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Absatz von Diesel-Autos bricht ein

Die Diesel sind doch heute gar nicht mehr die großen CO2 Sparer in der Flotte, sondern die Hybridautos die nur noch 2 l/100km verbrauchen. :unamused:

Es brauchen im Prinzip nur halb so viele Hybridautos wie Dieselautos verkauft werden um den selben Effekt auf den CO2 Ausstoß zu erzielen. Dabei müssen die Nutzer die Autos nicht mal elektrisch nutzen.

Moin!
Lustig finde ich auf der o.g. Seite die Übersicht zu den Schadstoffklassen und Effizientzklassen. Demnach gibt es einen starken Rückgang bei A/A+ und eine Zunahme bei C. Das werden die schön gerechnet Diesel gegenüber den Benzinern sein. Man sieht hier trotz wirrem Rechenmodel aber wo der Trend hin geht.

So wirds kommen, jetzt geht’s Vollgas in die Hybridwelt und alle haben ein gutes Gewissen.

Bin ich mir nicht ganz so sicher, ob PHEVs günstiger sein werden, als BEVs oder Benziner. Beim VW Golf sieht man den Unterschied, eGolf 36tEur (32tEur mit Umweltprämie), GTE 37tEur (34tEur mit Umweltprämie), plus Wartung, Energiekosten usw. Auch in der Konstruktion ist ein PHEV grundsätzlich aufwendiger, das Packaging ist aufwendiger, da Platz für einen Akku, eMaschine, Schaltgetriebe, Verbrenner, Steuergeräte, Abgassystem und Tank benötigt wird.
Bei Mercedes’ E-Klasse noch extremer: Basis Benziner 43tEur und das PHEV 60tEur. BMWs 2er Active Tourer genauso, Basis Benziner 27tEur und PHEV wieder 39tEur. Hyundais Ioniq ist da die Ausnahme mit 33tEur für den Electric und 30tEur beim PHEV, er wurde jedoch auf die drei Antriebsarten von Anfang an hinentwickelt.
Da spielt auch viel Marketing- und Vertriebs-Kalkül dahinter, was attraktiver sein soll und was nicht, dennoch durch die Entwicklung wird es selten ein PHEV geben, welches günstiger angeboten werden kann, wenn es nicht durch ein anderes Modell querfinanziert wird

Die Kunden werden nun vermehrt erstmal Benziner verkaufen, es sei denn PHEVs werden günstiger als die konventionellen Modelle. Würde aber bedeuten, dass alles andere entweder teurer werden würde oder aber, dass es eine gute Zeit lang schmerzhafte Kampfpreise/Wechsel-/Sonderprämien geben wird.

Alles Gute!

Ich schließe mich der Meinung an. Es wird sich gedrückt und gewunden, so lange es geht, bis irgendwann vielleicht nix mehr geht.

Wird ganz sicher so kommen… Plug-in Fahrzeuge werden - so meine Annahme - ab Mitte des Jahres ganz offensiv in den Markt gedrückt. Was per se nicht so schlecht wäre, zumindest im Vergleich zu reinen Verbrennungsmotoren.

Aber ich sehe es schon kommen: Aufgeladen wird fast nie, wo auch? Also reiner ‚Buchwert‘-Zauber ohne jedweden Vorteil…

Seh ich anders, aus finanziellen Gründen. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, fährt bestimmt lieber für 5 Cent statt 10 Cent pro Kilometer.

Wenn das Fahrprofil passt reichen PlugIns. Und natürlich will man mit Strom fahren, ist ja auch günstiger.

Hier mal der Verbrauch von meinem Ampera nach 60.000km

Bin ja bei euch… Ein Kollege fährt seit anderthalb Jahren einen A3 Etron als Firmenwagen und ist begeistert. Er kann aber auch bei seinem AG laden, ein Luxus für viele andere, der leider noch fehlt. Und über Lademöglichkeiten in Großstädten braucht man derzeit leider nicht viel zu sagen…
Ich finde Hybrid grundsätzlich nicht verkehrt, nicht falsch verstehen. Aber ohne (eigene?) Lademöglichkeiten nehmen die nur die ohnehin noch nicht sehr zahlreichen Ladestationen weg - wenn überhaupt geladen werden will…

Ich wage zu bezweifeln, daß es viele gibt, die nicht laden können oder wollen. Die kaufen keinen PHEV. Wer so etwas kauft will es auch und schafft im Schnitt auch den angegebenen Verbrauch oder sogar sehr viel weniger. Die Frage des Anteils beschäftigt mich schon sehr lange und ich spreche gezielt beim Laden die Fahrer der „verpönten“ Fahrzeuge an, um mir ein Bild zu verschaffen.

Der „alte“ Ampera ist ja auch eine positive Ausnahme mit seinen 60-80km elektrischer Reichweite.

Es gibt leider auch andere, hier eine Aussage:
„Die Mehrkosten habe ich als Umweltprämie, 3000€. Jetzt kann ich an den Ladesäulen parken und in manchen Städten ist das parken dank
E-Kennzeichen umsonst. Der E-Motor ist als Buster auch nicht schlecht.“

Er hat an der Ladesäule geparkt, das Kabel war gesteckt und es wurde nicht geladen.
Seine Aussage dazu:
„Mit E-Kennzeichen darf ich hier stehen. Laden wollte ich ja, aber ich habe dafür keine Karte und ich lege mir sicher keine 10 Karten ins Handschuhfach und suche immer die richtig. Wenn meine Karte funktioniert, dann lade ich auch.“ Ladekarte: ENE Eifel

Mag sein, ich habe dazu keine belastbaren Werte. Mein Punkt ist aber ein anderer: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ab Mitte des Jahres der PHEV in den Markt gedrückt wird, über Umweltprämie, Nachlass, Werbung, etc. Das bedeutet, dass der Anteil stark steigt, weil die Leute es ‚schick‘ finden. Gleichzeitig erreicht der Hersteller eine Senkung des Flottenverbrauchs, zumindest auf dem Papier.

Unterstellt, dass diese Annahme stimmt, wird die Ladestruktur kaum mehr ausreichen, d.h.,es ist völlig unerheblich, ob man laden will oder nicht. Zusammen mit denjenigen, denen es egal ist (‚Ich hab ja meinen Verbrennungsmotor mit dabei‘), ergibt sich dann folgendes Ergebnis: auf dem Papier sieht alles viiiiieeel besser aus, als es in Wirklichkeit ist. Gewonnen ist dadurch nur eins: Die Notwendigkeit eines Aufbaus einer belastbaren Ladestruktur für kommende reine Elektroautos wird hinreichend deutlich.

Letztlich ist wird die Täuschung des Verbrauchers fortgesetzt. Auf dem Papier sieht alles gut aus, aber in der Realität wird mehr Energie verbraucht und mehr Schadstoffe als zuvor.

Vielleicht wäre insgesamt gesehen ein Diesel der die Grenzwerte in der Realität unterschreitet doch noch besser als der Hybrid. :unamused:

Wenn ihr über PHEVs diskutieren möchtet, dann findet ihr hier einen passenden Thread: Es führt kein Weg am Plug-In-Hybrid vorbei!

Audi wirbt ja jetzt intensiv für den Gasantrieb. Sogar in der Form, dass der Wind das Auto antreibt. :astonished: Die befürchten wohl auch schon, dass der geringere Absatz der Diesel ihren Flottenverbrauch und damit CO2-Wert kaputt macht. Da rächt sich jetzt, dass man bisher vieles nur angekündigt und noch mehr abgekündigt hat.
Apropos Flottenverbrauch: Wie wird der berechnet? Zählen die angebotenen Fahrzeuge oder die verkauften?

Entschuldigt das off-topic, ich versuche den Bogen wieder zurück auf den Diesel-Absatz zu lenken.

Ja, Plug-In-Hybride brauchen dringend eine höhere Reichweite, als die 30km, also das doppelte bis dreifache davon. Ich hab gerade nachgesehen, wie hoch die Kapazität des Amperas ist, die liegt bei 16kWh, gestern sah ich mir ein Review des Panamera Hybrids an, welcher über 14kWh verfügt und auf besagte 30km damit käme, wie auch die übrigen deutschen Hybride - zumindest ist mir kein Golf/Passat GTE, etron Audi, Mercedes oder BMW Plug-In bekannt, die bedeutend mehr schaffen oder im Ansatz an den Ampera herankämen.

Auch aus der Hinsicht die Frage, wie soll die nahe Zukunft, hier bei deutschen Fahrzeugen aussehen? Die kommende A-Klasse und der 1er wären Kandidaten eine Plug-In Motorisierung zu erhalten, die Frage ist nur, wie hoch die Reichweite ausfallen wird und dazu das Preisniveau liegt. Viel wurde in der nahen Vergangenheit auch über 48V-Mild-Hybridsysteme gesprochen.
Das Gute an der ganzen Hybrid-Geschichte ist, dass alle Neufahrzeuge mit dem WLTP getestet werden, lediglich die alten Baureihen fallen untern NEFZ, damit dürfte auch der Wahnsinn der S-Klasse und des Panameras mit 2,5l/100km ein Ende finden.

Die Dieselantriebe werden aber so oder so zukünftig unattraktiv werden, da entweder die Abgasreinigung keinen Platz findet oder so teuer wird, dass auch hier wiederum es für den Kunden fragwürdig wird, warum er überhaupt noch einen Diesel fahren sollte. Zudem nehme ich an, dass die Diskussion bezüglich Fahrverbote ihr übriges tut, was zu Verunsicherung der möglichen Käufer führt.
Interessant wird es in diesem Jahr sein, monatlich und dann am Ende auch wieder jährlich den Vergleich ziehen zu können, wie sich der Markt entwickelte, werden es nochmals -10% werden, weniger oder sogar mehr?

Alles Gute!

Sorry für OT, aber @Astradamos
WLTP/RDE -Thread
Schau mal in den im Posting verlinkten Link.

Nur die verkauften.

Aber abgesehen von dem noch durch die Lobbyregierung zu bestimmenden WLTP/NEFZ-Umrechnungsfaktor

gibt es eine Obergrenze von 95 g/km für die Flotte schon rein reglementatorisch nicht: denn für jede 1.000 kg Fahrzeuggewicht mehr über dem 1.375 kg PKW-Durchschnittsgewicht kommen nochmal 33 g/km auf den „gleitenden Grenzwert“ von 95 g/km oben drauf.

Das ist mit schweren Dieseln besonders leicht zu schaffen.

Hier wird aber nur darauf herumgeritten, dass die - eben mehr oder weniger hohen - CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung nicht berücksichtigt werden (reine Elektroautos würde das genauso treffen). Auf die Idee, dass die CO2-Emissionen bei der Bezin/Diesel-Herstellung ebenso berücksichtigt werden müssten kommen die erst gar nicht.

Was nicht kritisiert wird, ist der unrealistische Normzyklus bei den Plug-In Hybriden, nämlich dass nach Batteriebetrieb im Schnitt nur 25 km weit per Verbrennermotor gefahren wird, bis der Akku wieder auf 100% geladen wird.

@Spürmeise:
D.h. dann ab 2.375kg Leermasse dürfen dann entsprechend 128g/km CO2 ausgestoßen werden? Das würde im Grunde nur die größten Oberklassefahrzeuge treffen und würde einen Verbrauch von 5,5l Benzin/100km oder 4,9l Diesel/100km deckeln. Aber selbst die großen SUVs wiegen meist unter den genannten 2.375kg, was wiederum für die Verbräuche bedeutet, dass sie bei 95g/km CO2 und 4,1l Benzin oder 3,6l Diesel pro 100 Kilometern im Durchschnitt liegen müssen, um nicht für jedes zusätzliche Gramm CO2 95,-Eur Strafe zahlen zu müssen.

Wenn man sich vor Augen führt, dass nicht einmal ein Cayenne Diesel (komb. 7,4l/100km, wie der SQ7) oder Audi S/Q7 (min. 7,4l/100km Benzin oder 5,9l/100km Diesel) nach NEFZ auf einen entsprechenden Verbrauch kommen, werden fiese Zeiten auf die Hersteller zukommen, gerade da SUVs -nun als Benziner- zunehmend vom Markt gefragt werden.

Alles Gute!

EDIT: Hab mich verrechnet, Danke @Spürmeise, für die Richtigstellung!