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Älteres Model S im Vertrieb sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich lese hier schon eine Weile mit. Das Thema Tesla scheint bei mir nun konkreter zu werden, allerdings habe ich dazu doch noch einige Fragen in die Runde. Vielleicht könnt ihr mir hier ja weiter helfen.

Ich komme aus Süddeutschland, lebe zwischen Stuttgart und Bodensee und bin im Vertrieb tätig. Bisher fuhr ich ca. 65 - 70tkm p.a. mit verschiedenen Autos. Das waren bzw. sind sowohl grosse Diesel Motoren, aber auch grosse Benzin Motoren. Die grösstmögliche Kostenreduktion stand dabei aber für mich nicht an erster Stelle. Durch eine gute Car Allowance meiner Firma konnte ich da etwas freizügiger sein und habe immer einen für mich guten Kompromiss zwischen Kostenersparnis und Fahrspass gesucht,

In Zukunft werden sich wohl meine Jahreskilometer etwas ändern - vielleicht auf 50.000 im Jahr. Nun bin ich schon länger am überlegen, einen Tesla Modell S zu kaufen. Gedacht habe ich an einen gebrauchten, da ich null Erfahrung mit Tesal habe und ich noch nicht sagen kann, ob mir das auf Dauer überhaupt Spass machen und funktionieren wird. Und bei einem gebrauchten wäre das Risiko einfach nicht so gross.

Da es nun eh schon ein gebrauchter werden soll, war dann meine weitere Überlegung, einen „älteren“ suche, der noch SC free hat. Meint ihr dass das mit meinem Fahrprofil funktionieren kann ?

Im Moment fallen mir bei meinem Vorhaben keine Nachteile ein - ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es so einfach ist. Hab ich etwas übersehen ?

Hi, Je nach alter und KM.Stand wird der Wagen viel Zeit bei Tesla verbringen, oder du legst selber ständig hand an (meine Erfahrung mit einem S85 von 2013). Dass „Elektroautos keine Wartung“ brauchen mag bei Neuwagen relativ richtig sein, aber nach 180.000 km kommen einfach viele Sachen auf. Einiges kann man selbst erledigen, aber nicht alles. Auf jeden Fall kostet das aber Zeit und manchmal auch Nerven.
Daher würde ich kein zu altes S nehmen und entgegen der gängigen Meinung doch etwas auf die KMleistung achten. Am besten einen gebrauchten von Tesla, dann machen die noch das eine oder andere auf Garantie und am besten mit nem AP2.
Bei so vielen km/a darf man ja auch etwas investieren, die Kohle geht ja eh zum Fenster raus :wink:
Wie wär’s denn mit nem neuen S? :wink: Hier ist mein Code: https://ts.la/vincent64520 :wink:

Gegen eine gebrauchten von Tesla spricht für mich bisher dass Tesla auch bei den „älteren“ die SC free Option rausnehmen.

Ah ja, stimmt, schade. Dann bleibt wohl nur „so neu wie es das Budget erlaubt“. Tesla hat über die Jahre enorm viele Kleinigkeiten verbessert.
Auch ein alter Wagen ohne AP macht meiner Meinung nach auch lange Spaß. Hätte meinen S85 gerne behalten. Aber in der Generation gibt’s auch viel Potential für Fehler, da kann man Glück oder Pech haben. Da lohnt sich ein Invest, wenn man das Geld auf der Seite hat.
Bin dank plötzlicher Förderung nun doch wieder schnell zum M3 gekommen - ein sehr geilles Auto, aber das Fahrgefühl ist im S auf der Autobahn schon nochmal ne Nummer schöner, ruhiger & schwerer. Das S ist auch einen tick besser schallgedämmt.

Bei dem Fahrprofil, würde ich mir ein älteres Model S gut überlegen. Wenn da viel Langstrecke dabei ist und die Lademöglichkeiten nicht wirklich gut passen, kann das schon nervig werden.

Was spricht gegen ausprobieren?

Einfach für einen Monat bei einem Vermieter , zb Nextmove , einen mieten und ausprobieren. Bei deinen Fahrleistungen würd ich aber nur einen 100D/LR/Perf in Betracht ziehen, um möglichst zügig zu laden.

Um die Lademöglichkeiten mache ich mir nicht allzu viele Sorgen. Ich habe zumindest in der Nähe einige Supercharger, und bei den meisten Kunden ist eine Lademöglichkeit.

Ich bin auch im Vertrieb mit nem ms p85+ aus 2013 mit free supercharging. Ich steh aber auch immer eine Stunde am Suc wegen der drosselung der 85er Akkus und arbeite Termine nach o.ä. … wegen corona fahr ich weniger. Aktuell würde ich an deiner Stelle wenn dann nur einen 100er gebraucht kaufen wenn es ms sein soll, und auch da weiß keiner ob noch eine drosselung kommt.

Ist die Drosselung tatsächlich so schlimm dass es am SUC so lange dauert ?

Gar keine Lademöglichkeit zu Hause?
Zum SuC zu fahren, würde dir mit hoher Wahrscheinlichkeit, bald auf die Nerven gehen.

ja, die Drosselung von den alten Akkus ist schon sehr herb. Gibt eh einen langen Thread dazu.

Doch, ich könnte schon zu Hause eine Lademöglichkeit schaffen. Ich fand nur das SC Free interessant. Das war sozusagen der erste Gedanke warum ein Tesla interessant sein könnte.
So wie ich das aber lese ist der SC Free nicht so interessant

Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Umstände.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es dir die paar Euro nicht wert sein wird wenn die Alternative ist, von zu Hause einfach voll losfahren zu können.
Abgesehen davon, dass ein SuC auch mal komplett belegt sein kann. Dein Ladeplatz zu Hause ist deiner.
Plus der Tatsache, dass Schnarchladung für den Akku schonender ist, als mit 150kw reinzuballern.

Hallo,

Ich empfehle auch, unbedingt zur Miete Probe fahren!
Allein wenn du feststellst, dass Dir ein M3 LR reicht, einläuten sind die wirklich nicht, keine Ahnung welche Maßstäbe man für „laut“ hat, kannst du das gesparte Geld mal in kWh umrechnen und wirst sehen, dass man dafür viel laden kann.

Wenn es doch ein MS sein soll/muss, dann würde ich auch eher zu einem möglichst neuen 100D raten.

Der Fokus auf gratis SuC schränkt dich mMn massiv ein.

Was ich gerne noch bewiesen haben will, dass Tesla das gratis Laden wirklich raus programmiert? Die neueren MS hatten das ja bei Verkauf mit dem Zusatz, „nur für den Erstbesitzer“. Die ganz alten, mit Fahrzeugbindung werden doch gar nicht mehr angeboten?
Ich habe schon ewig kein entsprechendes BJ mehr befinden Gebrauchten gesehen?

Servus, ich mach beim Laden immer meine Telefonate und TeamSitzungen, check die e-mails oder sonst was…

Mit dem Laptop unterm BeifahrerSitz sind die Anfahrten zum SuC ok. Wenn man allerdings das alles nicht braucht, zb. der SuC nicht am Heimweg liegt, dass ist’s irgendwann fad.

Mein 11/2015 90D war schon 14 Tage nach dem Kauf im Frühjahr betroffen, d.h. daher kann ich nichts dafür, aber damit sind auch die Hemmschwellen gefallen. Ich tanke jetzt fast nur noch SuC, oder beim Einkaufen, und klette mir fix ein altes Notebook unterm Beifahrersitz, damit ist die Pause nicht so schlimm. FreeSuC ist schon ein Kaufargument, weil wir entlang der SuC Routen (Autobahnen) unterwegs sind, und der nächste nur ca. 10km entfernt ist.

Nachsatz: Die Reichweite sinkt aber bei den üblichen Vertriebler-Fahrgeschwindigkeiten (was halt grad geht) ziemlich. Kann passieren, wenn’s mal eilig ist, dass die Reichweite real auf 250km (oder eigentlich auf 200km) auf der Autobahn sinkt. Das ist dann schon fad. Also überlegen, ob nicht 140 auch reicht. So bei 140 ist mein Pain-Point, ich komm noch überall hin, ohne viel aufpassen zu müssen, und die Zeit ist noch ok. Alles über 180 ist verbrauchsmässig der helle Wahnsinn. Alles über 200 der Supergau, da tankt man bald mehr nach, als man fährt…

Denkfehler: Vertriebler sind meistens am Abend mit dem Bürokram, und Telefonaten mit der Teamführung etc… beschäftigt, d.h. die kann man beim Heimfahren direkt am SuC abwickeln. Dann fährst mit ziemlich voll heim, und tankst in der Nacht nur noch den Rest für morgen nach.

Ich kenne niemanden, der in der Früh mit kalten Akku laden fährt, und dann die Tagestour macht.

Ich fahre ein Model S von 12/14 mit mittlerweile gut 170tkm auf der Uhr.
Meine Jahresfahleistung betrug vor Corona gut 30 tkm p.a,
Aus meiner Erfahrung auch bei 50tkm völlig problemlos wenn das „regelmäßige“ Kilometer sind. Bei einmal pro Woche 1000km wäre es lästig, bei 3x pro Woche 350 km schon völlig problemlos.
Ja, am SUC verliert man etwas Zeit im Vergleich zu neueren Teslas, gerade bei Ladungen im unteren Bereich (5-60%) habe ich aber nicht das Gefühl das mir etwas fehlt. Ich habe den Vergleich, meine Frau fährt ein Model 3 von 2020.
Es wäre m.E. gut mit regelmäßigen SUC-Ladungen möglich, erst Recht wenn man sich die nicht so langen Ladepausen organisiert, also mails, Terminnachbearbeitung etc.
Dennoch vermute ich, dass Du (wie ich vorher) den Vorteil des kostenlosen SUC überschätzt. Macht aber nichts, wenn Du wie Du sagst beim Arbeitgeber und meistens bei Kunden laden kannst. Mit AC 22kw dort wo es geht lädst Du bei älteren Model S die den Doppellader noch haben auch rund 100km/h an Reichweite „langsam“, da kommt einiges zusammen. Je nach Fahrprofil wirst Du trotzdem die meisten km langsam laden können.

Gut gepflegte „Oldies“ sind ihr Geld wert. Achte auf den Ersatz der Querlenker, Achsträger, Manschetten usw. Die sind bei sehr vielen Fahrzeugen, bedingt durch die hohe Masse, ausgeschlagen bzw. gerissen. Tesla hat das mal auf Garantie erledigt (wie bei meinem Ex-S85D aus 6/2015), zickt aber lt. Berichten hier im Forum jetzt rum. Letzte Erneuerung der 12V Batterie wäre wichtig. Und natürlich nicht zu vergessen ist die eMMC Thematik (siehe den langen Thread), früher oder später sterben sie alle - immerhin scheint Tesla den Ersatz jetzt günstiger anzubieten, aber 500 Euro mindestens sind zu investieren, falls noch nicht gemacht.
Das MS ist zum M3 eine andere Liga, speziell wenn Du hauptsächlich Langstrecke auf Autobahnen fährst. Bin mal 1200 km am Stück mit dem M3 meiner Frau gefahren und kam relativ „verspannt“ an. Allerdings lädt es viel schneller (wenn auch nicht umsonst) und ist deutlich Energie-effizienter.
Lade- und Battery-Gate hatten für mich, auch wenn ich die Langstrecken nur privat fahre, einen sehr negativen Beigeschmack. Wenn man statt 50 min jetzt 1:15h von 5% bis auf 85% SoC braucht, dann hört sich das nach nicht viel an, nervt aber sehr schnell ungemein. Der Tipp von oben, einen 100D zu nehmen, ist daher zu beherzigen. Allerdings weiß man ja nie, was Tesla mit diesen Akkus noch so macht…

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist doch gerade Free SuC das Hauptargument vom Themenstartet sich überhaupt einen Tesla kaufen zu wollen, um damit seine Kosten zu drücken.
Bei 50.000km im Jahr sprechen wir bei 21 kWh Verbrauch auf 100km von ca. 3200 Euro (bei 0,30 Euro pro kWh).
Wenn er seine Fahrten so legen/planen kann, dass er auf 80% SuC Free Ladungen kommt, dann sind das gute 2.500 Euro im Jahr Ersparnis gegenüber einem Wagen ohne SuC Free.

Klar ist ein neuer Tesla mit mehr Reichweite „besser“, aber bei dem Kaufpreisunterschied 100D vs 85D inkl. SuC Free kann man schon echt viele Reparaturen durchführen und es ist ja nicht so, als müsste man jeden Monat die komplette Aufhängung erneuern lassen.
Aus rein wirtschaftlicher Sicht sicher keine schlechte Lösung, wenn wie gesagt die Strecken meist eh an SuCs vorbeiführen und man die Wartezeit mit Arbeit füllen kann.

… (bei 0,30 Euro pro kWh))

Ich denke 0.30 Euro pro kWh ist nicht realistisch.

Bei einer Strecke von 50.000 km wird wohl sehr viel unterwegs geladen werden müssen und da helfen dann nur SuC und „viele Ladekarten“.
Je nach Region ist es mit SuC auch schwierig.

0,30 cent ist für mich für nicht realistisch.

Ich denke da muss man schon mit 0,50 cent im mittel kalkulieren.

Also ich lade bevorzugt beim Lidlkostenlos mit 50kw, beim Kunden mit 11kw kostenlos sonst am SUC mit 33cent und mit dem ADAC Tarif AC 28 und DC 38 cent, in dem Fall bei der OMV Tankstelle am eOn HPC, wie kommst du da denn auf ein Mittel von 50? Die Ionity Säulen kann man sich immer sparen und das wären die einzigen Preistreiber.