85er Akku: Reduzierung der Ladeleistung seit 2019.20.1 (Teil 1)

War ja nicht deswegen…
Wollte wissen, wie viele km er noch anzeigt, bei 100%, hatte Zeit und wollte möglichst viel laden…
Und das letzte mal als ich vollladen wollte, hat er bei 98% aufgehört, hat mich (auch) interessiert ob es noch bis 100 geht.

Wann wird sich jemals der Mythos ausrotten lassen, daß die Häufigkeit und Stärke, mit denen Schmerzen wiederkehren (die wörtliche Übersetzung des Wortes) etwas mit Rechenwegen oder -verfahren zu tun hat? Das sind Algorithmen (Einzahl: Algorithmus).

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Der Bjørn hat gerade das passende Video rausgehauen.

Er meint, das BMS braucht ab und zu den Versuch auf 100% zu laden und dann leer machen, damit das BMS die Grenzen der Batterie, vulgo: verfügbare Kapazität, neu kalibriert.

Da hat er sich leider selber untertroffen:

Aus dem Model 3 Service Manual:
„The HVBMS will order Batman to put that bleed resistor across the brick with the highest voltage when Delta V is > 5mv MinBrickV > 4.0v (~85% SOC) && HVBMS State == STAND BY.“

Das ist natürlich schon zwei Jahre alt und mag nicht fürs Model S gelten, andererseits gibt es auch keinen offensichtlichen Grund, warum das da anders sein sollte.

Auch wenn das schlussendlich sehr logisch klingt, ist es am Ende des Tages nichts anderes als eine Annahme. Ohne zu wissen, was die Software im BMS macht, wird man das nie genau wissen, ob eine 100% Ladung mit anschliessender Leerfahrt des Akkus notwendig ist oder nicht.

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Bjørn scheint nix zu wissen vom 4,1V Cap, den langsamen Anpassungen wieder Richtung 4,2V, und man sieht im SMT die Pumpen auf 100% & 65% laufen, was 97%->93% SoC in ein paar Stunden erklären könnte.

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Das ist beim Model S nachweislich nicht der Fall, siehe Themen hier im Forum oder drüben bei TMC dazu. Passt auch zur Realität: Mein Model S ist nun fast 8 Jahre alt und sieht kaum je SoC von über 80% oder unter 20% für länger als eine Stunde. Zellspannungsdifferenz in Ruhe: 4-5 mV.

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Ich habe einen Austauschakku 75Kwh bekommen, wo das Modul 10 25mV mehr Spannung hatte. Ich konnte täglich vorm Weg zur Arbeit und vorm nach Hause fahren beobachten dass das BMS immer die Spannung vom Modul 10 auf Minus 25mV entladen hatte. Das dauerte ziemlich lange bis sich das Modul 10 auf die anderen Module auf +/- 4 bis 7mV angeglichen hatte. Die Zellen werden erst balanciert wenn der Schütz vom Akku die HV Batterie vom DC/DC Wandler trennt. Zum balancieren braucht das BMS mehrere Stunden.
In meinem Fall hat es 4 Monate und 6000km gebraucht um das Modul 10 auf die anderen anzugleichen.
Die TR Anzeige kann auch dadurch kalibriert werden in dem man ztw nicht täglich nachlädt, sondern ztw 10% bis 90% Ladehübe macht.
Es gibt leider von Tesla diesbezüglich keine öffenlichen Unterlagen .
Aber Tesla Schulungsunterlagen wären Interessant!!
LG Manfred

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Jetzt gibt es schon neue 90 kWh Akkus mit 350V Technik.
Ja den hätte ich auch gern :star_struck:

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Sind die dann Softwaretechnisch begrenzt? Wenn das die Lösung für die 85er wäre, wäre das doch super… also nicht die Begrenzung sondern der 90er Akku mit der Ladekurve.

Wenn es die als kostenlosen Ersatz gibt, wäre es super. Alles andere nicht!

Ein 100er Akku minus 2 Module ergibt auch 350V
Wenn Tesla will geht alles!!!
Da gibt es auch kein Gewichtsproblem.
Die Software auch der Luftfederung muss dann angepasst werden.
Ein 100er Modul ist schwerer als ein 85er Modul.
Aber das lässt sich Tesla ausserhalb der Garantie gut bezahlen sicher um die 20.000,- Euronen

Ein Kläger müsste halt mal nicht beim Vergleich einknicken sondern auf einen neuen, mindestens gleichwertigen Akku bestehen. In den USA hat das wohl in einzelnen Fällen schon geklappt. In Europa wohl bislang noch nie. Zumindest habe ich das hier so gelesen.
Wäre echt interessant zu sehen wie Tesla dann reagieren würde.
Oder es wurde auch schon einmal in Europa gemacht und es wurde stillschweigen vereinbart.

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Wisst ihr dass VW in den USA damit auch noch milde beim Betrug davongekommen ist weil sie vom Gericht als Wiedergutmachung auch dazu verpflichtet wurden beim Ausbau der E Ladestation in den USA tatkräftig mitzuwirken.
Nur so zur Rechtsprechung in Europa und zur Rechtsprechung in den USA.
Sicher gibt es Einzelfälle wo unter der Hand finanzielle Entschädigung getätigt wurde.
Ich kann mich gut daran erinnern wo ein Rechtsanwalt in Deutschland, der einen VW Golf fuhr, VW verklagt hat und bevor es zum Gericht kam hat er auf seinem Konto den vollen Kaufpreis erstattet bekommen :joy:.
In den USA haben viele VW Fahrer den Wagen zurück geben und auch eine hohe Entschädigung erhalten.
Aber leider muss das Gericht den Hersteller dazu zwingen .
Da sind Alle gleich.
Ich gönne es Jedem der sprichwörtlich Elon zeigt wo es lang geht.
Liebe Grüße Manni

Durch die unterschiedlichen Rechtssysteme ist man in Deutschland halt gezwungen erst einmal alleine tätig zu werden. Das mit den Sammelklagen scheint ja hierzulande immer noch nicht so einfach zu sein. Kenne mich da aber auch nicht aus.

Naja, was heißt „einknicken“. Viele haben nur dieses eine Auto und wollen das es fahrbar ist oder es ein finanziellen Ausgleich gibt. Und wenn dieser Ausgleich besser ist, als das selbe „alte“ Auto, nur eben mit neuem Akku, dann muss das jeder für sich selbst entscheiden on er lieber Geld oder ein „altes“ Auto nimmt. Und da viele (nehme ich mal an), bis es überhaupt soweit ist, bis es zum Vergleich kommt, dann die Schnauze so voll haben von Tesla, dass die eh keinen mehr haben wollen.
Also passt „einknicken“ nicht so ganz. Eher abwägen.
Und weil es viele gibt, die lieber warten bis sich Tesla rührt, reden die Leute dann auch nicht drüber, nehmen ihr Geld (ob viel oder wenig) und haben ihre Ruhe. So jedenfalls mein Eindruck.

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Es ist wohl so dass Tesla viel lieber einen Ausgleich zahlt als einen Akkutausch durchzuführen. Auch wenn ein Akkutausch sogar billiger käme als ein finanzieller Ausgleich. Daher ist der Akkutausch wohl noch nie realisiert worden. Mich würde interessieren was Tesla macht, wenn man bei einem Vergleich auf einen neuen (anderen) Akku bestehen würde und jeden finanziellen Ausgleich ablehnen würde.

ggfs. man findet eine Verbraucherschutzorganisation so wie beim Dieselgate - falls anwendbar

Das ist gerade im Werden, wenn ich noch auf dem aktuellen Stand bin.
Es dauert eben nur lange sich mit Tesla durch die Instanzen vor Gericht zu bewegen, da vergeht schnell mal ein Jahr oder länger. Denn Tesla nutzt - bis auf wenige Ausnahmefälle - alle Fristen und deren Verlängerungsmöglichkeiten aus, um ein Urteil vor Gericht zu vermeiden. Sie hoffen vermutlich, dass die Gegenseite vorher aufgibt und sie so ein Urteil vermeiden können und vor allem geringere Summen zahlen müssen, weil die Nutzungsentschädigung während der Wartezeit immer größer wird, wenn das Fahrzeug noch gefahren wurde.

Bis zu meinem ersten Gerichtstermin hat es jetzt 10 Monate gedauert und das ist nur die Güteverhandlung, also der erste Schritt.

Insofern wissen wir dann vermutlich im Laufe des Jahres mehr darüber, ob jemand Tesla zum Austausch der Batterie zwingen konnte oder doch das Geld nehmen „musste“ weil es einfach keine vernünftige Alternative gab.

Viele Grüße

Dirk

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