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ADAC momentan gegen Elektromobilität

Bloss ist sind ein Oberklasse-SUV und eine obere Mittelklasse-Limousine alles andere als die „gleiche Klasse“, wobei letzteres Fahrzeug darüber hinaus auch bloss mit einem Bruchteil der Leistung, der Anzahl Sitzplätze und des Ladevolumen des ersteren ausgestattet ist.

Der Vergleich ist an Sinnfreiheit schwierig zu überbieten.

Naja, den Unterscheid zwischen SUV und Limousine machen sie schon, und mit dem MS gäbe es auch eine deutlich sparsamere Limousine von Tesla. Also einfach mit der gleichen Klasse rausreden, wenn man selbst bei der Klassifizierung nach Bauformen unterscheidet ist schon etwas dreist!

Wobei der ADAC selbst, das MS im gleiche Test innerhalb von zwei Sätzen als Luxuslimousine bezeichnet und gleichzeitig als Coupé der oberen Mittelklasse:

„Fünftüriges Coupé der oberen Mittelklasse (310 kW / 422 PS)
Fast fünf Meter Länge misst die Luxuslimousine von Tesla.“ adac.de/infotestrat/tests/a … DTest=5022

Also Coupé oder Limousine, obere Mittelklasse oder Luxusklasse?

Irgendwie klingt das ganze doch etwas nach Autotest mit Pipi Langstrumpf:

Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune!
Ich mach’ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt!

Aber jeder blamiert sich halt so gut er kann.

Gruß Mathie

Ich bin mir zu 100% sicher dass der Typ in 100 Jahren nicht auf die Idee gekommen wäre ein M3 und ein Q7 als Vertreter der jeweiligen Antriebe in den Ring zu schicken… Mich mich eine ganz traurige Vorstellung was da abgelaufen ist. Eigentlich ein echtes #adacgate

Leider interessiert das nicht mal 1% der Leser, wahrscheinlich sogar weniger. 99% fühlen sich nun davon in Ihrer Meinung bestärkt und haben wieder einen Grund mehr gegen EVs zu stänkern. Wenn das nicht wirklich gezielt geplant war, weiß ich auch nicht. Denn so doof kann man sich nicht anstellen und einen so eklatanten Fehler machen. Es sei denn, man wollte es so aussehen lassen.

Auftrag erfüllt.

Da es gar nicht genügend Model 3 gibt um die Nachfrage zu befriedigen und jeder, der das Fahrzeug mal live sieht, nichts anderes mehr möchte, sehe ich den Sinn solcher Lobby-Artikel nicht. Sobald Tesla & Co. liefern können ist die deutsche Industrie nur noch Vergangenheit, da können die sich ihre Hate Speech einfach sparen.
Als ob ein Interessent mit gesundem Menschenverstand beim Autokauf eine Hasspredigt aus den Totholzmedien berücksichtigt.

Ist doch klar, und deckt sich doch auch hiermit, dass, solange man noch gewinnbringend Verbrenner verkaufen kann, und die Nachfrage nach Alternativen mit solchen Artikeln beeinflussen kann, dass das dann auch rigoros gemacht wird.

Ich glaube, Du überschätzt momentan das deutsche Interesse an Elektromobilität. Das ist kleiner als Nische. Und wird gezielt durch sowas klein gehalten. Die einzigen, die positiv dazu beitragen, sind doch die E-Fahrer und Ihre Fahrzeuge selbst. Aber sicher nicht von Herstellern und/oder Medien.

Da niemanden und auch mir lange nicht, das fehlende „r“ in der Überschrift aufgefallen ist, habe ich mir erlaubt es nun einzufügen.
„ADAC momentan gegen Elektomobilität“
LGH

Das habe ich aber in der Nachbarschaft anders erlebt.
Ein Fahrzeug wie das Model 3 wäre sehr wohl für viele Stadtbewohner mit eigenem Stellplatz eine ernsthafte Alternative.
Es gibt etliche Menschen, die nicht mehr bereit sind weiter ihre Nachbarschaft zu vergiften und mit Steckdose am Stellplatz haben sie sogar einen entscheidenden Vorteil. Wer geht schon freiwillig an eine schäbige Tankstelle, macht sich die Hände schmutzig und überweist dann noch viel Geld direkt an die schlimmsten unter den Schurkenstaaten?
Das machen die meisten Menschen doch nur deshalb, weil es keine Alternative gibt.
Und Stand heute wüsste ich auch für viele Anwendungsfälle nicht welche E-Autos ich empfehlen könnte, da die meisten Modelle noch heftige Einschränkungen mitbringen.

Selbst wenn das „deutsche Interesse“ an E-Mobilität gering sein sollte, wäre es m. E. Aufgabe des ADAC, dieses Interesse im Sinne der Umwelt und Luftreinhaltung zu fördern. Tun sie aber nicht wie wir wissen, daher hab ich eben auch gekündigt.

Dass das Interesse an E-Mobilität gering ist, erlebe ich übrigens auch nicht, ganz im Gegenteil. Aber es ist ein weiter Schritt von „Interesse“ zu „ich wage etwas Neues“ und gehe Risiken ein.

Ich denke nicht dass es Aufgabe des ADAC ist irgendwelche Technologien zu Favorisieren nur weil „uns“ das besser gefällt. Der ADAC bedient zum einen seine Mitglieder das ist die Aufgabe des ADAC. Des weiteren sollte er, wenn, versuchen einen fairen Vergleich zu erstellen. Ich weiß dass das vielen auch nicht gefällt dass BEVs nicht sooooo sauber sind wie man das gerne hätte.

Nicht für jede Anwendung ist ein BEV klimafreundlicher als ein Verbrenner. Was mir persönlich fehlt ist die Auffassung, dass selbst bei schlechterem CO2 Wert schon was gewonnen ist und zwar lokale Emissionen zu vermeiden!

Als ob diese Heuchler jemals die CO2-Emissionen gejuckt hätten, die haben doch alle das Lügengebilde der Autoindustrie mitgetragen, wo an allen Ecken und Enden betrogen wird (Verbrauchswerte, Abgasnachbehandlung etc. pp). Dem ADAC geht es nur um Mitgliedschaften und Sponsoren, ob da die aktuelle Strategie mittel- bis langfristig von Erfolg gekrönt sein wird, das ist höchst fraglich.

Ich finde es schon lustig, dass Leute die Erdöl aus Afrika, Spargel aus Mexiko, Erdäpfel aus Israel, Wein aus Kalifornien kaufen und Weltreisen mit Dreckschleudern machen, sich über die „ach so CO2 produzierenden“ E-Autos auslassen. :unamused:
Man schreibt halt seinen Lesern das schlechte Gewissen weg. :mrgreen:
Gruss rundum

+1

Einfach mal ne Stunde im Parkhaus oder in einer stark befahrenen Innenstadt spazieren gehen …
Dann gewinnt man vielleicht einen neuen Blickwinkel auf E-Mobility. :wink:

Und die Rohstoffe für einen Tesla fallen mit dem Regen vom Himmel oder was? In dem Bericht geht es weder um Stickoxide oder lokale Emissionen sondern um die CO2 Emissionen. Und das ist grundsätzlich kein Fehler so was zu machen. Ich finde den Test auch schlecht und habe das auch schon beschrieben. Was aber eine Flasche Wein aus Kalifornien jetzt damit zu tun hat verstehe ich nicht. Ich dachte hier geht es um Autos.

Selbst wenn ein Tesla 17 Tonnen CO2 im Rucksack hat (laut Spiegel-Artikel, der die viel zitierte Schweden-Studie zum Gegenstand hatte) ist es für mich immer noch intelligenter, dieses CO2-Budget in einen Akku zu investieren, den man recyceln kann, als aus dem Auspuff zu blasen.

Es geht darum, dass es albern ist bei Fahrzeugen, die Jahr für Jahr alleine mit ihren Abgasen zahlenmäßig die ganze Bevölkerung von Monaco, San Marino und Liechtenstein auslöschen, nun plötzlich den CO2-Moralapostel zu spielen.
Wenn der ADAC nun also seine Entscheidung die E-Mobilität zu unterstützen einzig auf Basis des Anteils regenerativer Energien am deutschen Strommix trifft, dann ist das an Absurdität und, angesichts der Faktenlage, auch an Menschenverachtung nur schwer zu überbieten.

Zudem vergisst der ADAC auch noch, dass es sehr wohl mittel- bis langfristig einen entscheidenden Einfluss am Strommix hat, wenn die Ladestationen und privaten Lader überwiegend bei Ökostrom-Anbietern laufen. Das Statement des ADAC aus dem ersten Beitrag ist daher sehr dumm und unüberlegt. Eine etwaige Boshaftigkeit möchte ich nicht einmal unterstellen, möglicherweise ist der Brief gar nicht unternehmensweit abgestimmt, sondern der Alleingang eines naiven, halbwissenden Mitarbeiters.

Mir geht es nicht um das Favorisieren von Technologien, sondern um die Förderung des Interesses an Alternativen. Ein fairer und kompetenter Vergleich ist das mindeste, was ich vom ADAC erwartet habe. Statt dessen wurde für den Vergleich der Strommix von 2013 (!) unterstellt (Lt. Fraunhofer Anteil erneuerbarer Energien 2013: 27%, 2017: 38%). Neben all den anderen schon von euch erwähnten Punkten empfinde ich das als nicht professionell und einseitig.

Zitat aus der Satzung des ADAC:

„…und setzt sich unter Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes für Fortschritte im Verkehrswesen, vor allem auf dem Gebiet des Straßenverkehrs, der Verkehrssicherheit und der Verkehrserziehung ein. Der Club fördert die Luftrettung und tritt für den Schutz der Verkehrsteilnehmer ein. Er nimmt insbesondere deren Interessen als Verbraucher wahr.“ (Hervorhebungen von mir)

Ich sehe im Augenblick weder einen Einsatz für die Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes noch die Wahrnehmung der Interessen der Verbraucher, und zwar weder der Anwohner von verkehrsbelasteten Straßen noch die der Dieselfahrer, die einen erheblichen Wertverlust ihrer Fahrzeuge hinzunehmen haben.

Hinzu kommt, dass ziemlich sicher CO²-Herstellerangaben verwandt wurden. Die kann man gleich mit Faktor X multiplizieren. Dann sieht das auch schon wieder anders aus.

In den letzten Jahren gab es diverse Studien (zu deren Auftraggebern kann man seine Phantasie bemühen), die die schlechte CO² Bilanz der E-Fahrzeuge untermauert haben. Das bleibt haften. Die deutlich glaubwürdigere ICCT Studie geht irgendwie vollkommen unter: aiomag.de/icct-studie-e-autos-s … icher-6232

Kernaussagen der ICCT Studie

und …

Wie die meisten BEV-Fahrer beziehe ich Strom, der zu 100% regenerativ erzeugt wurde. Derzeit lade ich sehr wenig am SuC und viel zu Hause. Thumbs up für die Umweltbilanz. :wink:

Was für mich in allen Diskussionen immer zu kurz kommt, Abgase in Städten mindern massiv die Lebens-/Wohnqualität, weil es stinkt (von Lärmemissionen ganz zu schweigen). Und es macht Menschen krank und führt zu (frühzeitigen) Todesfällen.

Was ist damit?

Ja das habe ich doch oben auch geschrieben, ich habe ja sogar beim ADAC angerufen und mit dem Verfasser gesprochen und mich über den Vergleich beschwert.

Ich habe auch angemerkt dass der Strom in den nächsten 10 Jahren vermutlich sauberer wird und das Öl schmutziger. Hat niemanden interessiert. Dennoch geht es mir einfach darum mich von dem Blinden… Tesla ist perfekt und andere Autos rotten ganze Städte mit ihren Abgasen aus Darstellungen einiger zu distanzieren. Der Debatte würde etwas mehr Nüchternheit und Realität helfen. Wenn wir alle mit einem Lupo fahren würden wäre der Umwelt mehr geholfen wie mit einem Tesla, und das sollte mal klar sein!

Unter den Luxuswagen ist der Tesla derjenige der am besten abschneidet.