider bei allen Pumpen denselben Fehler hat. Der Sensor oder die Auswerte-Logik führt dazu, dass sie beim ersten Mal richtig pumpt und danach immer mehr und unvorhersehbar abweichende Drücke erzeugt. Keine Ahnung, wie die Chinesen das geschafft haben. Dafür muss man sich ja richtig anstrengen. Ein Drucksensor ist eigentlich kein Hexenwerk.

Auch so ein Gerät habe ich, und das misst auch sehr genau. Das Problem dabei ist, dass es keine Automatik hat, die die Luft bis zum voreingestellten Druck ablässt. Da es sehr schwierig ist abzuschätzen, wieviel Druck man gerade ablässt, ist diese Prozedur nervig und entweder zeitraubend oder ungenau. Ich habe keine Lust, mehr als eine halbe Stunde damit zuzubringen, die vier Reifen auf den richtigen Druck zu bringen. Da tippe ich lieber hier im Forum eine halbe Stunde. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Das Problem hatte ich nie. Ich habe überall ohne Probleme den Klemmverschluss auf das Ventil stecken können.
Und ja, beim Abziehen geht etwas Druck wieder raus. Das hängt davon ab, wie sauber Du ihn runter bekommst. Daher pumpe ich immer 0,2 bar mehr rein…

Ihr werdet vielleicht lachen,aber ich mach das mit ner gescheiten fahrrad standpumpe. Hab kein bock auf tankstelle und die war eh da.

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Da musste erstmal drauf kommen…:face_with_monocle:
Sollte es wirklich so einfach sein?

Warum nicht? Die hat in der Regel Anschlüsse für beide Ventilarten und Drücke sind auch nicht höher als im Fahrradreifen, also auch nicht schwerer aufzupumpen.

Coole Idee!

Das hängt davon ab, was es für ein Verschluss ist. Wenn du ihn sehr schnell abziehst, verlierst du so gut wie keinen Druck. Was da zischt, ist nur die Druckluft aus dem Pumpenschlauch.

Insofern würde ich genau prüfen, ob die 0,2 bar mehr nicht 0,2 bar zu viel sind. Bei mir sind die Reifendruck-Anzeigen im Auto sehr genau. Wenn die also zu viel anzeigen, dann kannst du mit einem kleinen Stift immer wieder mal ein bisschen Druck ablassen, bis er schließlich stimmt.

Das ist sowieso die Methode in der ersten Jahreshälfte, in der die Außentemperaturen steigen. Da braucht man nur ein wenig Druck abzulassen, bis es wieder passt. Jetzt, zum Herbst und Winter hin, muss man nachpumpen.

„Fahrrad-Standpumpe“

Ja, das funktioniert gut, wenn die Fahrradpumpe eine große, genaue Druckanzeige hat. Meine hat leider nur eine winzige Druckanzeige, auf der man 0,1 bar Unterschied kaum erkennen kann. Wenn der Zeiger dann auch noch klemmt, dann kann man das gleich vergessen.